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Blog



Über die Anwendung und den sicheren Umgang mit ätherischen Ölen

Dufte Reiseapotheke für Familien mit kleinen Kindern

Als Eliane Zimmermann (klick hier) und ich im Dezember letzten Jahres unser Facebookgruppe aromaMAMA (klick hier) gegründet haben, haben wir nicht damit gerechnet in nicht einmal 6 Monaten schon 1800 Mitglieder zu haben.

Unser Anliegen war es, mit dieser Gruppe ratsuchenden Müttern (leider fast nur Mütter) eine seriöse Plattform zu bieten, auf der sie kompetenten und verantwortungsvollen Rat zum Thema Aromatherapie rund ums Kind und die Schwangerschaft bekommen können. Wir haben viele Dateien zu häufig gestellten Fragen erarbeitet und das Thema Qualität und richtigen Einkauf aufgegriffen. Viele Stunden Arbeit haben wir in diese Gruppe investiert und bereuen es keine Minute. Viele Gruppenmitglieder beteiligen sich aktiv am Austausch und informieren sich regelmäßig.

Wir überprüfen alle Beiträge bevor wir sie freigeben, so dass die Gruppe so gut wie werbefrei bleibt. Auch Fragen, die nicht zur Gruppenthematik passen werden an andere Gruppen weiterempfohlen oder gelöscht. Darüber hinaus behalten wir alle Beiträge und Diskussionen auch nach Freischaltung im Auge, um fehlerhafte Empfehlungen und unsachlichen Umgang direkt zu vermeiden. Zudem weisen wir bei ernsthaften Erkrankungen darauf hin, einen Arzt, HP oder Aromaexpertenn aufzusuchen.

All das hat dazu geführt, dass wir bis heute sagen können: aromaMAMA ist eine rundum gelungene Sache!

In den Wintermonaten drehten sich die Fragen hauptsächlich um Erkältungserscheinungen, Windpocken und Magen-Darm-Infekte. Nun taucht vermehrt die Sommerfrage nach einer Reiseapotheke mit Kindern auf.

Reiseapotheke fur Familien mit Kindern

Lavendel fein/extra
bei Insektenstichen, Verbrennungen, Sonnenbrand, Schürfwunden, Unruhe, Schlaflosigkeit, Husten

Lavendel ist eines der wenigen ätherischen Öle, welches ich auch in der Not z.B. bei Insektenstichen oder kleineren Verbrennungen pur verwende

Lavendel Roll-on -> 10 ml Wodka oder Weizenkorn + 10 Tropfen Lavendel extra oder fein, kühlend und juckreizstillend

Zu den genannten ätherischen Ölen kann bei größeren Kindern (ab etwa 6 Jahren) und für Erwachsene noch Pfefferminze mit eingepackt werden. Sie wird bei Kopfschmerzen, Übelkeit und zum kühlen bei Insektenstichen verwendet.

Teebaum
desinfizierend,
Halsschmerzen -> einen Tropfen auf einen Teelöffel Salz, das ganze in ein Glas lauwarmes Wasser und damit gurgeln, wenn es schnell gehen muss nehme ich einen Tropfen auf ein Stück Würfelzucker und lasse es im Mund zergehen

vorbeugend gegen Pilz (antimykotisch) -> 30 ml Aloe vera Mazerat, 3 Tropfen Teebaum, 3 Tropfen Lavendel fein, 1 Tropfen Cajeput und 2 Tropfen Neroli

Cajeput
Muskelschmerzen -> 10 ml Aloe vera Mazerat, 4 Tropfen Cajeput, 1 Tropfen Pfefferminze, 2 Tropfen Lavendel fein

Ohrenschmerzen -> 2 Tropfen Cajeput mit 5 ml Johanniskrautöl mischen auf ein Wattebausch und diesen in die Ohrmuschel sanft einlegen (niemals ins Ohr tropfen!) und den Rest hinter dem Ohr sanft einmassieren

Bronchitis -> 10 ml Aloe vera Mazerat, 2 Tropfen Cajeput, 2 Tropfen Lavendel fein, 1 Tropfen Teebaum

Schnupfen -> Nasenflügelöl - 5 ml Basisöl, 1 Tropfen Cajeput

Blasenentzündung -> 10 ml Johanniskrautöl, 3 Tropfen Cajeput, 2 Tropfen Lavendel fein auf eine Kompresse und eine Blasen-Öl-Auflage damit machen

Insektenstich Roll on (ab 6 Jahre)

10 ml Weizenkorn
4 Tropfen Pfefferminze
4 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Cajeput

Folgende Notfallmischung kann man zu Hause schon herstellen:

CILM-Mix für alle kleinen und großen Notfälle

Cistrose

Immortelle

Lavendel

Manuka

zu gleichen Teilen gemischt - darf auch pur verwendet werden. Bei kleineren Wunden, Verletzungen usw.

Viele Tipps und Anregungen rund um den richtigen Umgang mit ätherischen Ölen bei Kindern gibt es in unseren Seminaren "Basisseminar Aromapflege" (klick hier) und "Aromatherapie für Kinder" (klick hier)

Ab sofort ist mein Buch vorbestellbar (klick hier)

1Buchankundigung AT hausliche Pflege Facebook

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Lavendel - immer wieder einen Beitrag wert

Ich bin ja bekennender Lavendel Fan und daher bekommt er auch jedes Jahr auf´s Neue einen Artikel gewidmet. Es ist mir unmöglich an meinem Lavendel, der in meinem Garten an jeder Ecke zu finden ist, vorbei zu gehen ohne ihn mit den Händen zu streifen und den wundervollen Duft tief einzuatmen!

Vor vielen Jahren, als Teebaumöl seinen Siegeszug in deutschen Haushalten einhielt, wurde er als "Tausendsassa" bezeichnet - dies möchte ich ihm nun höchst offiziell absprechen - bestenfalls ist er ein "Hundertsassa". Wenn ein ätherisches Öl überhaupt diesen Namen "Tausendsassa" verdient hat, dann der LAVENDEL!!!

Wie bei vielen anderen Ölen gibt es auch den Lavendel in unterschiedlichen Varianten, welche man auch deutlich in ihrem Geruch, Aussehen und ihrer Wirkung unterscheiden muss.

Der Lavendel, den ich als "Tausendsassa" und Allrounder bezeichnen würde ist der Lavandula angustifolia/vera und wird unter dem deutschen Namen Lavendel fein, Lavendel extra, Wilder Berglavendel oder Berglavendel angeboten.

Der Lavendel zählt mit zu den besterforschtesten ätherischen Ölen, unzählige Studien findet man im Internet und nicht wenige von Prof. Buchbauer aus Wien. (klick hier)

Lavendel fein
Der offizielle oder „echte“ Lavendel führt uns in die höheren Lagen der Haute Provence. Dort wächst er ab 500 m. Auf diesen Feldern wachsen viele unterschiedliche Lavendelpflanzen. Lavendel fein enthält mehr als 100 Inhaltsstoffe. Dies ist einer der Gründe für die vielseitige Anwendung dieses Klassikers der Aromatherapie.

Lavendel extra (Berglavendel usw.)
Hierbei handelt es sich um den wilden Berglavendel aus der Haute Provence.
In den Bergen der Haute Provence, auf über 800 bis 1200 m Meereshöhe, wächst der wilde Berglavendel, ein feiner Lavendel von höchster Qualität mit wertvollen Inhaltsstoffen.  Er riecht kräftiger und schärfer als der Lavendel fein. Sammlergruppen ernten dort in mühevoller und harter Arbeit diese Wildsammlung, denn dort kann nicht maschinell gearbeitet werden wie unten in der Ebene.  Ihn nennt man auch „Heillavendel“.

Den Lavendel fein verwendet man in der Aromapflege für Einreibungen, Massagen, Bäder und in der Duftlampe.
Lavendelöl wird außerdem in der Pflege eingesetzt zur Dekubitusprophylaxe, für beruhigende Waschungen, Einreibungen, Fußbäder usw. 
Auch bei der Arbeit mit demenziell Erkrankten ist Lavendelöl eines der wichtigsten ätherischen Öle, wenn es z.B. in der Biographiearbeit, Unruhe, herausvorderndes Verhalten, Schlafstörungen uvm. 

Lavendel extra kann als wertvolleres, inhaltsstoffreicheres der Lavendelöle seinen Einsatz z.B. bei Verbrennungen, Hautwunden, Pilzerkrankungen, Verletzungen, Insektenstichen usw.  finden.

Diese beiden Lavendelarten sind zwei von wenigen ätherischen Ölen, welche man unter bestimmten Vorraussetzungen, auch mal pur auf der Haut verwenden darf.

Weitere Lavendelarten:

Lavendel Vielfalt
Lavandin (Lavandula angustifolia)
auch als "Putzlavendel" bekannt, ziert die Bilder und Postkarten tiefblauer Lavendelfelder aus der Provence.
Der Lavandin hat im Gegensatz zum Lavendel fein einen relativ hohen Anteil an Kampfer und wirkt dadurch eher anregend und wenn sich so mancher unwissende Lavendelöl Käufer wundert, dass er nicht einschlafen kann, sondern eher angeregt sich die Nacht um die Ohren schlägt, dann hat er unwissentlich Lavandin eingekauft. Lavandin wird häufig auf den Ölfläschchen auch als Lavendel deklariert und wenn die botanische Bezeichnung auf dem Etikett fehlt, weiss man eben nicht genau um welchen Lavendel es sich handelt! Er ist kontraindiziert bei Säuglingen und Menschen mit hohem Blutdruck.

Speiklavendel (Lavandula spica)
ein breitblättriger (latifolia) Lavendel, der ca. 28 % 1,8-Cineol enthält, weshalb man ihn z.B. auch bei Bronchitis und Schnupfen, sowie rheumatischen und athritischen Schmerzen einsetzt. Sein Kampfergehalt liegt bei ca. 16 %, daher durchblutungs- und auswurffördernd.
Speiklavendel ist anregend und belebend, fördert die Gehirntätigkeit und könnte daher in Mischungen zur Aktivierung demenziell Erkrankter eingesetzt werden. Da der Borneongehalt (Kampfergehalt) stark schwanken kann, sollte man als Laie bei der Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern eher vorsichtig sein.

Schopflavendel (Lavandula stocheas)
auch Schmetterlingslavendel genannt. Dieser Lavendel hat einen sehr hohen Monoterpen-Ketongehalt von bis zu 70 % (zusammengesetzt aus ca. 25% Borneon und ca. 45% Fenchon). Neben seinen ausgezeichneten auswurffördernden, antibakteriellen, zellregenierenden und entzündungshemmenden Wirkung, besitzt er nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Er kann neurotoxisch und Abortiv wirken und sollte deshalb nur von erfahrenen Aromafachleuten verwendet werden!

Schopflavendel

Eine kleine Auswahl Lavendelrezepturen:

After Sun Öl
100 ml Aloe Vera Mazerat oder Kokosöl
15 Tropfen Lavendel fein
3 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota)
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)

Antimykotische Mischung (Vaginalmykose)
100 ml Jojobaöl
6 Tropfen Lavendel extra
4 Tropfen Palmarosa (Cympobogon martinii)
4 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
4 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
2 Tropfen Teebaum, ganz frisch (Melaleuca leucadendra)
5 Tropfen Rose türkisch 10%ig (Rosa damascena)
die Mischung in eine Weithalsflasche füllen, dreimal tägl. einen Tampon eintauchen und einführen. Das ganze mindestens eine Woche lang durchführen, danach die Dosierung für eine Woche auf 2 x tägl. reduzieren. 
Anwenderinngen berichten immer wieder von einer Besserung innerhalb von Stunden, sowie einem sehr gepflegten und duftenden Hautgefühl!
 
Roll on- "konzentriert geht´s wie geschmiert"
10 ml Jojobaöl oder Weizenkorn
3 Tropfen Lavandin
3 Tropfen Rosmarin cineol
3 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)

Dekolte Spray - Lavendelfeld
30 ml Wodka
20 ml Lavendelhydrolat
3 Tropfen Lavendel fein
7 Tropfen Lavendel Kashmir (ein Lavendel fein aus Indien, wundervoll blumiger Duft (->klick hier)
5 Tropfen Ho-Blätter (Cinnamomum camphora)
5 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
3 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
3 Tropfen Benzoe siam (Styrax benzoe)
4 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)

Durch die Bergamotte kann die lichtempfindlichkeit der Haut erhöht werden!

Eins der beliebtesten Pflegemischungen in Altenheimen und Krankenhäuser ist die Mischung
Haut-Im-Takt
50 ml Olivenöl
15 Tropfen Lavendel fein

wirkt hautpflegend, beruhigend, juckreizstillend und kann als komplementäres Pflegeöl zur Unterstützung bei der Dekubitusprophylaxe eingesetzt werden.



Notfall-Mischung z.B. für die Reiseapothke (ähnliche Mischung wie bei Ruth v. Braunschweig)
1 Teil Lavendel extra
1 Teil Cistrose
1 Teil Manuka
1 Teil Immortelle


Zusammenfassend kann man sagen, der Lavendel ist schon eine kleine Hausapotheke und sollte daher dort auch nie fehlen!

Anwendungsbereiche:
  • Erkältungskrankheiten
  • Ohrenschmerzen (gut kombinierbar mit Cajeput und Zwiebelwickel)
  • Fieber (als Kompresse, auch mit Lavendelhydrolat)
  • Kopfschmerzen (z.b. mit Majoran oder Pfefferminze)
  • hohem Blutdruck (hier mit Ylang-Ylang und Narde)
  • Krampfadern oder Venenentzündung (als Quarkwickel z.b. mit Cajeput, Zypresse und Rosengeranie)
  • Bauchschmerzen (auch seelisch bedingt, dann z.B. mit Kamille römisch)
  • Akne (auch als Kompressen oder punktuell auch pur)
  • Verbrennungen oder Sonnenbrand
  • Narbenpflege (z.B. mit Weihrauch, Muskatellersalbei, Rosengeranie)
  • Stomapflege (siehe klick hier)
  • Gürtelrose (z.B. mit Melissenhydrolat, Rosengeranie u. Eukalyptus citriodora)
  • uvm.






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Lavendel - immer wieder einen Beitrag wert

Ich bin ja bekennender Lavendel Fan und daher bekommt er auch jedes Jahr auf´s Neue einen Artikel gewidmet. Es ist mir unmöglich an meinem Lavendel, der in meinem Garten an jeder Ecke zu finden ist, vorbei zu gehen ohne ihn mit den Händen zu streifen und den wundervollen Duft tief einzuatmen!

Vor vielen Jahren, als Teebaumöl seinen Siegeszug in deutschen Haushalten einhielt, wurde er als "Tausendsassa" bezeichnet - dies möchte ich ihm nun höchst offiziell absprechen - bestenfalls ist er ein "Hundertsassa". Wenn ein ätherisches Öl überhaupt diesen Namen "Tausendsassa" verdient hat, dann der LAVENDEL!!!

Wie bei vielen anderen Ölen gibt es auch den Lavendel in unterschiedlichen Varianten, welche man auch deutlich in ihrem Geruch, Aussehen und ihrer Wirkung unterscheiden muss.

Der Lavendel, den ich als "Tausendsassa" und Allrounder bezeichnen würde ist der Lavandula angustifolia/vera und wird unter dem deutschen Namen Lavendel fein, Lavendel extra, Wilder Berglavendel oder Berglavendel angeboten.

Der Lavendel zählt mit zu den besterforschtesten ätherischen Ölen, unzählige Studien findet man im Internet und nicht wenige von Prof. Buchbauer aus Wien. (klick hier)

Lavendel fein
Der offizielle oder „echte“ Lavendel führt uns in die höheren Lagen der Haute Provence. Dort wächst er ab 500 m. Auf diesen Feldern wachsen viele unterschiedliche Lavendelpflanzen. Lavendel fein enthält mehr als 100 Inhaltsstoffe. Dies ist einer der Gründe für die vielseitige Anwendung dieses Klassikers der Aromatherapie.

Lavendel extra (Berglavendel usw.)
Hierbei handelt es sich um den wilden Berglavendel aus der Haute Provence.
In den Bergen der Haute Provence, auf über 800 bis 1200 m Meereshöhe, wächst der wilde Berglavendel, ein feiner Lavendel von höchster Qualität mit wertvollen Inhaltsstoffen.  Er riecht kräftiger und schärfer als der Lavendel fein. Sammlergruppen ernten dort in mühevoller und harter Arbeit diese Wildsammlung, denn dort kann nicht maschinell gearbeitet werden wie unten in der Ebene.  Ihn nennt man auch „Heillavendel“.

Den Lavendel fein verwendet man in der Aromapflege für Einreibungen, Massagen, Bäder und in der Duftlampe.
Lavendelöl wird außerdem in der Pflege eingesetzt zur Dekubitusprophylaxe, für beruhigende Waschungen, Einreibungen, Fußbäder usw. 
Auch bei der Arbeit mit demenziell Erkrankten ist Lavendelöl eines der wichtigsten ätherischen Öle, wenn es z.B. in der Biographiearbeit, Unruhe, herausvorderndes Verhalten, Schlafstörungen uvm. 

Lavendel extra kann als wertvolleres, inhaltsstoffreicheres der Lavendelöle seinen Einsatz z.B. bei Verbrennungen, Hautwunden, Pilzerkrankungen, Verletzungen, Insektenstichen usw.  finden.

Diese beiden Lavendelarten sind zwei von wenigen ätherischen Ölen, welche man unter bestimmten Vorraussetzungen, auch mal pur auf der Haut verwenden darf.

Weitere Lavendelarten:

Lavendel Vielfalt
Lavandin (Lavandula angustifolia)
auch als "Putzlavendel" bekannt, ziert die Bilder und Postkarten tiefblauer Lavendelfelder aus der Provence.
Der Lavandin hat im Gegensatz zum Lavendel fein einen relativ hohen Anteil an Kampfer und wirkt dadurch eher anregend und wenn sich so mancher unwissende Lavendelöl Käufer wundert, dass er nicht einschlafen kann, sondern eher angeregt sich die Nacht um die Ohren schlägt, dann hat er unwissentlich Lavandin eingekauft. Lavandin wird häufig auf den Ölfläschchen auch als Lavendel deklariert und wenn die botanische Bezeichnung auf dem Etikett fehlt, weiss man eben nicht genau um welchen Lavendel es sich handelt! Er ist kontraindiziert bei Säuglingen und Menschen mit hohem Blutdruck.

Speiklavendel (Lavandula spica)
ein breitblättriger (latifolia) Lavendel, der ca. 28 % 1,8-Cineol enthält, weshalb man ihn z.B. auch bei Bronchitis und Schnupfen, sowie rheumatischen und athritischen Schmerzen einsetzt. Sein Kampfergehalt liegt bei ca. 16 %, daher durchblutungs- und auswurffördernd.
Speiklavendel ist anregend und belebend, fördert die Gehirntätigkeit und könnte daher in Mischungen zur Aktivierung demenziell Erkrankter eingesetzt werden. Da der Borneongehalt (Kampfergehalt) stark schwanken kann, sollte man als Laie bei der Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern eher vorsichtig sein.

Schopflavendel (Lavandula stocheas)
auch Schmetterlingslavendel genannt. Dieser Lavendel hat einen sehr hohen Monoterpen-Ketongehalt von bis zu 70 % (zusammengesetzt aus ca. 25% Borneon und ca. 45% Fenchon). Neben seinen ausgezeichneten auswurffördernden, antibakteriellen, zellregenierenden und entzündungshemmenden Wirkung, besitzt er nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Er kann neurotoxisch und Abortiv wirken und sollte deshalb nur von erfahrenen Aromafachleuten verwendet werden!

Schopflavendel

Eine kleine Auswahl Lavendelrezepturen:

After Sun Öl
100 ml Aloe Vera Mazerat oder Kokosöl
15 Tropfen Lavendel fein
3 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota)
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)

Antimykotische Mischung (Vaginalmykose)
100 ml Jojobaöl
6 Tropfen Lavendel extra
4 Tropfen Palmarosa (Cympobogon martinii)
4 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
4 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
2 Tropfen Teebaum, ganz frisch (Melaleuca leucadendra)
5 Tropfen Rose türkisch 10%ig (Rosa damascena)
die Mischung in eine Weithalsflasche füllen, dreimal tägl. einen Tampon eintauchen und einführen. Das ganze mindestens eine Woche lang durchführen, danach die Dosierung für eine Woche auf 2 x tägl. reduzieren. 
Anwenderinngen berichten immer wieder von einer Besserung innerhalb von Stunden, sowie einem sehr gepflegten und duftenden Hautgefühl!
 
Roll on- "konzentriert geht´s wie geschmiert"
10 ml Jojobaöl oder Weizenkorn
3 Tropfen Lavandin
3 Tropfen Rosmarin cineol
3 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)

Dekolte Spray - Lavendelfeld
30 ml Wodka
20 ml Lavendelhydrolat
3 Tropfen Lavendel fein
7 Tropfen Lavendel Kashmir (ein Lavendel fein aus Indien, wundervoll blumiger Duft (->klick hier)
5 Tropfen Ho-Blätter (Cinnamomum camphora)
5 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
3 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
3 Tropfen Benzoe siam (Styrax benzoe)
4 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)

Durch die Bergamotte kann die lichtempfindlichkeit der Haut erhöht werden!

Eins der beliebtesten Pflegemischungen in Altenheimen und Krankenhäuser ist die Mischung
Haut-Im-Takt
50 ml Olivenöl
15 Tropfen Lavendel fein

wirkt hautpflegend, beruhigend, juckreizstillend und kann als komplementäres Pflegeöl zur Unterstützung bei der Dekubitusprophylaxe eingesetzt werden.



Notfall-Mischung z.B. für die Reiseapothke (ähnliche Mischung wie bei Ruth v. Braunschweig)
1 Teil Lavendel extra
1 Teil Cistrose
1 Teil Manuka
1 Teil Immortelle


Zusammenfassend kann man sagen, der Lavendel ist schon eine kleine Hausapotheke und sollte daher dort auch nie fehlen!

Anwendungsbereiche:
  • Erkältungskrankheiten
  • Ohrenschmerzen (gut kombinierbar mit Cajeput und Zwiebelwickel)
  • Fieber (als Kompresse, auch mit Lavendelhydrolat)
  • Kopfschmerzen (z.b. mit Majoran oder Pfefferminze)
  • hohem Blutdruck (hier mit Ylang-Ylang und Narde)
  • Krampfadern oder Venenentzündung (als Quarkwickel z.b. mit Cajeput, Zypresse und Rosengeranie)
  • Bauchschmerzen (auch seelisch bedingt, dann z.B. mit Kamille römisch)
  • Akne (auch als Kompressen oder punktuell auch pur)
  • Verbrennungen oder Sonnenbrand
  • Narbenpflege (z.B. mit Weihrauch, Muskatellersalbei, Rosengeranie)
  • Stomapflege (siehe klick hier)
  • Gürtelrose (z.B. mit Melissenhydrolat, Rosengeranie u. Eukalyptus citriodora)
  • uvm.






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Lavendelblüte

Nun fängt das "Blaue Wunder" in all seiner Vielfalt auch in meinem Garten zu blühen an. Das sommerlich heiße, trockene Wetter mag der Lavendel gern. Erstaunlich finde ich immer wieder wieviele Arten es doch alleine in meinem Garten gibt! Man kennt ca. 25 verschiedene Lavendelarten.
In der Aromatherapie/Aromapflege verwenden wir vor allem Lavendel fein und extra (Lavandula angustifolia), Speiklavendel (Lavandula latifolia), Schopflavendel (Lavandula stoechas) und Lavandin (Lavandula hybrida).


Auf den Feldern des Lavendel fein, in etwa 800 m über Meereshöhe, wachsen all diese Farben, alles sieht ein wenig ungeordnet aus. Der Boden ist trocken, steinig und karg, die Pflanzen oft von unterschiedlicher Größe und Farbe - von dunkel violett über blau und manchmal sogar weiß. Dieser Lavendel macht seinem Namen alle Ehre - er riecht sehr fein, blumig und sanft. Er ist reich an Estern vor allem Linalylacetat und Monoterpenolen, dem Linalool. Hierdurch bekommt er seine beruhigende, entkrampfende und entspannende Wirkung. 


Der Lavendel fein oder der Lavendel extra ist als ätherisches Öl schon eine Hausapotheke für sich, ob als erstes Hilfemittel bei Verbrennungen, Insektenstichen oder Kopfschmerzen, bei Verletzungen, Hautpilz, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Bronchitis, Ohrenschmerzen, Juckreiz, Krämpfen und vielem mehr.....


In meinen Seminaren gebe ich viele Rezepturen weiter, meist diktiere ich diese meinen Kursteilnehmerinnen und oft bekomme ich zu hören: "Lavendel ist ja in fast jedem Rezept mit dabei."


Der Lavandin hat im Gegensatz zum Lavendel fein einen relativ hohen Anteil an Kampfer und wirkt dadurch eher anregend und wenn sich so mancher unwissende Lavendelöl Käufer wundert, dass er nicht einschlafen kann, sondern eher angeregt sich die Nacht um die Ohren schlägt, dann hat er unwissentlich Lavandin eingekauft. Lavandin wird häufig auf den Ölfläschchen auch als Lavendel deklariert und wenn die botanische Bezeichnung auf dem Etikett fehlt, weiss man eben nicht genau um welchen Lavendel es sich handelt!


Hier ist die kleine Hummel ganz angetan vom Duft des Lavendel. Das ätherische Öl wird häufig auch zur Abwehr von Insekten verwendet, so z.B. auch im Kleiderschrank zur Abwehr von Motten. Ausserdem soll der Lavendel einen großen Beitrag zur Eindämmung der Pest gehabt haben. Die Menschen "parfumierten" sich mit Lavendelessenz, dieser Duft hielt die für die Übertragung von der Ratte auf den Menschen, verantwortlichen Flöhe fern!



Lavendelöl wird in der Pflege z.B. eingesetzt zur Dekubitusprophylaxe, für beruhigende Waschungen, Einreibungen, Fußbäder usw. 
Auch bei der Arbeit mit demenziell Erkrankten ist Lavendelöl eines der wichtigsten ätherischen Öle, wenn es z.B. um Biographiearbeit oder bei starker Unruhe und Aggression geht.

Es gibt hier einen wunderbaren Film in vier Teilen über den Lavendel anzuschauen: "Lavendel - Blume zwischen Himmel und Hölle"

Bewährte Rezepturen mit Lavendel:

Hautpflegeöl bei Unruhe:
50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
3 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
2 Tropfen Kamille römisch (Anthemis nobilis)

After sun Öl:
100 ml Aloe Vera Mazerat
15 Tropfen Lavendel fein/extra (Lavandula angustifolia)
3 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota)
2 Trofpen Pfefferminze (Mentha piperita)

Pflegeöl bei Schlafstörungen:
50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
4 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
3 Tropfen Narde (Nardostachys jatamansi)
2 Tropfen Majoran (Origanum majorana)
3 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)

Bei Insektenstichen, kleinen Verbrennungen und Sonnenbrand darf der Lavendel  als eines der wenigen ätherischen Öle auch mal pur aufgetragen werden.

Mehr zum Thema Sonnenbrand in den nächsten Tagen hier.....


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Aloe Vera die zweite

In der letzten Zeit häufen sich immer wieder die Fragen nach einem guten Pflegeöl zur Bestrahlungsprophylaxe.

In meinen Kursen gebe ich den Schülern immer folgende Mischung:

Bestrahlungsprophylaxe-Öl (Beginn ca. 2 Wochen vor der Bestrahlung)
100 ml Aloe Vera Mazerat
40 Tropfen Niauli

Für die Nachsorge empfehle ich folgende Mischung:

Bestrahlungs-Nachsorge-Mischun
g
98 ml Aloe Vera Mazerat
2 ml Sanddornfruchtfleischöl
15 Tropfen Lavendel extra
15 Tropfen Niauli

Eine liebe Freundin von mir, ist vor zwei Jahren an Brustkrebs erkrankt. Da sie schon von mir geschult und ausgebildet war, hat sie sich dazu entschieden, sich selbst während der Erkrankung Aromapflegerisch bzw. -therapeutisch zu behandeln.
Direkt nach der Diagnose hat sie sich ein Körperöl mit Rosengeranie gemacht, dass sie auch schon mit in die Klinik nahm.
Sie hat Ihre Haut auf die Betrahlung mit o.g. Mischung vorbereitet. Während der Bestrahlung hat meine Freundin sich auch für eine Behandlung mit einer Ölmischung entschieden. Diese hat sie vorsichtig direkt nach der Bestrahlung aufgetragen, um die Makierung (die zu bestrahlende Körperfläche wird immer ausgemessen und markiert) nicht zu verwischen.
Nach den nötigen Bestrahlungen, hat sie ihre Haut dann weiter mit dem Nachsorge-Öl eingerieben.
Sie war die Einzige aus der ganzen Bestrahlungsgruppe ohne Hautveränderungen oder gar Verbrennungen. Damit hat sie sogar die behandelnden Ärzte sprachlos gemacht.
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SCHULE FÜR AROMATHERAPIE UND AROMAPFLEGE 

Büro
Schulstraße 17 (Büro)
55767 Schwollen

Seminarhaus
Am Geissler 10
55767 Leisel

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Tel. 06787-970630