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Blog



Über die Anwendung und den sicheren Umgang mit ätherischen Ölen

Hilfreicher Umgang und einfühlsame Kommunikation bei Menschen mit Demenz

Von unseren fünf Sinnen ist der Geruchssinn sicher derjenige, den den besten Eindruck der Unsterblichkeit vermittelt.
(Salvatore Dali)

Mit dem Fortschreiten einer demenziellen Erkrankung kommt es bei den Betroffenen immer mehr zu Einschränkungen in den kommunikativen Fähigkeiten wie auch in den Alltagskompetenzen.
Persönliche Bedürfnisse, Ängste, Gefühle der Überforderung wie häufig auch Schmerzen des Erkrankten können nicht mehr verbal mitgeteilt werden, sondern finden ihren Ausdruck  in einem veränderten Verhalten.  
Dieses kann sich in abwehrenden, agitierten oder auch als aggressiv bezeichneten Verhaltensweisen äußern und das Miteinander im Pflegealltag stark belasten. 
Das gezeigte herausfordernde Verhalten der Patienten führt  in stationären Einrichtungen  oft zum Einsatz von Psychopharmaka.

Doch gerade diese Patientengruppe reagiert sehr sensibel auf den Einsatz von Neuroleptika, ernste gesundheitliche Beeinträchtigungen können die Folge sein.  
Aber was lässt sich im Gegenzug tun? 
Die Aromapflege und ihre Arbeit mit ätherischen Ölen findet in der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz immer mehr Beachtung. 
Studien und Erfahrungsberichte können heute bestätigen, dass der Einsatz unterschiedlicher pflegerischer Aromaanwendungen bei Unruhe und Erregtheit sehr positiven Einfluss auf die psychische Befindlichkeit des demenzerkrankten Menschen nimmt und zu deutlich mehr Wohlbefinden und seelischer Entspannung beiträgt.
(Text Eva Maria Anslinger)


anslinger

Eine einfühlsame Kommunikation auf Augenhöhe bei Menschen mit Demenz, kann den Alltag sowohl in der häuslichen, als auch in der stationären Pflege einfacher machen. Solche Gespräche können einen erblüffenden Wirkung erzielen, denn es ist gar nicht so einfach den richtigen Zugang zu Menschen mit einer demenziellen Erkrankung zu finden.

Wenn der Vater die eigene Tochter nicht mehr erkennt, nicht mehr zeitlich und örtlich orientiert ist, Angehörige des Diebstahls bezichtigt ist es schwierig die richtigen Worte zu finden, damit die Situation nicht eskaliert.

Wertschätzendes Verhalten und eine sensible Kommunikation ermöglicht einen Zugang zu Menschen mit Demenz. Wir Gesunde können nicht erwarten, dass der an Demenz erkrankte Mensch uns versteht, vielmehr müssen wir uns in seine derzeitige Situation versetzen um ihn und sein Verhalten besser zu verstehen und um damit umgehen zu können.

Sowohl Pflegende, als auch Angehörige können in diesem 2-tägigen Workshop viel über die einfühlsame Kommunikation erfahren und in Übungsbeispielen erlernen. Auch die Aromapflege bietet sowohl den Pflegenden, als auch den an Demenz erkrankten Menschen eine Vielzahl an Möglichkeiten um in Kommunikation zu treten.

Inhalte

  • Grundlagen und Grundprinzipien für einen wertschätzenden Umgang
  • Non-verbale Kommunikation bei Menschen mit Demenz
  • Die gute Kontaktaufnahme am Krankenbett /Aspekte von Vertrauen und Sicherheit
  • Richtig Kommunizieren bei altersbedingtenEinschränkungen und Erkrankungen der Sinnesorgane
  • Die Bedeutung generationsspezifischer Prägungen für den kommunikativen Umgang in der Pflege
  • Verstehender Umgang bei Realitätsverlusten des Patienten
  • Einfühlsam Kommunizieren mit anderen Erlebenswirklichkeiten

Anwendungen aus der Aromapflege

  • Duftbiografie/ Duftanker setzen
  • Hilfen bei Hilfen bei Unruhe, Erregtheit, Wut,
  • Hilfen bei Angst und Ängstlichkeit
  • Hilfen bei Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen, Traurigkeit
  • Einreibungen, Auflagen, Duftkompressen,
  • Teilbäder wie Hand- und Fußbäder
  • Hilfen aus der MediAkupressur ®

Anmeldung (klick hier)

Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass die Arbeit für Pflegende mit demenziell Erkrankten Menschen nicht nur als Belastung, sondern auch als Bereicherung empfunden werden kann, das Pflegende besser das Verhalten von diesen Patienten verstehen und damit umgehen können, dass für alle am Pflegeprozess Beteiligten (Patienten, Angehörige, Pflegende) ein Gefühl von gegenseitigem Vertrauen und Verstehen gibt.

 

Teil des Pflegekonzeptes bei alten und demenziell Erkrankten Menschen


Alte Menschen leiden oft unter vielen unterschiedlichen Erkrankungen oder auch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität), bekommen viele unterschiedliche Medikamente (Polymedikation) und sind durch vorhandene funktionelle Einschränkungen belastet. Gerade dadurch treten nicht-medikamentöse Therapien bei Demenz Erkrankten immer öfter in den Vordergrund. Die Wirkung der Aromatherapie konnte in einigen Studien belegt werden z.B.:

  •  Mit dem Einreiben von verdünntem Melissenöl konnte in einer placebokontrollierten Studie an 72 Menschen mit schwerer Demenz gezeigt werden, dass bei 60% der Patienten nach vier Wochen dieser Anwendung auf Gesicht und Arme eine 30%ige Verbesserung der Unruhezustände zu verzeichnen war.       
    [Ballard, C.G.; O'Brien, J.T.; Reichelt, K., Perry, E.K.: Aromatherapy as a safe and effective treatment for the management of agitation in severe dementia: the results of a double-blind, placebo-controlled trial with Melissa. in J Clin Psychiatry. 63/7, Juli 2002].
  •  Bei Senioren, mit Schlafmedikation wurde der Schlaf untersucht. Danach beobachtete man, wie sie ohne die  Medikamente schliefen->schlecht, anschließend inhalierten sie mit Lavendelöl. Der Schlaf war wieder genau so gut wie mit den Schlafmedikamenten.
    [Hardy M, Kirk-Smith M, Strech D: Replacement of drug treatment for insomnia by ambient odour. Lancet 346:701· 1995]

Zu häufig verabreichten Medikamenten bei alten Menschen zählen Benzoediazepine, diese werden eingesetzt als Antidepressiva, Neuroleptika und bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen. Sie haben jedoch erhebliche Nebenwirkungen, z.B. unterdrücken sie die Tiefschlafphase, was wiederum verhindert, dass der Schlaf als erholsam  empfunden wird. Daraus resultiert, das der Patient sich müde fühlt, traurig (depressive Verstimmungen) ist, Schwindelgefühle können auftreten, diese wiederum begünstigen das Sturzrisiko .........

Gerade bei Schlafstörungen bietet uns die Aromatherapie so viele komplementäre Möglichkeiten der Unterstützung. In einem von mir betreuten Pflegeheim in Andernach berichteten mir die Pflegekräfte bei der letzten Schulung, von tollen Erfolgen mit Lavendel-Waschungen, Einreibungen und warmen Handwickeln. Bei einer Bewohnerin wurde die Schlafmedikation vom Hausarzt sogar abgesetzt. Die Bewohnerin nimmt wieder am Leben teil, fühlt sich ausgeschlafen und ausgeglichen.

Lavandula angustifolia zählt zu den besterforschsten ätherischen Ölen.
Ätherische Öle, welche Ester, Linalool (Monoterpenalkohol) oder Sesquiterpenverbindungen enthalten wirken ent-spannend, beruhigend und schlaffördernd (uvm.). Sie können als Badezusatz, Einreibung oder Inhalation angewendet werden und das (bei richtiger Dosierung) ganz ohne Nebenwirkungen!

5 Kopie

Pflegeöl bei Schlafstörungen:
50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
4 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
3 Tropfen Narde (Nardostachys jatamansi)
2 Tropfen Majoran (Origanum majorana)

3 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)

Sinnesbiographie

Bei immer mehr demenziell erkrankten Menschen in Deutschland werden in den Alten- und Pflegeheimen immer mehr Angebote geschaffen, um den Menschen ihre Würde und ihre Selbständigkeit so lange als möglich zu erhalten und zu verbessern.

Mit den ätherischen Ölen haben Pflegekräfte eine wundervolle Möglichkeit die Erkrankten auf "sinnliche" Weise vielfältig zu "berühren".
Das Leben der Bewohner besteht nicht nur aus ihrer Akte und Pflegeplanung, aus Daten und Fakten, die Vergangenheit wird oftmals erst wieder lebendig durch die verschiedensten Sinneseindrücke.

Zu einem der wichtigsten Sinneseindrücke gehört das Riechen, denn in unserem "Riechhirn" dem limbischen System, werden alle "Geruchserinnerungen" gespeichert. So kommt es auch, dass wir z.B. beim Geruch von Zimt, Mandarine, Vanille & Co. unweigerlich an die Weihnachtszeit erinnert werden. Viele Kindheitserinnerungen werden geweckt und ein wohliges Gefühl ausgelöst.
Umgekehrt kann es sein, dass der Duft von Lavendel uns an die Seife der ungeliebten Tante erinnert, die bei jedem Besuch ein Küsschen wollte.......

Biographiearbeit in Verbindung mit ätherischen Ölen - duftende Erinnerungen

... Nichts ist drinnen, nichts ist draußen: Denn was innen, das ist außen. So ergreifet ohne Säumnis Heilig öffentlich Geheimnis... (J.W. Goethe)

Naturreine ätherische Öle wirken auch, wenn sie nicht bewusst wahrgenommen werden: Prof. Hildebert Wagner (Direktor des Instituts für pharmazeutische Biologie an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität) wies in Versuchen mit gesunden Personen und Probanden ohne
Geruchssinn (Anosmie) nach, dass z.B.  durch Einatmen von Rosmarinöl bei beiden Gruppierungen die Durchblutung des Gehirns gesteigert wurde.

Im Rahmen der Aromapflege bei demenziell Erkrankten ist eine „gute“ Biographie Arbeit durchaus sinnvoll – hierbei kann herausgefunden werden, welche Gerüche der Patient besonders gerne gerochen, bzw. welche er abgelehnt hat. Diese Kenntniss

e können im Rahmen der Pflegeplanung mit einbezogen werden. Dadurch kann auch die Stimmung des Patienten positiv beeinflusst werden.

Anwendungsmöglichkeiten bei:
    •   Ängsten
    •   Unruhe
    •   Schlafstörungen
    •   Herausforderndes Verhalten
    •   zur Steigerung des Wohlbefindens
    •   als Duftanker -> in Verbindung z.B. mit Basaler Stimulation oder der Duftkommunikation
    •   in der Sterbebegleitung

Handbäder

die „einfache“ alternative zu aufwendigen Fußbädern
Durchführung: einfach  

Zeitaufwand: mäßig 
aktivierend: Rosmarin cineol, Lavandin, Pfefferminze, Wacholderbeere
beruhigend: Lavendel fein, Rose, Rosengeranie, Kamille römisch, Palmarosa, Neroli 10 %,
Melisse 10 %
erwärmend: Ingwer, Benzoe, Tonkaextrakt, Vanilleextrakt
stärkend: Zeder, Narde Vetiver, Patchouli, Angelikawurzel

Folie2

Kompressen
    •    zur Schlafförderung mit Lavendel fein, Melisse 10 %, Rose, Petit Grain
    •    bei Ängsten und Unruhe mit Melisse 10 %, Lavendel fein, Kamille römisch, Neroli 10 %
  

Rezeptur für eine Ölkompresse bei Unruhe
1 Eßl. Pflanzenöl (z.B. Johanniskrautöl)
2 gtt. Melisse 10 % (Melissa officinalis)
1 gtt. Neroli 10 % (Citrus aurantium ssp aurantium)

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Der "Nimm-Mich-Duft"

Zwei Tage Basisseminar sind eben zu Ende gegangen. 14 Teilnehmerinnen haben mir zwei Tage sehr aufmerksam zugehört und konnten selbst erleben, wie ätherische Öle auf sie selbst, wie auch auf andere wirken. So gab es bei der "Blindverkostung der Öle" wie eine Seminarteilnehmerin unsere Riechübung nannte, erstaunte Blicke bei den jeweiligen Beschreibungen des gerochenen Duftes. Wurde der Duft von der Melisse von einigen Teilnehmerinnen als zitronig, frisch, hell und klar bezeichnet, so äußerte sich eine andere mit den Worten "Das riecht nach Klostein" oder "der Duft erdrückt mich, ist dunkel und bedrohlich".

Am Ende dieser Übung waren sich alle einig, es braucht einen sehr sensiblen Umgang in der Auswahl der Düfte, insbesondere wenn es sich um z.T. schwerkranke Menschen handelt. Einfach einen Duft auszuwählen den "ICH" als passend erachte, kann dem Patienten vielleicht gar nicht gefallen, geschweige ihm dann "gut" tun.

Bei einer Teilnehmerin ist mir aufgefallen, dass Sie Düfte, die nach der Duftkreismethode im zweiten Qadranten stehen, so gar nicht mochte, sie reagierte fast grimmig und war sehr unruhig.

Heute bot ich ihr, nachdem sie mich fragte, was bei seelischem Herzschmerz passen würde, dann ganz spontan den Rosmarin cineol an - was dann geschah hätte ich filmen müssen, selbst die anderen Teilnehmerinnen konnten es kaum glauben. Sie richtete sich im Stuhl auf, fing an über beide Backen zu grinsen, was anschließend in einem lauten Lachen endete. Sie konnte den Duftstreifen gar nicht mehr von ihrer Nase nehmen und sagte mir: "Das ist er - mein "Nimm-mich-Duft"

Ich selbst war wieder einmal so sehr beeindruckt, wie Düfte uns aufrichten und uns hilfreich stützen können.

IMG 2793

Zu diesem Thema hatte ich vor einiger Zeit schon einmal einen Artikel geschrieben:

Ätherische Öle sind in erster Linie einmal sogenannte Riechstoffe. Sie als Duftstoffe zu bezeichnen wäre schon vermessen, da auch ihr Duft eine individuelle Wahrnehmung ist. So riecht zum Beispiel Frau Müller Rosengeranie gerne und Frau Meier rümpft angewiedert die Nase! Würde man beide nun Fragen wie ihnen der Geruch der Rosengeranie gefällt, würde Frau Müller vermutlich antworten: "Oh schön, den mag ich!", jedoch Frau Meier würde sich eher so äußern: "Igitt, das riecht ja wie vermodertes Rosenöl!" So oder so ähnlich erlebe ich es tagtäglich in meiner Arbeit mit meinen Aromapflege-Schülern. Jeder hat seine ganz eigene Wahrnehmung, sein eigenes Sinnes- und Geruchserlebnis und oft seine ganz eigenen Erinnerungen zu dem Duft.

Gerade die psychische Wirkung der ätherischen Öle auf uns Menschen ist sehr unterschiedlich. Klar gibt es in der Literatur zu jedem einzelnen Öl eine Reihe an Empfehlungen für die psychischen Befindlichkeiten. Angefangen über die Angst bis hin zu Schlafstörungen und Depressionen.

Solche Empfehlungen sind wichtig und treffen auch in vielen Fällen zu, aber.......

Dieses große ABER möchte ich gerne etwas näher erläutern, denn immer wieder werde ich gefragt, welche Öle kann ich bei Schlafstörungen, bei Angst, bei Unruhe oder sogar im psychiatrischen Bereich einsetzen. Darauf gibt es leider keine pauschale Antwort! Entscheidend ist hier immer die Nase der Person, für welche ich das Öl einsetzen möchte - und die Nase sagt uns mehr als wir manchmal glauben und auch realisieren können.

So kann es sein, dass ein unruhiger, schlafloser Patient wunderbar einschlafen kann, wenn man ihm den Duft des Lavendels auf einer Kompresse ans Bett legt - aber genauso habe ich es erlebt, dass Patienten mit dem Duft des Lavendels eher noch wacher und unruhiger werden. Dies kann auf persönliche Erfahrungen, Erinnerungen und Abneigung zurückzuführen sein oder aber wenn man den Lavendel einmal aus der duftkommunikativen Sicht betrachtet - kann es sein, dass der Patient nicht einschläft, weil er noch "unerledigte" Dinge mit sich herumschleppt.
Egal warum, dieser Patient benötigt einen anderen  Duft!

Ein anderes Fallbeispiel ist die Rosengeranie - ein ätherisches Öl was sich großer Beliebtheit in der Pflege erfreut. Meist wird es in hautpflegenden Körperölen z.B. zur Intertrigoprophylaxe eingesetzt.
In der Literatur wird es außerdem bei folgenden Indikationen empfohlen: Stress, hormonelles Ungleichgewicht und Angst.
Immer wieder stelle ich in den duftkommunikativen Gesprächen fest, dass Rosengeranie aber gerade von den Pflegenden mehr als abgelehnt wird. Wenn wir das ganze nun wieder aus dieser Sicht betrachten, wissen wir, dass die Rosengeranie auch für das "KÜMMERN und SORGEN" um Andere steht! Viele dieser Pflegenden stehen so unter diesem "PFLEGEDRUCK", so dass sich ihre Nase regelrecht mit der Abneigung zur Geranie wehrt!


Rosengeranie Kopie

In einem anderen Fall, wurde durch das Riechen von Rosenholz eine schreckliche Erinnerung bei einer schwerst dementen Patientin hervorgerufen - die Pflegekraft hat einen Tropfen Rosenholz auf einen Tupfer neben das Kissen gelegt, während sie die immer wieder "Hallo-hallo"-rufende Patientin gepflegt hat. Dadurch wollte sie etwas Ruhe und eine harmonische Stimmung hervorrufen. Leider ist das Gegenteil passiert - die Patientin fing an zu weinen mit den Worten: "Mama, ich wollte das doch nicht - die haben mir weh getan - bitte Mama verzeih mir!" Aus der Biografie dieser alten Dame ging hervor, dass sie nach dem zweiten Weltkrieg vergewaltigt wurde - worüber sie aber sonst noch nie gesprochen hatte. Aus der Duftkommunikation kennt man diese Art von "Wirkung" des Rosenholzöles - und hätte es in diesem Fall nicht eingesetzt.

Auch muss man unterscheiden, ob die ätherischen Öle im "Hausgebrauch" eingesetzt werden oder bei Menschen mit psychischen Erkrankungen. Hier ist auf eine besondere Dosierung zu achten. Denn was für den gesunden Menschen eine normale Dosierung (bis 3%ig) ist, kann für einen psychischen Erkrankten die "Holzhammer"-Methode bedeuten. Hier werden die Öle meist unter 1%, manchmal sogar noch weitaus niedriger dosiert. Auch der eine Tropfen auf der Duftkompresse wird meist als unangenehm, hoch dosiert empfunden. Hier empfehle ich die Öle schon im Vorfeld auf 10%ig in Jojobawachs
herunterzumischen und davon dann einen Tropfen auf die Kompresse zu geben.

Meine Bitte an alle aromapflegerisch/-therapeutisch arbeitende Menschen:

Lasst die Nase eurer Patienten immer mit entscheiden - seid sensibel und aufmerksam im Umgang mit den ätherischen Ölen - und seid nicht enttäuscht, wenn der von euch ausgewählte und als passend empfundene Duft, von der Nase des Patienten abgelehnt wird! Im Gegenteil, es ist toll, dass ihr es bemerkt habt und den Wunsch des Patienten respektiert!

In diesem Sinne wünsche ich Euch tolle Dufterlebnisse!!!

Diese Art der Duftarbeit kann man in den wundervollen Seminaren mit Christine Lamontain erlernen (klick hier)


lamontain

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Aromatherapie Collagen 2016

Liebe Blog-LeserINNEN,

in diesem Jahr habe ich einige Collagen erstellt - diese habe ich nun in einer PDF zusammengefasst und für Euch hier als Überblick hochgeladen.

Einige der Collagen habe ich noch mit zustätzlichen Tipps ergänzt.

Viel Freude wünsche ich beim Anschauen.

 

 

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Bergamotte - ein wertvoller Helfer in der dunklen Jahreszeit

Herbst - Blues

Es ist nicht mehr zu übersehen - es wird Herbst - die Blätter verfärben sich zusehends und die Bäume werden kahl. In den Wiesen findet man inzwischen gefallenes Laub und reifes Obst, nur die Pilze lassen wegen der extremen Trockenheit noch auf sich warten.

Ich mag den Herbst mit seiner wunderbar warmen Farbenpracht und dem Duft von reifem Obst und die frische Luft am Morgen.

Jetzt werden die Tage schnell kürzer, und ich habe mit Entsetzen festgestellt, dass es schon gegen 20 Uhr dunkel wird. Für viele Menschen beginnt nun die dunkle Jahreszeit und eine Melancholie bis hin zu depressiven Verstimmungen macht sich breit.
Oft spricht man von Winterdepression. Die Ursachen hierfür sind Mangel an natürlichem Tageslicht in Kombination mit sinkenden Temperaturen.

Es ist anzunehmen, dass der Neurotransmitter Seretonin am Mechanismus der zur Winterdepression führt, beteiligt ist. Fehlt dem Gehirn Serotonin, versucht es den Mangel auszugleichen, in dem wir große Lust auf Süßes bekommen.

Der Zusammenhang zwischen Tageslicht und Stimmungslage lässt sich folgendermaßen erklären: An kurzen Lichtarmen Tagen trifft zu wenig Tageslicht auf die Netzhaut des Auges. Aufgrund einer Nervenverbindung der Netzhaut mit der Epiphyse (Zirbeldrüse) kommt es dann zu einer vermehrten Ausschüttung von Melatonin. Die Melatonin-Produktion erfolgt in der Zirbeldrüse im Stammhirn aus der Aminosäure Tryptophan über die Zwischenstufe Serotonin.
Die Folge der übermäßigen Melantonin-Ausschüttung: Unsere innere Uhr gerät außer Takt. Man wird müde, schlapp und die Laune lässt zu wünschen übrig.

Viele weitere Anregungen und praktische Tipps gibt es dazu auch im Seminar "Mit Aromatherapie durchs ganze Jahr" (klick hier) 


Ein wichtiges ätherisches Öl und ein guter Helfer ist hierbei immer die Bergamotte (Citrus aurantium var. bergamia). Vor ca. 2 Jahren habe ich ein besonders tolles Bergamotteöl in die Hände bekommen: Citrus bergamia Risso et Poiteau.
Sogar eine Analyse konnte ich dazu bekommen:

ca. 22 % Linalylacetat
ca. 6 % Linalool
ca. 53 % Limonen



Bergamotte Foto Sabrina Herber

Der Duft ist wunderbar herb, dennoch sehr fruchtig und warm. Meiner Meinung das beste Bergamotteöl was ich je gerochen habe!!!


Am "Kölnisch Wasser" Brunnen
In der Duftlampe habe ich es kombiniert mit Rose persisch 10 % (1°), Bergamotte (5°)


In der Umgebung von Reggio di Calabria wächst die Bergamotte. Erntezeit ist von November bis Februar. Was die Bergamotte eigentlich ist und warum sie gerade hier fußgefasst hat, darüber gibt es viele Geschichten, aber am nahe liegensten ist wohl dies: Irgendwann gelang die Bergamotte auf die Kanarischen Inseln, dort entdeckte sie Kolumbus und nahm sie mit nach Reggio di Calabria.

Bergamotte

Die Bergamotte ist ein Baum aus der Zitrusfruchtfamilie und gehört zu den Rautengewächsen wie die Zitrone und Orange. Entstanden ist sie durch eine Züchtung, nämlich die Kreuzung von Bitterorange und Zitrone.

Da man die Früchte wegen ihres bitteren Geschmackes eher weniger genießt, wird aus den Schalen meistens nur die Bergamotte-Essenz, mittels Kaltpressung gewonnen.

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Die Essenz ist ein wichtiger Bestandteil für die Parfümindustrie, z.B. im bekannten “Kölnisch Wasser”.

In der Aromatherapie wird das Öl wegen seiner stimmungsaufhellenden, antidepressiven und hormonregulierenden Wirkung sehr geschätzt. Der angenehme, frische und warme Duft der Essenz ist ein echter Stimmungsaufheller. Die angstlösende und nervenentspannende Wirkung wurde sogar von dem Mailänder Osmotherapeut Prof. Rovesti wissenschaftlich belegt. Die Bergamotte wirkt doppelt, sie kann anregen, aufmuntern und Licht in den Alltag bringen, aber auch entspannen und beruhigen, je nachdem mit welchen Ölen man sie mischt. Sie ist eine der flexibelsten Essenzen, da sie sich den beigemischten Ölen anpasst.

Sie ist die einzige Zitrusfrucht mit einem bedeutend hohen Ester-Anteil (z.T. über 60 %), die Zitrone hat im Vergleich dazu nur ca. 1 % Ester. Durch den hohen Esteranteil kann die Essenz der Bergamotte die Seretonin- und Encephalinproduktion anregen. Sie wirkt entspannend, harmonisierend und stimmungsaufhellend. Encephaline stimmen heiter und können das Schmerzempfinden reduzieren.


Wirkung:

Stark stimmungsaufhellend, erfrischend, antiseptisch, antiviral, desodorierend, psychisch ausgleichend, verdauungsanregend, gegen Winterdepression


Haupt-Indikation:

Depressionen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Unruhe, Distress, Appetitlosigkeit


Nebenwirkungen:

Stark photosensibilisierend durch das Furanocumarin Bergapten. Nach Massagen oder Bädern sollte man nicht in die Sonne oder auf die Sonnenbank gehen.


Die Bergamotte nennt man auch den “Lavendel unter den Zitrusölen” und tatsächlich erlebe ich es in meinen Seminaren immer wieder, dass die Teilnehmer bei den Riechübungen, die Bergamotte oft mit dem Lavendel verwechseln.

Aus der Duftkommunikativen Sicht ist die Bergamotte ein Lichtbringer - wir nennen Sie auch gerne mal die Taschenlampe. Die bedeutet zum einen, dass sie das Licht am Ende des Tunnels sein kann (in der Dunkelheit der depressiven Verstimmung), aber sie kann auch Probleme zu direkt und grell beleuchten, was zu einer starken Ablehnung führt (hier ist derjenige einfach noch nicht bereit, sich seinem Problem anzunehmen), in diesem Fall greife ich dann eher zur Blut-Orange (ein guter Stresslöser) oder zur Grapefruit (fördert die Kommunikation).

Es ist immer wieder spannend Menschen mit den Duftkommunikationen Gesprächen und begleiten und ihnen die ätherischen Öle an die Hand zu geben, welche sie gerade gut gebrauchen können!

Wer diese Art der Aromatherapie zusätzlich lernen möchte, kann dies in unseren Dufkommunikationsseminaren mit Christine Lamontain hervorragend tun. klick hier

 

Kolnisch wasser brunnen

Am Kölnisch Wasser Brunnen


Mischung im Roll on bei nervösem Herzrasen
10 ml Jojobawachs
5 Tropfen Bergamotte
4 Tropfen Melisse 10 % (von Farfalla)
1 Tropfen Kamille römisch
1 Tropfen Zeder
2 Tropfen Rose türkisch 10 %

Duftlampe "Herbstlicht"

4 Tropfen Bergamotte
2 Tropfen Kamille römisch
1 Tropfen Sandelholz oder Ho-Blätter


Massageöl "Lichtblick"

50 ml Johanniskrautöl
4 Tropfen Bergamotte
3 Tropfen Neroli
2 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Petit Grain bigarade

 

Bergamotte-Rosen-Zucker

250g Rohrohrzucker6 Tropfen Bergamotte
4 Tropfen Vanilleextrakt
2 Tropfen Rosenöl 10%

 

Außerdem genieße ich einen Tropfen Bergamotte-Öl in einem Liter Mineralwasser, denn beim Aufdrehen der Flasche kommt mir die Sonne entgegen.

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Arbeitskreis Aromatherapie/Aromapflege

1. Arbeitskreis Aromatherapie/Aromapflege Region Rheinland-Pfalz/Saarland/Hessen/Luxemburg

Seminarhaus Collage


Ab September entsteht im südwestdeutschen Raum ein neuer Arbeitskreis für Aromapflegende und naturheilkundlich arbeitende Personen.

Vier mal im Jahr möchten wir uns treffen, um verschiedene Themen zu besprechen und einen aktiven Austausch zw

ischen verschiedenen Fachgebieten gestalten.

Das erste Treffen findet am 14.09.2016 von 19:00-21:00 Uhr bei ViVere Schule für Aromatherapie und Aromapflege in Leisel statt. Dabei möchten wir uns ersteinmal kennelernen und unsere Erfahrungen austauschen.
Der Arbeitskreis ist kostenfrei. Getränke und Räumlichkeiten werden gegen eine Spende von 5,00 Euro zur Verfügung gestellt.

Koordiniert und organisiert wird das ganze von Sabrina Herber, ViVere Schule für Aromatherapie und Aromapflege und Yvonne Bonertz, Krankenschwester Onkologie.

yvonne bonertz 400x400px Yvonne BonertzsabrinaSabrina Herber

 

Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.
 
Voranmeldung bitte per E-Mail an
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SCHULE FÜR AROMATHERAPIE UND AROMAPFLEGE 

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