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Blog



Über die Anwendung und den sicheren Umgang mit ätherischen Ölen

Was tun bei einem Zeckenstich???

Seit Wochen kursiert ein Video durchs Netz, in dem gezeigt wird, dass man Pfefferminzöl auf eine festgebissene Zecke drauftropfen soll, damit diese das Weite sucht.

Ich kann nur eindringlich davor warnen dies auszuprobieren, da die Zecke nach dieser Attacke ihren gesamten Speichel in die Wunde "erbricht", und damit die Krankheitskeime besonders gut und vielzählig in die Bisswunde gelangen. Dies kann zu schweren Erkrankungen führen.


Zudem hat ein Arzt dies im Selbstversuch ausprobiert und es funktioniert nicht!!!!
http://www.mimikama.at/allgemein/brandgefaehrlich-zecken-problemlos-entfernen/

Fotolia 36065038 XS                                           Bild Fotolia © Carola Vahldiek

Bitte entferne die Zecke mit einer Zeckenkarte oder Pinzette vollständig  ohne sie dabei zu quetschen. Danach und wirklich erst danach kann man einen Tropfen sehr frisches und qualitativ hochwertiges Nelkenknospenöl (z.B. von Primavera, Farfalla, Neumond, Feeling usw) mit einem Wattestäbchen auftupfen. Bei kleineren Kindern bis 4 Jahre 2 Tropfen Nelkenknospenöl mit 2 ml Johanniskrautöl verdünnen und auftupfen.

Meine Kollegin Anja Maurer ist Expertin auf dem Gebiet, sie hat folgende Tipps:


Wenn man nichts zur Hand hat, kann man auch mit ein paar Haaren eine Schlinge um die Zecke legen und sie köpfen. Der im Körper verbleibende Kopf eitert dann von alleine raus. FSME-Viren werden  sofort mit dem Zeckenspeichel übertragen. Bei Borrelien und anderen Erregern sieht das anders aus - die brauchen eine Zeit, bis sie aus dem Zeckendarm über den Blutstrom in den Körper des nächsten Wirtes gelangen. Da ist schnelles Handeln wichtiger als das Zuwarten auf einen Arzt.


Eine Mischung nach einem Zeckenstich kann z.B. sein:
2 ml ätherisches Teebaumöl
1 ml ätherisches Manukaöl
2 ml ätherisches Lavendelöl
Erst stündlich pur auf die Stichstelle und dann später verdünnt über einen Zeitraum von 6 Wochen, dem Nachbeobachtungszeitraum bei Zeckenstichen.

Einen tollen Bericht zum Thema findet ihr auch bei Eliane klick hier

Zur Abwehr von Zecken und Insekten gibt es leider keinen 100 prozentigen Schutz, vielmehr hat sich gezeigt, dass bei einem Menschen das hilft und beim anderen eher eine andere Mischung. Daher bleibt nichts anderes als ausprobieren übrig.

Hier ein paar Möglichkeiten:

Vor dem Aufenthalt im Freien mit Kokosfett (BIO) großzügig einreiben - diese Methode ist sogar für Babys schon geeignet und sehr hautfreundlich, zudem duftet es einfach lecker. Auch Haustiere können so behandelt werden. Zudem kann man diesen zusätzlich Kokosfett ins Futter geben.

Kokos-Mückenschreck für Erwachsene

100 g Kokosfett (BIO)
15 Tropfen Eukalyptus citriodora
15 Tropfen Rosengeranie
10 Tropfen Patchouli
10 Tropfen Lavandin super
10 Tropfen Zeder

 Rosengeranie Kopie

Kokos-Mückenschreck für Kinder ab 4 Jahren

100 g Kokosfett
8 Tropfen Eukalyptus citriodora
8 Tropfen Zeder
6 Tropfen Lavandin super
4 Tropfen Teebaum

Zusätzlich kann es hilfreich sein ein Spray für Rucksack oder Tasche mit dabei zu haben, um zwischendurch auch die Kleidung und die Haut zu besprühen.

 

Fotolia 84216083 XS

Bild Fotolia © Calado

Insekt-Weg-Taschenspray
25 ml Wodka oder Weizenkorn
25 ml Lavendelhydrolat
10 Tropfen Eukalyptus citriodora
5 Tropfen Zeder
5 Tropfen Lavandin super
2 Tropfen Nelkenknospe

 

Um die Plagegeister in der Wohnung fernzuhalten:

Gerade in der warmen Jahreszeit stehen Fenster und Türen offen, diese Gelegenheit nutzt auch so manche Mücke, um einen ungebeten Besuch abzustatten. Da sich Duftlampen als ungeeignet herausgestellt haben, kam mir eine andere Idee:

Ich klebe Filzflecken, welche man eigentlich als Kratzschutz unter Fußbeine klebt  an die Fensterscheiben oder deren Rahmen und bedufte sie mit ein paar Tropfen folgender Mischung:

20 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
20 Tropfen Lavandin (Lavandula hybrida)
6 Tropfen Patchouli (Pogostemon cablin)
10 Tropfen Lemongrass (Cymbopogon flexuosus)
10 Tropfen Citronella (Cymbopogon nardus)
4 Tropfen Nelkenknospe ( Syzygium aromaticum)

Sollten die kleinen Biester trotzdem zugestochen haben gibt es auch hier dufte Hilfe:

Juck-weg-Roll-on

10 ml Wodka
5 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
3 Tropfen Teebaum (Melaleuca alternifolia)
2 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita) (für Kinder unter sechs Jahren weglassen)

das ganz in eine Roll-on Flasche geben und vor Gebrauch gut schütteln.

Kühlt und nimmt den Juckreiz, nach Insektenstichen.

Mehr solcher hilfreicher Tipps und Informationen gibt es auch in unserem Seminar (für Jeder(frau) mann) "Mit Aromatherapie durchs ganze Jahr" klick hier

 

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Ätherische Öle bei Pollenallergie

Seit einigen Wochen schon haben allergische Menschen mit den Pollen von Hasel und Birke zu kämpfen. Ich selbst bin eher später im Jahr betroffen, wenn die Gräßerpollen aktiv werden.
 Dies äußert sich in meinem Fall durch sehr häufiges und heftiges Niesen, tränende Augen, kribbeln im Mund- und Rachenraum bis hin zu Atembeschwerden und selten auch mal Atemnot.



 

Seit einigen Jahren rücke ich diesen klitzekleinen Plagegeistern jedoch mit verschiedenen ätherisch-Öl-Mischungen auf den Pelz und dies mit ziemlichem Erfolg!!!!



Allergien sind Überreaktionen unseres Immunsystems auf (potentielle) Allergene. Dafür gibt es viele Gründe die zum einen mit Nahrungsmitteln von minderer Qualität (z.B. Schadstoff belastet), übertriebener Hygiene uvm., zusammenhängen. Die  antiallergische Wirkung bestimmter ätherischer Öle erklärt sich durch deren stabilisierende Wirkung auf die Zellmembrane. Sesquiterpene besitzen diese Eigenschaften. Dadurch wird die Histaminausschüttung reduziert und Betroffene können oft eine große Erleichterung spüren. Monoterpene vor allem alpha-Pinene besitzen eine cortisonähnliche Wirkung und sind sogenannte Immunstimulanzien.



Zwei ätherische Öle sind hier besonders zu nennen:



Zeder (Cedrus atlantica)

Zypresse (Cupressus sempervirens)


Auch die seelische Wirkung beider Öle ist nicht zu unterschätzen, das Zypressenöl ist wie ein Stützpfeiler, richtet auf und stärkt. Das Zedernöl wirkt angstlösend und stimmungsaufhellend.



Folgende Mischung hat sich bei mir als besonders wirksam herausgestellt:


 

30 ml Melissenhydrolat

5 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)

10 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)

20 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)

5 Tropfen Melisse 10% ( Melissa officinalis)

5 Tropfen Zitrone (Citrus limonum)


alles zusammen in eine dunkle Sprühflasche füllen und vor jeder Anwendung gut schütteln.
Mehrmals täglich Dekolleté damit einsprühen und etwas davon einatmen. Selbstverständlich kann man sich diese Mischung auch als Körperöl in einem Pflanzenöl anmischen.



Manuka habe ich in diese Mischung noch mit dazu genommen, da er stressabbauend und schleimhautregenerierend wirkt, Melisse wirkt beruhigend, ausgleichend und leicht antiallergisch, Zitrone hauptsächlich wegen dem frischen Geschmack, ausserdem fördert sie den Entgiftungsprozess über Leber und Niere.
Wendet man diese Mischung schon Wochen vor dem allergischen Heuschnupfen an, kann man eine gute Prophylaxe erreichen. In vielen Fällen wird die Allergie nicht so heftig wie vorher ausfallen.



Eine Erleichterung in der Akutphase kann ein Riechstift oder ein Riechbalsam verschaffen:



 Heuschnupfen

bei geschwollener Nasenschleimhaut und heftigem Niesen auf die Nasenflügel und am Naseneingang verreiben



oder als Roll on


Roll-on

10 ml Alkohol

2 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelika)

4 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)

2 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)

1 Tropfen Pfefferminze (Mentha aquatica)


Bei Bedarf die Nasenflügel und den Naseneingang damit einreiben.



Bei juckenden und brennenden Augen kann ein Rosenhydrolat (ohne Alkohol) kühlend, juckreizstillend und entzündungshemmend wirken. Am besten man füllt sich davon etwas in kleinere Sprühflaschen ab, um es immer möglichst frisch griffbereit zu haben.

Rosenhydrolat

Ich habe in den letzten Jahren mit diesen Mischungen sehr gute Erfahrungen gemacht, meine Pollen-UNverträglichkeit ist wesentlich weniger heftig, Atemnot habe ich seit zwei Jahren nicht mehr erlebt und die Dauer der allergischen Reaktionen hat sich stark verkürzt.

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Das Verwirrspiel um Cinnamomum camphora

Schlägt man das Fachbuch von Eliane Zimmermann auf, findet man unter dem botanischen Namen "Cinnamomum camphora" gleich drei ätherische Öle. Das verwundert, weil man in den Aromatherapie Seminaren lernt, dass der botanische/lateinische Name doch genau bezeichnet um welche Pflanze es sich handelt. In diesem Fall scheint das nicht so zu sein.

Das ätherische Öl der Ho-Blätter, des Kampfers und das Ravintsara Öl werden botanisch gleich bezeichnet. In diesem Fall gibt uns wohl eher der deutsche Name und der Geruch Aufschluß darüber, welches Öl sich im Fläschlein befindet. Alle drei Öle zählen zur Pflanzenfamilie der Lorbeergewächse, liefern aber völlig unterschiedliche ätherische Öle.

IMG 3721 Kopie

Lorbeerbaum am Asklepeon auf der Insel Kos

 

Öffnen wir die Flasche bei diesen drei Ölen werden wir erstaunt feststellen, dass eines dieser Öle sehr mild, fast ein wenig lavendelartig riecht - aber die anderen beiden, besonders der Kampfer richtig in der Nase stechen. Daran kann man schon gut erkennen, dass die drei Öle zwar den gleichen Namen, aber unterschiedliche Wirkungen besitzen:

Ho-Blätter

Das ätherische Ho-Blätter Öl stammt vom dem chinesischen Kampferbaum, es wirkt im Gegensatz zum Kampfer Öl nicht anregend und wird heute als guter Ersatz für Rosenholzöl verwendet. Es besteht fast außschließlich (bis zu 99%) aus dem Lavendelalkohol Linalool. Diese Tatsache macht das Öl sehr verträglich für alle Menschen und ist ein tolles Öl bei Atemwegserkrankungen von Kindern. Man könnte sagen, die Ho-Blätter sind der "Lavendel unter den Lorbeergewächsen".

  • beruhigend
  • stark antibakteriell
  • stark antimykotisch
  • stark antiviral

Es eignet sich gut für den Einsatz in der Duftlampe, in Hautpflegeprodukten oder auch in Badezusätzen.

Schuttelbasam bei Husten

 

Kampfer

Kampfer ist ein sehr kräftig und wie der Name schon sagt kampfrig riechendes Öl. Der Duft sticht förmlich in der Nase, woran ein Laie schon erkennen kann, dass dies kein "Kinderöl" ist!! Es enthält bis zu 50% Borneon (früher Kampfer genannt), bis zu 30% 1,8-Cineol und kann sogar bis zu 18% Phenylether enthalten.

Kampfer ist absolut ungeeignet für Babys und Kinder und sollte auch von Schwangeren und epilepsiegefährdeten Menschen gemieden werden. Auch bei einer zu hohen Dosierung kann Kampfer auf der Haut Irritationen verursachen. Zudem gilt es in der klassischen Homöpathie als sogenanntes "Antidot" und sollte während einer homöopathischen Behandlung nicht verwendet werden.

  • stark schmerzlindernd
  • durchblutungsfördernd
  • antirheumatisch
  • aquaretisch
  • anregend (auch Kreislauf)
  • mukolytisch

Kampfer kann bei stabilen Erwachsenen in schmerzlindernde Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden, sowie bei Muskelkater und Muskelschmerzen  Verwendung finden. Dabei würde ich eine Dosierung von max. 1 % nicht überschreiten.

Heute wird Borneon meist synthetisch hergestellt und in medizinischen Salben, Badezusätzen und Inhalationsmischungen verwendet.

Ravintsara

Das Ravintsara Öl kommt aus Madagaskar. In der Landessprache bedeutet es soviel wie "das gute Blatt". Es enthält nur einen verschwindend geringen Anteil an Kampfer (meist unter 1%), dafür ca. 65% 1,8-Cineol, ca. 15% Monoterpene, dazu kommen noch ca. 12% Monoterpenalkohole und eine kleine Menge Sesquiterpene. Aufgrund dieser Zusammensetzung zählt es zu den sehr gut verträglichen Ölen und kann trotz seines recht hohen Cineol-Anteils schon bei Kindern ab ca. 3 Jahre zum Einsatz kommen.

  • stark antiviral
  • antibakteriell
  • auswurffördernd
  • entzündungshemmend
  • immunstimulierend

Das ätherische Ravintsara Öl ist besonders beliebt in Erkältungsmischungen, bei Herpes Infektionen wie Herzpes Zoster, - labialis und Windpocken. Auch in der Raumluftdesinfektion passt es gut mit den Zitrusölen, um eine Keimverminderung in der Raumluft zu erreichen.

 

Herpes

Um die Verwirrung noch ein wenig größer zu machen gibt es immer wieder die Verwechslung zwischen Ravintsara und Ravensara. Bis vor wenigen Jahren wurde kein Unterschied gemacht. So gab es auch bei den renommierten Firmen nur ein einziges Öl auf dessen Fläschlein stand Ravensara/Ravintsara. Dies hat man ändern müssen, da es sich bei diesen beiden Bezeichnungen nicht um das ein uns selbe Öl handelt - im Gegenteil der Unterschied ist riesengroß.

Bei dem ätherischen Öl Ravensara handelt es sich um den Nelkennussbaum, dessen botanischer Name lautet Ravensara aromaticum. Dieses Öl ist auf Grund seines hohen Methylchaviolgehaltes (ca. 90%) nicht unproblematisch und wird deshalb so gut wie gar nicht in der deutschen Aromatherapie eingesetzt.

RavintsaraFotolia © Unclesam

Einige Öllieferanten schreiben auf ihren Etiketten zu dem botanischen Namen einen sogenannten Chemotyp, dadurch kann das ätherische Öl besser und einfacher zugeordnet werden:

Ho-Blätter (Cinnamomum camphora ct. linalool)

Kampfer (Cinnamomum camphora ct. campher)

Ravintsara (Cinnamomum camphora ct. Cineol)

Dieser Zusatz verweisst sozusagen auf den "Hauptinhaltsstoff".

 

Qualitat

 

An dieser Stelle möchte ich noch auf unsere neue Facebook-Gruppe aromaMAMA aufmerksam machen. Diese Gruppe wurde von Eliane Zimmermann und mir vor gut einer Woche gegründet. Wir möchten hier Aromatherapie interessierten Eltern und Großeltern die Möglichkeit geben sich auszutauschen und zu lernen die ätherischen Öle richtig und verantwortungsvoll bei Kindern einzusetzen. Wir möchten mit unserer jahrelangen Erfahrung diese Gruppe leiten und freuen uns sehr, dass wir schon gut 1100 Mitglieder begrüßen durften.

Dufte Hilfe von Muttern fur Mutter

https://www.facebook.com/groups/aromaMAMMA/?ref=bookmarks

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Aromatherapie Collagen 2016

Liebe Blog-LeserINNEN,

in diesem Jahr habe ich einige Collagen erstellt - diese habe ich nun in einer PDF zusammengefasst und für Euch hier als Überblick hochgeladen.

Einige der Collagen habe ich noch mit zustätzlichen Tipps ergänzt.

Viel Freude wünsche ich beim Anschauen.

 

 

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Sanfte Helfer für Kinder in der Erkältungszeit

Vor ein paar Tagen habe ich doch tatsächlich auf der Rezeptseite für den Thermomix eine Rezeptur entdeckt, die mir schlicht die Luft zum Atmen genommen hat. Hierbei handelt es sich um Gummidrops für Kinder die erkältet sind:


2 Päckchen gemahlene Gelatine (diese ganz kleinen Tütchen)
200ml Flüssigkeit nach Wunsch (Wasser, Fruchtsaft, Sirup...)
300 g Zucker (oder je nach Geschmack)
1 Päckchen Götterspeise nach Wahl (nur ein Tütchen der Packung)
3-5 Tropfen Japanisches Minzöl

Es ist erschreckend wie unverantwortlich mit solchen Empfehlungen umgegangen wird.

Japanisches Minzöl (Japanisches Heilpflanzenöl) sollte nicht für Kinder angewendet werden und schon gar nicht innerlich! Zudem es sich nicht einmal um ein genuines ätherisches Öl handelt. Denn es wird aus verschiedenen Minzen destilliert. Da aber der Mentholgehalt viel zu hoch ist, muss es rektifiziert werden.
Aber nicht nur das enthaltene Menthol kann für Kinder problematisch sein, sondern auch ein hoher Anteil an Monoterpenketonen.

Es gibt eine wichtige Regel bei der Anwendung ätherischer Öle bei Kindern: "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!"

Daher kann die Tropfenzahl nicht einfach halbiert werden, sondern müssen dem Alter und auch der körperlichen Entwicklung des Kindes (Gewicht) angepasst werden.
Je jünger - desto sparsamer!

Gerade jetzt in der Erkältungszeit wird aber oft fahrlässig mit den ätherischen Ölen oder aber auch fertigen Produkten aus der Apotheke, welche ätherische Öle enthalten, umgegangen. Nicht selten werden sie sogar von Ärzten empfohlen. Dies führt dann wieder dazu, dass es zu Nebenwirkungen kommt und die ätherischen Öle von anderen Ärzten geradezu "verteufelt" werden.

Bei den ganz kleinen empfehle ich Müttern sich fertige Produkte, die speziell für Säuglinge geeignet sind zu besorgen. Gute Produkte gibt es zum Beispiel bei der Bahnhofs-Apotheke in Kempten oder bei Evelyn Deutsch (Österreich).

Sind die Kinder etwas größer, also ab 1 Jahr können ätherische Öle in der eigenen Hausapotheke Einsatz finden.

✓    Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
✓    Zeder (Zedrus atlantica)
✓    Benzoe (Styrax tonkinensis)
✓    Bergamotteminze (Mentha citrata L.)
✓    Thymian linalool (Thymus vulgaris L. ct. Linalool)

Schnelles Schüttelbalsam für Brusteinreibung bei Husten und Schnupfnase

35g Sheabutter in einem leeren gut verschließbaren Behälter (im Wasserbad bei max. 37°C schmelzen)mit
15ml Johanniskrautöl (oder anderes Pflanzenöl)
2 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Benzoe
1 Tropfen Zeder
1 Tropfen Mandarine rot

mischen und verschließen - Mischung ein paar Minuten kräftig schütteln und dann abkühlen lassen

Bei Fieber können Kompressen mit Rosen-, Lavendel- oder Orangenblütenhydrolat auf Stirn und Puls unterstützen und beruhigen. Die Hydrolate werden zimmerwarm angewendet.

Eine Mischung aus 25ml Rosen- und 25ml Lavendelhydrolat als Raum- oder Kuscheltuchspray wirkt zudem beruhigend und schlaffördernd.

Ab etwas drei Jahren können folgende Öle dazu kommen:

✓    Cajeput (Melaleuca cajeputi L.)
✓    Majoran (Origanum majorana L.)
✓    Manuka (Leptospermum scoparium)
✓    Fichtennadel sibirisch (Abies sibirica L.)
✓    Linaloeholz (Bursera delpechiana)


2016 10 03 12.54.54

Ohrenschmerzen

10ml Johanniskrautöl3 Tropfen Cajeput
3 Tropfen Lavendel fein

Diese Mischung kann entweder vorsichtig hinter dem Ohr entlang aufgetragen werden oder man gibt davon 1 Tropfen auf etwas Watte und legt diese vorsichtig vorne am Gehörgang ins Ohr.

! Merke !

Ätherische Öle werden nie direkt ins Ohr geträufelt

2016 10 03 12.54.54

Abwehrschwäche

Gerade in der Kindergartenzeit wird das Immunsystem stark gefordert und trainiert. Einige Kinder sind nun ständig erkältet und Eltern haben das Gefühl, dass ihr Kind besonders anfällig ist. Hier kann es hilfreich sein mit einem abendlichen Fußeinreibe-Ritual dem Immunsystem ein wenig "unter die Arme zu greifen".

Fußöl "Stark wie ein Bär"

50ml Johanniskrautöl
2 Tropfen Angelikawurzelöl (Angelica archangelica)
2 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Zeder2 Tropfen Linaloeholz

Ab dem Schulalter etwa folgen die Öle:

✓    Ravintsara (Cinnamomum camphora ct. 1,8-Cineol)
✓    Eukalyptus radiata (Eucalyptus radiata)
✓    Thymian mastichina (Thymus mastichina)

Schnelles Schüttelbalsam für Kinder ab 6 Jahren

Herstellung wie oben beschrieben

35g Sheabutter15ml Johanniskrautöl
3 Tropfen Ravintsara
3 Tropfen Benzoe siam
3 Tropfen Lavendel fein
1 Tropfen Thymian linalool

Roll on bei Kopfschmerzen
10ml Jojobaöl
2 Tropfen Bergamotteminze
2 Tropfen Mandarine rot
1 Tropfen Lavendel fein

Schnelles Nasenbalsam für verstopfte Schnupfnasen

1Eßl. (etwa 10g) Kokosöl (zur Not geht sogar Butter)

schmelzen und mit

1 Tropfen Majoran
1 Tropfen Ravintsara
1 Tropfen Lavendel fein

mischen und damit die Nasennebenhöhlen und den Naseneingang sanft einreiben.

 

Dieser Artikel soll einen kleine Überblick und Anregungen über die verantwortungsvolle Anwendung ätherische Öle bei Kindern geben, er ersetzt keinesfalls den Besuch beim Arzt!

Wollen Sie mehr darüber lernen, dann können Sie unser Seminar "Aromatherapie für Kinder" besuchen (klick hier)

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind eine erkältungsfreie Zeit und sollte es sie dennoch mal erwischt haben, denken Sie an die "duften" Tropfen.

Qualitativ hochwertige ätherische Öle finden Sie bei folgenden Firmen:

Primavera

Farfalla

WADI

Neumond

Feeling

Ronald Reike

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dient lediglich dem Überblick und ich empfehle hier Firmen die ich selbst kenne und deren Öle ich selbst nutze.

 

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SCHULE FÜR AROMATHERAPIE UND AROMAPFLEGE 

Büro
Schulstraße 17 (Büro)
55767 Schwollen

Seminarhaus
Am Geissler 10
55767 Leisel

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Tel. 06787-970630