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Blog



Über die Anwendung und den sicheren Umgang mit ätherischen Ölen

Basics Ätherische Öle Teil 2

Was muss aufs Etikett?

Leider ist diese Frage nicht mehr ganz so unkompliziert zu beantworten wie noch vor ein paar Jahren, denn es kommt auf die vom Hersteller gewählte Deklaration an. 

Dieser hat die Möglichkeit aus folgende Optionen zu wählen:

  • Bedarfsmittel
  • Kosmetikum
  • Lebensmittel

Ist das ätherische Öl als Bedarfsmittel deklariert müssen folgende Hinweise auf dem Etikett zu finden sein:

  • Sicherheitshinweis
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen
  • Botanischer Name
  • Gewinnungsmethode
  • Pflanzenteil aus dem das ätherische Öl gewonnen wurde
  • Qualität z.B. kbA, konventionell, Wildsammlung
  • Herkunftsland
  • Zertifizierung/Kontrollstelle
  • Chargennummer
  • Beschreibung z.B. 100% naturreines ätherisches Öl
  • Füllmenge
  • Anwendungsempfehlung: Zur Raumbeduftung
  • Gefahrensymbole und Warnhinweise, je nach Öl individuell

PV Bedarfsgegenstand

Wenn das ätherische Öl als Kosmetikum zugelassen ist:

  • Sicherheitshinweise
  • Chargennummer
  • INCI = Ingredients
  • Zertifizierung/Kontrollstelle
  • Botanischer Name
  • Gewinnungsmethode z.B. Wasserdampfdestillation
  • Qualität
  • Herkunftsland
  • Beschreibung z.B. 100% naturreines ätherisches Öl
  • Dosierungsempfehlung für kosmetische Anwendunge nach Sicherheitsbewertung: 
    X Tropfen in 50 ml Mandelöl
  • Naturkosmetik Logo z.B. Natrue, BDIH, Demeter usw.
  • Herstellungsland
  • Füllmenge
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen (Dose mit geöffnetem Deckel)

PV Kosmetikum

Zu der INCI Liste eines ätherischen Öls ist folgendes zu erklären:

Deklarationspflichtig sind 26 natürliche Duftmoleküle, 18 davon stammen von natürlichen ätherischen Ölen. Diese Stoffe müssen seit 2005 auf der Verpackung gesondert aufgelistet werden, wenn bestimmte Konzentrationen überschritten werden.

Dies sind z.B. Inhaltsstoffe wie Linalool, Geraniol, Limonen

Dies ist der Grund warum auf der Flasche des Lavendelöls (Lavandula angustifolia) zusätzlich in der Inhaltsstoffliste auch Linalool und Geraniol aufgelistet werden muss, obwohl es sich dabei um einen natürlichen Bestandteil des ätherischen Öls handelt!

Genauso ergeht es auch dem Rosenhydrolat, immer wieder werde ich gefragt, warum denn in dem Hydrolat, obwohl man doch extra eins ohne Alkohol besorgt hat, nun Benzyl alcohol enthalten ist. Auch hierbei handelt es sich um einen natürlichen Bestandteil des Hydrolates und wird nicht zugeführt. Das Hydrolat ist frei von Alkohol! Bei Hydrolaten denen Alkohol beigemischt wird, steht dies deutlich auf dem Etikett.

Bei den Lebensmittelölen sind folgende Angaben auf dem Etikett nötig:

  • Sicherheitshinweis
  • Chargennummer
  • Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Liste der Bestandteile
  • Kontrollstellennummer
  • Verwendungszweg z.B. Würzessenz
  • Füllmenge

Die Vorschriften für eine bestimmte Etikettierung ist also von der Zulassung des Produktes abhängig! Dies wird wiederum vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Es kann aber durchaus vorkommen, dass ein und dasselbe ätherische Öl, also aus ein und dem selben „Faß“, als Lebensmittel, Kosmetikum oder Bedarfsgegenstand zugelassen wird. Am Ende haben dann aber alle ein anderes Etikett...

Wichtig:

Die Aussage, dass eine Firma bessere Öle hat, weil auf deren Etiketten keine Gefahrenstoffzeichen sind und ihre Öle sogar essbar sind, ist nicht unbedingt richtig!

 

Warum reicht der deutsche Name auf dem Etikett nicht aus?

Wie oben schon erwähnt sollte der botansche Name zusätzlich zum deutschen Pflanzenname auf dem Etikett stehen. Nur mit dieser genaueren Bezeichnung weiß man letztendlich genau welches ätherische Öl in der Flasche ist. 

Der botanische Pflanzenname ist immer lateinisch. Latein ist sozusagen in der Botanik die "Weltsprache". Dies ist so ähnlich wie, wenn Du auf Reisen gehst und fast überall auf der Welt mit Englisch verstanden wirst. Würde es diese einheitliche Namensgebung nicht geben, könnte es leicht zu Verwechslungen kommen wie z.B. bei der Virginia Zeder oder der Texas Zeder. Diese stammen von Juniperus-Arten und gehören nicht zu den Kieferngewächsen. Zudem ist ihre Zusammensetzung und Wirkung eine andere!

Ein weiteres Beispiel:

Kopie von Wusstest Du dass Melisse

 

 

Ätherische Öle sicher anwenden, aber wie?

Ätherische Öle sind Vielstoffgemische, sie bestehen oft aus weit über 100 einzelnen Inhaltsstoffen und sind in Ihrer Wirkung sehr komplex. Die Pflanze bildet sie als sekundäre Pflanzenstoffe z.B. um:

  • Fraßfeinde abzuwehren
  • Insekten zur Bestäubung anzulocken
  • sich vor Krankheiten zu schützen
  • Umwelteinflüsse wie Trockenheit, Hitze und Kälte zu kompensieren
  • in der Pflanzenwelt zu kommunizieren

Einige dieser Dinge machen wir Menschen uns zu nutze und wenden die ätherischen Öle z.B. als Parfum, zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten an.

Atherische Ole

Da in einem einzigen Tropfen die Pflanzenkraft von mehreren Körben voller Pflanzen steckt, werden ätherische Öle dementsprechend gering dosiert und in den allermeisten Fällen hoch verdünnt angewendet.

Für die Gewinnung von einem Liter Rosenöl werden ca. 3500 kg Rosenblüten benötigt, dies entspricht pro Tropfen ca 50 Rosenblüten. Stell Dir vor du gibst einen Tropfen Rosenöl in Deine Duftlampe, dann ist es, als ob du 50 duftende Rosen im Zimmer stehen hast. Bei zwei Tropfen wären es dann schon 100 Rosen, bei drei 150.....

Daher ist es für Anfänger auch so wichtig, sich an Rezepturen aus guter Fachliteratur zu halten und die Tropfen genau zu zählen!

Fachliteratur

Verantwortungsvoll dosieren

Dosiertabelle

 

Merke: "ein paar Tropfen" ist keine Mengenangabe!!!

 

Die ätherischen Öle werden in kaltgepresste Pflanzenöle (z.B. Mandel-, Oliven-, Johanniskrautöl) oder in Sheabutter, Kokosfett usw. verdünnt.

Je jünger und empfindlicher der Mensch, desto höher die Verdünnung!

 

Bei Säuglingen, Kindern, Schwangeren, schwerkranken und alten, gebrechlichen Menschen werden ätherische Öle nur in sehr geringer Dosierung verwendet.

Dosierkartchen Kinder

 

lies mehr im nächsten Teil...

TIPP
Unser Basisseminar (klick hier) ist so konzipiert, dass es auch für Anfänger der Aromatherapie einen guten Einstieg in die Welt der ätherischen Öle bietet.

 

 

 

 

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Basics Ätherische Öle Teil 1

Für mich und viele alte Hasen und Häsinnen ist der tägliche Umgang mit ätherischen Ölen und ihre Anwendung so selbstverständlich wie das Zähneputzen. Durch meine administrative Tätigkeit in verschiedenen Facebook Gruppen und Gesprächen mit Menschen in meinem Umfeld, erlebe ich es immer wieder, dass so viele überhaupt nicht wissen, wie sie ätherische Öle richtig einsetzen können.

Dies hat mich dazu veranlasst eine kleine Serie über die wichtigsten Basics zu starten und ist für Einsteiger bestens geeignet um sich schnell mit dem Thema vertraut zu machen.

Geschichtliches

Die Verwendung ätherischer Öle geht vermutlich bis in die Zeit um 3000 v. Chr. zurück. In dieser Zeit wurden schon Blüten und Kräuter destilliert um Hydrolate zu gewinnen. Diese Destillate sind nicht mit den ätherischen Ölen der heutigen Zeit zu vergleichen. Auch die Erwähnung verschiedener "Essenzen" in der Bibel beweist nicht, dass es sich um die Verwendung ätherischer Öle oder der erwähnten Pflanze handelt. 

Später haben die Araber dann die Destillation neu entdeckt und im Mittelalter weiterentwickelt. Die Franzsosen nutzten allerdings die teueren Düfte (im Mittelalter) nicht nur als Parfum, sondern vor allem um unangenehme Körperausdünstungen zu übertünchen, denn waschen war sozusagen "out".

Im zwanzigsten Jahrhundert prägte dann vor allem der franzsösische Chemiker René-Maurice Gattefossé (* 1881 bei Lyon; † 1950 in Casablanca) die heutige Aromatherapie maßgeblich mit. Bei einem Laborunfall erlitt er schwerste Verbrennungen mit einer schweren Wundbrandinfektion. Diese damals noch tödlich verlaufende Infektion behandelte er mit Lavendelöl. Der Erfolg der Behandlung veranlasste ihn sich der Aromatherapie voll und ganz zu widmen.

Heute werden ätherische Öle nicht mehr nur für die Raumbeduftung verwendet, sondern finden Einsatz in der Schulmedizin und der Pflege. Mittlerweile gibt es hunderte Studien über die Wirksamkeit z.B. bei Tumorerkrankungen, bei multiresistenten Keimen, zur Schmerzreduktion und vielem mehr.

Was sind eigentlich ätherische Öle?

Das Wort "ätherisch" bedeutet soviel wie "himmlisch". Ätherische Öle werden aus vielen Pflanzen und unterschiedlichen Pflanzenteilen gewonnen. Es handelt sich um hochkonzentrierte pflanzliche Stoffe. Ein ätherisches Öl ist ein sogenanntes Vielstoffgemisch und enthält nicht selten mehrere hundert unterschiedliche Inhaltsstoffe. Diese entstehen durch verschieden Stoffwechselprozesse in der Pflanze.

Ätherische Öle sind nicht wasserlöslich! Dies bedeutet, wenn sie als Bade- oder Waschzusatz verwendet werden, müssen sie zuerst emulgiert werden.

Mögliche Emulagoren für Badezusätze sind:

  • Salz
  • Sahne oder Kaffeesahne
  • Honig
  • Pflanzenöl wie z.B. Mandel- oder Olivenöl

Wichtig: Vermische erst das ätherische Öl mit dem Emulgator und gib dann diesen Mix dem Bade- bzw. Waschzusatz zu.

Dosierung:

Vollbad: max. 5-10 Tropfen ätherische Öle

Fuß- oder Handbad: 2-4 Tropfen ätherische Öle

Beachte: Zitrusöle können gerade in Verbindung mit warmem Wasser die Haut empfindlicher Menschen reizen.

 

Zurück zur Frage was ätherische Öle eigentlich sind....

Ätherische Öle sind das essentielle einer Pflanze, sie schützen diese und liefern ihr Energie!

 

Wie werden ätherische Öle gewonnen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ätherische Öle aus den Pflanzen herauszulösen:

  • Wasserdampfdestillation
  • Kaltpressung
  • Alkoholextraktion
  • Absolues
  • Co-Destillation
  • Enfleurage

Die häufigste Gewinnungsmethode ist die Wasserdampfdestillation. Die meisten therapeutisch verwendeten ätherischen Öle werden so gewonnen.

Hierbei wird Wasser erhitzt bis es verdampft, der Wasserdampf steigt durch das Pflanzenmaterial hindurch und nimmt die wasserlöslichen und die wasserunlöslichen (ätherischen Öle) Bestandteile "huckepack" und entreist diese der Pflanze. Nun muss der Wasserdampf abgekühlt werden. Daraus entsteht nun das ätherische Öl, welches sich wieder vom Wasserdampf abscheidet, da es ja wasserunlöslich ist und das  sogenannte Hydrolat.

Im Hydrolat befinden sich nun die wasserlöslichen Bestandteile der Pflanze wie z.B. Phenylethanol im Rosenhydrolat oder die Rosmarinsäure uvm.

Merke: Das Hydrolat ist ein Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation und kann auch nur hierbei gewonnen werden!

 

Soviele Pflanzen - so wenig ätherisches Öl:

Wusstest Du dass

 

Buchempfehlung: 

Hydrolate von Eliane Zimmermann, ISBN: 978-3-200-03370-2

 

Wie erkenne ich

 

Einkaufsmöglichkeiten

Einkaufsempfehlungen 1

 

Dosierungsempfehlungen im Überblick

Expose Buchprojekt 1

Weitere Informationen, Tipps und Anregungen demnächst im Teil 2!

 

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Das Verwirrspiel um Warnhinweise, Inhaltsstoffe und Siegel

In den letzten Jahren haben sich die Etiketten der ätherischen Öle oft verändert – kein Wunder das so mancher Verbraucher doch sichtlich verwirrt ist.

Auf manchen Fläschleins findet man Warnhinweise in Form von Piktogrammen, die nicht gerade Vertrauen erwecken, auf anderen Etiketten werden Inhaltsstoffe aufgeführt wie z.B. Linalool und Geraniol, obwohl doch eigentlich „nur“ ein Lavendelöl in der Flasche sein sollte.

Auch kleine geöffnete Dosen mit einer Zahl zieren die Etiketten.

Andere wiederum weisen ein Haltbarkeitsdatum auf. Auch verschiedene Siegel wie das Europäische Biosiegel, Demeter, Natrue und manchmal sogar therapeutische sind aufgedruckt.

Und dann gibt es da noch die ätherischen Öle auf deren Label der Hinweis steht: Für Lebensmittel, dazu ein Mindesthaltbarkeitsdatum.

Genau diese für den Verbraucher verwirrenden Kennzeichnungen nutzen verschiedene amerikanische MLM Unternehmen aus und verunsichern Kunden mit Aussagen: „Kauft bloß nicht die Öle mit den Warnzeichen, da diese darauf schließen lassen, dass das ätherische Öl giftige und synthetische Zusatzstoffe enthält. Bei den Ölen unserer Marke ist dies nicht so!!!“

Ich möchte mit meinem Blogbeitrag ein wenig Licht ins Dunkle bringen.

Für die Hersteller von ätherischen Ölen gibt es folgende Deklarationsmöglichkeiten:

  • Bedarfsmittel
  • Kosmetikum
  • Lebensmittel

Ist das ätherische Öl als Bedarfsmittel deklariert müssen folgende Hinweise auf dem Etikett zu finden sein:

  • Sicherheitshinweis
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen
  • Botanischer Name
  • Gewinnungsmethode
  • Pflanzenteil aus dem das ätherische Öl gewonnen wurde
  • Qualität z.B. kbA, konventionell, Wildsammlung
  • Herkunftsland
  • Zertifizierung/Kontrollstelle
  • Chargennummer
  • Beschreibung z.B. 100% naturreines ätherisches Öl
  • Füllmenge
  • Anwendungsempfehlung: Zur Raumbeduftung
  • Gefahrensymbole und Warnhinweise, je nach Öl individuell

 

PV Bedarfsgegenstand

Bergamotte und Limette werden bei Primavera als Bedarfsmittel deklariert, da sonst die wertvollen Furanocumarine entfernt werden müssten, da diese lt. Kosmetikverordnung nicht in Kosmetika zugelassen werden. Furanocumarine wirken jedoch stark entspannend und in einigen Studien konnte deren antitumorale Wirkung belegt werden.

 

Wenn das ätherische Öl als Kosmetikum zugelassen ist:

  • Sicherheitshinweise
  • Chargennummer
  • INCI = Ingredients
  • Zertifizierung/Kontrollstelle
  • Botanischer Name
  • Gewinnungsmethode z.B. Wasserdampfdestillation
  • Qualität
  • Herkunftsland
  • Beschreibung z.B. 100% naturreines ätherisches Öl
  • Dosierungsempfehlung für kosmetische Anwendunge nach Sicherheitsbewertung:
    X Tropfen in 50 ml Mandelöl
  • Naturkosmetik Logo z.B. Natrue, BDIH, Demeter usw.
  • Herstellungsland
  • Füllmenge
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen (Dose mit geöffnetem Deckel)

 

 PV Kosmetikum

Danke an Primavera (klick hier) für die Bereitstellung der Unterlagen!

Primavera bietet sogar mittlerweile acht Demeter zertifizierte ätherische Öle an:

  • Blutorange
  • Fenchel
  • Immortelle
  • Lavendel fein
  • Orange
  • Rosmarin verbenon
  • Zitrone

Die Demeter Zertifizierung ist die in Deutschland höchste Bioqualität aus biodynamischem Anbau. Biologisch-dynamischer Anbau leistet konstruktiven Umweltaufbau hinsichtlich Bodenerneuerung, langfristiger Fruchtbarkeit und Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren (klick hier)

Bei den Lebensmittelölen sind folgende Angaben auf dem Etikett nötig:

  • Sicherheitshinweis
  • Chargennummer
  • Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Liste der Bestandteile
  • Kontrollstellennummer
  • Verwendungszweg z.B. Würzessenz
  • Füllmenge

Die Vorschriften für eine bestimmte Etikettierung ist also von der Zulassung des Produktes abhängig! Dies wird wiederum vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Über die Sinnhaftigkeit kann man streiten und sicherlich sind einige Hinweise auch völlig übertrieben – letztendlich sollen sie aber den Verbraucher schützen!

Es kann aber durchaus vorkommen, dass ein und dasselbe ätherische Öl, also aus ein und dem selben „Faß“, als Lebensmittel, Kosmetikum oder Bedarfsgegenstand zugelassen wird. Am Ende haben dann aber alle ein anderes Etikett...

Eine tolle Übersicht mit seriösen Siegeln und Zertifizierungen für ätherische Öle findet Ihr bei Eliane (klick hier)

Zu der INCI Liste eines ätherischen Öls ist folgendes zu erklären:

Deklarationspflichtig sind 26 natürliche Duftmoleküle, 18 davon stammen von natürlichen ätherischen Ölen. Diese Stoffe müssen seit 2005 auf der Verpackung gesondert aufgelistet werden, wenn bestimmte Konzentrationen überschritten werden.

Dies sind z.B. Inhaltsstoffe wie Linalool, Geraniol, Limonen,

Mittlerweile werden aber gerade diese Inhaltsstoffe schon nicht mehr von Ökotest abgewertet, denn die Berichte über die angeblich starke allergene Wirkung ließ sich nicht halten (Studie von Meyer bei immunologischen Reaktionen). Siehe auch Buch Wabner Seite 33, Ausgabe 1).

Dies ist der Grund warum auf der Flasche des Lavendelöls (Lavandula angustifolia) zusätzlich in der Inhaltsstoffliste auch Linalool und Geraniol aufgelistet werden muss, obwohl es sich dabei um einen natürlichen Bestandteil des ätherischen Öls handelt!

Genauso ergeht es auch dem Rosenhydrolat, immer wieder werde ich gefragt, warum denn in dem Hydrolat, obwohl man doch extra eins ohne Alkohol besorgt hat, nun Benzyl alcohol enthalten ist. Auch hierbei handelt es sich um einen natürlichen Bestandteil des Hydrolates und wird nicht zugeführt. Das Hydrolat ist frei von Alkohol! Bei Hydrolaten denen Alkohol beigemischt wird, steht dies deutlich auf dem Etikett.

Was mich besonders traurig, ja sogar wütend macht ist, das es Firmen gibt, die genau diese Gesetze denen auch sehr vertrauenswürdige Unternehmen ausgeliefert sind, ausnutzen um gute Qualität schlecht zu reden, um ihre Produkte als die Besten zu völlig überteuerten Preisen anzubieten.

Zudem wird mit Siegeln geworben die den Eindruck beim Kunden erwecken sollen, dass die ätherischen Öle von besonderer therapeutischer Qualität zeugen. Was verschwiegen wird ist aber, dass diese Siegel von den Firmen „erfunden“ und markenrechtlich ™ geschützt wurden. Es finden also keine unabhängigen Kontrollen statt.

Auch die Behauptung, dass den ätherischen Ölen, welche die Gefahrenstoffpiktogramme auf dem Etikett tragen, Fremd- und Füllstoffe beigemischt werden und dies sogar die EU-Bio-Zertifizierung dies erlaubt, stimmt nicht!

 

Ich arbeite in meiner Schule firmenunabhängig, kenne aber viele Hersteller von ätherischen Ölen, einige Eigentümer sogar persönlich und kann eine ganze Reihe davon guten Gewissens empfehlen (siehe Liste). Diese Firmen sind sogar bestrebt ihre ätherischen Öle von unabhängiger Stelle untersuchen und zertifizieren zu lassen, um größtmögliche Transparenz auch für den Kunden zu schaffen!

 

Einkaufsempf.Blog

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie soll als kleiner Überblick dienen. Es gibt mit Sicherheit noch einige tolle Anbieter, die mir aber nicht bekannt sind ;-)

Wenn Sie ätherische Öle einkaufen achten Sie auf eine Etikettierung, die der obigen Erklärung entspricht, vergleichen Sie Preise und orientieren sich an einigen namenhafter Herstellern. Ätherische Öle können nie spottbillig sein, da riesige Mengen an Pflanzenmaterial benötigt werden, um sie zu gewinnen, wenn Ihnen der Preis aber extrem hoch erscheint, dann sollten Sie genauso kritisch sein.

Hören Sie genau hin, wenn Ihnen ätherische Öle als besonders therapeutisch wirksam angeboten werden, auch eine pure Anwendungsempfehlung sollte sie stutzig machen. Seriöse Aromapraktiker/-Berater/-Therapeuten werden immer eine verdünnte Anwendung empfehlen. Auch die innerlicher Einnahme ist in Deutschland unüblich und gehört in die Hände erfahrener Therapeuten oder Ärzten.

Wie erkenne ich

Für die Qualität der ätherischen Öle ist es u.a. wichtig,

  • dass die Pflanzen ohne Pestizide wachsen dürfen,
  • dass sie zum optimalen Zeitpunkt geerntet werden,
  • dass sie naturbelassen (genuin) sind und nicht überlagert.

 

Begriffserklärung

Naturreine ätherische Öle – genuine Öle
Die aus den Pflanzen gewonnen ätherischen Öle wurden nicht verändert. Nur diese ätherischen Öle sollten in Therapie, Pflege und nicht zuletzt auch von „Jedermann“ zur Anwendung kommen!

Apothekenqualität – DAB Öle
Hierbei handelt es sich um ätherische Öle, welche den Richtlinien der Arzneibücher entsprechen müssen. Hierbei kann es vorkommen, dass sie verändert werden, also standardisiert oder retifiziert wurden. Dies bedeutet unter Umstsänden, dass das ätherische Öl zwar den Richtlinien des Arzneibuches entspricht, aber in der Natur so gar nicht vorkommen würde.

Naturidentische – synthetische Öle
Diese Öle bestehen zwar aus Stoffen die es in der Natur gibt, werden aber im Labor „zusammengebaut“. Hier fehlt aber die synergetische Wirkung aller einzelnen Inhaltsstoffe, die es in einem genuinen ätherischen Öl gibt. Zudem weiß man bislang noch nicht, wie sich diese Stoffe auf Mensch und Umwelt auswirken, da sie bisher wenig erforscht wurden.

Synthetische Öle – Parfumöle
Sie bestehen aus ganz neuen, oft in der Natur nicht vorkommenden Molekülen und werden meist in der Duftstoffindustrie (Parfums, Deos, Shampoos, Duschgels usw.) verwendet.

Dosierung

Viele ätherische Öle verhalten sich, unverdünnt auf die Haut gebracht sehr hautreizend und noch mehr schleimhautreizend. Daher gilt eine Empfehlung bei der Qualifizierung zur Aromapflegerin und auch bei anderen Kolleginnen, welche ausbilden von einer 1 - 3 %igen Verdünnung.

Ab einer 3%igen Mischung gehen wir schon von therapeutischen Maßnahmen aus. Da die meisten Pflegenden aber keine Therapeuten sind, dürfen und sollten sie dies auch nur in Absprache mit einem Arzt oder Therapeuten tun.

Einer der Leitsätze, welche die Pflegenden in den ersten Unterrichtsstunden lernen ist folgender:

Aromapflege ist die Anwendung von Aromapflege-Produkten auf intakter Haut!!!

1%ige Mischungen
werden für die großflächige Anwendung wie z.B. Körperpflege, Massagen usw. angewendet

2%ige Mischungen
werden für die Teilanwendung wie z.B. Dekubitusprophylaxe, Pneumonieprophylaxe, Gelenkeinreibungen usw. angewendet

3 %ige Mischungen
werden z.B. bei punktuellen Einreibungen im Akutfall eingesetzt

Bei Säuglingen und Kindern ist die Dosierung wesentlich geringer.

Die Anwendung ätherischer Öle sollte immer von fachkundigen Pflegenden, Beratern oder Therapeuten erfolgen, sie sollte nicht darauf aus sein möglichst großen Profit zu erzielen. Das Wohlbefinden und die Sicherheit des Patient und/oder Kunden haben höchste Priorität!

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Das Verwirrspiel um Cinnamomum camphora

Schlägt man das Fachbuch von Eliane Zimmermann auf, findet man unter dem botanischen Namen "Cinnamomum camphora" gleich drei ätherische Öle. Das verwundert, weil man in den Aromatherapie Seminaren lernt, dass der botanische/lateinische Name doch genau bezeichnet um welche Pflanze es sich handelt. In diesem Fall scheint das nicht so zu sein.

Das ätherische Öl der Ho-Blätter, des Kampfers und das Ravintsara Öl werden botanisch gleich bezeichnet. In diesem Fall gibt uns wohl eher der deutsche Name und der Geruch Aufschluß darüber, welches Öl sich im Fläschlein befindet. Alle drei Öle zählen zur Pflanzenfamilie der Lorbeergewächse, liefern aber völlig unterschiedliche ätherische Öle.

IMG 3721 Kopie

Lorbeerbaum am Asklepeon auf der Insel Kos

 

Öffnen wir die Flasche bei diesen drei Ölen werden wir erstaunt feststellen, dass eines dieser Öle sehr mild, fast ein wenig lavendelartig riecht - aber die anderen beiden, besonders der Kampfer richtig in der Nase stechen. Daran kann man schon gut erkennen, dass die drei Öle zwar den gleichen Namen, aber unterschiedliche Wirkungen besitzen:

Ho-Blätter

Das ätherische Ho-Blätter Öl stammt vom dem chinesischen Kampferbaum, es wirkt im Gegensatz zum Kampfer Öl nicht anregend und wird heute als guter Ersatz für Rosenholzöl verwendet. Es besteht fast außschließlich (bis zu 99%) aus dem Lavendelalkohol Linalool. Diese Tatsache macht das Öl sehr verträglich für alle Menschen und ist ein tolles Öl bei Atemwegserkrankungen von Kindern. Man könnte sagen, die Ho-Blätter sind der "Lavendel unter den Lorbeergewächsen".

  • beruhigend
  • stark antibakteriell
  • stark antimykotisch
  • stark antiviral

Es eignet sich gut für den Einsatz in der Duftlampe, in Hautpflegeprodukten oder auch in Badezusätzen.

Schuttelbasam bei Husten

 

Kampfer

Kampfer ist ein sehr kräftig und wie der Name schon sagt kampfrig riechendes Öl. Der Duft sticht förmlich in der Nase, woran ein Laie schon erkennen kann, dass dies kein "Kinderöl" ist!! Es enthält bis zu 50% Borneon (früher Kampfer genannt), bis zu 30% 1,8-Cineol und kann sogar bis zu 18% Phenylether enthalten.

Kampfer ist absolut ungeeignet für Babys und Kinder und sollte auch von Schwangeren und epilepsiegefährdeten Menschen gemieden werden. Auch bei einer zu hohen Dosierung kann Kampfer auf der Haut Irritationen verursachen. Zudem gilt es in der klassischen Homöpathie als sogenanntes "Antidot" und sollte während einer homöopathischen Behandlung nicht verwendet werden.

  • stark schmerzlindernd
  • durchblutungsfördernd
  • antirheumatisch
  • aquaretisch
  • anregend (auch Kreislauf)
  • mukolytisch

Kampfer kann bei stabilen Erwachsenen in schmerzlindernde Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden, sowie bei Muskelkater und Muskelschmerzen  Verwendung finden. Dabei würde ich eine Dosierung von max. 1 % nicht überschreiten.

Heute wird Borneon meist synthetisch hergestellt und in medizinischen Salben, Badezusätzen und Inhalationsmischungen verwendet.

Ravintsara

Das Ravintsara Öl kommt aus Madagaskar. In der Landessprache bedeutet es soviel wie "das gute Blatt". Es enthält nur einen verschwindend geringen Anteil an Kampfer (meist unter 1%), dafür ca. 65% 1,8-Cineol, ca. 15% Monoterpene, dazu kommen noch ca. 12% Monoterpenalkohole und eine kleine Menge Sesquiterpene. Aufgrund dieser Zusammensetzung zählt es zu den sehr gut verträglichen Ölen und kann trotz seines recht hohen Cineol-Anteils schon bei Kindern ab ca. 3 Jahre zum Einsatz kommen.

  • stark antiviral
  • antibakteriell
  • auswurffördernd
  • entzündungshemmend
  • immunstimulierend

Das ätherische Ravintsara Öl ist besonders beliebt in Erkältungsmischungen, bei Herpes Infektionen wie Herzpes Zoster, - labialis und Windpocken. Auch in der Raumluftdesinfektion passt es gut mit den Zitrusölen, um eine Keimverminderung in der Raumluft zu erreichen.

 

Herpes

Um die Verwirrung noch ein wenig größer zu machen gibt es immer wieder die Verwechslung zwischen Ravintsara und Ravensara. Bis vor wenigen Jahren wurde kein Unterschied gemacht. So gab es auch bei den renommierten Firmen nur ein einziges Öl auf dessen Fläschlein stand Ravensara/Ravintsara. Dies hat man ändern müssen, da es sich bei diesen beiden Bezeichnungen nicht um das ein uns selbe Öl handelt - im Gegenteil der Unterschied ist riesengroß.

Bei dem ätherischen Öl Ravensara handelt es sich um den Nelkennussbaum, dessen botanischer Name lautet Ravensara aromaticum. Dieses Öl ist auf Grund seines hohen Methylchaviolgehaltes (ca. 90%) nicht unproblematisch und wird deshalb so gut wie gar nicht in der deutschen Aromatherapie eingesetzt.

RavintsaraFotolia © Unclesam

Einige Öllieferanten schreiben auf ihren Etiketten zu dem botanischen Namen einen sogenannten Chemotyp, dadurch kann das ätherische Öl besser und einfacher zugeordnet werden:

Ho-Blätter (Cinnamomum camphora ct. linalool)

Kampfer (Cinnamomum camphora ct. campher)

Ravintsara (Cinnamomum camphora ct. Cineol)

Dieser Zusatz verweisst sozusagen auf den "Hauptinhaltsstoff".

 

Qualitat

 

An dieser Stelle möchte ich noch auf unsere neue Facebook-Gruppe aromaMAMA aufmerksam machen. Diese Gruppe wurde von Eliane Zimmermann und mir vor gut einer Woche gegründet. Wir möchten hier Aromatherapie interessierten Eltern und Großeltern die Möglichkeit geben sich auszutauschen und zu lernen die ätherischen Öle richtig und verantwortungsvoll bei Kindern einzusetzen. Wir möchten mit unserer jahrelangen Erfahrung diese Gruppe leiten und freuen uns sehr, dass wir schon gut 1100 Mitglieder begrüßen durften.

Dufte Hilfe von Muttern fur Mutter

https://www.facebook.com/groups/aromaMAMMA/?ref=bookmarks

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Das Rätsel.....Teil 3

Oftmals reichen aber zwei Worte nicht aus, um eine Pflanze ausreichend zu benennen. Schauen wir uns weitere Beispiele dazu an:
Lavandula x intermedia Lois
Mentha x piperita var. piperita
Besondere Bedeutung hat das „x“ im Namen. Hiermit kennzeichnet man den Bastardcharakter einer Pflanzenart. Im ersteren Beispiel handelt es sich um den Lavandin. Wie wir wissen handelt es sich um eine Hybride (=Kreuzung = Bastard) aus Lavandula angustifolia Mill. ssp. angustfolia und Lavandula latifolia Medik.. Schreibt man den Namen aus, erhält man: Lavandula angustifolia x L. latifolia . Im zweiten Beispiel handelt es sich um die Pfefferminze – auch ein Bastard. Die Abkürzung „var.“ steht für Varietät – ein Taxon in der Rangstufe unterhalb der Unterart (Subspezies, ssp.). Neben der Pfefferminze ist auch die Bergamotteminze eine Mentha x piperita, nämlich die var. citrata. Die alleinige Bezeichnung Mentha x piperita wäre also nicht eindeutig und ausreichend.
Einzelne Sorten von Pflanzen (übrigens die unterste Rangstufe der Systematik) werden den Namen in Anführungszeichen angehängt:
Rosa x centifolia ‚Muscosa’

Mehr botanische Namen entstammen dem Griechischen als dem Lateinischen, was aber durch die Latinisierung verwischt wurde. Im Allgemeinen wurden/werden für botanische Namen verwendet:
• alte griechische und römische Pflanzennamen
• Namen der Mythologie
• Nomen und Adjektive
• Personennamen
• volkstümliche Namen der Pflanzen verschiedener Sprachen
• geographische Bezeichnungen
• Phantasienamen
• zusammengesetzte Bezeichnungen
Als Beispiele: Die Gattung Theobroma (Theobroma cacao – der Kakao) leitet sich ab von theos= Gott und broma = Speise und bedeutet die göttliche Speise, womit man Bezug auf den Geschmack des Kakaos nahm. Die Gattung Picea (Fichten) erhielt ihren Namen nach der römischen Bezeichnung der Fichte.

Besonders interessant wird die Aussprache der Namen. Da alle Namen so behandelt werden sollen, als wären sie lateinische Worte, müssen sie auch so ausgesprochen werden, wie man die Aussprache im Alten Rom vermutet. Ein paar Regeln möchte ich kurz darlegen. Im lateinischen Alphabet fehlen einige unserer Buchstaben, wie das „k“ und das „z – in den botanischen ist an ihrer Stelle das „c“ getreten. Gesprochen wird das „c“ vor a, o, u, au (harte Vokale) wie ein „k“ und vor ae, e, i, y (weiche Vokale) wie ein „z“. Alle Konsonanten werden wie harte Vokale gehandhabt, d.h. als „k“ gesprochen (z.B. Clematis = [Klematis]). Ein „cc“ wird immer als „kz“ gesprochen (einzige Ausnahme: Yucca), ch folgt der Regel, vor weichen Vokalen wird es als „k“, vor harten Vokalen als „ch“ wie in Chemie gesprochen. Ein „v“ spricht man stets als „w“ aus, das „sch“ wird wie im Deutschen gesprochen.
Am Wortanfang und zwischen zwei Vokalen wird ein „y“ immer als „j“, innerhalb eines Wortes immer als „ü“ gesprochen. Aber Vorsicht – das „i“ wird immer als „i“ und nie als „j“ ausgesprochen.
Treffen mehrere Vokale aufeinander, so werden sie wie deutsche Umlaute gesprochen (z.B. ae = „ä“), es sei denn, sie gehören verschiedenen Silben an, wie bei vielen Endungen der Fall (-eus, -ea, -eum, -ia, -ium, -iorum, -iarum, -ides, -ensis) – hier spricht man die Vokale getrennt (z.B. Aesculus = [Äskulus], coeruleus = [zörule-us]). Wenige Ausnahmen werden häufig durch ein Trema gekennzeichnet, wie z.B. bei Aloë – auch hier werden die Vokale getrennt gesprochen. Jedes Zusammentreffen von Vokalen, die auch im deutschen keine „Umlaute“ ergeben, werden auch im lateinischen getrennt gesprochen (z.B. Viola = [Wi-ola]).

Mit diesen einfachen Regeln und Hinweisen ist die korrekte Handhabung und Bedeutung der botanischen Namen leicht und erlaubt damit eine eindeutige Identifizierung der Stammpflanzen der ätherischen Öle.

Literatur:
Zander - Handwörterbuch der Pflanzennamen, Ulmer-Verlag

Systematik des Pflanzenreichs, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH

* Die meist verwendete Bezeichnung Lavandula hybrida für Lavandin ist keine korrekte Bezeichnung – in der aktuellen Auflage des Zanders wird die derzeit gültige Version L. x intermedia geführt.
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