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Über die Anwendung und den sicheren Umgang mit ätherischen Ölen

Basics Ätherische Öle Teil 1

Für mich und viele alte Hasen und Häsinnen ist der tägliche Umgang mit ätherischen Ölen und ihre Anwendung so selbstverständlich wie das Zähneputzen. Durch meine administrative Tätigkeit in verschiedenen Facebook Gruppen und Gesprächen mit Menschen in meinem Umfeld, erlebe ich es immer wieder, dass so viele überhaupt nicht wissen, wie sie ätherische Öle richtig einsetzen können.

Dies hat mich dazu veranlasst eine kleine Serie über die wichtigsten Basics zu starten und ist für Einsteiger bestens geeignet um sich schnell mit dem Thema vertraut zu machen.

Geschichtliches

Die Verwendung ätherischer Öle geht vermutlich bis in die Zeit um 3000 v. Chr. zurück. In dieser Zeit wurden schon Blüten und Kräuter destilliert um Hydrolate zu gewinnen. Diese Destillate sind nicht mit den ätherischen Ölen der heutigen Zeit zu vergleichen. Auch die Erwähnung verschiedener "Essenzen" in der Bibel beweist nicht, dass es sich um die Verwendung ätherischer Öle oder der erwähnten Pflanze handelt. 

Später haben die Araber dann die Destillation neu entdeckt und im Mittelalter weiterentwickelt. Die Franzsosen nutzten allerdings die teueren Düfte (im Mittelalter) nicht nur als Parfum, sondern vor allem um unangenehme Körperausdünstungen zu übertünchen, denn waschen war sozusagen "out".

Im zwanzigsten Jahrhundert prägte dann vor allem der franzsösische Chemiker René-Maurice Gattefossé (* 1881 bei Lyon; † 1950 in Casablanca) die heutige Aromatherapie maßgeblich mit. Bei einem Laborunfall erlitt er schwerste Verbrennungen mit einer schweren Wundbrandinfektion. Diese damals noch tödlich verlaufende Infektion behandelte er mit Lavendelöl. Der Erfolg der Behandlung veranlasste ihn sich der Aromatherapie voll und ganz zu widmen.

Heute werden ätherische Öle nicht mehr nur für die Raumbeduftung verwendet, sondern finden Einsatz in der Schulmedizin und der Pflege. Mittlerweile gibt es hunderte Studien über die Wirksamkeit z.B. bei Tumorerkrankungen, bei multiresistenten Keimen, zur Schmerzreduktion und vielem mehr.

Was sind eigentlich ätherische Öle?

Das Wort "ätherisch" bedeutet soviel wie "himmlisch". Ätherische Öle werden aus vielen Pflanzen und unterschiedlichen Pflanzenteilen gewonnen. Es handelt sich um hochkonzentrierte pflanzliche Stoffe. Ein ätherisches Öl ist ein sogenanntes Vielstoffgemisch und enthält nicht selten mehrere hundert unterschiedliche Inhaltsstoffe. Diese entstehen durch verschieden Stoffwechselprozesse in der Pflanze.

Ätherische Öle sind nicht wasserlöslich! Dies bedeutet, wenn sie als Bade- oder Waschzusatz verwendet werden, müssen sie zuerst emulgiert werden.

Mögliche Emulagoren für Badezusätze sind:

  • Salz
  • Sahne oder Kaffeesahne
  • Honig
  • Pflanzenöl wie z.B. Mandel- oder Olivenöl

Wichtig: Vermische erst das ätherische Öl mit dem Emulgator und gib dann diesen Mix dem Bade- bzw. Waschzusatz zu.

Dosierung:

Vollbad: max. 5-10 Tropfen ätherische Öle

Fuß- oder Handbad: 2-4 Tropfen ätherische Öle

Beachte: Zitrusöle können gerade in Verbindung mit warmem Wasser die Haut empfindlicher Menschen reizen.

 

Zurück zur Frage was ätherische Öle eigentlich sind....

Ätherische Öle sind das essentielle einer Pflanze, sie schützen diese und liefern ihr Energie!

 

Wie werden ätherische Öle gewonnen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ätherische Öle aus den Pflanzen herauszulösen:

  • Wasserdampfdestillation
  • Kaltpressung
  • Alkoholextraktion
  • Absolues
  • Co-Destillation
  • Enfleurage

Die häufigste Gewinnungsmethode ist die Wasserdampfdestillation. Die meisten therapeutisch verwendeten ätherischen Öle werden so gewonnen.

Hierbei wird Wasser erhitzt bis es verdampft, der Wasserdampf steigt durch das Pflanzenmaterial hindurch und nimmt die wasserlöslichen und die wasserunlöslichen (ätherischen Öle) Bestandteile "huckepack" und entreist diese der Pflanze. Nun muss der Wasserdampf abgekühlt werden. Daraus entsteht nun das ätherische Öl, welches sich wieder vom Wasserdampf abscheidet, da es ja wasserunlöslich ist und das  sogenannte Hydrolat.

Im Hydrolat befinden sich nun die wasserlöslichen Bestandteile der Pflanze wie z.B. Phenylethanol im Rosenhydrolat oder die Rosmarinsäure uvm.

Merke: Das Hydrolat ist ein Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation und kann auch nur hierbei gewonnen werden!

 

Soviele Pflanzen - so wenig ätherisches Öl:

Wusstest Du dass

 

Buchempfehlung: 

Hydrolate von Eliane Zimmermann, ISBN: 978-3-200-03370-2

 

Wie erkenne ich

 

Einkaufsmöglichkeiten

Einkaufsempfehlungen 1

 

Dosierungsempfehlungen im Überblick

Expose Buchprojekt 1

Weitere Informationen, Tipps und Anregungen demnächst im Teil 2!

 

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Johanniskrautöl - doch nicht so photosensibilisierend wie angenommen

 

Am 24. Juni ist Johannistag. Traditionell wurde das Johanniskraut zwischen dem 21. Juni (Sommersonnenwende) und dem 24. Juni (Johanni) geerntet.

Johanniskrautol

Das Johanniskraut-Mazerat ist ein wertvolles Basisölin der  Aromapflege/-therapie. Mit seinen wunderschönen leuchteten gelben Blüten kann man es gut in den Wiesen finden, eine Verwechslung ist kaum möglich, wenn man die Blüten zwischen den Fingern verreibt, hinterlassen sie eine violett-rote Verfärbung auf der Haut. Daher stammt auch der Volksname "Rotöl", denn das fertige Mazerat ist leicht rötlich verfärbt. Dies ist dem Inhaltsstoff Hypericin, einem roten Pigment, zuzuschreiben.

JHK Hypericin Finger Kopie

 

Johanniskraut Knospe Kopie
Hält man die Blätter gegen das Sonnenlicht, so sieht man viele kleine schwarze Pünktchen, es sieht aus als wäre das Blatt mit Nadeln durchstochen(perforiert). Im Volksmund nennt man es deshalb auch Tüpfelchen - Kraut. Der lateinische Name setzt sich also aus den roten Pigmenten und den Löchern in den Blättern zusammen - Hypericum perforatum.

Johanniskraut (Hypericum perforatum) steht meist um die Zeit der Sommersonnenwende (21. Juni), dem  Johannistag in vollster Blüte. An diesem Tag des Jahres, hat die Sonne ihren höchsten Stand erreicht, es ist der längste Tag und die kürzeste Nacht. Dieses Fest wurde seit Urzeiten gefeiert, als ein Fest des Lichtes. Zu diesem Anlass wurden Sonnwendfeuer entzündet und wer darüber sprang, konnte sich von Krankheit heilen und von dunklen Mächten befreien.

Johanniskraut wächst an sonnigen Wegrändern und auf Magerwiesen. Es wird ca. 80 - 100 cm hoch. Er ist extrem hart, weshalb die Bauern ihm den Namen Hartheu gaben, denn das Heu in dem Johanniskraut enthalten war, wurde dadurch härter.

Im Johanniskrautöl sind zwei wesentliche Bestandteile enthalten:

  • Hypericin
  • Hyperforin

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 Mehr darüber im Seminar mit Dorothea Hamm - Aromatogramm, ein guter Weg bei schlechten Keimen (Klick hier)

 

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Verbrennungsähnliche Hautsymptome wurden bei Weidetieren beobachtet, die Johanniskraut fraßen, und werden als Hypericismus bezeichnet. Prof. Dr. Schempp konnte nachweisen, dass die Lichtempfindlichkeit beim Menschen nicht nennenswert erhöht wird. Phototoxische Reaktionen traten bei einer Dosierung von über 110ng/ml auf. Dieser Wert liegt bei der Anwendung der Haut unter 5ng/ml. Daher ist eine Photosensibilisierung durch das Mazerat nicht zu befürchten. Quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm5_29_2003

Paracelsus hat vor mehr als 450 Jahren schon über die Heilwirkung des Johanniskrautes berichtet. Die Pflanze war für ihn eine Art Universalmittel. Er hat es damals schon gegen Depressionen, Melancholie und Hysterie eingesetzt.

 

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Wirkung Johanniskrautol

Johanniskrautöl selbstgemacht:

Die Blüten werden am besten um die Mittagszeit gesammelt und sollten trocken sein. Man benötigt für einen Liter Öl, ca. 250 - 300g Johanniskrautblüten. Ich lasse sie gerne ausgebreitet auf einem Küchentuch noch 1-2 Stunden liegen, damit kleine Tierchen noch rechtzeitig die Flucht ergreifen können. Danach werden die  Blüten in ein helles oder dunkles Schraubglas gegeben und mit 1 Liter kaltgepresstem Olivenöl übergossen.


Alle Pflanzenteile müssen mit dem Öl bedeckt sein.
Etwa 4 Wochen ins Tageslicht stellen. Danach durch ein feines Sieb in eine dunkle Flasche abfüllen und dunkel aufbewahren. Bei kühler und dunkler Lagerung ist ein gutes Johanniskrautöl ca. 2 Jahre haltbar. Als Alternativen zum Olivenöl bieten sich beispielsweise Sesam-, Macadamia- (extrem hautpflegend) oder Sonnenblumenöl an, jedoch ist Olivenöl recht stabil und wird nicht allzuschnell ranzig.

TIPP: Stell ein Öl als Dunkel- und eines als Hellauszug her und mische beide zusammen, so sind die beiden wichtigen Inhaltsstoffe Hypericin und Hyperforin ausreichend vorhanden

Dieses Mazerat wirkt besonders schmerzlindernd bei rheumatischen Beschwerden. Es besitzt muskelentspannende, wundheilende, entzündungshemmende, durchblutungsfördernde, antibakterielle und antivirale Eigenschaften. Außerdem ist es hautpflegend und hilfreich bei Hautproblemen und kann gut mit ätherischem Lavendöl (Lavandula angustifolia) zur Hautpflege bei Sonnenbrand eingesetzt werden.


Hierzu habe ich im letzten Jahr ein neues Mazerat-Experiment gemacht, ich habe 200g Johanniskrautblüten mit 100g Lavendelblüten und Olivenöl mazerieren lassen. Dieses Mazerat kann man genauso einsetzen wie das Johanniskrautmazerat, duftet aber ein wenig krautiger und für mich angenehmer.

Sprühlotion nach dem Sonnenbrand

25 ml Johanniskrautöl
25 ml Rosenhydrolat
5 Tropfen Lavendel fein
5 Tropfen Pfefferminze (für Kinder ab 6 Jahren)
Die Mischung muss vor jedem Aufsprühen geschüttelt werden.

Wusstest Du, dass es auch ein ätherisches Öl vom Johanniskraut gibt?

Die Hauptinhaltsstoffe sind:
Monoterpene, z.B. alpha und beta - pinen
Sesquiterpene (bis 45 %)
Sesquiterpenole
Oxide
und Kohlenwasserstoffe

Das ätherische Öl mische ich gerne in stimmungsaufhellende Körperöle.

Quellenangaben:

Seminar Ursel Bühring und Literatur von Ursel Bührin

Brusteinreibung "Durchatmen"
50 ml Johanniskrautöl
3 Tropfen Benzoe Siam
3 Tropfen Lavendel fein
6 Tropfen Cajeput
3 Tropfen Zeder

Bei Muskulaturschmerzen, Muskelkater oder als Sportöl:
50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Cajeput
3 Tropfen Lavendel fein
3 Tropfen Latschenkiefer
3 Tropfen Wacholder

 

Wusstest Du, dass es auch ein ätherisches Öl vom Johanniskraut gibt?

Die Hauptinhaltsstoffe sind:
Monoterpene, z.B. alpha und beta - pinen
Sesquiterpene (bis 45 %)
Sesquiterpenole
Oxide
und Kohlenwasserstoffe

Das ätherische Öl mische ich gerne in stimmungsaufhellende Körperöle.

Quellenangaben:

Seminar Ursel Bühring und Literatur von Ursel Bühring

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Was tun bei einem Zeckenstich???

Seit Wochen kursiert ein Video durchs Netz, in dem gezeigt wird, dass man Pfefferminzöl auf eine festgebissene Zecke drauftropfen soll, damit diese das Weite sucht.

Ich kann nur eindringlich davor warnen dies auszuprobieren, da die Zecke nach dieser Attacke ihren gesamten Speichel in die Wunde "erbricht", und damit die Krankheitskeime besonders gut und vielzählig in die Bisswunde gelangen. Dies kann zu schweren Erkrankungen führen.


Zudem hat ein Arzt dies im Selbstversuch ausprobiert und es funktioniert nicht!!!!
http://www.mimikama.at/allgemein/brandgefaehrlich-zecken-problemlos-entfernen/

Fotolia 36065038 XS                                           Bild Fotolia © Carola Vahldiek

Bitte entferne die Zecke mit einer Zeckenkarte oder Pinzette vollständig  ohne sie dabei zu quetschen. Danach und wirklich erst danach kann man einen Tropfen sehr frisches und qualitativ hochwertiges Nelkenknospenöl (z.B. von Primavera, Farfalla, Neumond, Feeling usw) mit einem Wattestäbchen auftupfen. Bei kleineren Kindern bis 4 Jahre 2 Tropfen Nelkenknospenöl mit 2 ml Johanniskrautöl verdünnen und auftupfen.

Meine Kollegin Anja Maurer ist Expertin auf dem Gebiet, sie hat folgende Tipps:


Wenn man nichts zur Hand hat, kann man auch mit ein paar Haaren eine Schlinge um die Zecke legen und sie köpfen. Der im Körper verbleibende Kopf eitert dann von alleine raus. FSME-Viren werden  sofort mit dem Zeckenspeichel übertragen. Bei Borrelien und anderen Erregern sieht das anders aus - die brauchen eine Zeit, bis sie aus dem Zeckendarm über den Blutstrom in den Körper des nächsten Wirtes gelangen. Da ist schnelles Handeln wichtiger als das Zuwarten auf einen Arzt.


Eine Mischung nach einem Zeckenstich kann z.B. sein:
2 ml ätherisches Teebaumöl
1 ml ätherisches Manukaöl
2 ml ätherisches Lavendelöl
Erst stündlich pur auf die Stichstelle und dann später verdünnt über einen Zeitraum von 6 Wochen, dem Nachbeobachtungszeitraum bei Zeckenstichen.

Einen tollen Bericht zum Thema findet ihr auch bei Eliane klick hier

Zur Abwehr von Zecken und Insekten gibt es leider keinen 100 prozentigen Schutz, vielmehr hat sich gezeigt, dass bei einem Menschen das hilft und beim anderen eher eine andere Mischung. Daher bleibt nichts anderes als ausprobieren übrig.

Hier ein paar Möglichkeiten:

Vor dem Aufenthalt im Freien mit Kokosfett (BIO) großzügig einreiben - diese Methode ist sogar für Babys schon geeignet und sehr hautfreundlich, zudem duftet es einfach lecker. Auch Haustiere können so behandelt werden. Zudem kann man diesen zusätzlich Kokosfett ins Futter geben.

Kokos-Mückenschreck für Erwachsene

100 g Kokosfett (BIO)
15 Tropfen Eukalyptus citriodora
15 Tropfen Rosengeranie
10 Tropfen Patchouli
10 Tropfen Lavandin super
10 Tropfen Zeder

 Rosengeranie Kopie

Kokos-Mückenschreck für Kinder ab 4 Jahren

100 g Kokosfett
8 Tropfen Eukalyptus citriodora
8 Tropfen Zeder
6 Tropfen Lavandin super
4 Tropfen Teebaum

Zusätzlich kann es hilfreich sein ein Spray für Rucksack oder Tasche mit dabei zu haben, um zwischendurch auch die Kleidung und die Haut zu besprühen.

 

Fotolia 84216083 XS

Bild Fotolia © Calado

Insekt-Weg-Taschenspray
25 ml Wodka oder Weizenkorn
25 ml Lavendelhydrolat
10 Tropfen Eukalyptus citriodora
5 Tropfen Zeder
5 Tropfen Lavandin super
2 Tropfen Nelkenknospe

 

Um die Plagegeister in der Wohnung fernzuhalten:

Gerade in der warmen Jahreszeit stehen Fenster und Türen offen, diese Gelegenheit nutzt auch so manche Mücke, um einen ungebeten Besuch abzustatten. Da sich Duftlampen als ungeeignet herausgestellt haben, kam mir eine andere Idee:

Ich klebe Filzflecken, welche man eigentlich als Kratzschutz unter Fußbeine klebt  an die Fensterscheiben oder deren Rahmen und bedufte sie mit ein paar Tropfen folgender Mischung:

20 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
20 Tropfen Lavandin (Lavandula hybrida)
6 Tropfen Patchouli (Pogostemon cablin)
10 Tropfen Lemongrass (Cymbopogon flexuosus)
10 Tropfen Citronella (Cymbopogon nardus)
4 Tropfen Nelkenknospe ( Syzygium aromaticum)

Sollten die kleinen Biester trotzdem zugestochen haben gibt es auch hier dufte Hilfe:

Juck-weg-Roll-on

10 ml Wodka
5 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
3 Tropfen Teebaum (Melaleuca alternifolia)
2 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita) (für Kinder unter sechs Jahren weglassen)

das ganz in eine Roll-on Flasche geben und vor Gebrauch gut schütteln.

Kühlt und nimmt den Juckreiz, nach Insektenstichen.

Mehr solcher hilfreicher Tipps und Informationen gibt es auch in unserem Seminar (für Jeder(frau) mann) "Mit Aromatherapie durchs ganze Jahr" klick hier

 

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Fünf Düfte für ganz kleine Nasen

Über die Anwendung ätherischer Öle bei Babys wird häufig diskutiert. Es gibt viele unterschiedliche Meinungen dazu. Sicherlich ist es so, dass ein Neugeborenes erst einmal keine Düfte (ätherische Öle) braucht. Sein Geruchssinn ist wohl schon sehr gut ausgeprägt und dies ist auch wichtig, da es sich damit in der neuen Welt zurechtfinden muss. Bei einer Geburt in der Klinik wird das kleine Wesen schon mit allerhand Gerüchen konfrontiert. Sobald es aber auf dem Bauch der Mutter liegt, nimmt es den wundervollen vanilligen Duft aus den Drüsen, welche um die Brustwarze sitzen, wahr. Diesen Duft prägt der Säugling sich ein und zieht ihn sogar anderen Müttern vor.

Die Muttermilch duftet leicht nach Vanille und ist uns Menschen somit von Geburt an sehr vertraut. So wundert es nicht, dass viele Baby-Pflegeprodukte mit dem Duft aromatisiert werden (leider meist synthetisch).

Vanille zählt zu den von mir ausgewählten fünf Düften, die auch bei den ganz kleinen Nasen schon von Anfang an, bei Bedarf, Verwendung z.B. im Babymassageöl, finden können. Der Duft der Vanille verändert den Duft des Baby nicht zu stark, sondern passt sich vielmehr an. Er hüllt ein, vermittelt Geborgenheit und beruhigt.

Rosenöl kann ein Mandelöl sanft beduften; ich verschenke es als Pflegeöl für Neugeborene:

100 ml Mandelöl
3 Tropfen Rosenöl türkisch 10%

Für Erwachsene Nasen ist der Duft kaum wahrnehmbar, reicht aber für die sehr empfindsamen kleinen Näschen vollkommen aus. Dieses Öl kann als Füßchen-Massageöl oder für die Windelpflege benutzt werden. Weitere Rezepturen klick hier

Für Babys nutze ich ansonsten lieber das Rosenhydrolat, es ist sehr sanft vom Duft und kann bedenkenlos bei vielen Wehwehchen verwendet werden:

Windelpflege (Windeldermatitis)
Nabelpflege
Hautpflege
Raumbeduftung
Badezusatz
Fieber als Stirnkompresse
und vieles mehr

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Lavendelöl (nicht älter als 1 Jahr), kann in selbsthergestellten Öltüchern (klick hier) zur Pflege der Haut im Windelbereich, Hautreizungen vorbeugen und gereizte Hautpartien sanft pflegen und heilen.

Benzoe siam Öl ist eine gute Alternative zum Vanilleöl, zudem pflegt es gereizte Haut, besonders im Windelbereich. Es wirkt einhüllend wie die "Lieblingskuscheldecke" und beruhigt. Es kann mit dem ätherischen Öl der Mandarine rot in einem Kuscheltuchspray verwendet werden, wenn dem kleinen Menschlein alles "zuviel" ist.

Kuscheltuchspray

50 ml Lavendelhydrolat
1 Tropfen Benzoe siam Öl
2 Tropfen Mandarine rot
von der Mischung kann man 1 TL auch im Diffuser zur Raumbeduftung am Abend verwenden.

 

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Der "Nimm-Mich-Duft"

Zwei Tage Basisseminar sind eben zu Ende gegangen. 14 Teilnehmerinnen haben mir zwei Tage sehr aufmerksam zugehört und konnten selbst erleben, wie ätherische Öle auf sie selbst, wie auch auf andere wirken. So gab es bei der "Blindverkostung der Öle" wie eine Seminarteilnehmerin unsere Riechübung nannte, erstaunte Blicke bei den jeweiligen Beschreibungen des gerochenen Duftes. Wurde der Duft von der Melisse von einigen Teilnehmerinnen als zitronig, frisch, hell und klar bezeichnet, so äußerte sich eine andere mit den Worten "Das riecht nach Klostein" oder "der Duft erdrückt mich, ist dunkel und bedrohlich".

Am Ende dieser Übung waren sich alle einig, es braucht einen sehr sensiblen Umgang in der Auswahl der Düfte, insbesondere wenn es sich um z.T. schwerkranke Menschen handelt. Einfach einen Duft auszuwählen den "ICH" als passend erachte, kann dem Patienten vielleicht gar nicht gefallen, geschweige ihm dann "gut" tun.

Bei einer Teilnehmerin ist mir aufgefallen, dass Sie Düfte, die nach der Duftkreismethode im zweiten Qadranten stehen, so gar nicht mochte, sie reagierte fast grimmig und war sehr unruhig.

Heute bot ich ihr, nachdem sie mich fragte, was bei seelischem Herzschmerz passen würde, dann ganz spontan den Rosmarin cineol an - was dann geschah hätte ich filmen müssen, selbst die anderen Teilnehmerinnen konnten es kaum glauben. Sie richtete sich im Stuhl auf, fing an über beide Backen zu grinsen, was anschließend in einem lauten Lachen endete. Sie konnte den Duftstreifen gar nicht mehr von ihrer Nase nehmen und sagte mir: "Das ist er - mein "Nimm-mich-Duft"

Ich selbst war wieder einmal so sehr beeindruckt, wie Düfte uns aufrichten und uns hilfreich stützen können.

IMG 2793

Zu diesem Thema hatte ich vor einiger Zeit schon einmal einen Artikel geschrieben:

Ätherische Öle sind in erster Linie einmal sogenannte Riechstoffe. Sie als Duftstoffe zu bezeichnen wäre schon vermessen, da auch ihr Duft eine individuelle Wahrnehmung ist. So riecht zum Beispiel Frau Müller Rosengeranie gerne und Frau Meier rümpft angewiedert die Nase! Würde man beide nun Fragen wie ihnen der Geruch der Rosengeranie gefällt, würde Frau Müller vermutlich antworten: "Oh schön, den mag ich!", jedoch Frau Meier würde sich eher so äußern: "Igitt, das riecht ja wie vermodertes Rosenöl!" So oder so ähnlich erlebe ich es tagtäglich in meiner Arbeit mit meinen Aromapflege-Schülern. Jeder hat seine ganz eigene Wahrnehmung, sein eigenes Sinnes- und Geruchserlebnis und oft seine ganz eigenen Erinnerungen zu dem Duft.

Gerade die psychische Wirkung der ätherischen Öle auf uns Menschen ist sehr unterschiedlich. Klar gibt es in der Literatur zu jedem einzelnen Öl eine Reihe an Empfehlungen für die psychischen Befindlichkeiten. Angefangen über die Angst bis hin zu Schlafstörungen und Depressionen.

Solche Empfehlungen sind wichtig und treffen auch in vielen Fällen zu, aber.......

Dieses große ABER möchte ich gerne etwas näher erläutern, denn immer wieder werde ich gefragt, welche Öle kann ich bei Schlafstörungen, bei Angst, bei Unruhe oder sogar im psychiatrischen Bereich einsetzen. Darauf gibt es leider keine pauschale Antwort! Entscheidend ist hier immer die Nase der Person, für welche ich das Öl einsetzen möchte - und die Nase sagt uns mehr als wir manchmal glauben und auch realisieren können.

So kann es sein, dass ein unruhiger, schlafloser Patient wunderbar einschlafen kann, wenn man ihm den Duft des Lavendels auf einer Kompresse ans Bett legt - aber genauso habe ich es erlebt, dass Patienten mit dem Duft des Lavendels eher noch wacher und unruhiger werden. Dies kann auf persönliche Erfahrungen, Erinnerungen und Abneigung zurückzuführen sein oder aber wenn man den Lavendel einmal aus der duftkommunikativen Sicht betrachtet - kann es sein, dass der Patient nicht einschläft, weil er noch "unerledigte" Dinge mit sich herumschleppt.
Egal warum, dieser Patient benötigt einen anderen  Duft!

Ein anderes Fallbeispiel ist die Rosengeranie - ein ätherisches Öl was sich großer Beliebtheit in der Pflege erfreut. Meist wird es in hautpflegenden Körperölen z.B. zur Intertrigoprophylaxe eingesetzt.
In der Literatur wird es außerdem bei folgenden Indikationen empfohlen: Stress, hormonelles Ungleichgewicht und Angst.
Immer wieder stelle ich in den duftkommunikativen Gesprächen fest, dass Rosengeranie aber gerade von den Pflegenden mehr als abgelehnt wird. Wenn wir das ganze nun wieder aus dieser Sicht betrachten, wissen wir, dass die Rosengeranie auch für das "KÜMMERN und SORGEN" um Andere steht! Viele dieser Pflegenden stehen so unter diesem "PFLEGEDRUCK", so dass sich ihre Nase regelrecht mit der Abneigung zur Geranie wehrt!


Rosengeranie Kopie

In einem anderen Fall, wurde durch das Riechen von Rosenholz eine schreckliche Erinnerung bei einer schwerst dementen Patientin hervorgerufen - die Pflegekraft hat einen Tropfen Rosenholz auf einen Tupfer neben das Kissen gelegt, während sie die immer wieder "Hallo-hallo"-rufende Patientin gepflegt hat. Dadurch wollte sie etwas Ruhe und eine harmonische Stimmung hervorrufen. Leider ist das Gegenteil passiert - die Patientin fing an zu weinen mit den Worten: "Mama, ich wollte das doch nicht - die haben mir weh getan - bitte Mama verzeih mir!" Aus der Biografie dieser alten Dame ging hervor, dass sie nach dem zweiten Weltkrieg vergewaltigt wurde - worüber sie aber sonst noch nie gesprochen hatte. Aus der Duftkommunikation kennt man diese Art von "Wirkung" des Rosenholzöles - und hätte es in diesem Fall nicht eingesetzt.

Auch muss man unterscheiden, ob die ätherischen Öle im "Hausgebrauch" eingesetzt werden oder bei Menschen mit psychischen Erkrankungen. Hier ist auf eine besondere Dosierung zu achten. Denn was für den gesunden Menschen eine normale Dosierung (bis 3%ig) ist, kann für einen psychischen Erkrankten die "Holzhammer"-Methode bedeuten. Hier werden die Öle meist unter 1%, manchmal sogar noch weitaus niedriger dosiert. Auch der eine Tropfen auf der Duftkompresse wird meist als unangenehm, hoch dosiert empfunden. Hier empfehle ich die Öle schon im Vorfeld auf 10%ig in Jojobawachs
herunterzumischen und davon dann einen Tropfen auf die Kompresse zu geben.

Meine Bitte an alle aromapflegerisch/-therapeutisch arbeitende Menschen:

Lasst die Nase eurer Patienten immer mit entscheiden - seid sensibel und aufmerksam im Umgang mit den ätherischen Ölen - und seid nicht enttäuscht, wenn der von euch ausgewählte und als passend empfundene Duft, von der Nase des Patienten abgelehnt wird! Im Gegenteil, es ist toll, dass ihr es bemerkt habt und den Wunsch des Patienten respektiert!

In diesem Sinne wünsche ich Euch tolle Dufterlebnisse!!!

Diese Art der Duftarbeit kann man in den wundervollen Seminaren mit Christine Lamontain erlernen (klick hier)


lamontain

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SCHULE FÜR AROMATHERAPIE UND AROMAPFLEGE 

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