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Blog



Über die Anwendung und den sicheren Umgang mit ätherischen Ölen

Kann Aromatherapie bei Neugeborenen mit Opioid-Entzug helfen?

Diese Frage stellten sich Dr. Shook und Dr. Daniel. Beide arbeiten als Ärzte in der neanatologischen Abteilung des Klinikums in Kentucky.

Als Neonatales Abstinenzsyndrom bezeichnte man man in der Medizin eine Entzugssymptomatik bei Neugeborenen drogenabhängiger Mütter. Dabei kommt es zu Tremor, Zittrigkeit, Muskelhypertonus, kurze Schlafphasen, schrillem Schreien und Symptomen des Magen-Darm-Traktes. Es ist insbesondere bei Konsum von Hartdrogen mit Atemstörungen zu rechnen. Das Auftreten von akuten Atemnotsyndromen bei diesen Säuglingen ist erhöht. (Quelle Wikipedia) Die Behandlung kann eine Opiatersatztherapie erfordern und zu langen Krankenhausaufenthalten führen.

Dr. Lori Shook und Dr. John Daniel von der Neonatologie-Abteilung des Kentucky Kinderkrankenhauses in Lexington, Kentucky erforschen die Auswirkungen der Aromatherapie bei der Behandlung des neonatalen Abstinenzsyndroms (NAS). Bestehende kleine Studien über die Verwendung von ätherischem Lavendelöl versprechen eine Verringerung einiger o.g. Symptome.

Dieses Team von Ärzten im Kentucky Kinderkrankenhaus untersucht die Wirksamkeit eines Lavendel- und Kamille-Inhalations-Patches von BioEsse zur Verbesserung von Stress und Schlaf bei Säuglingen, die sich einer Behandlung für NAS unterziehen müssen. In erster Linie sollten Ängste, Unruhe und Stress gemindert werden.

Design ohne Titel3

Dr. Shook und Dr. Daniel haben 2015 eine Pilotstudie mit positiven Ergebnissen bei der Verwendung der o.g. Aromatherapie, als eine adjunktive Behandlung für Babys gestartet. Seitdem nahmen 40 Säuglinge mit dem Neonatalen Abstinensyndromdie an der Studie teil. Die Aromatherapie wurde als komplementäre Maßnahme zu den notwendigen medizinischen Maßnahmen angewendet. 

Diese Säuglinge erhalten eine Aromatherapie, bestehend aus den ätherischen Ölen von Lavendel und Kamille, zusätzlich zur Standardpflege, die Morphin-Ersatz-Therapie, Säuglingsmassage und Musiktherapie. Die Patches der Firma BioEsse TM enthalten 50% Lavendel und 50% Kamille und geben ihren Duft über einen Zeitraum von 2-8 Stunden ab.

Die Vergleichsgruppe erhielt die gleiche Behandlung jedoch ohne die Aromatherapie Patches.

Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass Babys, die Aromatherapie erhielten,  durchschnittlich 6,4 weniger in der Klinik verbleiben mussten, als Kinder die ohne ätherische Öle behandelt wurden. Zudem berichten die Forscher von geringeren Dosierungen der erforderlichen entzugsfördernden Medikamente.

Die Wirkung der ätherischen Ölen hat auch einen wirtschaftlichen Vorteil:

Die Verkürzung der Aufenthaltsdauer eines NAS-Kindes in der Klinik reduziert aber auch ´ medizinischen Kosten. Ein Tag  Behandlung  kostet etwa
$ 5.000 für ein Baby.
Die Studie deutet darauf hin, dass Aromatherapie-Patches, bei etwa zwei Dollar pro Stück die Kosten erheblich reduzieren kann.

Die patentierten Inhalationsflecken werden in Minnesota von Bioesse Technologies hergestellt.

Ein umfangreicher Artikel zu der Studie kann hier nach gelesen werden: http://tisserandinstitute.org/addicted-from-birth/?utm_source=Tisserand+Institute&utm_campaign=18dd4051fa-EMAIL_CAMPAIGN_2017_07_26&utm_medium=email&utm_term=0_3ee447cf2f-18dd4051fa-424733649

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Hilfreicher Umgang und einfühlsame Kommunikation bei Menschen mit Demenz

Von unseren fünf Sinnen ist der Geruchssinn sicher derjenige, den den besten Eindruck der Unsterblichkeit vermittelt.
(Salvatore Dali)

Mit dem Fortschreiten einer demenziellen Erkrankung kommt es bei den Betroffenen immer mehr zu Einschränkungen in den kommunikativen Fähigkeiten wie auch in den Alltagskompetenzen.
Persönliche Bedürfnisse, Ängste, Gefühle der Überforderung wie häufig auch Schmerzen des Erkrankten können nicht mehr verbal mitgeteilt werden, sondern finden ihren Ausdruck  in einem veränderten Verhalten.  
Dieses kann sich in abwehrenden, agitierten oder auch als aggressiv bezeichneten Verhaltensweisen äußern und das Miteinander im Pflegealltag stark belasten. 
Das gezeigte herausfordernde Verhalten der Patienten führt  in stationären Einrichtungen  oft zum Einsatz von Psychopharmaka.

Doch gerade diese Patientengruppe reagiert sehr sensibel auf den Einsatz von Neuroleptika, ernste gesundheitliche Beeinträchtigungen können die Folge sein.  
Aber was lässt sich im Gegenzug tun? 
Die Aromapflege und ihre Arbeit mit ätherischen Ölen findet in der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz immer mehr Beachtung. 
Studien und Erfahrungsberichte können heute bestätigen, dass der Einsatz unterschiedlicher pflegerischer Aromaanwendungen bei Unruhe und Erregtheit sehr positiven Einfluss auf die psychische Befindlichkeit des demenzerkrankten Menschen nimmt und zu deutlich mehr Wohlbefinden und seelischer Entspannung beiträgt.
(Text Eva Maria Anslinger)


anslinger

Eine einfühlsame Kommunikation auf Augenhöhe bei Menschen mit Demenz, kann den Alltag sowohl in der häuslichen, als auch in der stationären Pflege einfacher machen. Solche Gespräche können einen erblüffenden Wirkung erzielen, denn es ist gar nicht so einfach den richtigen Zugang zu Menschen mit einer demenziellen Erkrankung zu finden.

Wenn der Vater die eigene Tochter nicht mehr erkennt, nicht mehr zeitlich und örtlich orientiert ist, Angehörige des Diebstahls bezichtigt ist es schwierig die richtigen Worte zu finden, damit die Situation nicht eskaliert.

Wertschätzendes Verhalten und eine sensible Kommunikation ermöglicht einen Zugang zu Menschen mit Demenz. Wir Gesunde können nicht erwarten, dass der an Demenz erkrankte Mensch uns versteht, vielmehr müssen wir uns in seine derzeitige Situation versetzen um ihn und sein Verhalten besser zu verstehen und um damit umgehen zu können.

Sowohl Pflegende, als auch Angehörige können in diesem 2-tägigen Workshop viel über die einfühlsame Kommunikation erfahren und in Übungsbeispielen erlernen. Auch die Aromapflege bietet sowohl den Pflegenden, als auch den an Demenz erkrankten Menschen eine Vielzahl an Möglichkeiten um in Kommunikation zu treten.

Inhalte

  • Grundlagen und Grundprinzipien für einen wertschätzenden Umgang
  • Non-verbale Kommunikation bei Menschen mit Demenz
  • Die gute Kontaktaufnahme am Krankenbett /Aspekte von Vertrauen und Sicherheit
  • Richtig Kommunizieren bei altersbedingtenEinschränkungen und Erkrankungen der Sinnesorgane
  • Die Bedeutung generationsspezifischer Prägungen für den kommunikativen Umgang in der Pflege
  • Verstehender Umgang bei Realitätsverlusten des Patienten
  • Einfühlsam Kommunizieren mit anderen Erlebenswirklichkeiten

Anwendungen aus der Aromapflege

  • Duftbiografie/ Duftanker setzen
  • Hilfen bei Hilfen bei Unruhe, Erregtheit, Wut,
  • Hilfen bei Angst und Ängstlichkeit
  • Hilfen bei Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen, Traurigkeit
  • Einreibungen, Auflagen, Duftkompressen,
  • Teilbäder wie Hand- und Fußbäder
  • Hilfen aus der MediAkupressur ®

Anmeldung (klick hier)

Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass die Arbeit für Pflegende mit demenziell Erkrankten Menschen nicht nur als Belastung, sondern auch als Bereicherung empfunden werden kann, das Pflegende besser das Verhalten von diesen Patienten verstehen und damit umgehen können, dass für alle am Pflegeprozess Beteiligten (Patienten, Angehörige, Pflegende) ein Gefühl von gegenseitigem Vertrauen und Verstehen gibt.

 

Teil des Pflegekonzeptes bei alten und demenziell Erkrankten Menschen


Alte Menschen leiden oft unter vielen unterschiedlichen Erkrankungen oder auch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität), bekommen viele unterschiedliche Medikamente (Polymedikation) und sind durch vorhandene funktionelle Einschränkungen belastet. Gerade dadurch treten nicht-medikamentöse Therapien bei Demenz Erkrankten immer öfter in den Vordergrund. Die Wirkung der Aromatherapie konnte in einigen Studien belegt werden z.B.:

  •  Mit dem Einreiben von verdünntem Melissenöl konnte in einer placebokontrollierten Studie an 72 Menschen mit schwerer Demenz gezeigt werden, dass bei 60% der Patienten nach vier Wochen dieser Anwendung auf Gesicht und Arme eine 30%ige Verbesserung der Unruhezustände zu verzeichnen war.       
    [Ballard, C.G.; O'Brien, J.T.; Reichelt, K., Perry, E.K.: Aromatherapy as a safe and effective treatment for the management of agitation in severe dementia: the results of a double-blind, placebo-controlled trial with Melissa. in J Clin Psychiatry. 63/7, Juli 2002].
  •  Bei Senioren, mit Schlafmedikation wurde der Schlaf untersucht. Danach beobachtete man, wie sie ohne die  Medikamente schliefen->schlecht, anschließend inhalierten sie mit Lavendelöl. Der Schlaf war wieder genau so gut wie mit den Schlafmedikamenten.
    [Hardy M, Kirk-Smith M, Strech D: Replacement of drug treatment for insomnia by ambient odour. Lancet 346:701· 1995]

Zu häufig verabreichten Medikamenten bei alten Menschen zählen Benzoediazepine, diese werden eingesetzt als Antidepressiva, Neuroleptika und bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen. Sie haben jedoch erhebliche Nebenwirkungen, z.B. unterdrücken sie die Tiefschlafphase, was wiederum verhindert, dass der Schlaf als erholsam  empfunden wird. Daraus resultiert, das der Patient sich müde fühlt, traurig (depressive Verstimmungen) ist, Schwindelgefühle können auftreten, diese wiederum begünstigen das Sturzrisiko .........

Gerade bei Schlafstörungen bietet uns die Aromatherapie so viele komplementäre Möglichkeiten der Unterstützung. In einem von mir betreuten Pflegeheim in Andernach berichteten mir die Pflegekräfte bei der letzten Schulung, von tollen Erfolgen mit Lavendel-Waschungen, Einreibungen und warmen Handwickeln. Bei einer Bewohnerin wurde die Schlafmedikation vom Hausarzt sogar abgesetzt. Die Bewohnerin nimmt wieder am Leben teil, fühlt sich ausgeschlafen und ausgeglichen.

Lavandula angustifolia zählt zu den besterforschsten ätherischen Ölen.
Ätherische Öle, welche Ester, Linalool (Monoterpenalkohol) oder Sesquiterpenverbindungen enthalten wirken ent-spannend, beruhigend und schlaffördernd (uvm.). Sie können als Badezusatz, Einreibung oder Inhalation angewendet werden und das (bei richtiger Dosierung) ganz ohne Nebenwirkungen!

5 Kopie

Pflegeöl bei Schlafstörungen:
50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
4 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
3 Tropfen Narde (Nardostachys jatamansi)
2 Tropfen Majoran (Origanum majorana)

3 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)

Sinnesbiographie

Bei immer mehr demenziell erkrankten Menschen in Deutschland werden in den Alten- und Pflegeheimen immer mehr Angebote geschaffen, um den Menschen ihre Würde und ihre Selbständigkeit so lange als möglich zu erhalten und zu verbessern.

Mit den ätherischen Ölen haben Pflegekräfte eine wundervolle Möglichkeit die Erkrankten auf "sinnliche" Weise vielfältig zu "berühren".
Das Leben der Bewohner besteht nicht nur aus ihrer Akte und Pflegeplanung, aus Daten und Fakten, die Vergangenheit wird oftmals erst wieder lebendig durch die verschiedensten Sinneseindrücke.

Zu einem der wichtigsten Sinneseindrücke gehört das Riechen, denn in unserem "Riechhirn" dem limbischen System, werden alle "Geruchserinnerungen" gespeichert. So kommt es auch, dass wir z.B. beim Geruch von Zimt, Mandarine, Vanille & Co. unweigerlich an die Weihnachtszeit erinnert werden. Viele Kindheitserinnerungen werden geweckt und ein wohliges Gefühl ausgelöst.
Umgekehrt kann es sein, dass der Duft von Lavendel uns an die Seife der ungeliebten Tante erinnert, die bei jedem Besuch ein Küsschen wollte.......

Biographiearbeit in Verbindung mit ätherischen Ölen - duftende Erinnerungen

... Nichts ist drinnen, nichts ist draußen: Denn was innen, das ist außen. So ergreifet ohne Säumnis Heilig öffentlich Geheimnis... (J.W. Goethe)

Naturreine ätherische Öle wirken auch, wenn sie nicht bewusst wahrgenommen werden: Prof. Hildebert Wagner (Direktor des Instituts für pharmazeutische Biologie an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität) wies in Versuchen mit gesunden Personen und Probanden ohne
Geruchssinn (Anosmie) nach, dass z.B.  durch Einatmen von Rosmarinöl bei beiden Gruppierungen die Durchblutung des Gehirns gesteigert wurde.

Im Rahmen der Aromapflege bei demenziell Erkrankten ist eine „gute“ Biographie Arbeit durchaus sinnvoll – hierbei kann herausgefunden werden, welche Gerüche der Patient besonders gerne gerochen, bzw. welche er abgelehnt hat. Diese Kenntniss

e können im Rahmen der Pflegeplanung mit einbezogen werden. Dadurch kann auch die Stimmung des Patienten positiv beeinflusst werden.

Anwendungsmöglichkeiten bei:
    •   Ängsten
    •   Unruhe
    •   Schlafstörungen
    •   Herausforderndes Verhalten
    •   zur Steigerung des Wohlbefindens
    •   als Duftanker -> in Verbindung z.B. mit Basaler Stimulation oder der Duftkommunikation
    •   in der Sterbebegleitung

Handbäder

die „einfache“ alternative zu aufwendigen Fußbädern
Durchführung: einfach  

Zeitaufwand: mäßig 
aktivierend: Rosmarin cineol, Lavandin, Pfefferminze, Wacholderbeere
beruhigend: Lavendel fein, Rose, Rosengeranie, Kamille römisch, Palmarosa, Neroli 10 %,
Melisse 10 %
erwärmend: Ingwer, Benzoe, Tonkaextrakt, Vanilleextrakt
stärkend: Zeder, Narde Vetiver, Patchouli, Angelikawurzel

Folie2

Kompressen
    •    zur Schlafförderung mit Lavendel fein, Melisse 10 %, Rose, Petit Grain
    •    bei Ängsten und Unruhe mit Melisse 10 %, Lavendel fein, Kamille römisch, Neroli 10 %
  

Rezeptur für eine Ölkompresse bei Unruhe
1 Eßl. Pflanzenöl (z.B. Johanniskrautöl)
2 gtt. Melisse 10 % (Melissa officinalis)
1 gtt. Neroli 10 % (Citrus aurantium ssp aurantium)

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Ängste & Co.

Heute unterrichtet die wunderbare Jeanine Jung in meinem Seminarhaus das Thema "kleine Kugel - GROßE Wirkung; die homöopathische Hausapotheke" (klick hier). Jeanine ist Heilpraktikerin mit eigener Praxis. Zu ihren Fähigkeiten zählt auch die Akupunktur. Da ich schon seit einiger Zeit wieder starke Schmerzen im Nackenschulterbereich habe, hat sie mir angeboten mir ein paar Nadeln zu "setzen". HA - ich und Nadeln.....das ist so eine Geschichte für sich. Anhand meiner Ängstlichkeit und meiner Reaktion, konnte sie nun auch noch meinen "homöopathischen Typen" bestimmen, bleibt aber mein Geheimnis ;-)

Die anderen Seminarteilnehmer waren über meine wirklich große Angst vor den Nadeln und meiner Reaktion doch sehr belustigt - ist ja auch seltsam wenn ein erwachsener Mensch "sich so anstellt".

Aber ich glaube ähnliche unsinnige Ängste plagen doch so einige von uns, oder?

Angstgefühle beginnen schon im Kindesalter mit der Angst z.B. vor Hunden, der Angst vorm Hinfallen, der Angst vorm Alleinsein usw. und gehen bis zu unserem Lebensende mit der Angst vor dem Sterben.

Für diese alltäglichen "ängstlichen" Gefühle können ätherische Öle hilfreiche Begleiter sein. Wie schon oft beschrieben gehen Düfte direkt ins limbische System, welches auch als Duftgedächtnis beschrieben wird. Dort werden bestimmte Botenstoffe wie z.B. Serotonin, Encephalin, Adrenalin usw. ausgeschüttet, welche direkten Einfluss auf unsere Emotionen haben.
Auch die "normalen" Angstgefühle jedes Menschen können bestimmte Symptome vor dem mit der Angst besetzten Ereigniss, auslösen:

  • Herzrasen
  • Muskelverspannungen
  • Schlafstörungen
  • Unruhe
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • der  Situation aus dem Weg gehen - davonlaufen

Nicht selten führen diese Gefühle zu großem Stress bei den Betroffenen.

Wusstest du dass

Ängste bei Kindern können mit dem Einsatz ätherischer Öle in der Duftlampe, im Bad, im Massageöl oder als Parfum in einem kleinen Roll on sehr hilfreich sein:

  • Mandarine rot (Citrus reticulata) - beruhigend
  • Melisse (Melissa officinalis) - beruhigend, angstlösend
  • Neroli (Citrus aurantium) - auch als Notfallöl (aromatische Rescue Tropfen) bekannt
  • Benzoe (Styrax benzoe) - einhüllend, vermittelt Geborgenheit
  • Tonka (Dipteryx odorata) - s.Benzoe
  • Vanille (Vanilla planifolia) - s. Benzoe
  • Lavendel (Lavandula angustifolia/vera) - beruhigend, schlaffördernd
  • Kamille römisch (Anthemis nobilis) - beruhigend
  • Zeder (Cedrus atlantica) - stärkend, mutmachend
  • Bergamotteminze (Mentha citrata) - ausgleichend auf das ZNS

Hierzu sollte sich das Kind zwei der genannten Öle aussuchen, welche es am liebsten mag.

Mutöl für Kinder (z.B. bei Schulwechsel, bei Trennungsängsten usw.)
50 ml Johanniskrautöl (im Sommer ein anderes Basisöl verwenden)
2 Tropfen Zeder
4 Tropfen Mandarine rot
2 Tropfen Vanille
2 Tropfen Neroli

Nun noch ein paar Beispiele alltäglicher Ängste:

Prüfungsangst
Meist beginnt diese Form der Angst Tage, manchmal sogar Wochen vor dem eigentlichen Prüfungstermin. Es kommt zu Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen beim Lernen, Durchfällen uvm.
Hier haben sich folgende ätherische Öle bewährt:

  • Lavendel (Lavandula angustifolia/vera) - beruhigend, ausgleichend, schlaffördernd
  • Melisse (Melissa officinalis) - angstlösend, beruhigend
  • Zeder (Cedrus atlantica) - stärkend, mutmachend
  • Basilikum (Ocimum basilicum) ct. Linalool - angstlösend, blutdrucksenkend, ausgleichend auf das ZNS
  • Kamille römisch (Anthemis nobilis) - beruhigend
  • Neroli (Citrus aurantium) - blutdrucksenkend, nervenberuhigend
  • Petit Grain (Citrus aurantium ssp. aurantium) - nervenberuhigend, stressregulierend
  • Bergamotte (Citrus aurantium ssp. bergamia) - beruhigend, antidepressiv, ausgleichend auf die Psyche
  • Weihrauch (Boswellia sacra) - beruhigend
  • Majoran (Origanum majorana) - wirkt stark auf den Parasympathikus (dieser ist zuständig für Ruhe, Ausgeglichenheit usw.), blutdrucksenkend
  • Zypresse (Cupressus sempervirens) - zentrierend, neurotonisch
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ct. Cineol - konzentrationsfördernd, neurotonisch

Duftlampe "Konzentration"
5 Tropfen Zitrone
2 Tropfen Rosmarin cineol
2 Tropfen Lavandin super

Körperöl 
50 Johanniskrautöl
3 Tr. Zeder
3 Tr. Lavendel fein
2 Tr. Zypresse
4 Tr. Bergamotte

Riechfläschchen zur Prüfung
4 Tr. Neroli
2 Tr. Kamille römisch
4 Tr. Bergamotte
2 Tr. Petit Grain
1 Tr. Zypresse
2 Tr. Melisse

Flugangst
Hier können alle oben genannten Öle zum Einsatz kommen, zusätzlich bei Übelkeit kann noch Zitrone (Citrus limonum), Pfefferminze (Mentha piperita) und Ingwer (Zingiber officinalis) dazu gemischt werden.

Riechfläschchen bei Flugangst
4 Tr. Neroli
3 Tr. Zeder
3 Tr. Bergamotte
2 Tr. Lavendel fein
2 Tr. Petit Grain
4 Tr. Zitrone 
1 Tr. Pfefferminze 


Ängste entstehen auch vor Operationen, hier hat man sogar festgestellt, dass es  Sinn macht, das Bett des Patienten, in dem er vor der OP lag, neu zu beziehen, bevor er nach der Operation wieder in dieses gelegt wird. Der Schweiß nimmt durch die Angst einen anderen Geruch an und dieser (Angstschweiß) könnte sich negativ auf die Psyche und den Heilungsverlauf auswirken. 
Vor der Operation kann man den Patienten Ölläppchen zum riechen anbieten mit Lavendel fein oder Kamille römisch und bei Kindern auch gerne Mandarine rot.

Neroli

"Das Seelenwasser" - Nerolihydrolat

eins meiner wichtigsten und am häufigsten angewendeten Hydrolaten, bei allen seelischen Schieflagen, bei Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit, Nervosität und Schock, oder einfach weil es schön duftet!
In der Aromapflege kann es als eine tolle Alternative zum recht kostspieligen ätherischen Neroliöl z.B. vor chirugischen oder diagnostischen Eingriffen, als Körperspray, Raumspray, in der Duftlampe oder als Kompresse genutzt werden.
Gerade für Kinder empfehle ich dieses Hydrolat viel lieber als das ätherische Öl, da es ganz sanft Ängste, Unruhe und Blockaden lösen kann. Kinder benötigen immer eine viel geringere Dosierung als Erwachsene gerade wenn es um seelische Probleme geht. Hier dosiere ich selbst bei etwas größeren Kindern die ätherischen Öle bei maximal 0,4 - 0,5 %.

Angst bei Atmennot

1 Tropfen Weihrauch (Boswellia sacra) auf eine Kompresse und dem Patienten zum Riechen anbieten

sollte der Weihrauch zu heftig sein, kann zusätzlich ein Tropfen Orangenöl dazugetropft werden.

 

Zahnarztangst

"Angstfrei"
15 Tropfen Blutorange
3 Tropfen Kamille römisch
4 Tropfen Lavendel fein

5 Tropfen der Mischung in die Duftlampe oder 1-2 Tropfen auf eine Kompresse zum riechen.

Studie Zahnarztangst

In einer Studie an 200 Patienten im Alter zwischen 18 und 77 Jahren (zur Hälfte Frauen und zur Hälfte Männer), welche sich einer Zahnbehandlung unterziehen mussten, hat man den Einfluss der ätherischen Öle von Lavendel und Orange untersucht. Die Raumbeduftung wurde im Wartezimmer eingesetzt, die Patienten, welche dem Duft der beiden ätherischen Öle ausgesetzt waren, hatten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Dufteinfluss weniger Angst, eine bessere Stimmung und fühlten sich wesentlich entspannter. Die Patientengruppe mit Entspannungsmusik fühlte sich zwar entspannter als die Kontrollgruppe, aber schlechter als die Duftgruppe. (Lehrner et al. 2005)

Weitere interessante Fakten zum Thema Angst gibt es in unserem Seminar: "Ätherische Öle bei Angst & Schmerz" (klick hier)

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Der "Nimm-Mich-Duft"

Zwei Tage Basisseminar sind eben zu Ende gegangen. 14 Teilnehmerinnen haben mir zwei Tage sehr aufmerksam zugehört und konnten selbst erleben, wie ätherische Öle auf sie selbst, wie auch auf andere wirken. So gab es bei der "Blindverkostung der Öle" wie eine Seminarteilnehmerin unsere Riechübung nannte, erstaunte Blicke bei den jeweiligen Beschreibungen des gerochenen Duftes. Wurde der Duft von der Melisse von einigen Teilnehmerinnen als zitronig, frisch, hell und klar bezeichnet, so äußerte sich eine andere mit den Worten "Das riecht nach Klostein" oder "der Duft erdrückt mich, ist dunkel und bedrohlich".

Am Ende dieser Übung waren sich alle einig, es braucht einen sehr sensiblen Umgang in der Auswahl der Düfte, insbesondere wenn es sich um z.T. schwerkranke Menschen handelt. Einfach einen Duft auszuwählen den "ICH" als passend erachte, kann dem Patienten vielleicht gar nicht gefallen, geschweige ihm dann "gut" tun.

Bei einer Teilnehmerin ist mir aufgefallen, dass Sie Düfte, die nach der Duftkreismethode im zweiten Qadranten stehen, so gar nicht mochte, sie reagierte fast grimmig und war sehr unruhig.

Heute bot ich ihr, nachdem sie mich fragte, was bei seelischem Herzschmerz passen würde, dann ganz spontan den Rosmarin cineol an - was dann geschah hätte ich filmen müssen, selbst die anderen Teilnehmerinnen konnten es kaum glauben. Sie richtete sich im Stuhl auf, fing an über beide Backen zu grinsen, was anschließend in einem lauten Lachen endete. Sie konnte den Duftstreifen gar nicht mehr von ihrer Nase nehmen und sagte mir: "Das ist er - mein "Nimm-mich-Duft"

Ich selbst war wieder einmal so sehr beeindruckt, wie Düfte uns aufrichten und uns hilfreich stützen können.

IMG 2793

Zu diesem Thema hatte ich vor einiger Zeit schon einmal einen Artikel geschrieben:

Ätherische Öle sind in erster Linie einmal sogenannte Riechstoffe. Sie als Duftstoffe zu bezeichnen wäre schon vermessen, da auch ihr Duft eine individuelle Wahrnehmung ist. So riecht zum Beispiel Frau Müller Rosengeranie gerne und Frau Meier rümpft angewiedert die Nase! Würde man beide nun Fragen wie ihnen der Geruch der Rosengeranie gefällt, würde Frau Müller vermutlich antworten: "Oh schön, den mag ich!", jedoch Frau Meier würde sich eher so äußern: "Igitt, das riecht ja wie vermodertes Rosenöl!" So oder so ähnlich erlebe ich es tagtäglich in meiner Arbeit mit meinen Aromapflege-Schülern. Jeder hat seine ganz eigene Wahrnehmung, sein eigenes Sinnes- und Geruchserlebnis und oft seine ganz eigenen Erinnerungen zu dem Duft.

Gerade die psychische Wirkung der ätherischen Öle auf uns Menschen ist sehr unterschiedlich. Klar gibt es in der Literatur zu jedem einzelnen Öl eine Reihe an Empfehlungen für die psychischen Befindlichkeiten. Angefangen über die Angst bis hin zu Schlafstörungen und Depressionen.

Solche Empfehlungen sind wichtig und treffen auch in vielen Fällen zu, aber.......

Dieses große ABER möchte ich gerne etwas näher erläutern, denn immer wieder werde ich gefragt, welche Öle kann ich bei Schlafstörungen, bei Angst, bei Unruhe oder sogar im psychiatrischen Bereich einsetzen. Darauf gibt es leider keine pauschale Antwort! Entscheidend ist hier immer die Nase der Person, für welche ich das Öl einsetzen möchte - und die Nase sagt uns mehr als wir manchmal glauben und auch realisieren können.

So kann es sein, dass ein unruhiger, schlafloser Patient wunderbar einschlafen kann, wenn man ihm den Duft des Lavendels auf einer Kompresse ans Bett legt - aber genauso habe ich es erlebt, dass Patienten mit dem Duft des Lavendels eher noch wacher und unruhiger werden. Dies kann auf persönliche Erfahrungen, Erinnerungen und Abneigung zurückzuführen sein oder aber wenn man den Lavendel einmal aus der duftkommunikativen Sicht betrachtet - kann es sein, dass der Patient nicht einschläft, weil er noch "unerledigte" Dinge mit sich herumschleppt.
Egal warum, dieser Patient benötigt einen anderen  Duft!

Ein anderes Fallbeispiel ist die Rosengeranie - ein ätherisches Öl was sich großer Beliebtheit in der Pflege erfreut. Meist wird es in hautpflegenden Körperölen z.B. zur Intertrigoprophylaxe eingesetzt.
In der Literatur wird es außerdem bei folgenden Indikationen empfohlen: Stress, hormonelles Ungleichgewicht und Angst.
Immer wieder stelle ich in den duftkommunikativen Gesprächen fest, dass Rosengeranie aber gerade von den Pflegenden mehr als abgelehnt wird. Wenn wir das ganze nun wieder aus dieser Sicht betrachten, wissen wir, dass die Rosengeranie auch für das "KÜMMERN und SORGEN" um Andere steht! Viele dieser Pflegenden stehen so unter diesem "PFLEGEDRUCK", so dass sich ihre Nase regelrecht mit der Abneigung zur Geranie wehrt!


Rosengeranie Kopie

In einem anderen Fall, wurde durch das Riechen von Rosenholz eine schreckliche Erinnerung bei einer schwerst dementen Patientin hervorgerufen - die Pflegekraft hat einen Tropfen Rosenholz auf einen Tupfer neben das Kissen gelegt, während sie die immer wieder "Hallo-hallo"-rufende Patientin gepflegt hat. Dadurch wollte sie etwas Ruhe und eine harmonische Stimmung hervorrufen. Leider ist das Gegenteil passiert - die Patientin fing an zu weinen mit den Worten: "Mama, ich wollte das doch nicht - die haben mir weh getan - bitte Mama verzeih mir!" Aus der Biografie dieser alten Dame ging hervor, dass sie nach dem zweiten Weltkrieg vergewaltigt wurde - worüber sie aber sonst noch nie gesprochen hatte. Aus der Duftkommunikation kennt man diese Art von "Wirkung" des Rosenholzöles - und hätte es in diesem Fall nicht eingesetzt.

Auch muss man unterscheiden, ob die ätherischen Öle im "Hausgebrauch" eingesetzt werden oder bei Menschen mit psychischen Erkrankungen. Hier ist auf eine besondere Dosierung zu achten. Denn was für den gesunden Menschen eine normale Dosierung (bis 3%ig) ist, kann für einen psychischen Erkrankten die "Holzhammer"-Methode bedeuten. Hier werden die Öle meist unter 1%, manchmal sogar noch weitaus niedriger dosiert. Auch der eine Tropfen auf der Duftkompresse wird meist als unangenehm, hoch dosiert empfunden. Hier empfehle ich die Öle schon im Vorfeld auf 10%ig in Jojobawachs
herunterzumischen und davon dann einen Tropfen auf die Kompresse zu geben.

Meine Bitte an alle aromapflegerisch/-therapeutisch arbeitende Menschen:

Lasst die Nase eurer Patienten immer mit entscheiden - seid sensibel und aufmerksam im Umgang mit den ätherischen Ölen - und seid nicht enttäuscht, wenn der von euch ausgewählte und als passend empfundene Duft, von der Nase des Patienten abgelehnt wird! Im Gegenteil, es ist toll, dass ihr es bemerkt habt und den Wunsch des Patienten respektiert!

In diesem Sinne wünsche ich Euch tolle Dufterlebnisse!!!

Diese Art der Duftarbeit kann man in den wundervollen Seminaren mit Christine Lamontain erlernen (klick hier)


lamontain

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Dufte Fastenzeit - wie ätherische Öle das Fasten unterstützen können

Dufte Fastenzeit mit atherischen Olen

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" (Hermann Hesse)

Am Aschermittwoch hat für viele Menschen die Fastenzeit begonnen (das Wort kommt vom althochdt. fastēn, das ursprünglich bedeutet „(an den Geboten der Enthaltsamkeit) festhalten“, vgl. auch gotisch fastan „(fest)halten, beobachten, bewachen“ siehe Wikipedia)

Nach den Wintermonaten, werden nun die Tage wieder länger und ich freue mich über die ersten richtig warmen Sonnenstrahlen und das erste wundervolle helle Grün in der Natur.

Die ersten Gänseblümchen strecken ihre Blüten in Richtung Sonne und erfreuen mein Gemüt. Meine Ur-Oma die fast 100 Jahre alt wurde, hat jeden Tag ein Gänseblümchen gegessen!

Viele Frühlingskräuter können die Fastenzeit durch ihre entschlackende und blutreinigende Wirkung unterstützen. Ein Tee aus Brennnessel, Löwenzahn, Gänseblümchen und Pfefferminze wirkt entschlackend, erfrischend und blutreinigend. Ein frischer Wiesensalat aus Löwenzahnblättern mit gekochtem Ei und Gänseblümchen verziehrt ist ein wahrer Gaumenschmaus.

Auch unser Körper erlebt nun den "Frühling" die Haut und der Stoffwechsel stellen sich um. Die Lebensgeister werden wieder neu geweckt. Obwohl wir vor Tatendrang, Ideen und Glücksgefühlen fast überlaufen, quält fast jeden zweiten Menschen die "Frühjahrsmüdigkeit". Wir bemerken eine große Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Schlappheit und ständiges Gähnen.

Diese Abgeschlagenheit kommt daher, dass wir den größten Teil des Winters in geschlossenen Räumen verbringen, unser Körper leidet unter Sauerstoffmangel und ausreichender Bewegung. Für die Umstellung des Tag-/Nachtrhythmusses braucht es ein wenig Zeit.

Rosmarin Rosmarinus officinalis

Die beiden Botenstoffe Serotonin und Melatonin sind an diesem Vorgang maßgeblich beteiligt.

Jetzt ist es wichtig unserem Körper viel Bewegung an der frischen Luft zu geben, durch den frischen Sauerstoff bringen wir Bewegung in jede einzelne Körperzelle.
Außerdem sollten wir unsere Haut pflegen, denn unsere Haut ist wie bereits Alfred Vogel in seinem Buch «Die Nahrung als Heilfaktor» schrieb:


  • ein Regulator für thermische Reize
  • ein Ausscheidungsorgan, welches Giftstoffe aus unserem Körper abtransportiert
  • ein Verdauungsorgan, denn sie kann z.B. ätherische Öle aufnehmen und sie unserem Körper auf diese Art "zuführen"
  • ein Schutzmantel, denn sie kann durch ihren Säureschutzmantel z.B. Bakterien abwehren

Viele Menschen starten mit Entschlackungs- und/oder Fastenkuren in den Frühling, diese können wir aromatherapeutisch unterstützen, in dem wir z.B. unsere Haut mit Körperölen pflegen die den Stoffwechsel und die Entschlackung anregen:

Körperöl "Frühlingsfit"
50 ml Sesamöl
5 Tropfen Wachholderbeere => entschlackend, lymphanregend, hautregenerierend
6 Tropfen Grapefruit => regt den Hautstoffwechsel an, durchblutungsfördernd, belebend
3 Tropfen Zypresse => adstringierend (zusammenziehend), entstauend
4 Tropfen Zeder => regulierend auf die Fettzellen, lymphotonisch

Entschlackungsbad
500 g grobes Meersalz
10 Tropfen Wachholderbeere
5 Tropfen Grapefruit
5 Tropfen Zitrone
8 Tropfen Zeder
4 Tropfen Rosmarin cineol
6 Tropfen Zypresse
von dieser Mischung ca. 5 Eßl pro Vollbad nehmen


Aromatisches Mineralwasser
1 Flasche Mineralwasser (mit Kohlensäure)
1 Tropfen Zitrone, Grapefruit oder Limette

schmeckt erfrischend und fördert die Ausscheidung über Niere und Leber....
Lebensmittelöle gibt es bei Ingeborg Wäschenbach

Menschen die  Fasten ohne feste Nahrung  oder auf Zucker und Süßes verzichten, werden in den ersten Tagen von einem unerklärlichen Heißhunger gequält; auch hier hat die Aromatherapie uns tolle Öle zu bieten: 
Vanilleextrakt, Tonkaextrakt, Kakaoextrakt kombiniert z.B. mit Grapefruit und Orange.

Riechfläschlein "Süße Wonnen"
1 ml Tonkaextrakt
1 ml Vanilleextrakt
0,5 ml Kakaoextrakt
1 ml Grapefruit
1 ml Blutorange


schnuppern Sie einfach bei Bedarf, sprich Lust auf Süßes an dem Fläschlein, oder kleben sich einen Filzaufkleber (z.B. die für unter die Stühle) auf die Kleidung.

 


Duftspray (auch als Bodysplash)
50 ml Wodtka
15 Tropfen der Mischung "Süße Wonnen"


Durch die Anwendung dieser "süßen" Düfte werden z.B. Serotonin und auch Endorphine ausgeschüttet, diese erzeugen ein Glücksgefühl und heben unsere Stimmung.
Gerade der Serotoninspiegel fällt um die Mittagszeit extrem ab, was zum sogenannten "Elf-Uhr-Loch" Gefühl führt, ausserdem steigt der Hunger auf Süßes, weil hierdurch unser Blutzuckerspiegel erhöht wird und wir wieder mehr Energie haben. Leider hält gerade die Zufuhr von Zucker in Süßigkeiten, süßen Getränken usw. den Blutzuckerspiegel nicht lange oben und wir bekommen wieder Hunger.


Also einfach mal "süße Wonnen" schnuppern!

Sollte die Versuchung aber dennoch einmal groß werden können uns auch ätherische Öle wie z.B. Zeder (Cedrus atlantica) oder Zypresse (Cupressus sempervirens) unterstützende Begleiter sein.
Die Zeder wirkt zusätzlich psychisch stabilisierend und die Zypresse lässt uns auf das Wesentliche konzentrieren.

Auch sollte man während der Fastenzeit auf gute Pflanzenöle zurückgreifen, diese können auch in Smoothies, Müslis uvm. Verwendung finden.

Besonders gerne benutze ich derzeit das Kokosfett - es ist leicht verdaulich (gut auch bei Fettverwertungsstörungen, da für seine Verdauung keine fettspaltenden Enzyme und Gallenflüssigkeit benötigt werden), bekömmlich, hoch erhitzbar, riecht und schmeckt einfach köstlich, kurbelt den Stoffwechsel an.

An dieser Stelle möchte ich auch  nochmal auf das Buch von Dr. Mary Newport, deren Mann Steve mit 59 Jahren an Alzheimer erkrankte hinweisen. Sein Krankheitsverlauf verlief sehr schwer und schnell, innerhalb kürzester Zeit konnte er sich nicht mehr daran erinnern welche Jahreszeit, welcher Monat oder welches Jahr wir hatten.
Selbst der häufig bei Alzheimer Patienten angewandte "Uhrentest", bei dem die Patienten aufgefordert werden eine Uhr zu zeichnen, zeigte sehr deutlich, dass die Erkrankung schon sehr weit fortgeschritten war.

Zitat: "Er zeichnete nur Kreise und einige Zahlen in einem sehr zufälligen Muster, was nicht im geringsten wie eine Uhr aussah." erklärt seine Frau und Ärztin, Dr. Mary Newport, in einem Interview.

Sie selbst wollte diese Erkrankung und die Schwere des Verlaufs so nicht hinnehmen und begab sich auf die  Suche nach Medikamenten und Therapien. Dabei stieß sie schon fast zufällig auf Dr. Veech und seine Forschungen, dass bestimmte Ketone sich positiv bei Alzheimer- und Parkinsonpatienten auswirken können.
Diese Ketone können jedoch auch direkt aus bestimmten Fetten aus der Nahrung produziert werden - den so genannten mittelkettigen Triglyceriden (MCTs). Diese  kommen in der Natur vor allem in nicht gehärtetem, nativem Kokosöl vor.
Nun begann eine interessante "Reise" für Steve und Mary Newport.

Dr. Newport hat all diese Erfahrungen und Erkenntnisse in einem Buch niedergeschrieben, welches seit April 2012 auch in einer deutschen Fassung zu kaufen gibt. (klick hier)


Hier eine einfache Frucht-Smoothie Rezeptur

1 Handvoll tiefgeforener Beeren
200 ml Reis-Kokosmilch
1 Teelöffel Sanddornfruschtfleischöl (alternativ 1 TL. Leinöl oder Kokosöl)
2 Tropfen Vanilleextrakt
1 Tropfen Zedrat-Zitronenöl

Duftlampenmischungen bei Müdigkeit und Konzentrationsschwäche:
Aktiv
2 Tropfen Rosmarin cineol
6 Tropfen Ur-Zitrone (Zedrat)
1 Tropfen Zypresse


Konzentration
2 Tropfen Lemongrass
1 Tropfen Spearmint
2 Tropfen Lavandin
3 Tropfen Grapefruit


Körperöl für einen erholsamen Schlaf
50 ml Johanniskrautöl
3 Tropfen Hopfen CO2
4 Tropfen Mandarine rot
3 Tropfen Lavendel fein
1 Tropfen Narde


Das Frühjahr hat noch eine besonders schöne "Nebenwirkung" auf uns Menschen und auch viele andere Lebewesen, nämlich die "Frühlingsgefühle".......plötzlich hat man Schmetterlinge im Bauch, man ist euphorisch und voller neuer Lebensgeister....


Massageöl "Schmetterlinge"
50 ml Mandelöl
3 Tropfen Ylang-Ylang komplett
4 Tropfen Mandarine rot
1 Tropfen Jasmin
1 Tropfen Muskatellersalbei


Liebesbad
1/2 Becher Sahne
3 Tr. Ylang-Ylang
6 Tr. Vanille
2 Tr. Fenchel


Nun wünsche ich Euch einen guten Start in den Frühling!!!

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