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Aromatherapie

Unter dem Begriff „Aromatherapie“ versteht man die therapeutische Anwendung ätherischer Öle zur Linderung von Krankheiten oder zur Steigerung des Wohlbefindens auf therapeutischer Ebene. Dies ist in Deutschland nur Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten.

Ätherische Öle werden aus Pflanzen und Pflanzenteilen auf unterschiedliche Art gewonnen. Die häufigste Gewinnungsmethode ist die sogenannte Wasserdampf-Destillation. Der Hauptbestandteil ätherischer Öle sind Kohlenstoffe.

Die Aromatherapie hat eine lange Tradition und wurde schon zur Zeit der Hochkulturen in Mesopatamien und Ägypten für therapeutische und rituelle Zwecke angewandt. Dies geschah meist in Form von Räucherwerk, von dem sich auch die heutige Bezeichnung Parfum (lat. per fumum – durch den Rauch) ableiten lässt.

Die Aromatherapie wie sie heute praktiziert wird, hat ihre Wurzeln in Frankreich. Der „Vater“ der heutigen Aromatherapie war René-Maurice Gattefossé, ein franzsösicher Chemiker. Nach einem Unfall in seinem Labor, bei dem er sich Hände und Kopfhaut verbrannte, versorgte er seine Wunden mit Lavendelöl, worauf sie erstaunlich schnell und völlig ohne Narbenbildung abheilten. Dieser Erfolg regte ihn an auf diesem Gebiet weiter zu forschen.

aromatherapie lavendel 1

Im Jahre 1918 produzierte Gattafossé eine antiseptische Seife auf der Basis ätherischer Öle. Zudem behandelte er schon im ersten Weltkrieg Verwundete mit ätherischen Ölen und konnte damit Wundbrand verhindern, Fieber senken, Schmerzen lindern uvm. Ab dem Jahre 1923 studierte er nur noch die medizinischen Eigenschaften der ätherischen Öle. Seine beiden letzten Bücher „Aromatherapie“ und „Essentielle Antiseptika“ (1937) haben alle späteren Anwender und Autoren ätherischer Öle beeinflusst.

Der Begriff „Aromatherapie“ war geboren.

Ätherische Öle haben schon seit mehreren Jahrzehnten Einzug auch in Privathaushalte gefunden und werden in der Raumbeduftung gerne eingesetzt. Leider hat sich auch hier der Begriff „Aromatherapie“ etabliert. Auch Hersteller von Massageölen, Badezusätzen und sogar Weichspüler werben mit diesem Begriff.

Bei der „Aromatherapie“ wirken die ätherischen Öle sowohl über das Riechen, die Haut, als auch über die innerliche Einahme.
Sie beeinflussen die Psyche und den Körper und können bei vielen Krankheitsbildern erfolgreich eingesetzt werden.

Seit einigen Jahren gibt es viele wissenschaftliche Untersuchungen und Studien zur Wirksamkeit ätherischer Öle bei der Behandlung der sogenannten „Krankenhauskeime“ wie MRSA, ESBL oder MRGN.

aromatherapie aromatogramm

Klar unterschieden werden muss aber zwischen den Begriffen Aromatherapie und Aromapflege, wenn die ätherischen Öle berufs- oder gewerbsmäßig benutzt werden möchten!

Wie schon oben erwähnt dürfen nur Ärzte und Heilpraktiker die „Aromatherapie“ beruflich praktizieren. Pflegekräfte dürfen jedoch im Rahmen der „Aromapflege“ tätig werden.

 

SCHULE FÜR AROMATHERAPIE UND AROMAPFLEGE 

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