Eine recht aktuelle Studie zeigt, wie Lavendel tatsächlich auf unseren Schlaf wirkt – und das ist richtig spannend:
Die Forschenden konnten nachweisen, dass Lavendel über den Geruchssinn wirkt. Die Duftmoleküle gelangen über die Nase direkt ins Gehirn – genauer gesagt in Bereiche, die für Emotionen und Entspannung zuständig sind.
Dort beeinflussen sie bestimmte Nervenzellen (GABA-System) , die eine beruhigende Wirkung haben.
Das Ergebnis:
– schnelleres Einschlafen
– mehr Tiefschlaf (erholsamer Schlaf)
– weniger Wachphasen
Besonders interessant:
Wenn der Geruchssinn blockiert wurde, hatte Lavendel keine Wirkung mehr. Das zeigt ganz klar – es geht nicht darum, dass die Stoffe ins Blut gehen, sondern um die Wahrnehmung des Duftes. Auch einzelne Inhaltsstoffe wie Linalool spielen dabei eine wichtige Rolle.
In der Studie wurde ein künstliches Schlafstörungs-Modell erzeugt. Danach hat man geschaut, wie gut Lavendel wirkt – im Vergleich zu Diazepam (ein klassisches Beruhigungs- bzw. Schlafmittel).
Das Ergebnis:
– Lavendel konnte den Schlaf deutlich verbessern
– und die Wirkung war vergleichbar mit einer niedrigen Dosis Diazepam (1 mg/kg) 
Das bedeutet:
Lavendel hat in diesem Versuch eine ähnliche schlaffördernde Wirkung gezeigt – zumindest unter den getesteten Bedingungen.
Wichtig zu verstehen:
Das heißt nicht, dass Lavendel genauso stark ist wie ein Medikament beim Menschen. Es zeigt aber, dass ätherische Öle messbar auf das Nervensystem wirken können – und zwar stärker, als oft angenommen.
Fazit:
Lavendel wirkt nicht „einfach so“, sondern gezielt über das Nervensystem – und kann so Schlafqualität und Entspannung messbar verbessern.
Wenn hier von „alternativ“ die Rede ist, bedeutet das nicht „irgendwie ähnlich riechend“, sondern:
Es geht um ätherische Öle,
– die inhaltstofflich vergleichbare Komponenten wie Lavendel enthalten – vor allem z. B. Ester oder Monoterpenole –
oder
– Öle, die eine ähnliche Wirkung auf das Nervensystem haben, also beruhigend, ausgleichend oder entspannend wirken.
Gerade wenn Lavendel vom Duft her nicht gemocht wird (was gar nicht so selten ist), können diese Öle eine fachlich sinnvolle Alternative in Mischungen sein.
Beispiele wie Bergamotte, Petitgrain, Ho-Blätter oder Majoran bringen ähnliche regulierende Effekte mit – auch wenn sie botanisch völlig unterschiedlich sind.
Wichtig:
Es geht also nicht um „Ersatz“, sondern um gleichwertige Optionen, die je nach Vorliebe, Situation und Zielsetzung eingesetzt werden können.
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