Strahlenschäden vorbeugen

Strahlenschäden vorbeugen mit Sanddornfruchtfleischöl und äth. Ölen

Strahlenschäden vorbeugen
Limacher Bühlmann C. Anwendung von ätherischen Ölen zur Vorbereitung der Haut auf die Strahlentherapie bei Frauen mit Brustkrebs. Schweiz Z Ganzheitsmed. 2016;28:348–363. DOI: 10.1159/000452783


In der Aromapflege
wird schon lange beobachtet, dass bestimmte Anwendungen die Haut während einer Strahlentherapie unterstützen können. Eine interessante Beobachtungsstudie von Limacher Bühlmann (2016) hat sich genau damit beschäftigt.

Im Mittelpunkt standen Frauen mit Brustkrebs, deren Haut auf die bevorstehende Strahlentherapie vorbereitet wurde – und zwar mit einer gezielten Pflege auf Basis ätherischer Öle.

Warum ist das überhaupt wichtig?
Die Strahlentherapie belastet die Haut stark. Häufig kommt es im Verlauf zu Rötungen, Reizungen, Trockenheit oder sogar schmerzhaften Hautreaktionen. Ziel ist es daher, die Haut so gut wie möglich vorzubereiten und zu stabilisieren.

In dieser Studie wurden Frauen bereits vor Beginn der Bestrahlung regelmäßig mit aromapflegerischen Zubereitungen behandelt. Zum Einsatz kamen ausgewählte ätherische Öle, die für ihre hautregenerierenden, entzündungsmodulierenden und schützenden Eigenschaften bekannt sind – eingebettet in geeignete Trägeröle.

Die Ergebnisse sind interessant, auch wenn es sich nicht um eine klassische randomisierte Studie handelt:

  • Die Haut der behandelten Frauen zeigte sich insgesamt belastbarer.
  • Hautreaktionen traten teilweise später oder abgeschwächt auf.
  • Viele Patientinnen berichteten zusätzlich von einer angenehmen, beruhigenden Wirkung der Anwendungen.

Ein wichtiger Punkt:
Es ging nicht nur um die Haut selbst, sondern auch um das Wohlbefinden. Die regelmäßige, achtsame Anwendung – oft in Verbindung mit Berührung – wurde von den Frauen als unterstützend und stabilisierend erlebt.

Das passt gut zu dem, was wir aus der Praxis kennen:
Aromapflege wirkt nicht isoliert auf ein Symptom, sondern immer im Zusammenspiel von Haut, Nervensystem und emotionalem Erleben.

Wichtig ist aber auch die Einordnung:
Diese Studie ist eine Beobachtungsstudie. Das bedeutet, sie liefert wertvolle Hinweise aus der Praxis, ersetzt aber keine großen klinischen Studien. Trotzdem zeigt sie sehr deutlich, welches Potenzial in einer gut durchdachten, frühzeitig eingesetzten Hautpflege liegt.

Für die Praxis heißt das:
Eine frühzeitige, kontinuierliche Pflege der Haut – idealerweise schon vor Beginn der Strahlentherapie – kann sinnvoll sein, um die Haut zu stabilisieren und besser durch diese belastende Phase zu begleiten.

 

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