1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Was ist 1,8-Cineol?

1,8-Cineol – auch Eukalyptol genannt – ist ein ätherisches Monoterpen-Oxid, das in vielen Pflanzen vorkommt, vor allem aber in den Blättern des Eukalyptusbaumes. Daher stammt auch der Name „Eukalyptol“.
1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Es handelt sich um einen farblosen, flüchtigen Stoff mit einem sehr frischen, mentholartigen Geruch – vielen bekannt z. B. aus Eukalyptusöl, Ravintsara, Rosmarin, Cajeput, Teebaum und Lorbeer.

Warum das berühmteste Oxid der Aromatherapie keine Kette, sondern ringförmig ist – und genau deshalb so wirksam.

Pflanzen können nicht nach Rezept Medikamente kaufen. Sie müssen ihre biochemischen Schutz- und Wirkstoffe selbst bauen. Dabei entstehen in vielen Pflanzen sogenannte Oxide – und der bekannteste Vertreter ist 1,8-Cineol.

Dieses Molekül ist eine Sonderform aus der Gruppe der Monoterpene, genauer gesagt: ein Monoterpenoxid. Es besteht – wie viele andere Duftmoleküle – aus einer zehngliedrigen Kohlenstoffkette, die allerdings keine Kette, sondern ein Ring ist. Fast wie ein Freundschaftsarmband – aber mit Wirkung!

Moleküle, einfach vorgestellt:
  • Kohlenstoff = schwarze Kugeln mit vier Ärmchen

  • Wasserstoff = weiße Kügelchen mit einem Händchen

  • Sauerstoff = rote Kugel mit zwei Greifarmen

Egal wie wild die Moleküle tanzen – diese Regeln gelten immer, in jedem Lebewesen und in jeder Flasche ätherischen Öls.

1,8- Cineol – der Kreisläufer unter den Duftmolekülen:

Statt einer offenen Kette, wie bei den Alkoholen oder Ketonen, bildet 1,8-Cineol einen geschlossenen Ring – man nennt das eine zyklische Struktur. Und weil Sauerstoff bei diesem Ring eine Brücke zwischen zwei Kohlenstoffatomen (C1 und C8) schlägt, trägt das Molekül auch den Namen:

1,8-Cineol oder Eucalyptol.

Dieser Ring mit eingebauter Sauerstoffbrücke macht das Molekül:

  • besonders flüchtig (es verdunstet schnell – ideal zum Inhalieren),

  • lipophil, also fettliebend (es kann leicht durch Zellmembranen dringen),

  • und hochwirksam, z. B. bei Husten, Entzündung oder Kopfschmerz.

Aber was macht ein Oxid?

Während ein Alkohol (–OH) eher mild pflegend wirkt, ist ein Oxid reizfreudiger – es wirkt schleimlösend, durchblutungsfördernd und öffnet die Atemwege. Allerdings kann es bei empfindlichen Menschen (z. B. Babys oder Asthmatikern) auch zu stark sein.

Deshalb:
Oxide = kleine Helfer mit großer Power – gezielt einsetzen, nicht einfach wild drauflosduften. 

 

Warum ist 1,8-Cineol so wirksam?

1,8-Cineol ist multifunktional wirksam – das bedeutet, es hat mehrere nützliche Effekte im Körper:

Schleimlösend (sekretolytisch)

Es verflüssigt zähen Schleim in den Atemwegen → der Schleim lässt sich leichter abhusten.

👉 Einsatz bei: Bronchitis, Sinusitis, grippalen Infekten

Entzündungshemmend (antiinflammatorisch)

Es kann die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen (z. B. Leukotriene, Zytokine) hemmen.

👉 Das macht es auch interessant bei chronischen Entzündungen wie Asthma oder COPD.

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Rezept: Mische eins für zwei:

30 ml Olivenöl
3 g Bienenwachs
4 Tropfen Majoran
4 Tropfen Ravintsara oder Saro
2 Tropfen Angelikawurzel

Antimikrobiell

Es wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze – besonders im Atemtrakt.

👉 Unterstützt die Abwehr bei Infekten.

Bronchien-erweiternd

Es hilft den Atemwegen, sich zu öffnen → das Atmen fällt leichter.

👉 Deshalb spürt man oft nach der Inhalation ein „befreiendes“ Gefühl.

Klinischer Einsatz

1,8-Cineol wird auch in der Schulmedizin genutzt – z. B. als Wirkstoff in Sinol®, Soledum®, Gelomyrtol®.

Hier wird es hochrein extrahiert und bei chronischen Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Kardos, P., Khaletskaya, O. & Kropova, O. Wirksamkeit und Sicherheit von Cineol (Soledum®) bei der Behandlung von Patienten mit akuter Bronchitis: Ergebnisse einer offenen randomisierten klinischen Phase-III-Studie. Clin Phytosci 7 , 83 (2021).


Schmerzlindernd

Schmerz ist eine komplexe Reaktion auf:

  • Entzündung

  • Gewebeschädigung

  • Nervenreizung

  • Überempfindlichkeit der Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren)

Dabei sind Botenstoffe wie Prostaglandine, TNF-α, IL-1β, Substanz P oder P2X-Rezeptoren beteiligt – sie machen Nerven empfindlicher oder feuern dauernd Schmerzsignale.

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Rezept: 3 in Einem- bei Muskel- und Gelenkschmerzen und Erkältungssymptomen

50 ml Johanniskrautöl
10 Tropfen Speiklavendel
5 Tropfen Lorbeer
5 Tropfen Majoran
5 Trpfen Cajeput

Alles zusammen mischen und auf Muskeln und Gelenke auftragen. Bei Erkältungssymptomen Brust und Rücken damit einreiben.

1,8-Cineol wirkt auf mehreren Ebenen schmerzlindernd:
1. Entzündungshemmung = Schmerzreduktion
  • Cineol hemmt entzündungsfördernde Zytokine wie TNF-α, IL-1β oder IL-6

  • Weniger Entzündung = weniger Schwellung, weniger Schmerz

2. Direkte Wirkung auf Schmerzrezeptoren
  • In Studien zeigte sich: Cineol moduliert sogenannte P2X-Rezeptoren – das sind Ionenkanäle auf Nervenzellen, die Schmerzsignale weiterleiten

  • Ergebnis: Die Schmerzreizweiterleitung wird gedämpft

3. Reduktion der neuronalen Übererregung
  • Cineol beeinflusst vermutlich auch die Aktivität von TRP-Kanälen (Transient Receptor Potential) – z. B. TRPV1 („Chili-Rezeptor“)

  • Diese Kanäle spielen bei neuropathischen Schmerzen (z. B. nach Nervenverletzungen) eine große Rolle

Zheng, Xb., Zhang, Yl., Li, Q. et al. Auswirkungen von 1,8-Cineol auf neuropathische Schmerzen, die durch den P2X2-Rezeptor im Hinterhorn des Rückenmarks vermittelt werden. Sci Rep 9 , 7909 (2019).

 

Interessant auch fürs Gehirn?

Ja! Erste Studien zeigen, dass 1,8-Cineol auch eine Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben kann – z. B. konzentrationsfördernd, leicht stimmungsaufhellend und sogar neuroprotektiv (also schützend für Nervenzellen).

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Rezept: Gedankenpause

3 Tropfen Kardamom
4 Tropfen Grapefruit
2 Tropfen römische Kamille
1 Tropfen Vanille Extrakt

Besonders wohltuend bei mentaler Erschöpfung, Unruhe & in der Begleitung von Menschen mit Demenz

Wenn Gedanken sich verheddern, der Kopf voll ist, alles zu viel wird – dann ist es Zeit für eine Gedankenpause.

Diese feine Duftmischung aus Kardamom, Grapefruit, römischer Kamille und Vanilleextrakt ist mehr als nur eine angenehme Komposition – sie wirkt gezielt auf jene Hirnareale, die für Gedächtnis, Emotion und Spannungsregulation verantwortlich sind.

🧴 Anwendungsideen:
• Im Riechstift zur akuten Selbstregulation (für Betroffene & Pflegende!)
• Als Raumduft, wenn zu viel Unruhe herrscht
• In der Handpflege, z.B. kombiniert mit einem Trägeröl zur gemeinsamen Anwendung (Berührung + Duft = doppelte Wirkkraft)

Die Wissenschaft dahinter: Cineol und Borneon (Kampfer)

In vielen Studien wurde die konzentrationsfördernde Wirkung ätherischer Öle mit hohem Anteil an 1,8-Cineol (auch Eucalyptol genannt) oder Borneon (Kampfer) nachgewiesen. Diese natürlichen Inhaltsstoffe wirken:

wachmachend und geistig klärend

reaktionsfördernd und aufmerksamkeitssteigernd

positiv auf die Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Gehirn

Rosmarin ct. Cineol ist hier ein echter Star: Diese chemotypische Variante enthält besonders viel 1,8-Cineol und wird in der Aromatherapie gerne bei Müdigkeit, „Brain Fog“, mentaler Erschöpfung oder bei verlangsamtem Denken eingesetzt. Auch zur Aktivierung vor Prüfungen oder wichtigen Entscheidungen ist dieser Duft Gold wert.

💧 Tipp: Ein Tropfen Rosmarin ct. Cineol auf ein Taschentuch – tief einatmen – und schon fühlt sich das Gehirn wie „frisch geduscht“ an.

Riechstift „Freier Kopf – 3-2-1“
Wenn der Gedankennebel sich hartnäckig hält:

3 Tropfen Pfefferminze
2 Tropfen Eucalyptus radiata
1 Tropfen Zitronenmyrte

Einfach auf das Vlies eines Inhalierstiftes oder ein Taschentuch geben – und bei Bedarf daran riechen. Für einen mentalen Energieschub, wenn’s darauf ankommt.

Anwendung in der Aromapflege

  • In Inhalationen bei Atemwegserkrankungen

  • In Brusteinreibungen (bei Erkältungen)

  • In Riechstiften oder Diffusern für frische Konzentration und mentale Klarheit

  • Achtung bei Babys/Kleinkindern! – wegen möglicher Atemreflexhemmung

Fazit:

1,8-Cineol = Eukalyptol = Atemfreiheit pur

Ein Pflanzenmolekül mit kraftvoller Wirkung: schleimlösend, entzündungshemmend, antimikrobiell – und erfrischend klar für Kopf und Lunge.

Riechtraining & Omega-3 

Was eine Studie aus Dresden zur Riechgesundheit zeigt – und wie Cineol & Co. dabei eine Rolle spielen

Hintergrund:

Viele Menschen leiden nach viralen Infekten – etwa COVID-19 – an einer gestörten Geruchswahrnehmung (man spricht von „post-viraler olfaktorischer Dysfunktion“ oder PVOD). Der Geruchssinn bleibt dabei oft monatelang eingeschränkt oder völlig verschwunden. Das kann im Alltag belastend und gefährlich sein – z. B. wenn man Rauch, verdorbenes Essen oder Gas nicht mehr riecht.

Die Studie im Überblick:

Wissenschaftler:innen der Universitätsklinik Dresden haben untersucht, ob Omega-3-Fettsäuren den Genesungsprozess beim Riechen unterstützen können – zusätzlich zu einem täglichen Riechtraining mit ätherischen Ölen.

Teilnehmer:

  • 58 Erwachsene mit Geruchsverlust nach Virusinfekt (darunter auch COVID-19)

  • Zwei Gruppen:

    1. Riechtraining allein

    2. Riechtraining + Omega-3-Präparat (2g täglich, 12 Wochen lang)

Gerüche fürs Training:
  • Rosenöl (Geraniol, Citronellol)

  • Eukalyptusöl (1,8-Cineol!)

  • Zitronenöl (Limonen)

  • Nelkenöl (Eugenol)

Das Training bestand darin, morgens und abends je 30 Sekunden bewusst an jedem Duft zu riechen.

Was kam heraus?
  • Beide Gruppen zeigten Verbesserungen im Geruchssinn.

  • Die Omega-3-Gruppe erzielte jedoch deutlich bessere Ergebnisse – vor allem bei der „Geruchsschwelle“, also wie fein jemand einen Geruch überhaupt wahrnehmen kann.

  • Alter, Geschlecht oder Dauer der Symptome hatten keinen Einfluss auf die Ergebnisse.

  • Die zusätzliche Einnahme von Omega-3 war gut verträglich, mit nur wenigen leichten Nebenwirkungen.

Was bedeutet das für die Praxis?

Die Studie liefert erste Hinweise darauf, dass Omega-3-Fettsäuren die Regeneration des Geruchssinns unterstützen können – vermutlich durch ihre entzündungshemmenden und nervenregenerierenden Eigenschaften.

 

Cineol im Riechtraining – doppelt wertvoll

1,8-Cineolhaltiges Eukalyptusöl war einer der Düfte im Riechtraining. Seine Wirkung ist nicht nur schleimlösend und entzündungshemmend – es scheint auch in der gezielten Reizung der Riechrezeptoren eine Art molekularer Reiztherapie zu ermöglichen.

1,8-Cineol – ein Molekül, das nicht nur wirkt, sondern auch den Geruchssinn schult und reaktivieren kann.

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Riechtraining Set

Fazit:
  • Riechtraining wirkt – besonders mit ätherischen Ölen die 1,8-Cineol enthalten

  • Omega-3-Fettsäuren könnten diesen Effekt messbar verstärken.

  • Regelmäßiges, bewusstes Riechen ist mehr als ein Geruchstraining – es ist Hirntraining.

  • Und wer früh beginnt, kann vielleicht sogar neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson vorbeugen

Hernandez AK, Woosch D, Haehner A, Hummel T. Omega-3 supplementation in postviral olfactory dysfunction: a pilot study. Rhinology. 2022 Apr 1;60(2):139-144.

Exkurs:
1,8-Cineol – Unterschied zwischen Inhalation & systemischer Anwendung

1,8-Cineol ist ein stark wirksamer Naturstoff – aber Wirkung ≠ Wirkung, denn wo und wie er im Körper wirkt, macht einen großen Unterschied:
1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Inhalation – lokale Wirkung in den Atemwegen

Beim Inhalieren von cineolhaltigen ätherischen Ölen (z. B. über Diffuser, Dampfbad oder Riechstift) wirkt Cineol:

  • direkt in der Nase, den Bronchien, den Nebenhöhlen

  • sekretlösend (mukolytisch)

  • entzündungshemmend in der Schleimhaut

  • desinfizierend und antiviral

Das klingt positiv – aber:

Vorsicht bei Asthma oder COPD!
  • Cineol ist reizend für empfindliche Schleimhäute.

  • Bei Menschen mit hyperreagiblen Bronchien (wie bei Asthma oder COPD) kann es durch Cineol zu:

    • Bronchospasmus (krampfartiger Husten)

    • Luftnot

    • sogar Asthmaanfällen kommen.

  • Besonders gefährlich: unsachgemäße Dosierung oder direktes Einatmen aus der Flasche oder im heißen Wasserdampf.

Deshalb sollten cineolhaltige ätherische Öle bei schwerwiegenden Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD nicht inhaliert werden.

Systemische Anwendung – gezielt, dosiert, sicher

Systemisch bedeutet: 1,8-Cineol wird als medizinisch standardisiertes Präparat eingenommen (z. B. Kapseln mit magensaftresistenter Hülle, z. B. „Soledum®“, „Sinolpan®“, „GeloMyrtol®“).

Vorteile:

  • Der Wirkstoff gelangt über den Blutweg gezielt zu den Schleimhäuten (Bronchien, Nasennebenhöhlen usw.)

  • Kein direkter Schleimhautkontakt in den Atemwegen → geringeres Risiko für Reizreaktionen

  • Genaue Dosierung und Wirkstoffkonzentration möglich

👉 Besonders bei Asthma, COPD oder chronischer Bronchitis ist das die sicherere und medizinisch kontrollierte Methode – mit messbaren Effekten auf Entzündung, Schleim und Atemwegsfunktion.

 Merksatz:

„Was beim Gesunden hilft, kann beim Erkrankten reizen.“
Deshalb bei chronischen Atemwegserkrankungen: lieber innerlich und ärztlich verordnet – nicht wild einatmen!

Warum ärztliche Begleitung wichtig ist:
  • Der Arzt kann beurteilen, ob und wann Cineol sinnvoll ist

  • Achtet auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (z. B. Kortison, Bronchodilatatoren)

  • Kann die passende Darreichungsform und Dosis empfehlen

  • Überwacht die Verträglichkeit und den Therapieverlauf

Fazit:
  • Inhalation: ist wirksam – aber nicht immer harmlos! Besonders bei Asthma und COPD riskant.

  • Systemisch (Kapseln): wirksam und sicherer – bei ärztlicher Anleitung ideal zur Schleimlösung und Entzündungshemmung

Synergetische Wirkung in der Natur – Teamwork der Inhaltsstoffe
1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

1,8-Cineol ist ein starker Wirkstoff – mit nachgewiesener schleimlösender, antientzündlicher und antimikrobieller Wirkung. Doch hochreines Cineol kann auch reizend wirken – besonders bei:

  • empfindlichen Schleimhäuten

  • Kindern

  • Asthmapatient:innen

  • bei zu hoher Konzentration oder unsachgemäßer Anwendung

Und hier kommt die Pflanze als Ganzes ins Spiel

In ätherischen Ölen wie z. B. Cajeput, Eukalyptus radiata oder Niaouli ist 1,8-Cineol nicht isoliert, sondern eingebettet in eine komplexe Mischung weiterer natürlicher Inhaltsstoffe – darunter:

  • Monoterpenalkohole (z. B. Terpinen-4-ol)

  • Sesquiterpene

  • Monoterpenole, Ester und Oxide

Diese zusätzlichen Moleküle wirken oft:

  • reizmildernd

  • haut- und schleimhautschützend

  • entzündungshemmend und antioxidativ

Warum ist das wichtig?

Diese natürliche Mischung wirkt synergetisch – das bedeutet:

  • 1,8-Cineol kann seine Wirkung entfalten,

  • aber Nebenwirkungen wie Schleimhautreizung oder Hustenreiz werden abgeschwächt.

  • Die Pflanze balanciert sich selbst aus – ein Prinzip, das man auch in der Netzwerk-Pharmakologie beobachtet.

💡 Ein gutes Beispiel ist Cajeputöl:

Es enthält ca. 50–60 % 1,8-Cineol, aber durch den gleichzeitig hohen Anteil an hautfreundlichen Terpenolen ist es wesentlich milder als z. B. Eukalyptus globulus.

Aromapraxis für Pflege- und Heilberufe

Fazit:

Isoliertes 1,8-Cineol ist hochwirksam, aber kann reizen.

In der Pflanze kommt 1,8-Cineol nicht allein vor, sondern zusammen mit anderen Inhaltsstoffen – diese Kombination sorgt dafür, dass es im ätherischen Öl besser vertragen wird.
Deshalb bevorzugen Aromatherapeut:innen die Anwendung genuiner ätherischer Öle statt isolierter Einzelstoffe.

Warum cineolhaltige ätherische Öle besser nicht abends oder nachts verwendet werden sollten

Ätherische Öle mit hohem 1,8-Cineol-Gehalt (z. B. aus Eukalyptus, Cajeput, Ravintsara, Niaouli (Niauli), Rosmarin Ct. Cineol) sind zwar hervorragende Helfer bei:

  • verschleimten Atemwegen

  • Bronchitis

  • Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

  • Erkältungen mit Husten und verstopfter Nase

ABER: Ihre Hauptwirkung ist sekretolytisch – das heißt:

  • sie verflüssigen zähen Schleim in den Atemwegen,
  • regen die Zilienbewegung an (Flimmerhärchen),
  • und fördern damit den Abtransport von Schleim – also: produktives Abhusten.

Und genau das kann nachts zum Problem werden:

Wenn du cineolhaltige Öle kurz vor dem Schlafengehen anwendest, kann es passieren, dass:

  • der gelöste Schleim „in Bewegung kommt“

  • du nachts husten musst

  • der Schlaf dadurch gestört oder sogar unterbrochen wird

  • du unruhiger oder angespannter schläfst (weil Cineol auch leicht anregend wirkt)

Cineolgehalt in unterschiedlichen ätherischen Ölen:

  • Eukalypten siehe Grafik
  • Rosmarin Ct. Cineol ca. 45%
  • Cajeput ca. 50-60%
  • Ravintsara 60-70%
  • Niaouli ca. 50-60%
  • Rosalina Teebaum ca. 21%
  • Myrte Ct. 1,8-Cineol ca. 45%
  • Myrte Ct. Myrtenylacetat ca. 15%
  • Tulsi ca. 15%
  • Lavendelsalbei ca. 20-30%
  • Lorbeer ca. 45%
  • Saro ca. 43%
  • Kardamom ca. 33%
  • spanischer Majoran (Thymus mastichina) ca. 50%

Exkurs Eukalyptus ist nicht gleich Eukalyptus

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.
Wenn wir von „Eukalyptusöl“ sprechen, meinen wir oft nur Eukalyptus globulus – den bekanntesten Vertreter. Doch die Pflanzenwelt kennt über 600 Arten von Eukalyptus, und einige davon liefern ätherische Öle mit völlig unterschiedlichen Eigenschaften.

Entscheidend ist nicht nur die Pflanze, sondern auch ihr chemisches Profil (Chemotyp) – denn das bestimmt die Wirkung, Verträglichkeit und Anwendungsmöglichkeiten.

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Die zitronigen „Kinder-Eukalyptusöle“ – sanft und mild

Nicht jeder Eukalyptus enthält Cineol – und nicht jeder eignet sich zum Schleimlösen. Zwei zitronig duftende Arten zeigen das sehr schön – aber mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften.

Eucalyptus staigeriana
  • enthält ca. 10 % 1,8-Cineol

  • reich an Monoterpenolen und Aldehyden

  • mild schleimlösend, entzündungshemmend und ausgleichend

  • durch seine sanfte Wirkung auf Haut und Schleimhäute ideal für Kinder geeignet

  • wirkt zudem stimmungsaufhellend und entspannend

→ Ein echter Allrounder für die sanfte Erkältungspflege im Kindesalter

 

WebSeminar – Biochemie – Aromatherapie – Eine Reise ins Dorf der duften Moleküle

Eucalyptus citriodora 
  • enthält kein 1,8-Cineol

  • Hauptinhaltsstoff: Aldehyde (bis zu 90 %)

  • wirkt entzündungshemmend, antiviral

  • bekannt für seine schmerzlindernde Wirkung bei rheumatischen Beschwerden und Muskelverspannungen

Weniger geeignet bei Erkältung zur Schleimlösung, dafür aber sehr hilfreich bei:

  • Insektenabwehr

  • Muskel- und Gelenkbeschwerden

Merksatz:
Staigeriana = Schleimlösender Sonnenschein für Kinder

Citriodora = Zitroniger Helfer zur Insektenabwehr, Gelenke & Entzündungen


Die drei Atemwege-Unterstützer

Diese Eukalyptusarten enthalten einen moderaten Anteil an 1,8-Cineol – sie sind wirkungsvoll, aber deutlich verträglicher als E. globulus:

💨 Anwendung: bei Erkältungen, Schnupfen, Bronchitis – z. B. in Einreibungen, Inhalationen oder Riechstiften


Die „Eukalyptusöle nur für Erwachsene“

Diese Arten haben einen besonders hohen Anteil an Cineol oder andere potenziell reizende Bestandteile:

  • Eucalyptus dives („Pfefferminz-Eukalyptus“) → enthält Piperiton

  • Eucalyptus polybractea ct. 1,8-Cineol → über 85 % Cineol

  • Eucalyptus polybractea ct. Crypton → enthält Crypton, ein potenziell neurotoxischer Stoff

⚠️ Achtung: Diese Öle sind nicht für Kinder oder empfindliche Personen geeignet – sie können Schleimhäute reizen und bei unsachgemäßer Anwendung sogar gefährlich sein.

Fazit:
Eukalyptus ist nicht gleich Eukalyptus – und die Wirkung ist so individuell wie die Chemie dahinter.

Für eine sichere und effektive Anwendung lohnt es sich, genau hinzuschauen:

  • Welche Eukalyptusart?

  • Für wen ist das Öl gedacht?

💡 Dieses Wissen macht aus „ein bisschen Eukalyptus“ eine gezielte, verantwortungsvolle Aromapflege.

https://www.shop-vivere.de/produkt/webseminar-eukalyptus-lavendel-thymian/

Besser: Tagsüber inhalieren – nachts milde, beruhigende Öle

Tagesanwendung:

Cineolhaltige Öle eignen sich ideal vormittags oder nachmittags – z. B. als Inhalation, Riechstift oder Brustöl. So wird der Schleim gelöst, und du kannst ihn aktiv abhusten, solange du wach bist.

Abends/Nachts:

Greife lieber zu milderen, beruhigenden Ölen, z. B.:

Diese fördern Entspannung, Atemruhe und Schlafqualität, ohne den Schleimfluss aktiv anzuregen.

Merksatz:
„Cineol löst – aber auch nachts den Schlaf. Deshalb besser tagsüber riechen, und abends ruhen lassen.“

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Rezept: Husten/Bronchitis (ab 1 Jahr)

Anwendung für den Tag:
10 ml Johanniskrautöl
1 Tropfen Atlaszeder
1 Tropfen Cajeput
1 Tropfen Thymian Ct. Linalool

Zur Nacht: Reizhusten lindern – keinen Schleim lösen!
Bronchien-Tröster:
1 TL Johanniskrautöl
1 Tropfen Benzoe Extrakt
1 Tropfen Zeder

Warum der Hustenreflex bei Babys und älteren Menschen eingeschränkt ist

Babys: Die Atemwege sind da – aber das „System“ ist noch nicht reif

Babys haben zwar schon ab Geburt eine funktionsfähige Lunge – aber viele Strukturen und Reflexe sind noch unreif oder nicht vollständig koordiniert.

Das bedeutet:

  • Der Hustenreflex ist bei Neugeborenen und Säuglingen noch nicht ausgereift.

  • Die Muskulatur der Atemwege ist schwach – z. B. Bauch-, Zwischenrippen- und Zwerchfellmuskeln.

  • Die Bronchien sind enger → Schleim staut sich leichter.

  • Babys atmen vor allem durch die Nase – verstopfte Nasen führen schnell zu Atemnot.

  • Sie können sich nicht aktiv räuspern oder Nase putzen.

Folge: Schleim sammelt sich an – das Baby kann ihn nicht effektiv abhusten oder loswerden.

➡️ Das kann zu Röcheln, Unruhe, schlechterem Schlaf und im schlimmsten Fall zu Bronchitis oder Atemnot führen.

Deshalb sind cineolhaltige Öle (wie Eukalyptus, Cajeput, Niaouli) bei Babys kontraindiziert – sie können den Schleim zwar lösen, aber nicht beim Abtransport helfen → Gefahr durch Sekretstau!

Babymilde Erkältungsöle: Lavendel, Zeder, Benzoe Extrakt, Majoran, Thymian Ct. Linalool, Ho-Blätter, Linaloebeeren

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Ältere und geschwächte Menschen: Das „System“ baut ab

Im Alter oder bei geschwächten Personen (z. B. bei Bettlägerigkeit, Demenz, neurologischen Erkrankungen):

  • Die Atemmuskulatur ist schwächer → das kräftige Abhusten wird schwierig

  • Der Hustenreflex ist vermindert oder verlangsamt

  • Die Koordination zwischen Atmung und Hustenreiz ist gestört

  • Auch Schluckstörungen (Dysphagie) können eine Rolle spielen

  • Häufig: vermehrte Schleimbildung, aber reduzierte Mobilität – der Schleim „bleibt liegen“

Folge: Schleim staut sich → das Risiko für Atemwegsinfekte, Lungenentzündung oder Verschleimung steigt.

➡️ Auch hier gilt: Sekretlösende Öle (z. B. mit 1,8-Cineol) nur gezielt und vorsichtig einsetzen – und nur dann, wenn auch der Abtransport gewährleistet ist (z. B. durch Physiotherapie, Atemübungen, Absaugung oder intensive Betreuung).

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.
Bronchien-Tröser Set (klick hier)

Fazit:

  • Babys: können noch nicht gut abhusten → Gefahr durch Sekretstau

  • Alte/Schwache: können oft nicht mehr gut abhusten → Gefahr durch Überforderung

  • Deshalb: Cineolhaltige Öle nicht reflexartig einsetzen, sondern immer individuell beurteilen, ob LÖSEN auch LOSWERDEN bedeutet.

Merksatz:
„Schleim lösen ist nur sinnvoll, wenn er auch raus kann.“

Sonst bringt das beste Öl dem Körper keine Erleichterung – sondern zusätzliche Belastung.

 

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Download PDF-Datei (ca. 7 MB) „Aromatherapie bei viralen Infekten (Klick)

Exkurs: Bronchiale Muskulatur – was ist das genau?

Die Bronchien sind die luftleitenden Röhren, die sich von der Luftröhre (Trachea) verzweigen und bis tief in die Lunge führen. Ihre Wände bestehen aus mehreren Schichten – darunter auch eine glatte Muskulatur.
1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.

Diese glatte Muskulatur:
  • umgibt die Bronchien ringförmig

  • ist nicht willentlich steuerbar (→ vegetativ innerviert, z. B. über den Parasympathikus)

  • reagiert auf Nervenreize, Hormone, Entzündungsbotenstoffe, Kälte, Allergene, Medikamente…

Funktion: Regulation der Bronchienweite

Die bronchiale Muskulatur kann:

  • sich zusammenziehen (Bronchokonstriktion) → die Atemwege verengen sich

  • sich entspannen (Bronchodilatation) → die Atemwege erweitern sich

Diese Reaktionen beeinflussen ganz direkt, wie gut Luft durch die Bronchien fließen kann – und damit, wie leicht oder schwer wir atmen.

Bronchiale Muskulatur bei Babys – unreif & schwach trainiert
Was bedeutet das genau?

Die glatte Muskulatur der Bronchien ist bei Babys strukturell angelegt, aber:

  • sie ist noch nicht voll entwickelt,

  • sie ist weniger leistungsfähig als bei älteren Kindern oder Erwachsenen,

  • und sie ist nicht so gut reguliert durch das vegetative Nervensystem (v. a. der Parasympathikus dominiert stark → vermehrte Verengung möglich).

Zudem ist die gesamte Lunge in den ersten Lebensmonaten noch im Reifungsprozess:

  • weniger verzweigte Bronchialäste

  • engere Bronchien und Bronchiolen

  • geringerer Bronchialdurchmesser → schon wenig Schleim oder Verkrampfung führt zu Atemnot

  • weniger elastische Fasern in der Lunge

  • schwache Atemmuskulatur (v. a. Zwerchfell, Zwischenrippenmuskeln)

Und was bedeutet das funktionell?

Babys haben:

  • keine gezielte Atemtechnik (kein aktives Husten, kein effektives Ausatmen)

  • schwache Hustenstöße → Schleim kann sich ansammeln

  • eine Neigung zu bronchialer Verengung (v. a. bei Infekten oder Reizstoffen)

  • ein erhöhtes Risiko für Sekretstau und Bronchospasmus

Deshalb sind sie besonders empfindlich gegenüber schleimlösenden oder reizenden Stoffen – z. B. cineolhaltigen ätherischen Ölen, die den Schleim zwar lösen, aber nicht beim Abtransport unterstützen können.

Merksatz:

„Ein Baby kann Schleim lösen – aber nicht loswerden.“
Deshalb immer nur Maßnahmen einsetzen, die alters- und entwicklungsentsprechend sind – und die das Kind nicht überfordern.

Bronchiale Muskulatur wird “trainiert”

Richtig trainiert und funktionell gestärkt wird die bronchiale Muskulatur erst mit der zunehmenden Aufrichtung und Bewegung des Kindes:

  • Wenn Babys anfangen zu sitzen, sich aufzurichten, zu krabbeln, zu stehen,

  • wird die Atemmuskulatur stärker beansprucht – v. a. Zwerchfell, Zwischenrippenmuskulatur und auch die glatte Bronchialmuskulatur

  • die Lungenventilation wird effektiver,

  • Hustenstöße werden kräftiger,

  • und das Kind lernt: aktiv Schleim abzuhusten

Eukalyptusöl oder andere cineolhaltige ätherische Öle in selbst gefüllten Kapseln – was im Körper passiert, wenn sie sich im Magen öffnen

 

1. Eukalyptusöl ist ein hochkonzentrierter Wirkstoff

Eukalyptusöl (v.a. Eukalyptus globulus) enthält 60–80 % 1,8-Cineol – einen hochwirksamen, aber auch reizenden Stoff, der schon in kleinen Mengen auf empfindliche Schleimhäute reizend bis ätzend wirken kann.

2. Magensäure + ätherisches Öl = Reizung der Schleimhäute

Wenn eine selbstbefüllte Kapsel nicht magensaftresistent ist (wie es bei DIY-Kapseln fast immer der Fall ist), öffnet sie sich bereits im Magen.

Dort trifft das Öl auf:

  • Magensäure (pH 1–2)

  • empfindliche Schleimhaut

  • keine schützende Emulsion oder Trägerstruktur

1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.
Folgen können sein:

  • Übelkeit, Sodbrennen, Magenkrämpfe

  • Reizung oder sogar Verätzung der Magenschleimhaut

  • Übelriechendes Aufstoßen mit „Eukalyptusgeschmack“

  • Reflux → Reizung der Speiseröhre und Atemwege

Bei empfindlichen Personen oder höherer Dosierung sogar:

  • Erbrechen

  • Gefahr einer chemischen Aspiration (Einatmen von Öltröpfchen)

  • Bewusstseinsstörungen (Neurotoxizität bei Überdosierung)

3. Keine kontrollierte Freisetzung → keine gezielte Wirkung

Medizinisch eingesetzte Eukalyptuspräparate (z. B. Soledum®) enthalten hochgereinigtes Cineol in magensaftresistenten Kapseln. Diese öffnen sich erst im Darm, wo die Aufnahme langsamer und verträglicher erfolgt – mit klarer Dosis, Wirkung und Studienlage.

DIY-Kapseln haben:

  • keine kontrollierte Freisetzung

  • keine standardisierte Dosis

  • hohes Risiko für Überdosierung oder Reizungen

Fazit:

Selbst gefüllte Kapseln mit Eukalyptusöl sind riskant und können die Schleimhaut von Magen und Speiseröhre ernsthaft schädigen.
Für eine innerliche Anwendung braucht es medizinisch geprüfte, magensaftresistente Kapseln – und im besten Fall fachliche Begleitung.

Sicherere Alternativen:
  • Inhalation (feucht oder trocken)

  • Einreibung mit verdünntem Eukalyptusöl o.a. (z. B. in Brustbalsam)

  • Riechstifte oder Aromadiffuser

➡️ So kommt der Wirkstoff dorthin, wo er gebraucht wird (in die Atemwege)ohne den Magen zu belasten.

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❤️ Warum mein Herz für Moleküle schlägt…

Aromapflegemischungen mit 1,8-Cineol-haltigen ätherischen Ölen können so viel mehr als nur Schleim lösen.

Sie entfalten ihre Wirkung auch bei Entzündungen, schmerzenden Gelenken, Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder Brainfog – und das auf eine sanfte, tiefgreifende Weise.

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Denn erst, wenn wir verstehen, wie die Natur wirkt, können wir ihr ganzes Potenzial nutzen – sicher, gezielt und mit Herz.

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Ich bin weder Ärztin noch Therapeutin – aber seit vielen Jahren fasziniert mich die Welt der Aromatherapie und die komplexen Zusammenhänge zwischen Naturdüften, Hormonen, Botenstoffen, Mikro- und Makronährstoffen. Mein Wissen habe ich durch intensive Weiterbildungen in Darmberatung, Nährstoffmedizin sowie Mikro- und Makronährstoffen vertieft. Für meine Seminare, Bücher und Artikel recherchiere ich leidenschaftlich, um spannende Erkenntnisse verständlich aufzubereiten.

Wichtig: Ich bin keine Wissenschaftlerin – aber eine Wissenschafferin. Ich liebe es, Wissen zu sammeln, es greifbar zu machen und mit anderen zu teilen. Dieser Artikel ersetzt weder deinen Arzt/Ärztin, Therapeut*in noch deine Eigenverantwortung und ist in keinster Weise als Therapie gedacht. Er soll informieren, inspirieren und dein Bewusstsein zu schärfen.

Mir ist bewusst, dass ich keinen Anspruch auf absolute wissenschaftliche Korrektheit erhebe – mein Ziel ist es vielmehr, gesundheitsbewussten und interessierten Menschen einen einfachen, alltagstauglichen Zugang zu diesem faszinierenden Thema zu ermöglichen. Ich hoffe sehr, dass mir das mit diesem Artikel gelungen ist.

Tatsächlich gehört dieser Beitrag zu den umfangreichsten Blogartikeln, die ich bislang geschrieben habe! Wenn du daraus Inspiration oder wertvolle Impulse mitnehmen konntest, freue ich mich über dein Feedback, einen Einkauf in meinem Shop oder einen kleinen Beitrag in die Spendenkasse.

💚 Danke fürs Lesen und dein Interesse an der Welt der Düfte! 💚

:: Was ist dir/Ihnen wert, im Bereich der ätherischen Öle über aktuelle Themen zu lesen, basierend auf seriöser Recherche? SeitMein Aromatherapie Notfallplan "Zähne & Mund" 2009 kann dieses onlineMagazin zum Thema Aromatherapie kostenlos gelesen werden. Alle aktuellen und insgesamt weit über 400 Artikel über die Aromatherapie und die Aromapflege stehen euch und Ihnen hier kostenlos zur Verfügung. Meine durch Idealismus angetriebenen Recherchen, Übersetzungen, Zusammenfassungen und Einschätzungen verschenke ich, die technischen Kosten zum Betreiben einer datensicheren Website werden jedoch nicht weniger. Eine Spende kann zur Deckung dieser unsichtbaren Leistungen beitragen, ich freue mich zudem über eine Wertschätzung meiner Arbeit. Hier geht es zum Spendenformular.

Hinweis zu Dosierungen und unterschiedlichen Rezepturen

Wir werden oft gefragt, warum die Dosierung im Buch eine andere ist, als in unseren Podcasts, oder warum wir nun die eine oder andere Mischung für eine spezielle Anwendung mit unterschiedlichen ätherischen oder fetten Ölen empfehlen. Dies hat unterschiedliche Gründe, z.B. können wir in den Podcasts noch viele Erklärungen und Ergänzungen einfügen, wir können die Dosierungen für einzelne Menschen besser differenzieren als in Büchern. Ausserdem vergleichen wir auch die Inhaltsstoffe einzelner ätherischer Öle, so dass wir viele alternative Mischungen mit ganz unterschiedlichen Ölen empfehlen können, die jedoch allesamt gut funktionieren. Wir möchten damit auch aufmerksam machen, dass die Anwendung ätherischer Öle so vielfältig ist wie kaum eine andere naturheilkundliche Anwendung. Sicher – dazu braucht man das nötige “Know how” und sicherlich auch jahrelange Erfahrung.

Deshalb schreiben wir BücherMagazineBlogbeiträgemachen Podcastskleine VideosNewsletter mit Mehrwert und unterrichten Menschen. Wir lassen dich an unserem Wissen also teilhaben und dies meistens sogar kostenlos.

Unser neuestes Projekt sind unsere kostenlosen Rezepturen, die du auch ausdrucken und sammeln kannst.

Mein Aromatherapie Notfallplan "Zähne & Mund"

7 Gedanken zu „1,8-Cineol – das frische Kraftpaket aus Eukalyptus & Co.“

  1. Ein wunderbar ausführlicher Artikel, der Zusammenhänge sehr schön erklärt und darstellt. Vielen Dank dafür und auch für die zahlreichen DIY Rezepte

  2. Toller allumfassender Artikel – gratuliere! Ich frage mich nur, warum darin Ravintsara nicht vorkommt, wo es doch – auch laut Tabelle – am meisten 1,8 Cineol enthält? Dieses Öl ist laut meiner Erfahrung ganz toll universell – bis hin als ‚Schutzschild‘ gegen Covid. Danke für den Beitrag und liebe Grüße.

    1. Hallo Rudolf, ich verstehe nicht genau wo Ravintsara nicht vorkommt? – Tatsächlich hatte ich es oben in der ersten Aufzählung gar nicht erwähnt – vor lauter Bäumen des Cineol-Waldes wohl den Überblick verloren 😉
      Aber auch in den Rezepturen habe ich Ravintsara durchaus berücksichtigt – ich finde dieses Öl tatsächlich auch viel angenehmer und verträglicher als Eukalyptus und benutze und empfehle es bei Herpes Erkrankungen.
      Liebe Grüße Sabrina

  3. Maria Lopez Narvaez

    Danke für diesen sehr lehrreichen, ausführlich und verständlich erklärten Blogbeitrag. Ich wusste nicht, dass die Eukalyptusöle sooo unterschiedliche Wirkungen haben und wie wichtig die Zusatzbezeichnung ist.
    Liebe Grüße Maria

  4. Pingback: Aromatherapie für Männer | Grauer-Magier.de

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