Schmerz ist weit mehr als ein körperliches Symptom – er ist immer auch mit Gefühlen verbunden. Angst, Trauer, Überforderung oder alte seelische Verletzungen können das Schmerzempfinden verstärken, manchmal sogar erst auslösen. In meiner langjährigen Arbeit mit Menschen in Pflege, Therapie und ärztlicher Begleitung begegnet mir diese enge Verbindung zwischen Schmerz und Psyche täglich.
Die Aromatherapie bietet hier einen sanften, doch erstaunlich wirksamen Zugang. Denn bestimmte ätherische Öle können nicht nur auf muskuläre Verspannungen oder entzündliche Prozesse wirken, sondern direkt unser emotionales Erleben beeinflussen. Über den Riechsinn erreichen sie das limbische System – jenen Teil des Gehirns, der für Emotionen, Stressverarbeitung und auch Schmerzregulation verantwortlich ist.
In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie sich emotionale und körperliche Schmerzen gegenseitig bedingen – und wie wir mit gezielt eingesetzten ätherischen Ölen Räume schaffen können, in denen Heilung und Regulation wieder möglich werden.
Was ist Schmerz? – Ein Blick auf das „Total Pain“-Konzept nach Cicely Saunders
Schmerz ist niemals nur körperlich. Diese Erkenntnis verdanken wir der britischen Ärztin und Palliativmedizinerin Cicely Saunders, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts das Konzept des „Total Pain“ prägte. Sie erkannte: Menschen in schweren, chronischen oder palliativen Situationen leiden oft nicht nur unter körperlichen Schmerzen, sondern unter einem vielschichtigen Gesamtschmerz, der ebenso emotionale, soziale und spirituelle Dimensionen umfasst.
Dieses Verständnis ist nicht nur für die Begleitung schwerkranker oder sterbender Menschen bedeutsam. Auch viele chronisch erkrankte Menschen, z. B. mit Rheuma, Arthrose, Fibromyalgie oder long-lasting Stresssymptomen, erleben einen Schmerz, der weit über das rein körperliche Empfinden hinausgeht. Verlust von Lebensqualität, ständige Müdigkeit, soziale Rückzüge, aber auch unverstandene Schmerzen ohne klare medizinische Ursache – all das sind Begleitfaktoren, die den Schmerz verstärken oder ihn überhaupt erst spürbar machen.
Gerade in solchen Fällen kann ein ganzheitlicher Blick wie ihn das „Total Pain“-Modell ermöglicht, helfen, individuelle Zugänge zur Linderung zu finden – auch außerhalb der klassischen Schulmedizin.
In der Aromatherapie – besonders in der pflegerischen, psychosomatischen oder komplementären Begleitung – ist dieses Verständnis von zentraler Bedeutung. Denn nur, wenn wir den ganzen Menschen sehen, können wir wirkungsvoll und respektvoll unterstützen.
Die vier Dimensionen des „Total Pain“
- Körperlicher Schmerz (mehr dazu kannst du hier lesen klick)
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z. B. bei Tumorerkrankungen, Arthrose, Operationen, chronischen Erkrankungen
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auch Muskelverspannungen, Entzündungen, Kopfschmerzen
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2. Emotionaler Schmerz
- Angst, Depression, Wut, Überforderung
- häufig durch den Verlust von Autonomie oder durch Krankheit ausgelöst
- kann das Schmerzempfinden massiv verstärken
3. Sozialer Schmerz
- z. B. durch Einsamkeit, familiäre Konflikte, Rollenverlust (z. B. nach Pflegebedürftigkeit)
- die soziale Dimension wird oft übersehen, spielt aber eine große Rolle
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4. Spiritueller Schmerz
- Fragen nach dem Sinn, der eigenen Würde, Glauben, Hoffnung
- besonders in palliativen Kontexten spürbar, aber auch in chronischen Lebenskrisen
Warum ist dieses Verständnis so wichtig?
Das „Total Pain“-Modell hilft uns, Schmerz nicht isoliert zu betrachten, sondern als ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Ebenen. Diese Ebenen überlagern sich, verstärken sich gegenseitig – oder können durch gezielte Maßnahmen entlastet und reguliert werden.
Hier eröffnet sich ein wertvoller Raum für die Aromatherapie:
Ätherische Öle wirken nicht nur körperlich – sie erreichen über den Riechsinn auch tiefere emotionale Schichten und können dort regulierend, stabilisierend und tröstend wirken.
Wie Duftstoffe im limbischen System wirken
Wenn wir an einem ätherischen Öl riechen, geschieht in unserem Körper etwas Erstaunliches – und gleichzeitig ganz Natürliches: Die enthaltenen Duftmoleküle nehmen direkten Einfluss auf unser Gehirn, genauer gesagt auf das limbische System. Dieser Teil unseres Gehirns ist eng mit Emotionen, Erinnerungen, Stressverarbeitung – und auch dem Schmerzempfinden verbunden.

Der Weg des Duftes – von der Nase ins Gehirn
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Einatmen des Dufts:
Ätherische Öle enthalten flüchtige Moleküle. Diese gelangen beim Einatmen über die Nase zu den Riechzellen in der Nasenschleimhaut.
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Signalweiterleitung:
Die Riechzellen geben das Signal ohne Umweg an den Bulbus olfactorius (Riechkolben) weiter – direkt im Gehirn lokalisiert.
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Verbindung zum limbischen System:
Von dort erreichen die Signale sehr schnell das limbische System – unseren „emotionalen Speicher“.
Dazu gehören unter anderem:
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die Amygdala (emotionales Zentrum, Angst, Reizverarbeitung)
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der Hippocampus (Gedächtnis, emotionale Erinnerungen)
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der Hypothalamus (Hormonregulation, Schlaf, Hunger, Schmerz)
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Was passiert dort?
Je nach Art des Duftmoleküls kann folgendes passieren:
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Aktivierung beruhigender Botenstoffe (z. B. GABA durch Linalool, Linalylacetat)
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Reduktion von Stresshormonen (z. B. Cortisol)
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Förderung von Wohlfühlhormonen (z. B. Serotonin, Endorphine)
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Verknüpfung mit Erinnerungen oder Emotionen (z. B. Geborgenheit, Freude, Sicherheit)
Das erklärt, warum Düfte unmittelbar unsere Stimmung beeinflussen – manchmal noch bevor wir bewusst wissen, was wir gerade riechen.
Warum das für die Schmerztherapie wichtig ist
Das limbische System ist eng mit unserem Schmerzzentrum verbunden. Emotionen wie Angst, Stress oder Traurigkeit können Schmerzen verstärken, während positive Reize – wie angenehme Düfte – sie abmildern können.
Über diesen neurologischen Zusammenhang erklärt sich die Wirkung vieler ätherischer Öle auf:
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Muskelentspannung
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Angstreduktion
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besseren Schlaf
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gesteigerte Schmerzresilienz
Beispiel: Lavendelöl
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enthält Linalool und Linalylacetat
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diese Moleküle binden an GABA-Rezeptoren
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fördern Entspannung, senken die Erregbarkeit im Nervensystem
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Folge: weniger Angst, besserer Schlaf, geringeres Schmerzempfinden
Rezept: Körperöl Happy Botenstoffe:
50 ml Mandeöl
2 Tropfen Mandarine
2 Tropfen Bergamotte
2 Tropfen römische Kamille
4 Tropfen Vanilleextrakt
Exkurs
Wie wirkt Aromatherapie auf Psyche und Schmerzempfinden? – Ein Blick in die ForschungIn den letzten Jahren haben sich zahlreiche wissenschaftliche Studien mit der Frage beschäftigt, wie ätherische Öle nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Aspekte von Schmerz positiv beeinflussen können. Dabei wird immer deutlicher:
Emotionen wie Angst, Stress oder Traurigkeit verstärken das Schmerzempfinden – und genau hier setzen bestimmte ätherische Öle regulierend und beruhigend an.
Hier sind einige aktuelle Erkenntnisse aus klinischen Studien, die diesen Zusammenhang belegen:
Weniger Angst – weniger Schmerz: Lavendelöl nach Operationen
In einer randomisierten Studie aus dem Jahr 2021 untersuchten Forscher:innen, wie sich Lavendelöl auf Patient:innen nach Operationen auswirkt.
Die Teilnehmenden inhalierten Lavendelduft in den Stunden nach dem Eingriff. Das Ergebnis:
Weniger Angst und innere Unruhe
Deutlich geringeres Schmerzempfinden
Besseres subjektives Wohlbefinden
Die Forschenden schließen daraus: Die beruhigende Wirkung des Dufts trägt aktiv zur Schmerzreduktion bei – vermutlich über das limbische System und das vegetative Nervensystem.
Quelle: Kia et al., 2021, Complementary Therapies in Clinical Practice
Angst und Schmerz hängen zusammen – Aromatherapie hilft auf beiden EbenenEine systematische Übersichtsarbeit aus 2020 (eine sogenannte Meta-Analyse) fasste mehrere Studien zur Aromatherapie bei Schmerzen zusammen. Besonders wirksam zeigte sich die Kombination aus:
duftender Inhalation (z. B. Lavendel, Rose, Bergamotte)
und der gezielten Anwendung in stressreichen Situationen
Das Ergebnis:
Sowohl die Schmerzintensität als auch die emotionale Belastung wurden deutlich reduziert – vor allem, wenn Angst oder Anspannung mit im Spiel waren.
Quelle: Lakhan et al., 2020, Pain Research and Treatment
Fibromyalgie: Weniger Schmerz, weniger Depression – dank Aromamassage
Frauen mit Fibromyalgie leiden häufig unter chronischen Schmerzen, Erschöpfung und depressiven Verstimmungen. In einer Studie von 2020 erhielten die Teilnehmerinnen über 8 Wochen eine Aromamassage mit entspannenden Ölen (z. B. Lavendel, Kamille).
Die Ergebnisse:
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Schmerzempfinden deutlich gesenkt
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Emotionale Stabilität verbessert
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Rückgang von depressiven Symptomen und Angst
Die Forschenden vermuten eine Verbindung zwischen der sensorischen Wirkung des Dufts und der emotionalen Entlastung, die sich wiederum auf das Schmerzempfinden auswirkt.
Quelle: Lee et al., 2020, Journal of Alternative and Complementary Medicine
Aromatherapie verbessert Schlaf und Schmerztoleranz
Auch chronisch schmerzgeplagte Patient:innen, etwa mit Rheuma oder Rückenschmerzen, profitieren von Aromatherapie. In einer Studie aus 2022 zeigte sich:
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Besserer Schlaf
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Weniger Schmerzen
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Mehr Ruhe im Nervensystem
Besonders wirksam waren dabei Lavendel und Bergamotte – beide bekannt für ihre ausgleichende und angstlösende Wirkung.
Quelle: Ghavami et al., 2022, Journal of Integrative Medicine
Fazit: Düfte wirken nicht nur auf die Nase – sondern direkt auf das Gehirn.
Studien zeigen: Wenn sich die Psyche beruhigt, kann sich auch der Schmerz verändern.
Ätherische Öle wie Lavendel, Bergamotte oder Rose können genau hier ansetzen – indem sie über das limbische System das emotionale Schmerzempfinden mildern.
Ob zur beruhigenden Inhalation, als sanfte Einreibung, in einer Aromamassage oder einfach im Duftstein neben dem Bett – die Anwendung ist einfach, aber die Wirkung oft tiefgreifend.
Riechstifte – dein emotionaler Anker für unterwegs
Die Arbeit mit Riechstiften ist eine besonders alltagstaugliche und effektive Möglichkeit, ätherische Öle gezielt zur emotionalen Stabilisierung einzusetzen.
Wie bereits ausführlich dargestellt, gelangen Duftmoleküle beim Einatmen direkt in das limbische System – also in jene Gehirnareale, die unsere Gefühle, Erinnerungen und auch Schmerzverarbeitung maßgeblich beeinflussen. Gerade deshalb kann das bewusste Riechen in belastenden Momenten schnell und tiefgreifend regulierend wirken – ganz ohne Umwege über den Verstand.
Riechstifte bieten hier einen wertvollen Zugang:
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Sie sind klein, diskret und überall einsetzbar – ob zu Hause, unterwegs oder in schwierigen Situationen.
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Sie ermöglichen eine gezielte, individuell abgestimmte Begleitung – je nach Thema, Stimmung oder Bedürfnis.
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Und sie geben das Gefühl, auch in herausfordernden Momenten etwas in der Hand zu haben – im wahrsten Sinne des Wortes.
Ein vorbereiteter, beschrifteter Riechstift kann so zu einem emotionalen Anker werden, der hilft, sich selbst zu regulieren, innere Sicherheit zu spüren – und wieder handlungsfähig zu bleiben.
Die Zusammenstellung der Öle erfolgt idealerweise im Vorfeld achtsam und bewusst, je nach Thema oder Situation. Farben, Namen oder kleine Symbole können helfen, eine intuitive Auswahl zu treffen. So entsteht eine duftende Hausapotheke für die Seele – individuell, wirksam und direkt zugänglich.
Vielleicht möchtest du dir im Vorfeld überlegen, zu welchen persönlichen Themen oder Herausforderungen du einen Riechstift als Unterstützung brauchen könntest – z. B. bei innerer Unruhe, Traurigkeit, Schlafproblemen oder in stressigen Momenten. So kannst du dir eine kleine Auswahl vorbereiten und hast im entscheidenden Augenblick gezielt das passende Werkzeug zur Hand.
Auf diese Weise entsteht eine duftende Hausapotheke für die Seele – individuell, wirksam und direkt zugänglich.

Wichtig: Die hier vorgestellten Rezepturen dienen als Inspiration. Sie dürfen – und sollen – ganz individuell angepasst werden. Deine Nase entscheidet, was für dich stimmig ist.
Warum wirken Linalool & Linalylacetat entspannend?
Wenn wir zum Beispiel Lavendelöl verwenden, enthalten dessen Duftmoleküle u. a. zwei wichtige Wirkstoffe:
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Linalool
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Linalylacetat
Diese beiden sind wie kleine Botenstoffe, die in unserem Gehirn ganz gezielt auf bestimmte Rezeptoren treffen – und dort die Botschaft überbringen:
„Alles gut. Du darfst loslassen.“
Das Treffen am GABA-Rezeptor
Stell dir das Gehirn wie eine große Kommandozentrale vor, mit vielen Empfangsstellen – den sogenannten Rezeptoren. Einer der wichtigsten für Entspannung und Beruhigung ist der:
GABA-Rezeptor (GABA = Gamma-Aminobuttersäure)
Dieser wirkt wie eine “Beruhigungstaste” im Gehirn.
Jetzt kommt Linalool ins Spiel:
Linalool ist wie ein freundlicher Gast, der beim GABA-Rezeptor anklopft – und dort ein kleines, friedliches Meeting veranstaltet:
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Es bindet sich sanft an den GABA-Rezeptor.
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Dadurch wird der Rezeptor empfänglicher für die körpereigene GABA.
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Das aktiviert die natürliche “Entspannungsantwort” im Nervensystem:
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Herzfrequenz sinkt
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Atmung wird ruhiger
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Muskelspannung lässt nach
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Stresspegel (Cortisol) sinkt
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Das Gleiche gilt auch für Linalylacetat – dieses Molekül ist wie Linalools entspannter Zwilling. Es wirkt krampflösend, nervenberuhigend und unterstützt ebenfalls das GABA-System.

Wissenschaftlich gut belegt:
In verschiedenen Studien (z. B. mit Lavendelöl über Inhalation oder orale Einnahme) wurde gezeigt:
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Linalool kann angstlösende Effekte zeigen – ganz ohne sedierend zu wirken
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EEG-Messungen zeigten veränderte Hirnaktivität, ähnlich wie bei Meditation
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Die Reaktion auf Stressreize wurde nach Anwendung deutlich abgeschwächt
Beispiel aus dem Alltag:
Du hast einen stressigen Tag – dein Körper steht unter Spannung, deine Gedanken kreisen.
- Du inhalierst sanft Lavendelöl, vielleicht aus dem Diffuser.
- Die Duftmoleküle „reisen“ in dein Gehirn
- Linalool & Linalylacetat treffen dort auf die GABA-Rezeptoren
- Die „Meeting-Botschaft“ lautet: „Du bist sicher – du darfst entspannen“
- Und dein Körper reagiert mit einem spürbaren Gefühl von Ruhe und Loslassen
Fazit:
Linalool und Linalylacetat sind Duftmoleküle, die unser Gehirn sanft beruhigen, indem sie das körpereigene Entspannungssystem (GABA) aktivieren. Sie wirken wie liebevolle Boten, die unserem Nervensystem helfen, Stress loszulassen.
In der modernen Schmerzforschung rückt ein Botenstoff zunehmend in den Fokus, der bisher vor allem für emotionale Nähe bekannt war: Oxytocin.
Das sogenannte „Kuschelhormon“ wird in unserem Körper insbesondere bei positiven sozialen Kontakten, Berührung, Umarmungen oder auch beim Stillen ausgeschüttet. Doch aktuelle Studien zeigen: Oxytocin hat auch eine direkte Wirkung auf das Schmerzempfinden.
Wie wirkt Oxytocin im Zusammenhang mit Schmerz?
Oxytocin reduziert die Schmerzempfindlichkeit, insbesondere bei chronischen oder emotional überlagerten Schmerzen
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beeinflusst das zentrale Nervensystem, moduliert Schmerzreize und fördert die Ausschüttung körpereigener Opioide (z. B. Endorphine)
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verringert die Stressreaktion, senkt Cortisol u. kann über parasympathische Aktivierung zur tiefen Entspannung führen
„In Studien wurde gezeigt, dass Oxytocin – besonders bei intranasaler Anwendung – die Schmerzwahrnehmung im Gehirn direkt beeinflussen kann. Es wirkt nicht nur beruhigend, sondern reguliert auch Schmerz- und Stressreaktionen. Aktuell wird sogar an Medikamenten geforscht, die auf Oxytocinbasis schmerzhemmend wirken sollen.“
Berührung als natürliche Oxytocinquelle – und der Schlüssel zur Aromatherapie
Der vielleicht schönste Weg, Oxytocin freizusetzen, ist Berührung.
Sanfte Haut-Berührungen, achtsame Massage oder ein einfacher Handkontakt können bereits ausreichen, um das System zu aktivieren.
Wenn wir nun in diese Berührung gezielt ätherische Öle integrieren, kann sich der Effekt verstärken – sowohl auf emotionaler als auch auf körperlicher Ebene.
Ein ganzheitliches Anwendungskonzept mit passenden Ölen:
Cajeput (Melaleuca cajuputi) – alternativ Eukalyptus globulus oder Lorbeer
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Lokal schmerzlindernd, leicht anästhesierend
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Durchblutungsfördernd, entzündungshemmend
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Gut bei Muskel- und Gelenkschmerzen
Tonkaextrakt (Dipteryx odorata)
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Warmer, süßer Duft – regt die Ausschüttung von Endorphinen an
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Wirkt beruhigend, stimmungsaufhellend, emotional tröstend
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Unterstützt die Wirkung von Oxytocin durch emotionale Geborgenheit
Orange (Citrus sinensis)
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Angstmindernd, beruhigend
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Fördert Zufriedenheit und Sicherheitsgefühl
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Perfekt bei seelischer Anspannung oder kindlichem Schmerz
Praxisidee: Aromaberührung zur Schmerzlinderung
Eine einfache, aber wirksame Anwendung kann z. B. so aussehen:
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1 EL Basisöl (z. B. Mandel- oder Johanniskrautöl)
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2 Tropfen Cajeput
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2 Tropfen Tonkaextrakt
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2 Tropfen Orange
Diese Mischung sanft in den Nacken, auf den Solarplexus oder in die Schultern oder schmerzende Areale einmassieren – mit achtsamer Berührung und einem Moment der Ruhe.
Wirkung:
Linderung von körperlichen Verspannungsschmerzen + emotionale Entspannung + Förderung der körpereigenen „Heilantwort“
Fazit:
Oxytocin verbindet Berührung, Vertrauen und Schmerzlinderung – und genau hier kann Aromatherapie ansetzen.
Durch die Kombination aus berührungsbasierter Anwendung und gezielt eingesetzten ätherischen Ölen entsteht ein ganzheitlicher Zugang zur Schmerzregulation, der sowohl die neurobiologischen als auch die emotionalen Ebenen einbezieht.

So wird Aromatherapie nicht nur ein angenehmer Duft, sondern ein echter Beitrag zu moderner, menschlich orientierter Schmerzbegleitung.
“Oxytocin has emerged as a key modulator of the affective component of pain and is being investigated as a potential treatment for chronic pain conditions.”
(Paloyelis et al., 2016, Neuroscience and Biobehavioral Reviews)
(Weitere Studien: Rash et al., 2020 / Uvnäs-Moberg et al., 2019)
Rezept: Gelenk- und Muskelöl
50 ml Johanniskrautöl
5 Tropfen Schwarzer Pfeffer
5 Tropfen Copaiba
5 Tropfen Hanföl
5 Tropfen Cajeput
5 Tropfen Tonka Extrakt
Akut-Pflegeöl und Feel Good Pflegeöl im Shop
Exkurs: Fibromyalgie – wenn Schmerz keine sichtbare Ursache hat
Fibromyalgie ist eine komplexe chronische Schmerzerkrankung, die Betroffene meist über Jahre begleitet – oft ohne klare Diagnose, ohne sichtbare Befunde und leider auch ohne wirksame schulmedizinische Lösungen.
Die typischen Symptome umfassen:
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Diffuse Muskelschmerzen im ganzen Körper
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Druckempfindlichkeit an bestimmten Punkten (Tender Points)
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Chronische Müdigkeit (Fatigue)
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Schlafstörungen
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Konzentrationsprobleme („Fibro Fog“)
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Häufig auch: Reizdarm, Depressionen, Ängste, vegetative Symptome
Trotz zahlreicher Studien ist die genaue Ursache bis heute nicht vollständig geklärt. Die Forschung geht davon aus, dass eine Störung der zentralen Schmerzverarbeitung vorliegt – das Nervensystem reagiert überempfindlich auf Reize, die normalerweise nicht als Schmerz empfunden würden.
Episode 84 – Fibromyalgie – Wenn diese und andere Schmerzen chronisch werden
Schmerz ohne Entzündung – aber mit enormer Belastung
Ein zentrales Problem für viele Betroffene:
Die Schmerzen sind real – aber auf bildgebenden Verfahren (MRT, CT etc.) nicht sichtbar. Blutwerte sind oft unauffällig. Und so beginnt für viele ein langer Weg durch Arztpraxen, Verdachtsdiagnosen, psychosomatische Erklärungen – oft begleitet von Unverständnis im sozialen Umfeld.
Psychische Belastungen wie frühkindliche Traumata, anhaltender Stress oder belastende Lebensumstände scheinen eine wichtige Rolle zu spielen – entweder als Mitverursacher oder als Verstärker der Symptomatik.
Die schulmedizinische „Dauerschleife“
Da es keine kausale Therapie gibt, münden viele Behandlungsversuche in einer Dauerschleife aus Medikamenten:
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Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen, Pregabalin)
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Antidepressiva (v. a. Amitriptylin oder Duloxetin)
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Schlafmittel oder Muskelrelaxantien
Diese Medikamente bringen in manchen Fällen eine kurzfristige Entlastung – aber nur selten langfristige Lebensqualität. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Nebenwirkungen, Medikamentenabhängigkeit oder einer noch stärkeren Abkopplung vom eigenen Körpergefühl.
Viele Betroffene suchen daher nach sanften, alltagsnahen Ergänzungen, die ihnen helfen, wieder mehr Selbstwirksamkeit und Lebensfreude zu spüren – ohne sich neuen Belastungen auszusetzen.
Aromatherapie bei Fibromyalgie: Sanft, stärkend, individuell
Hier hat sich die Aromatherapie in der Praxis immer wieder als wertvolle ergänzende Maßnahme bewährt.
Warum?
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Weil sie nicht über den Verstand, sondern über das Erleben wirkt
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Weil sie das vegetative Nervensystem direkt regulieren kann (Stichwort: limbisches System)
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Weil sie kein „Schema F“ braucht – sondern individuell abgestimmt werden kann
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Und vor allem:
Weil sie den Menschen in seiner Gesamtheit anspricht – körperlich, seelisch, emotional
Rezept: Körperöl „Halt & Geborgenheit“:
50 ml Johanniskraut
5 Tropfen Tonka Extrakt
8 Tropfen Cajeput
3 Tropfen Zeder
4 Tropfen Orange
5 Tropfen BergamottminzeBei Muskelkrämpfen und Schmerzen durch verhärtete Muskulatur eine Handvoll davon auf die betroffenen Stellen auftragen, eventuell sanft einmassieren und mit einer Wärmflasche bedecken.
Tipp: Vor dem Vollbad den ganzen Körper mit der Mischung einreiben, dann ins warme Wasser steigen und circa 15–20 Minuten baden.
Studien zeigen positive Effekte
Eine klinische Studie aus Südkorea (Lee et al., 2020) untersuchte den Effekt von Aromamassagen mit ätherischen Ölen (z. B. Lavendel, römische Kamille, Majoran) über einen Zeitraum von 8 Wochen bei Frauen mit Fibromyalgie.
Die Ergebnisse:
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Signifikante Reduktion des Schmerzempfindens
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Verbesserung der Schlafqualität
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Abnahme depressiver Symptome und Angstzustände
Die Forschenden betonen: Es ist wahrscheinlich die kombinierte sensorische, emotionale und körperliche Wirkung, die zu diesen positiven Ergebnissen führt – nicht allein die chemische Komponente der Öle.
Quelle: Lee et al., J Altern Complement Med. 2020;26(5):400–407.
Was Betroffenen helfen kann
Viele Menschen mit Fibromyalgie berichten, dass ihnen folgende Aromatherapie-Ansätze im Alltag guttun:
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Riechstift mit Lavendel, Neroli oder Bergamotte – zur Beruhigung in Stressmomenten
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Aromamassagen mit entspannenden Mischungen (z. B. Tonka, Cajeput, Kamille)
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Duftanker in Form eines Roll-ons – als „Notfallbegleiter“ bei Überforderung
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Duftmeditationen oder achtsames Riechen – zur Stärkung der Selbstwahrnehmung
Entscheidend ist dabei nicht die Menge oder Intensität, sondern die feine, achtsame Auswahl des passenden Dufts – individuell erlebt, nicht vorgegeben.
Warum die Aromatherapie mehr bietet als nur Linderung
Fibromyalgie ist mehr als Schmerz. Es ist oft auch das Gefühl, nicht mehr verbunden zu sein – mit dem eigenen Körper, mit Ressourcen, mit Lebensfreude.
Hier kann die Arbeit mit Düften helfen, diesen Zugang wieder zu öffnen – nicht als „Heilung“, sondern als sanfte Rückverbindung zur eigenen Lebendigkeit.
Wenn ein Mensch mit Fibromyalgie seinen eigenen Stärkungsduft findet, sich wieder spürt, kleine Ateminseln in den Tag einbauen kann – dann geschieht etwas sehr Wertvolles.
Etwas, das kein Medikament leisten kann.
Fazit des Exkurses
Fibromyalgie braucht Raum, Verständnis – und einen multimodalen Ansatz, der mehr umfasst als nur Tabletten. Die Aromatherapie kann hier eine sanfte, stärkende Ergänzung sein:
sie reguliert das Nervensystem,
unterstützt emotionale Stabilität,
und gibt Menschen wieder das Gefühl, selbst etwas tun zu können.
In einem Bereich, wo so vieles diffus, unverstanden oder medizinisch „austherapiert“ scheint, ist das von unschätzbarem Wert.
Wenn die Seele schmerzt – ätherische Öle als emotionale Begleiter
Nicht jeder Schmerz ist sichtbar. Viele Menschen tragen seelische Verletzungen mit sich, die vielleicht nie ganz verheilt sind – oder sich in bestimmten Lebensphasen wieder bemerkbar machen. Verlust, Angst, Überforderung, Unsicherheit oder das Gefühl von innerer Leere – all das kann sich auf die psychische und körperliche Gesundheit auswirken.
In der Aromatherapie spricht man in solchen Fällen von der emotionalen Ebene des Schmerzes – jener tiefen Schicht, in der wir oft nicht nur körperliche Reaktionen erleben, sondern auch Erinnerungen, Emotionen und ungelöste Spannungen gespeichert haben.
Was ist emotionaler Schmerz?
Emotionaler Schmerz kann ganz unterschiedlich empfunden werden – als Druck auf der Brust, als tiefe Erschöpfung, als Leere oder innere Unruhe. Er kann mit Gedanken wie „Ich halte das nicht aus“ oder „Ich bin allein damit“ einhergehen.
Er entsteht zum Beispiel durch:
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Verluste (Tod, Trennung, Lebensumbrüche)
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Überforderungssituationen (Pflege, Krankheit, Verantwortung)
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unerfüllte Bedürfnisse nach Nähe, Halt, Sicherheit
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alte seelische Wunden oder Traumafolgestörungen
Nicht sichtbar – aber tief wirksam
Emotionaler Schmerz ist – anders als körperlicher – nicht auf einem Röntgenbild oder durch Blutwerte messbar. Er hinterlässt keine sichtbaren Wunden, und doch wirkt er oft tiefer als gedacht.
Wissenschaftlich wissen wir heute:
Lang anhaltender seelischer Schmerz kann sich körperlich ausdrücken – und sogar reale Schmerzen auslösen oder verstärken.
Beispiele:
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Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen in Stress- und Trauerphasen
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Muskelverspannungen bei chronischer Angst
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Nervenschmerzen nach emotionalen Schockerlebnissen (z. B. nach Trennung oder Trauma)
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sogenannte “Somatisierungen” (körperliche Beschwerden ohne organischen Befund)
Emotionaler Schmerz aktiviert unter anderem:
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die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HHNA) → Stresshormone wie Cortisol
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das limbische System → beeinflusst Schmerzverarbeitung
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die Amygdala → speichert emotionale Schmerz-Erfahrungen und kann bei Triggern Schmerz „reaktivieren“
Duft als sanftes Medium in der Schmerzregulation
Und genau hier kann Aromatherapie ansetzen:
Nicht, um seelischen Schmerz zu verdecken – sondern um das Nervensystem zu beruhigen, emotionalen Druck zu reduzieren und so auch körperlichen Schmerz zu beeinflussen.
Düfte wirken auf das limbische System – jenes Zentrum im Gehirn, in dem sich emotionale und körperliche Schmerzverarbeitung überschneiden.
Besonders hilfreich sind hier tröstende, stabilisierende Öle wie z.B, Neroli, Rose, Bergamotte, Petitgrain Bergamotte oder Tonka- und Benzoe Extrakt– sie können helfen, emotionalen Schmerz nicht wegzudrängen, sondern ihm mit innerer Stärke zu begegnen.

Neroli – der Rettungsduft für die Seele
Das ätherische Öl der Orangenblüte, Neroli (Citrus aurantium var. amara, Flos), gehört zu den kostbarsten und zugleich tief wirksamsten Ölen in der Aromatherapie. Die Pionierin Susanne Fischer-Rizzi nannte es einmal treffend das „Rescue“ der Düfte – ein Erste-Hilfe-Duft, wenn die Welt gefühlt aus dem Gleichgewicht gerät.
Neroli wirkt wie ein schützender, tröstender Schleier, der sich sanft um die verletzte Seele legt – ohne zu beschweren. Es berührt das Herz, beruhigt das Nervensystem und hilft dem Menschen, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen, wenn äußere Umstände zu viel werden.
Hauptinhaltsstoffe:
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ca. 60 % Monoterpenole – v. a. Linalool*
→ stark beruhigend, angstlösend, antibakteriell
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ca. 6 % Monoterpenester
→ krampflösend, harmonisierend
* Linalool: bekannt aus Lavendel, wirkt über das GABA-System angstlösend
Wirkung auf seelischer Ebene:
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bei Schock, Trauma, seelischer Erschütterung
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bei plötzlicher Angst, Panik oder Überforderung
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unterstützend bei Trauer, depressiver Verstimmung, emotionaler Leere
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stabilisierend bei Stress, Nervosität, Prüfungsangst
💡 Es gibt mehrere Studien, die Neroli eine angstlösende Wirkung attestieren – unter anderem bei präoperativer Angst und Prüfungsstress.
Wirkung auf körperlicher Ebene:
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hautpflegend, regenerierend bei sensibler, gestresster Haut
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hilfreich bei Hauterkrankungen mit psychosomatischer Komponente (z. B. Neurodermitis, Akne stressbedingter Art)
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antibakteriell, u. a. gegen multiresistente Keime (z. B. MRSA)
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senkt hohen Blutdruck (über parasympathische Aktivierung)
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bei leichten Herzrhythmusstörungen (nur nach ärztlicher Abklärung!)
Anwendungsempfehlung:
Therapeutisches Parfüm oder Riechstift – als täglicher Begleiter in belastenden Zeiten
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1 Tropfen Neroli (10 % verdünnt in Alkohol oder Jojobaöl) auf Handgelenke oder Brustbein
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oder: als Riechstift mit 1–2 Tropfen pur (gut verschlossen, für die Handtasche)
Diese Form der Anwendung eignet sich besonders bei emotionalen Ausnahmesituationen, bei denen schnelle Regulation gefragt ist – z. B. im Akutfall nach einer schlechten Nachricht, vor einem schwierigen Gespräch, bei Panikattacken oder nach belastenden Träumen.
Neroli ist ein Duft für die leisen, verletzlichen Momente im Leben.
Es bietet Halt, ohne zu beschweren. Sanftheit, ohne Schwäche. Und Trost, ohne Worte.
Alternativ zum Neroli Öl kann das Petitgrain Bigarade (mit Orangenblüten dest.) verwendet werden. Es riecht etwas herber und dennoch weich und angenehm.
Rose (Rosa damascena) –
wer eher einen frischeren Herz-Duft bevorzugt kann alternativ das ätherische Öl der Melisse wählen
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wirkt herzöffnend, sanft, stärkend
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wird in der Aromatherapie bei Kummer, Trauer, seelischer Erschöpfung eingesetzt
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unterstützt emotionale Heilprozesse – besonders bei alten Verletzungen
Atlaszeder (Cedrus atlantica)
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vermittelt Stabilität, Erdung und Orientierung
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hilfreich bei Ängsten, die mit Kontrollverlust oder Unsicherheit einhergehen
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stärkt das Urvertrauen, besonders bei sensiblen Menschen
Benzoe (Styrax tonkinensis)
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hat eine wärmende, tröstende Ausstrahlung
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wirkt wie ein „seelischer Balsam“
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ideal bei dem Gefühl von Leere oder Rückzug, auch bei Überforderung
Bergamotte (Citrus bergamia) – alternativ Petitgrain Bergamotte
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wirkt stimmungsaufhellend, ausgleichend und entspannend
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unterstützt bei innerer Anspannung, Nervosität, Melancholie
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fördert das Gefühl von Leichtigkeit und Lebensfreude, ohne zu überdrehen
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enthält reichlich Linalool und Linalylacetat → wirken angstlösend, muskelentspannend und fördern die Ausschüttung beruhigender Botenstoffe im Gehirn
Petitgrain Bergamotte (Citrus aurantium ssp. bergamia – Blattöl)
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ähnliche Wirkung wie Bergamotte, aber etwas erdender und milder
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hilft bei emotionaler Überreizung, Nervosität, Schlafstörungen
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vermittelt eine sanfte innere Ordnung – besonders hilfreich bei Gedankenkarussell
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enthält ebenfalls hohe Mengen an Linalool und Linalylacetat → wirken zentrierend, fördern das Gleichgewicht im vegetativen Nervensystem
Tonka Extrakt (Dipteryx odorata)
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süß, warm, vanillig – regt die Ausschüttung von Endorphinen an
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wirkt emotional beruhigend, tröstend, stimmungshebend
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ideal bei emotionaler Erschöpfung, innerer Anspannung und Verlust von Lebensfreude
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enthält reichlich Cumarine → bekannt für ihre tief entspannende, fast hypnotisch beruhigende Wirkung
→ fördern das Loslassen auf körperlich-emotionaler Ebene, besonders bei Nervosität, Reizbarkeit oder Schlafproblemen
- mehr über die Wirkung von Tonka Extrakt kannst du hier lesen
Tanz der Endorphine: Wie Tonkaextrakt dein Wohlbefinden steigert (klick hier)
Sozialer Schmerz – wenn Verbundenheit fehlt
Neben körperlichem und emotionalem Schmerz gibt es eine Dimension, die oft leise wirkt – und doch tiefgreifend ist: sozialer Schmerz. Er entsteht dort, wo Verbundenheit brüchig wird oder verloren geht.
Sozialer Schmerz kann sich zeigen durch:
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Einsamkeit, auch mitten unter Menschen
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familiäre Konflikte oder ungelöste Spannungen
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Rollenverlust, z. B. nach Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder dem Wegfall beruflicher Aufgaben
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das Gefühl, nicht mehr gebraucht oder nicht mehr gesehen zu werden
Diese Form von Schmerz wird häufig unterschätzt, weil sie nicht offensichtlich ist – und doch wirkt sie stark auf unser inneres Erleben und auf den Körper.
Neurobiologische Reaktionen auf soziale Verletzungen
Neurowissenschaftlich betrachtet aktiviert sozialer Ausschluss oder anhaltende Einsamkeit ähnliche Hirnareale wie körperlicher Schmerz. Der Mensch ist ein soziales Wesen – Beziehung und Zugehörigkeit sind grundlegende Bedürfnisse. Werden sie dauerhaft nicht erfüllt, kann sich das in:
-
innerer Anspannung
-
erhöhter Stressreaktion
-
Schlafstörungen
-
oder auch verstärktem körperlichem Schmerz
äußern.
Gerade Menschen mit chronischen Erkrankungen berichten häufig, dass nicht nur der Schmerz selbst, sondern auch das Gefühl des Alleinseins mit diesem Schmerz besonders belastend ist.

Duftarbeit als leise Form von Beziehung
Hier kann Aromatherapie – und insbesondere die duftpsychologische Arbeit – einen wertvollen Raum öffnen.
Nicht als Ersatz für menschliche Nähe, sondern als sanfte Form von Zuwendung, die wieder Verbindung ermöglicht:
-
Verbindung zum eigenen Körper
-
Verbindung zu inneren Ressourcen
-
manchmal auch ein erstes Gefühl von „Ich werde wahrgenommen“
Ein individuell als angenehm erlebter Duft kann Begleitung spürbar machen, wo Worte fehlen – und damit sozialen Schmerz abmildern, ohne ihn zu verdrängen.
Fazit:
Sozialer Schmerz entsteht dort, wo Beziehung fehlt – und er heilt dort, wo Verbindung wieder möglich wird.
Aromatherapie kann in diesem Kontext kein soziales Umfeld ersetzen, aber sie kann helfen, innere Isolation zu lösen und den Menschen wieder in Beziehung zu sich selbst zu bringen – oft ein erster, entscheidender Schritt.

Ätherische Öle, die bei sozialem Schmerz begleiten können
Sozialer Schmerz entsteht dort, wo wir das Gefühl haben, nicht verbunden zu sein – mit anderen, mit unserer Rolle im Leben, manchmal auch mit uns selbst.
Die folgenden Öle können helfen, Zugehörigkeit wieder fühlbar zu machen, inneren Halt zu geben und neue Verbindung zu ermöglichen – sanft, stärkend und immer im Tempo der betroffenen Person.
Weißtanne (Abies alba) – alternativ Waldkiefer oder Schwarzfichte
-
bringt innere Ordnung und ein Gefühl von Ankommen bei sich selbst
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hilfreich bei Verlust von Orientierung, innerem Rückzug oder emotionaler Erschöpfung
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unterstützt bei der Neuordnung von Beziehungen – lösend und zugleich stabilisierend
-
ideal für Menschen, die sich „außen vor“ oder entwurzelt fühlen
Benzoe (Styrax tonkinensis)
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wirkt wie ein emotionaler Schutzmantel
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hilft, wenn man sich zurückziehen möchte, um sich selbst wieder zu spüren
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tröstet bei innerem Rückzug durch Verletzung oder Ausgrenzung
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ein warmer, umhüllender Duft bei Näheangst oder Gefühlen von Fremdheit
Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
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fördert die Balance in Beziehungen, ohne sich selbst zu verlieren
-
unterstützt bei sozialer Überforderung, z. B. durch Pflegeverantwortung oder Rollenkonflikte
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wirkt harmonisierend auf das emotionale und hormonelle Gleichgewicht
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ein Duft, der daran erinnert, sich selbst nicht zu vergessen
Vetiver (Vetiveria zizanioides)
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tief verwurzelnd, beruhigend, stabilisierend
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gibt Halt, wenn die äußere Struktur verloren geht
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fördert das Gefühl von Sicherheit und Dazugehörigkeit, besonders bei sozialer Überforderung oder Abgrenzung
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ein Duft für Menschen, die das Gefühl haben, ihren Platz verloren zu haben
Orange (Citrus sinensis)
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bringt Leichtigkeit, Vertrauen und Zugewandtheit
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ideal bei sozialem Rückzug aus Angst oder Traurigkeit
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stärkt das Gefühl, willkommen zu sein, und macht Begegnung wieder möglich
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sehr gut geeignet für Kinder, Jugendliche oder feinfühlige Erwachsene
Palmarosa (Cymbopogon martinii)
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vermittelt das Gefühl: „Ich darf hier sein, so wie ich bin“
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unterstützt bei innerer Isolation oder nach schwierigen Bindungserfahrungen
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stärkt die Zartheit in uns, ohne Schwäche zu erzeugen
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hilft, sich selbst wieder liebevoll wahrzunehmen – auch in Beziehung zu anderen
Angelikawurzel (Angelica archangelica)
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stabilisierend bei tiefem Rückzug oder sozialer Erschütterung
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stärkt das Vertrauen in eigene Bedürfnisse und Grenzen
-
hilft, aus der „Unsichtbarkeit“ wieder in Kontakt zu kommen
-
ein Duft für Menschen, die innerlich verstummt sind – aber wieder spüren wollen
Hinweis zur Anwendung:
In der Arbeit mit sozialem Schmerz ist besonders wichtig, achtsam und niedrig dosiert zu arbeiten. Riechstifte, sanfte Raumbeduftung oder ein individuell abgestimmter Begleitduft (z. B. als Roll-on oder in einem Duftanker) bieten sich an – niemals aufdrängen, sondern einladen.
Die Nase weiß es zuerst – und am besten
Wenn es um emotionale Themen geht, ist unsere Nase ein direkter Wegweiser zur inneren Welt, wie oben schon erwähnt. Kein anderer Sinneskanal ist so unmittelbar mit dem limbischen System – also unserem emotionalen Zentrum im Gehirn – verbunden wie der Geruchssinn.
Deshalb ist es nicht der oder die Aromatherapeut*in, Coach oder Fachperson, die entscheidet, welcher Duft „hilfreich“ ist – sondern allein die betroffene Person selbst, durch ihre eigene Reaktion auf den Duft.
Warum ist das so wichtig?
-
Das limbische System verarbeitet Gerüche nicht rational, sondern emotional – schneller als wir denken oder sprechen können.
-
Ein als angenehm empfundener Duft kann beruhigen, Sicherheit geben, Ressourcen aktivieren – weil das limbische System ihn als positiv einstuft.
-
Ein unangenehmer oder abgelehnter Duft ist kein „Fehler“, sondern ein wichtiger Spiegel innerer Prozesse. Auch das darf achtsam wahrgenommen und respektiert werden – ohne zu analysieren oder zu drängen.
Deshalb gilt in der seelisch begleitenden Aromapraxis:
Die Nase entscheidet – nicht das Rezept.
In der Praxis heißt das:
-
IMMER die betroffene Person mit einbeziehen
-
Ihre individuelle Duftwahrnehmung respektieren
-
Nie pauschal empfehlen, was „gut tun müsste“ – sondern gemeinsam herausfinden, was sich stimmig anfühlt
Denn: Was für die eine Person ein „Herzduft“ ist, kann bei einer anderen Abwehr oder sogar Unruhe auslösen – und das ist völlig in Ordnung. Jeder Mensch trägt seine ganz eigene Duftbiografie in sich.
Fachlich gesehen:
Der Geruchssinn ist direkt mit der Amygdala und dem Hippocampus verbunden – das sind die Hirnregionen, die für emotionale Bewertung, Erinnerung und Reizverarbeitung zuständig sind.
Gerüche lösen dort Erinnerungen, Körperreaktionen und Gefühle aus, lange bevor der Verstand eingreifen kann.
Das macht Düfte zu so kraftvollen Begleitern – aber eben nur dann, wenn sie individuell passend sind.
Wenn ein Duft als angenehm erlebt wird, signalisiert das Nervensystem:
„Hier ist etwas, das mich stärkt.“
Das kann in emotional belastenden Situationen helfen – aber ebenso bei körperlichem Schmerz, der oft eng mit seelischer Anspannung verbunden ist.
Eine entspannte Psyche kann die Schmerzschwelle erhöhen, die Stressantwort senken und somit körperliche Beschwerden lindern.
Fazit:
Aromatische Begleitung beginnt mit Zuhören – und zwar nicht nur mit den Ohren, sondern mit der Nase.
Daher ist die zentrale Frage im Duftcoaching nie:
„Was passt zu dieser Diagnose?“
Sondern:
„Was fühlt sich für dich stimmig an – genau jetzt, genau heute?“
Die Nase ist also ein Schlüssel zur inneren Regulation – körperlich wie emotional.
Ob bei seelischem Kummer, innerer Unruhe oder (chronischem) emotionalen Schmerz:
Die Wahl des richtigen Dufts kann nur die betroffene Person selbst treffen.
Denn der Körper – und das limbische System – „wissen“, was hilfreich ist.
Duftcoaching bedeutet, dieser inneren Sprache zuzuhören – und sie in achtsame, stärkende Begleitung zu übersetzen.
Dufterleben als Ressource bei Schmerz – Duftcoaching als komplementäre Begleitung
Für viele Menschen mit chronischen Schmerzen, seelischen Belastungen oder psychosomatischen Beschwerden ist es schwer, Zugang zu den eigenen Bedürfnissen und inneren Ressourcen zu finden. Häufig steht der Schmerz im Vordergrund – er formt das Denken, Fühlen und sogar die Körperwahrnehmung.
Das Arbeiten mit Düften im Rahmen eines Duftcoachings eröffnet hier eine non-verbale, intuitive Ebene, die es ermöglicht, unterhalb der Schmerzschwelle wieder mit sich selbst in Kontakt zu kommen – sanft, achtsam und urteilsfrei.
Der Duftkompass als inneres Navigationsinstrument
In der Seminarreihe „Seelenbalance finden – den Duftbotschaften auf der Spur“ erleben die Teilnehmenden, wie ätherische Öle nicht nur auf physiologischer Ebene wirken, sondern vor allem emotionale Botschaften transportieren:
Erinnerungen, Körperempfindungen, Bilder, Gefühle – all das kann über den Duft spontan ins Bewusstsein treten.
Diese innere Resonanz ist oft der erste Schritt, um wieder ein Stück Verbindung zum eigenen Körper, zur eigenen Geschichte – und auch zur eigenen Kraft zu finden.

Gerade Menschen mit emotionalem oder chronischem Schmerz erleben das Riechen in diesem Kontext oft als erleichternd:
Nicht, weil der Schmerz verschwindet – sondern weil sich der innere Raum um den Schmerz weitet. Das allein verändert schon viel.
Warum das wirksam ist
Das Duftcoaching schafft einen sicheren Rahmen, in dem die Teilnehmer:innen ihr Empfinden erforschen, ohne analysieren oder bewerten zu müssen. Fragen wie:
-
„Was macht dieser Duft mit mir?“
-
„Was darf leichter werden?“
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„Womit will ich mich verbinden?“
helfen, eigene Ressourcen wiederzuentdecken – ein innerer Anker in Zeiten von Schmerz, Unsicherheit oder emotionaler Belastung.
Diese Form der Arbeit ist besonders hilfreich für Menschen,
-
die sich von der Sprache allein nicht mehr erreicht fühlen,
-
die mehr fühlen als erklären können,
-
oder die neben der schulmedizinischen Behandlung einen Zugang zu sich selbst suchen.
Düfte als Brücke zur inneren Stärkung
Im Duftcoaching geht es nicht um Diagnostik oder therapeutische Analyse – sondern um Stärkung, Selbstwahrnehmung und emotionale Regulation.
Ein gut gewählter Duft kann Halt geben, wo Worte fehlen – und Vertrauen aufbauen, wo Schmerz das Leben eng gemacht hat.
Die Erkenntnisse aus der emotionalen „Duftreise“ fließen in ganz praktische Anwendungen ein – in alltagspraktischen Anwendungen, die auf Achtsamkeit, Wahrnehmung und emotionale Selbstregulation ausgerichtet sind.
Spiritueller Schmerz – Wenn der innere Halt verloren geht
Neben körperlichen, emotionalen und sozialen Aspekten beschreibt das Total Pain-Modell von Cicely Saunders eine weitere, oft übersehene Dimension: den spirituellen Schmerz. Dieser zeigt sich nicht vordergründig durch Symptome, sondern durch ein tiefes inneres Erschüttertsein – etwa in Form von Sinnverlust, existenziellen Fragen oder dem Gefühl, den eigenen inneren Halt verloren zu haben.
Spiritueller Schmerz kann entstehen:
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nach schweren Diagnosen oder im Angesicht des Todes
-
in Lebenskrisen, die den gewohnten Glauben oder das Selbstbild infrage stellen
-
durch das Gefühl von Entfremdung – von sich selbst, von anderen, vom Leben
-
durch den Verlust von Hoffnung, Vertrauen oder spiritueller Zugehörigkeit
Menschen in solchen Situationen berichten oft von einem „inneren Leerlauf“, von Orientierungslosigkeit, vom Empfinden, dass nichts mehr trägt oder hält.
In der Aromatherapie sprechen wir nicht von Lösungen, sondern von Begleitung auf Augenhöhe – auch auf dieser stillen, spirituellen Ebene.
Düfte als stille Begleiter bei spirituellem Schmerz
Gerade dann, wenn Worte fehlen oder nicht mehr weiterhelfen, kann ein Duft Halt, Richtung und Vertrauen vermitteln – nicht als „Antwort“, sondern als leiser Impuls, sich wieder zu spüren, wieder zu atmen, wieder im Hier und Jetzt anzukommen.
Folgende ätherische Öle haben sich in der Begleitung spiritueller Krisen bewährt:
Weihrauch (Boswellia sacra / carterii)
-
klärend, zentrierend, tief beruhigend
-
wirkt auf das Atemzentrum, fördert innere Sammlung
-
unterstützt Prozesse der Selbsterkenntnis und inneren Reinigung
-
in vielen Kulturen als „Duft des Übergangs“ verwendet – zwischen Leben und Tod, zwischen Verzweiflung und Vertrauen
Zypresse (Cupressus sempervirens)
-
symbolisiert Übergänge, Wandlungsprozesse und Loslassen
-
hilft, Abschied zu nehmen – von Lebensphasen, Rollen oder Menschen
-
stabilisiert bei existenziellen Ängsten und Unruhe
- zentriert und ordnet neu
Vetiver (Vetiveria zizanioides)
-
verankert sanft im Körper, fördert innere Stabilität ohne zu starr und fest zu sein
-
hilfreich, wenn das Leben den Boden zu verlieren scheint
-
unterstützt den Mut, neuen Sinn und neue Ausrichtung zu finden
Grapefruit (Citrus paradisi)
-
vermittelt Leichtigkeit, Präsenz und Klarheit
-
unterstützt dabei, wieder in Kontakt zu treten – mit sich selbst und der Welt
-
besonders hilfreich bei innerer Resignation, Sprachlosigkeit oder Rückzug
-
wirkt anregend auf die Kommunikation – nicht nur im Außen, sondern auch im inneren Dialog
-
ein kraftvolles „Notfall-Öl“, wenn alles zu viel wird oder Orientierung fehlt
Grapefruit erinnert uns daran, dass Leichtigkeit kein Oberflächlichkeit bedeutet – sondern ein inneres Aufatmen, wenn sich Enge oder Schwere zu lange ausgebreitet haben. Ein idealer Duft, wenn wir den Zugang zu uns selbst verloren haben und eine sanfte Rückverbindung suchen.
Majoran (Origanum majorana)
- vermittelt Geborgenheit, wenn der Boden unter den Füßen fehlt
- hilft, überaktives Denken zu beruhigen und wieder in die Stille zu finden
- unterstützt das Loslassen alter Gedankenmuster und innerer Zwänge, bei allem was sich verkrampft anfühlt
- fördert ein Gefühl von innerer Sammlung und geschütztem Rückzug
- ein sanfter Begleiter in Zeiten von Sinnsuche, spirituellem Zweifel oder tiefer Erschöpfung
Majoran wirkt wie eine warme Decke in Momenten innerer Kälte. Er erinnert uns daran, dass wir nicht alles im Außen lösen müssen – manchmal beginnt Heilung dort, wo wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen. Ein tröstender Duft, der Raum für neue innere Ausrichtung schafft.
Atlaszeder (Cedrus atlantica)
- vermittelt Stabilität, Erdung und Orientierung
- hilft bei innerer Zerrissenheit, Unsicherheit oder Übergangssituationen
- stärkt das Urvertrauen – besonders in Zeiten von Trauer, Verlust oder Neuorientierung
Die Zeder steht wie kaum ein anderer Baum für Stärke, Würde und Beständigkeit. Ihr Duft vermittelt das Gefühl von innerem Halt – wie ein fester Stamm, der bleibt, auch wenn um ihn herum alles in Bewegung ist.
Zeder verleiht Mut und Kraft, wenn der Boden unter den Füßen fehlt – ein Duft für Zeiten des freien Falls.
Gleichzeitig trägt sie eine mahnende Klarheit in sich – fast väterlich – mit dem Impuls, sich aufzurichten, Verantwortung zu übernehmen und den Platz im Leben wieder einzunehmen.
Für Menschen auf der Flucht – innerlich oder äußerlich – kann Zeder an die Sehnsucht nach einem sicheren Ort erinnern: nach Wurzeln, Heimat, Ankommen.
Eichenmoos (Evernia prunastri)
• stärkt das Gefühl innerer Zugehörigkeit und Rückverbindung
• wirkt tief erdend – nicht durch Schwere, sondern durch sanfte Verankerung
• hilfreich bei spiritueller Orientierungslosigkeit oder innerer Heimatlosigkeit
• begleitet auf dem Weg zurück zum Wesentlichen – zur eigenen inneren Quelle
• unterstützt, wenn der Kontakt zu sich selbst verloren gegangen ist
Eichenmoos ist ein Duft für jene Momente, in denen das Leben seinen inneren Halt zu verlieren scheint. Wenn wir uns entwurzelt fühlen – nicht nur im Außen, sondern im eigenen Selbst –, erinnert uns dieser tiefe, moosige Duft daran, dass wir dazugehören: zu uns, zu unserer Geschichte.
Er hilft, die diffuse Sehnsucht nach „Zuhause“ nicht mit Antworten zu füllen, sondern mit Verbundenheit. Ein stiller Begleiter, der keinen Weg vorgibt – aber uns spüren lässt, dass der Weg zu uns selbst noch da ist.
Weißtanne (Abies alba)
- bringt Klarheit, Ordnung und ein Gefühl von innerer Weite
- unterstützt bei Erschöpfung, Rückzug oder dem Gefühl, „nicht mehr dazu zu gehören“
- hilft, sich emotional zu stabilisieren und neue Verbindung aufzubauen
Weißtanne wirkt wie ein tiefer Atemzug im Wald – klärend und vermittelt ein Gefühl von innerem Halt.
Besonders hilfreich bei innerer Orientierungslosigkeit, sozialem Schmerz oder dem Verlust des eigenen Platzes im Leben. Ein Duft, der ermutigt, sich wieder zu zeigen – und Schritt für Schritt zurück ins eigene Gleichgewicht zu finden. Ideal, um das Gefühl von Zugehörigkeit zu sich selbst und zur Welt wieder zu stärken.
Iris – Halt finden zwischen Himmel und Erde
Die Iris (Iris pallida) gehört zu den edelsten und zugleich feinsten Kostbarkeiten der Naturparfümerie und Aromatherapie. Ihr Duft ist pudrig, weich, fast ätherisch – wie ein Hauch von Licht auf der Haut.
In der Pflanzenwelt braucht die Iris viel Geduld: Ihre Wurzel, die kostbare Irisbutter, entwickelt ihr volles Aroma erst nach jahrelanger Reifezeit. Diese Zeit spiegelt sich auch in ihrer Wirkung wider: Iris begleitet tiefgreifende Prozesse, in denen es um Wandlung, Würde und innere Ausrichtung geht.
Gerade bei Trauer, Identitätsverlust oder seelischen Übergängen hilft Iris, wieder Zugang zur eigenen Essenz zu finden. Sie wirkt zentrierend, sanft stabilisierend – und verleiht den Mut, sich auch durch emotionale Stürme hindurch zu tragen.
In unserer Mischung „Engelsgleich“ bildet Iris eine der zentralen Duftnoten – fein eingebettet in eine Komposition aus:
-
Adlerholz (10 %) – geheimnisvoll, schützend, fast transzendent
-
Iris (1 %) – tröstend, würdevoll, klärend
-
Rose – öffnend, stärkend, liebevoll
– und weiteren naturreinen ätherischen Bio-Ölen
„Engelsgleich“ ist eine Duftmischung, die Geborgenheit und Anbindung vermittelt – wie ein schützender Schleier zwischen Himmel und Erde. Sie lädt ein, den eigenen Schmerz zu halten, ohne von ihm überwältigt zu werden.
Ein feiner Begleiter in Zeiten innerer Unruhe, Verlust oder seelischer Neuorientierung.
Anwendungstipp
Ob als sanfter Riechstift, im persönlichen Duftanker oder in einem duftenden Pflegeöl – die Mischung „Engelsgleich“ eignet sich besonders in Momenten, in denen die Seele Trost, Halt und leise Zuversicht braucht.
Inner Peace – ein feiner Impuls bei spirituellem Schmerz
Gerade bei innerer Leere, Sinnfragen oder dem Gefühl, vom eigenen Lebensweg abgeschnitten zu sein, kann eine sanfte, duftende Begleitung helfen, wieder Verbindung aufzunehmen – zu sich selbst, zum eigenen Inneren, zu etwas an was man glaubt.
Die Kombination aus Orangenblüten- und Weihrauchhydrolat bildet hier eine besonders tröstende Basis: Sie bringt Ruhe, Sammlung und eine stille Klarheit – ohne zu fordern, ohne zu analysieren. Gerade in Phasen des inneren Rückzugs oder nach seelischen Erschütterungen kann dies stabilisierend wirken.
Die beigefügten ätherischen Öle wie Vetiver und Iris wirken tief – sie stärken das Gefühl von Würde und Erdung und geben Orientierung, wenn gewohnte Halt gebende Strukturen wegbrechen. Vetiver wirkt dabei verankernd, Iris vermittelt Aufrichtung und inneres Licht.
Körperspray – Inner Peace
30 ml Orangenblütenhydrolat
20 ml Weihrauchhydrolat
20 Tropfen Solubol (Emulgator)
1 Tropfen Vetiver
6 Tropfen Iris 1%
optional 4 Tropfen Mandarine
Die ätherischen Öle zuerst mit Solubol mischen und dann mit den beiden Hydrolaten zusammen in eine Sprühflasche füllen.
Hydrolate sind in solchen Situationen oft die bessere Wahl: Sie wirken auf besonders feine Weise – weniger stark (fordernd), aber dafür sehr zugänglich für Menschen in sensiblen Lebensphasen. Orangenblütenhydrolat gilt in der Aromapflege als das wichtigste Akut-Hydrolat bei emotionalen Krisen – es kann in Sekunden stabilisieren und trösten.
Diese Rezeptur eignet sich zur täglichen Begleitung, aber auch für besondere Momente des Rückzugs, der Reflexion oder nach belastenden Gesprächen. Ein leiser, aber kraftvoller Beitrag zur Selbstfürsorge – gerade dann, wenn Worte fehlen.
Fazit: Ganzheitliche Begleitung statt „nur“ Symptombehandlung
In meiner Arbeit – ob in Seminaren, Coachings oder in der individuellen Aromaberatung – steht der ganze Mensch im Mittelpunkt. Schmerzen betreffen nie nur den Körper. Sie sind häufig ein vielschichtiges Zusammenspiel aus physischen Beschwerden, seelischen Belastungen und sozialen oder biografischen Erfahrungen.
Daher ist mein Ansatz stets ganzheitlich:
Ja, bei akuten Schmerzen können wir gezielt mit schmerzlindernden, entzündungshemmenden oder entspannenden ätherischen Ölen arbeiten – z. B. in Form von Einreibungen, Kompressen oder Aromamassagen.
Aber ich betrachte nie nur das Symptom.
Ich frage auch:
-
Was belastet emotional?
-
Welche Ressourcen sind gerade zugänglich – oder verschüttet?
-
Was braucht es, um wieder in innere Balance zu kommen?
So fließen psychische, emotionale und soziale Aspekte immer in die Auswahl der ätherischen Öle mit ein – ebenso wie die Lebensumstände der betroffenen Person. Denn Heilung – oder auch nur Linderung – braucht Raum, Resonanz und Individualität.
Die betroffene Person entscheidet mit
Besonders wichtig ist mir dabei:
Die betroffene Person wird immer aktiv einbezogen.
Nicht ich entscheide, welcher Duft “hilfreich” sein soll – sondern die Nase, das Empfinden und die Resonanz der jeweiligen Person führen den Weg. Die eigene Duftwahrnehmung ist ein Kompass, der in der aromatherapeutischen Arbeit ernst genommen und respektiert wird.
Das gilt für körperliche Schmerzbegleitung ebenso wie für emotionale Stabilisierung oder psychosomatische Themen.
Lernen mit Tiefe und Respekt: Was meine Seminarteilnehmer:innen mitnehmen
In meinen Seminaren – etwa in der Reihe „Seelenbalance finden – den Duftbotschaften auf der Spur“ oder dem Seminar „Ätherische Öle bei Schmerz & Angst“– vermittle ich genau diesen achtsamen, ressourcenorientierten Umgang mit ätherischen Ölen.
Die Teilnehmenden lernen:
-
Düfte nicht pauschal zuzuordnen, sondern individuell erlebbar zu machen
-
psychische Dynamiken hinter dem Schmerz wahrzunehmen
-
Aromatherapie nicht als schnelle Lösung, sondern als kraftvolle Unterstützung zu begreifen
-
und immer wieder: die betroffene Person mit ihren eigenen Wahrnehmungen in den Mittelpunkt zu stellen
Und zum Schluss:
Alle hier vorgestellten Anwendungen, Rezepturen und Impulse verstehen sich nicht als allgemeingültige Rezepte.
Sie sind Anregungen, Orientierungshilfen und Einladung zur Selbstwahrnehmung – nie in Stein gemeißelt.
Denn: Was heute hilfreich ist, kann morgen schon zu viel sein – oder gar nicht mehr passen. Und was für eine Person wunderbar funktioniert, kann für eine andere unangenehm sein. Genau darin liegt die Stärke einer achtsamen, ganzheitlichen Aromatherapie:
Sie hört zu. Sie begleitet. Sie wandelt sich mit dem Menschen.
Und sie erinnert uns daran, dass Heilung oft dort beginnt, wo wir uns selbst wieder wahrnehmen dürfen – mit allem, was gerade ist.
Wichtiger Hinweis in eigener Sache: Mein Herzensprojekt
Meine Enkeltochter Tilda ist mit ca. 3 Jahren an Zöliakie erkrankt. Zöliakie ist nicht einfach eine Unverträglichkeit oder eine Allergie, es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, welche bis heute nicht heilbar ist. Ihr junges Leben wurde von da an geprägt durch Disziplin, strikte glutenfreie Ernährung, Angst vor Kontamination, vor „Gluten-Unfällen“ und deren gesundheitlichen Folgen. Ein normales Leben im Alltag ist nicht mehr möglich. Wir haben in unsere Podcast Episode „Ein Krümel zuviel-Leben mit Zöliakie“ meine Tochter Maxi interviewt, die von den täglichen Herausforderungen und Hürden von Tilda und deren ganzer Familie berichtet.
Aufs Bild klicken um zum Podcast 159 bei Spotify zu gelangen:

Daraus ist in uns der Wunsch gewachsen etwas zu schaffen, was Betroffenen im Alltag hilfreich sein könnte, nämlich die Aufklärung von Mitmenschen, Lehrer*innen, Erzieher*innen und Mitschülern.
Dieses Handout ist mit viel Herz entstanden, um Verständnis und Rücksicht für Kinder mit Zöliakie zu fördern – in Kitas, Schulen, Familien und im Alltag. Es ersetzt keine medizinische Beratung, sondern will aufklären, einfühlsam erklären und sichtbar machen, was oft unsichtbar ist. Unser Ziel ist es, Kindern mit Zöliakie ein Stück Alltagssicherheit zu schenken – durch Wissen, Mitgefühl und kleine Veränderungen, die Großes bewirken können. Denn wenn wir verstehen, was wirklich hinter der „Extrawurst“ steckt, wird Rücksicht zur Selbstverständlichkeit. (klick hier)
Ich bin weder Ärztin noch Therapeutin – aber seit vielen Jahren fasziniert mich die Welt der Aromatherapie und die komplexen Zusammenhänge zwischen Naturdüften, Hormonen, Botenstoffen, Mikro- und Makronährstoffen. Mein Wissen habe ich durch intensive Weiterbildungen in Darmberatung, Nährstoffmedizin sowie Mikro- und Makronährstoffen vertieft. Für meine Seminare, Bücher und Artikel recherchiere ich leidenschaftlich, um spannende Erkenntnisse verständlich aufzubereiten.
✨ Wichtig: Ich bin keine Wissenschaftlerin – aber eine Wissenschafferin. Ich liebe es, Wissen zu sammeln, es greifbar zu machen und mit anderen zu teilen. Dieser Artikel ersetzt weder deinen Arzt/Ärztin, Therapeut*in noch deine Eigenverantwortung und ist in keinster Weise als Therapie gedacht. Er soll informieren, inspirieren und dein Bewusstsein zu schärfen.
Mir ist bewusst, dass ich keinen Anspruch auf absolute wissenschaftliche Korrektheit erhebe – mein Ziel ist es vielmehr, gesundheitsbewussten und interessierten Menschen einen einfachen, alltagstauglichen Zugang zu diesem faszinierenden Thema zu ermöglichen. Ich hoffe sehr, dass mir das mit diesem Artikel gelungen ist.
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Hallo,
Es ist gut und verständlich beschrieben, hat Lust auf mehr gemacht und auch wenn es doch ein langer Text war, hat man ihn gerne gelesen.
Sehr explizit geschrieben ! super intressant, viele meiner Lieblingsduefte gut beschrieben Danke 🫶
Wie immer ein toller Artikel, leicht verständlich und sehr informativ. Danke!!!
Ein absolut inspirierender und fachlich kompetenter Bericht -lichen Dank dafür !
Liebe Sabrina
Man erkennt wieder im Text den „ Herzensmensch „ der Du bist.
Danke für den tollen Beitrag!
Super Artikel! Hervorragend ausgedrückt und gestaltet. Wieder wunderbare Impulse, die ich bei meiner Arbeit wieder verstärkt in den Blick nehmen möchte.
Danke, Danke
Ein wirklich super interessanter Artikel. Wie verständlich du Wissen für Laien rüber bringst, ist wirklich eine Gabe. Da macht das Lesen wirklich Spaß.
Leider wird es heute ja einen bei gebracht und auch oft erwartet das man immer wieder über seine Grenzen hinaus geht(ob in Schule, Beruf oder Familienleben, hier wird der Druck und immer mehr Leistung erwartet), da ist es wirklich kein Wunder das die Seele und der Körper dann Stopp sagen und man krank wird, um endlich wieder auf seinen Körper zu hören.
Da muss echt ein Umdenken entstehen und den Menschen auch mehr Pausen und Entspannung zustehen (egal ob in Beruf, Familie, Schule), da wären wir alle auch wieder gesünder.
Vielen, vielen Dank für deinen super Artikel
LG Jen
Liebe Sabrina, Ich hab zwar den Beitrag aus Zeitgründen vorerst nur mal überflogen, aber schon einige Inspirationen entdeckt, die ich mir mischen werde, z.B. Inner Peace Spray. Danke! Herzliche Grüße Claudia R.
So viel Mühe!! Toll herausgearbeitet und übersichtlich gestaltet! Ganz herzlichen Dank dafür!
Ich arbeite seit 2007 mit Palliativ -Patienten und habe auch so gute Erfahrungen gemacht.
Viele Grüße von Christiane
Liebe Frau Herber!
Wieder wahnsinnig viel Information anschaulich und leicht verständlich gestaltet!
Hat mir wieder sehr gut gefallen! Danke!
lg. Sabrina
Ein wirklich sehr, sehr umfangreicher Artikel der mal wieder zeigt, dass doch auch die psychische Befindlichkeit bzw. unser Wohlbefinden nicht vergessen werden darf. Speziell wir Frauen kümmern uns meist immer um alle anderen an erster Stelle (machen wir ja gerne :)) bevor wir auch an uns denken. „Selfcare“ ist jedoch genauso wichtig und gar nicht egoistisch. Ein „Schmerz“ ist da ja dann doch das Stopp-Signal wie die rote Ampel.
Danke für die die ganze Mühe und die vielen kostenfreien Rezepturen!! 🙂
Vielen Dank für diesen wundervollen Artikel. Vor ein paar Wochen habe ich die Diagnose Arthrose (Pangonarthrose Grad 2-4) im Knie erhalten und immer wieder massive Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Dieser Artikel könnte wirklich genau für mich entstanden sein. So fundiert recherchiert und Zusammengefasst. Ein paar der Duftbeschreibungen haben mich förmlich angesprungen. Jetzt muss ich nicht stundenlang Bücher wälzen, sondern habe jede Menge Informationen in einem Artikel. Danke, Danke, Danke
Pingback: Schmerzen naturheilkundlich behandeln – Grauer-Magier.de
Liebe Sabrina,
wie immer ein wunderbarer Artikel, den Du mit viel Liebe geschrieben hast. Vielen Dank für dein tun.
Liebe Grüße Anja