Über die gefährliche Normalisierung der inneren Einnahme ätherischer Öle und den Wertewandel in der Aromatherapie
Es gibt Entwicklungen, die machen mich nachdenklich.
Und ja – auch traurig.
In den letzten Jahren beobachte ich etwas, das weit über einzelne falsche Empfehlungen hinausgeht. Es ist eine Verschiebung. Eine Veränderung in der Haltung. In der Ethik. In der Verantwortung.
Und sie betrifft die Aromatherapie in ihrem Kern.
Ätherische Öle sind Biochemie – keine Bonbons
Ätherische Öle bestehen aus hochkomplexen chemischen Verbindungen:
Monoterpene, Monoterpenalkohole, Sesquiterpene, Monoterpenketone, Phenole, Phenylpropane und viele weitere sekundäre Pflanzenstoffe.
Diese Substanzen sind unserem Körper nicht fremd.
Wir nehmen sie täglich auf – in Mikromengen:
wenn wir Kräuter schneiden
wenn wir Gewürze verwenden
wenn wir Obst und Gemüse essen
Genau in dieser natürlichen Dosierung sind sie Teil unserer Ernährung. Unser Stoffwechsel ist darauf ausgelegt, mit diesen Mengen umzugehen.
Derentscheidende Punkt ist jedoch: die Menge.
Ein einzelner Tropfen ätherisches Öl entspricht – je nach Pflanze – der konzentrierten Essenz von mehreren Hundert Gramm Pflanzenmaterial.
Wenn dann in sozialen Medien empfohlen wird, 20, 30 oder sogar 36 Tropfen täglich einzunehmen, sprechen wir nicht mehr von natürlicher Unterstützung. Wir sprechen von einer massiven biochemischen Herausforderung für den Organismus.
Unser Körper kann Mikromengen gut verarbeiten.
Große Mengen jedoch bedeuten:
starke Belastung der Leber
mögliche Reizung oder Schädigung von Schleimhäuten
Stoffwechselstress
potenzielle Organschädigungen
Das ist keine Dramatisierung. Das ist Pharmakologie. Das ist Toxikologie. Das ist Biochemie.
Natürlich bedeutet nicht automatisch harmlos.
Digitalis ist natürlich. Tollkirsche ist natürlich.
Entscheidend ist immer die Dosis.
Oregano & Co: Pro und Contra zur Einnahme ätherischer Öle
Phenole in Oregano und viele Monoterpen-Verbindungen greifen biologische Membranen an
Denn dafür hat die Natur diese faszinierenden Vielstoffgemische „komponiert“: Pflanzen können schließlich nicht in die Apotheke spazieren und sich Medikamente gegen Krankheitserreger kaufen. Sie sind mit eigenen Mitteln ausgestattet, viele davon stinken den Keimen gewaltig. Wissenschaftlich ausgedrückt: Naturdüfte, die uns Menschen eher gefallen, stören das Quorum sensing von krankmachenden Keimen. Quorum sensing ist die Kommunikation zwischen Lebewesen, diese „unterhalten“ sich mit Hilfe von Signalstoffen. (weiterlesen klick hier)
Versuch einer „Warzenentfernung“ mit Oregano
Eine mir bekannte junge Pflegende startete den Selbstversuch, ihre ungeliebte Warze am Ringfinger mit Oreganoöl loszuwerden.
Sie träufelte sich etwas davon auf die betroffene Stelle (Warze) und wickelte den Finger über Nacht zu, so dass auch das Oreganoöl gut auf der Warze verblieb.
Sie wunderte sich ein wenig über das unangenehme „Bitzeln“ an der Stelle und staunte nicht schlecht, als sie am nächsten Morgen den Verband entfernte.
Neben unsäglichen Schmerzen sah die Stelle wirklich furchtbar aus (siehe Fotos)
Ihre Fotos stellte sie uns mit der Bitte, diese zu veröffentlichen und möglichst viele Menschen vor solch einer fahrlässigen Anwendung zu warnen, zur Verfügung.
Ätherische Öle sind mächtige Heilmittel, die nicht „einfach so“ angewendet werden sollten. Auch die Kapseln, die dazu empfohlen werden, erläutern wir kritisch. Wir gruseln uns zudem über Anwendungen von Phenolen in beiden Weltkriegen. Das Handwerkzeug beizubringen, damit jede(r) selbstständig weiter über den Tellerrand schauen kann und nicht mit Glauben arbeiten muss – das ist unser Ziel.(klick hier)
Ein Feuerwerk von Historie leitete diese durchaus unterhaltsame Stunde ein, zunächst die amüsant-erschreckende Biografie des Mormonen und Gründers von Young Living, ein kurzer Schwenk zu den internen Streitigkeiten und die darauf erfolgende Gründung des neuen, inzwischen global agierenden, auch mormonisch geprägten Unternehmens, das Milliarden Dollar Umsätze macht. Ätherische Öle wurden zur Massenware und zum Wellness-Produkt, das zunächst auf „Plastikdosen-Parties“ gehandelt wurde und inzwischen mit teils illegalen Heilsversprechen auf missionarische Art über die „Social Media“ gehandelt wird. (klick hier)
Wenn Wiederholung Normalität schafft
Was mich jedoch fast noch mehr beschäftigt als die falsche Dosierung, ist ein gesellschaftliches Phänomen:
Wenn etwas oft genug gesagt wird,
wenn es laut genug gesagt wird,
wenn es von vielen wiederholt wird –
dann beginnt es normal zu wirken.
Selbst wenn es fachlich falsch ist.
In Podcasts und gesellschaftlichen Debatten spricht man von einem Moral- oder Sittenverfall, wenn unmoralisches Verhalten durch ständige Präsenz seine Schwere verliert. Wenn Skandale alltäglich werden. Wenn Grenzüberschreitungen nicht mehr irritieren.
Und genau das beobachte ich auch in Teilen der Welt der Aromatherapie.
Wenn Umsatz wichtiger wird als Verantwortung
Es wird öffentlich damit geworben, wie viel Geld man mit ätherischen Ölen verdienen kann.
Es wird propagiert, dass man Öle „einfach nehmen“ könne.
Es wird suggeriert, Fachwissen sei übertrieben oder unnötig.
Influencerinnen ohne fundierte Ausbildung erklären komplexe biochemische Vorgänge in 30-Sekunden-Videos. Große Followerzahlen ersetzen keine Fachkompetenz – wirken aber überzeugend.
Und je häufiger diese Inhalte erscheinen, desto normaler erscheinen sie.
Plötzlich gilt:
Maßlosigkeit als mutig
Vorsicht als übertrieben
Differenzierung als negativ
Fachliteratur als altmodisch
Das erschreckt mich.
Nicht, weil ich um meine eigene Position fürchte.
Sondern weil hier Gesundheit, insbesondere die von Kindern und vulnerablen Menschen, zur Nebensache wird.
Dieses Phänomen betrifft nicht nur die Aromatherapie
Bei aller Klarheit:
Das, was wir derzeit in der Aromatherapie beobachten, ist kein isoliertes Problem. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen.
Wir sehen es bei Saftkuren – obwohl wir wissen, dass es physiologisch sinnvoller ist, Obst zu kauen, die Ballaststoffe aufzunehmen, den Darm arbeiten zu lassen. Trotzdem trinken wir es, weil es uns als „Detox-Wunder“ verkauft wird.
Wir sehen es in der Kosmetik – mit Botox-Effekt-Versprechen, die an unserem Wunsch rühren, ein paar Falten weniger zu haben, jünger zu wirken, mithalten zu können.
Wir sehen es bei Nahrungsergänzungsmitteln, die Longevity versprechen – ohne dass jemand erwähnt, wie wichtig individuelle Diagnostik, Blutwerte und medizinische Begleitung sind.
Wir sehen es bei immer neuen Diäten, die „jetzt wirklich“ funktionieren sollen.
Wir sehen es bei Abnehmspritzen, ursprünglich für Menschen mit Diabetes entwickelt, die nun als Lifestyle-Produkt vermarktet werden – mit dem Versprechen von Schlankheit, Attraktivität und gesellschaftlicher Akzeptanz. Und trotz der vielen Nebenwirkungen tun alle so, als wenn nichts wäre.
In all diesen Bereichen werden komplexe medizinische und physiologische Zusammenhänge auf wenige Schlagworte reduziert.
Und oft sind es keine Fachleute, die diese Versprechen verbreiten – sondern Menschen mit Reichweite.
Wenn ich ganz ehrlich bin:
Auch ich bin schon darauf hereingefallen. Auch ich habe mich von gut gemachtem Marketing, von überzeugendem Auftreten, von der Wiederholung einer Botschaft beeinflussen lassen.
Und genau das erschreckt mich. Wie leicht ich/wir manipulierbar sind.
Wie sehr Wiederholung Wahrheitsgefühl erzeugt. Wie schnell unser Wunsch nach einfachen Lösungen unseren gesunden Menschenverstand übertönt.
Manchmal denke ich, vielleicht müssten wir tatsächlich einmal kollektiv den Kopf durchlüften. Mehr an die frische Luft gehen und uns (kongnitiv)bewegen.
Wieder lernen, Fragen zu stellen: Ist das realistisch? Ist das physiologisch plausibel? Wer profitiert von dieser Botschaft? Welche Qualifikation steht dahinter?
Vielleicht ist unser gesunder Menschenverstand nicht verschwunden. Vielleicht ist er nur überlagert von Lautstärke.
Und vielleicht beginnt Veränderung nicht mit einem großen Gegenangriff –sondern mit bewussterem Hinschauen.
Nebenwirkungen sind dokumentiert – und sie sind real
Wer glaubt, Nebenwirkungen ätherischer Öle seien reine Panikmache, sollte einen Blick in die Adverse Reaction Database (ARD) des Tisserand-Instituts werfen.
Robert Tisserand – einer der international renommiertesten Experten für Sicherheit ätherischer Öle – hat diese Datenbank ins Leben gerufen, um dokumentierte Nebenwirkungen systematisch zu erfassen.
In dieser Datenbank finden sich Berichte von Betroffenen selbst.
Jeder einzelne Fall wurde durch persönlichen Kontakt überprüft und, soweit möglich, mit zusätzlichen Informationen oder Bildmaterial ergänzt.
Mit der steigenden Beliebtheit ätherischer Öle nimmt auch die Zahl unsachgemäßer Anwendungen zu – und damit das Risiko von Nebenwirkungen.
Besonders problematisch sind:
unverdünnte Anwendungen
hochdosierte Anwendungen
langfristige Daueranwendungen
Erfasst werden derzeit vor allem Hautreaktionen, da diese sichtbar und gut dokumentierbar sind. Dazu zählen:
Irritative Kontaktdermatitis (Reizung)
Allergische Kontaktdermatitis
Nicht eindeutig zuordenbare Kontaktdermatitis
In seltenen Fällen sogar Anaphylaxie
Wichtig ist dabei die Differenzierung:
Die meisten Menschen reagieren nicht mit Nebenwirkungen auf ätherische Öle. Doch das Risiko steigt deutlich bei unsachgemäßer Anwendung. Und genau deshalb ist Aufklärung so entscheidend. Die Existenz dieser Datenbank ist kein Argument gegen Aromatherapie.
Sie ist ein Argument für verantwortungsvolle Aromatherapie.
Aromatherapie war nie laut
Die klassische Aromatherapie war geprägt von:
Respekt vor der Pflanze
Respekt vor dem menschlichen Körper
Respekt vor biochemischen Grenzen
Respekt vor Anbau, Ernte und Destillation
Respekt vor Dosierung
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenstoffe.
Sie sind kraftvoll.
Wirksam.
Wertvoll.
Aber sie sind keine Wundermittel.
Sie ersetzen keine gesunde Lebensweise.
Sie ersetzen keine medizinische Diagnostik.
Und sie sind nicht dafür gedacht, in unreflektierter Hochdosierung konsumiert zu werden.
Die Verantwortung derer, die es besser wissen
Je lauter falsche Empfehlungen werden, desto wichtiger wird die ruhige, fundierte Gegenstimme.
Seriosität war noch nie die lauteste Stimme im Raum, aber sie war immer die beständigste.
Es braucht Menschen, die erklären statt versprechen, die differenzieren statt vereinfachen und vor allem die Sicherheit über Umsatz stellen.
Es braucht Fachberaterinnen, gut ausgebildete Aromapraktiker, fundierte Literatur, unabhängige Schulen – auch wenn dort die Reichweite kleiner ist.
Wahre Expertise schreit nicht. Sie trägt Verantwortung.
Ein Plädoyer für Maß, Ethik und Haltung
Wir leben in einer Zeit, in der Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist. Doch Gesundheit darf niemals Teil dieses Spiels werden.
Die Frage ist nicht, was sich gut verkauft.
Die Frage ist, was fachlich vertretbar ist.
Und ja – es macht mich nachdenklich, wenn ich sehe, wie sich die Kultur der Aromatherapie verändert. Aber vielleicht ist genau jetzt der Moment, klarer denn je für Werte einzustehen.
Für Maß.
Für Wissen.
Für Integrität.
Für Achtsamkeit.
Ätherische Öle verdienen Respekt. Und Menschen verdienen Ehrlichkeit.
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Das ist kompaktes, wissenschaftlich begründetes und nachvollziehbares Wissen pur, keine langen Ausschweifungen in die Geschichte („bereits die alten Ägypter…“), keine esoterische Poesie, keine gefährlichen Überdosierungen. Stattdessen alle Informationen, die nötig sind, um ätherische Öle verantwortungsvoll und gesundheitsfördernd in Pflegeinstitutionen anwenden zu können, beispielsweise bei allen pflegerelevanten Ölen bis zu 15 Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Arbeiten – in kurzen Sätzen zusammengefasst.
Fast jedes Öl ist mit einem Foto der jeweiligen Duftpflanze illustriert, denn neuerdings geistern bei manchen Pflanzen völlig falsche Abbildungen im Internet herum (fast immer falsche Abbildungen von Bergamotte und Jasmin). Zudem sind mengenmäßig relevante Inhaltsstoffe durch Tropfen-Grafiken auf den ersten Blick erkennbar, wenn beispielsweise entspannend wirksame Düfte gesucht werden, kann ein großer blauer Tropfen der Wegweise sein.
Aromapraxis für Pflege- und Heilberufe: 20 ätherische Öle für über 150 Indikationen
von Eliane Zimmermann & Sabrina Herber
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Die leisen Erfolge, die uns tragen
Bei all der Kritik, bei all der gesellschaftlichen Analyse – möchte ich eines ganz bewusst sagen:
Eliane Zimmermann und ich freuen uns über jede einzelne Rückmeldung.
Über jede Nachricht von Menschen, denen es emotional schlecht ging – und die schreiben, dass eine Duftmischung, ein Rezepturvorschlag oder ein kleiner Impuls ihnen zumindest für einen Moment Erleichterung gebracht hat.
Über Frauen, die unseren Podcast zum Thema HPV gehört haben, unser Buch Aromatherapie für Frauen gelesen haben – und berichten, dass sich ihre Pap-Werte verbessert haben, nachdem sie begleitend unsere Rezepturen, etwa Zäpfchen, angewendet haben – selbstverständlich in medizinischer Begleitung.
Wir sprechen über ein ernstes Thema, das eher mit peinlichem Schweigen belegt ist. Es geht um besorgniserregende Pap-Werte, die einigen wenigen Frauen nach ihren Krebsvorsorge-Untersuchungen mitgeteilt werden müssen. Die zarte Schleimhaut des Gebärmutterhalses wird bei manchen Frauen durch Humane Papillomviren (HPV) in Gefahr gebracht, auch wenn eine Infektion damit meistens unbemerkt verläuft. Denn sie verursacht selten Beschwerden und geht dann wieder, heilt also – durch einen großartigen Einsatz des Immunsystems. Jedoch gibt es Ausnahmen, diese betraf unseren Gast Carola Meindl, die uns von ihrem teils mühsamen Weg berichtet. (klick hier)
Über Menschen mit einer Krebserkrankung, die erzählen, dass ihnen unter Chemotherapie weniger übel ist, weil sie für sich passende ätherische Öle entdeckt haben.
Über Rückmeldungen, dass Sanddornfruchtfleischöl dazu beigetragen hat, Hautreaktionen unter Bestrahlung zu lindern.
Wir freuen uns über diese kleinen, echten Erfolge und wir hängen sie nicht an die große Glocke. Wir behaupten nicht, es seien Hunderte oder Tausende spektakuläre Heilungen. Wir schreiben sie keiner einzelnen Firma zu. Wir sprechen nicht von Wundermitteln.
Es sind kleine Schritte und oftmals nur kleine Erleichterungen, kleine Alltagswunder. Und sie entstehen dort, wo Menschen achtsam, informiert und verantwortungsvoll handeln. Besonders berühren mich die Rückmeldungen von Pflegenden.
Von Pflegenden, Altenpflegerinnen, Palliativteams. Von Müttern, Vätern, pflegenden Angehörigen. Menschen, die im oft körperlich und emotional fordernden Alltag erleben, dass Aromapflege ein Stück Begleitung ermöglichen kann. Dass ein Duft beruhigen kann, eine Einreibung Nähe und Vertrauen schafft, dass ein kleiner Moment Wohlbefinden fördert und Würde bewahrt.
Das sind für mich die wahren Heldinnen und Helden. Sie haben verstanden, dass ätherische Öle keine Wundermittel sind.
Aber sie haben auch verstanden, dass sie eine wertvolle Möglichkeit komplementärer Begleitung sein können, ohne Hype, Allüren und ganz ohne große Heilversprechen.
Diese kleinen Erfolge machen mich glücklich und sie erinnern mich daran, warum ich das alles tue.
Weil ich noch jedes kleine Wunder zu schätzen weiß.
In eigener Sache
Seit über 20 Jahren unterrichte ich Aromatherapie. Und eines war mir von Anfang an wichtiger als Reichweite: Fundiertes Wissen.
Ich habe unzählige Fortbildungen besucht. Ich habe Bücher gekauft, Seminare besucht, Ausbildungen absolviert. Ich habe viel Geld, Zeit und Energie investiert, um Zusammenhänge wirklich zu verstehen – biochemisch, physiologisch, therapeutisch.
Nicht, um Recht zu behalten. Sondern um Menschen verantwortungsvoll begleiten zu können.
Auch heute bilde ich mich weiter. Still. Kontinuierlich. Selbstverständlich.
Wissen fällt nicht vom Himmel.
Und echtes Fachwissen entsteht nicht in 30-Sekunden-Reels.
Was viele nicht sehen:
Wir investieren Geld in unsere Plattform. Wir finanzieren unseren Podcast selbst – die Technik, die Plattform, den Schnitt, die Unterstützung im Hintergrund.
Wir investieren Stunden in Recherche, Vorbereitung und Aufnahme – Zeit, in der wir keine bezahlten Seminare halten.
Unsere Blogbeiträge sind frei zugänglich. Unsere Podcastfolgen sind kostenfrei.
Wir teilen Rezepturen, Hintergrundwissen, Einordnungen – auf Instagram, Facebook, WhatsApp.
Nicht, weil es sich finanziell „lohnt“. Sondern weil es sich menschlich richtig anfühlt.
Und ja – es ist manchmal frustrierend, wenn lautes, vereinfachendes Geschrei mehr Aufmerksamkeit bekommt als differenziertes Wissen.
Wenn schnelle Versprechen mehr Klicks bekommen als sorgfältige Einordnung.
Aber wir werden trotzdem nicht aufhören.
Denn Wissen darf leise sein. Aber es sollte nicht überhört werden.
Wenn dir Seriosität wichtig ist, wenn dir fundierte Hintergründe wichtiger sind als Heilversprechen, wenn du bereit bist, dich wirklich weiterzubilden – dann nutze diese Angebote.
Lies. Hör zu. Frag nach. Denk mit.
Nicht alles, was glänzt, ist Gold.
Und nicht alles, was leise ist, ist schwach.
Manches ist einfach nur verantwortungsvoll.
Oh ja … das ist ein ganz entscheidender Gedanke. 🌿
Und er gehört unbedingt in deinen Beitrag – nicht warnend im Sinne von Panik, sondern verantwortungsvoll im Sinne von Weitsicht.
Hier ist dein zusätzliches Kapitel – in deinem Ton, klar, ruhig, aber mit Nachdruck:
Wie wir gemeinsam dafür sorgen, dass leise Stimmen gehört werden
Wenn du meine Art der Aromatherapie teilst – fundiert, achtsam, verantwortungsvoll – dann kennst du dieses Gefühl vielleicht:
Dass man manchmal zögert, etwas zu sagen.
Dass man nicht „die Spielverderberin“ sein möchte.
Dass man keine Lust auf Diskussionen mit laut auftretenden Influencerinnen hat.
Ich verstehe das. Doch gerade jetzt braucht es Menschen, die ruhig und klar Position beziehen. Nicht aggressiv. Nicht belehrend. Sondern sachlich.
Jeder von uns kann dazu beitragen, dass Seriosität sichtbar bleibt:
Teile fundierte Beiträge weiter.
Empfiehl gute Fachliteratur.
Weise freundlich auf sichere Dosierungen hin.
Stelle Fragen, wenn dir etwas überzogen erscheint.
Unterstütze Bildungsangebote, die differenzieren statt versprechen.
Leise Töne wirken anders als laute. Sie brauchen manchmal länger. Aber sie wirken nachhaltiger.
Und es geht hier um mehr als persönliche Meinungen.
Wenn sich unsachgemäße Anwendungen häufen, wenn Kinder durch Fehlanwendungen Schaden nehmen,wenn hohe Dosierungen gesundheitliche Probleme verursachen, dann wird irgendwann nicht mehr nur über einzelne Influencerinnen gesprochen.
Dann gerät die gesamte Aromatherapie in Verruf.
Regulierungen entstehen fast immer dann, wenn ein Bereich sich nicht selbst verantwortungsvoll steuert.
Ich wünsche mir sehr, dass wir diesen Punkt niemals erreichen. Dass wir zeigen, dass Aromatherapie eine reflektierte, sichere und seriöse Praxis ist.
Denn ätherische Öle sind wertvolle Pflanzenessenzen. Es wäre tragisch, wenn ihre Nutzung eingeschränkt würde, weil Maßlosigkeit und Marketing die Oberhand gewonnen haben. Es lohnt sich, Haltung zu zeigen. Auch wenn es nicht immer populär ist. Auch wenn Reichweite langsamer wächst.
Integrität zahlt sich nicht in schnellen Klicks aus – sondern in Vertrauen.
Und Vertrauen ist das Fundament, auf dem nachhaltige Arbeit entsteht.
Wenn wir möchten, dass Aromatherapie auch in Zukunft verantwortungsvoll gelehrt und angewendet werden darf, dann beginnt das bei jedem Einzelnen von uns.
Passend zum Thema verantwortungsvoller Umgang dürft ihr diese Datei gerne weiterleiten, verlinken, ausdrucken, verteilen (Klick hier)Einnahme ätherischer Öle vs. Aromatisieren von Speisen – der kleine feine Unterschied (klick hier)
Über Titel, Erwartungen – und meine Rolle
Vor einigen Tagen erhielt ich eine Rückmeldung zu einem Seminar, das ausdrücklich für Laien konzipiert war.
Die Kritik lautete sinngemäß, ich hätte nicht mit „fachlichen medizinischen Hintergründen“ überzeugt, man merke, dass ich weder ärztlich noch medizinisch-heilpraktisch ausgebildet sei, vieles sei „lapidar formuliert“ gewesen.
Ich gebe zu: Solche Worte treffen erst einmal.
Nicht, weil ich Ärztin sein möchte. Nicht, weil ich etwas vortäuschen würde. Sondern weil ich seit über 20 Jahren mit großer Ernsthaftigkeit, Disziplin und finanzieller Investition lerne, lehre und Verantwortung übernehme.
Ich habe kein Medizinstudium. Ich habe kein Chemiestudium. Das sage ich klar und transparent.
Was ich habe, ist etwas anderes: Neugier. Ausdauer.
Die Bereitschaft, komplexe Zusammenhänge wirklich zu durchdringen.
Wenn ich etwas verstehen will, arbeite ich mich tief hinein. Ich zeichne Modelle. Ich entwickle Bilder. Ich strukturiere Inhalte so lange, bis sie nachvollziehbar werden. So ist auch mein „Dorf der Inhaltsstoffe“ entstanden – nicht als akademische Theorie, sondern als didaktisches Werkzeug, um Biochemie verständlich zu machen.
Meine Stärke liegt nicht im Titel. Meine Stärke liegt in der Übersetzung.
Ich sehe mich nicht als Medizinerin. Ich sehe mich als Brückenbauerin. Als Dolmetscherin zwischen Fachwelt und Alltag.
Und genau das scheint manchmal irritierend zu sein.
Denn wer aus einem medizinischen oder naturwissenschaftlichen Studium kommt, erwartet unter Umständen eine andere Tiefe, eine andere Terminologie, eine andere Art der Argumentation.
Das ist verständlich.
Doch meine Seminare sind keine universitären Fachfortbildungen. Sie sind Bildungsräume für Menschen, die verstehen wollen.
Für Therapeutinnen, Pflegende, Heilpraktiker*innen, gerne auch Ärzt*innen
Für beratend Tätige.
Für interessierte Laien.
Für Menschen, die lernen möchten, verantwortungsvoll mit ätherischen Ölen umzugehen.
Ich bilde in Aromatherapie aus.
Darin bin ich qualifiziert, erfahren und fachlich sicher.
Und ich behaupte niemals, Ärztin zu sein. Ich ersetze keine Diagnostik. Ich ersetze keine Therapie.
Ich erkläre Zusammenhänge.
Ich ordne ein.
Ich differenziere.
Gerade in einer Zeit, in der Lautstärke Fachwissen zu ersetzen droht, halte ich das für wichtiger denn je.
Vielleicht liegt genau hier der Kern:
Zwischen lautem Marketing und akademischer Fachsprache braucht es Menschen, die vermitteln.
Wichtig: Ich bin keine Wissenschaftlerin – aber eine Wissenschafferin. Ich liebe es, Wissen zu sammeln, es greifbar zu machen und mit anderen zu teilen. Dieser Artikel ersetzt weder deinen Arzt/Ärztin, Therapeut*in noch deine Eigenverantwortung und ist in keinster Weise als Therapie gedacht. Er soll informieren, inspirieren und dein Bewusstsein zu schärfen.
Mir ist bewusst, dass ich keinen Anspruch auf absolute wissenschaftliche Korrektheit erhebe – mein Ziel ist es vielmehr, gesundheitsbewussten und interessierten Menschen einen einfachen, alltagstauglichen Zugang zu diesem faszinierenden Thema zu ermöglichen. Ich hoffe sehr, dass mir das mit diesem Artikel gelungen ist.
Tatsächlich gehört dieser Beitrag zu den umfangreichsten Blogartikeln, die ich bislang geschrieben habe! Wenn du daraus Inspiration oder wertvolle Impulse mitnehmen konntest, freue ich mich über dein Feedback, einen Einkauf in meinem Shop oder einen kleinen Beitrag in die Spendenkasse.
Danke fürs Lesen und dein Interesse an der Welt der Düfte!
:: Was ist dir/Ihnen wert, im Bereich der ätherischen Öle über aktuelle Themen zu lesen, basierend auf seriöser Recherche? Seit 2009 kann dieses onlineMagazin zum Thema Aromatherapie kostenlos gelesen werden. Alle aktuellen und insgesamt weit über 400 Artikel über die Aromatherapie und die Aromapflege stehen euch und Ihnen hier kostenlos zur Verfügung. Meine durch Idealismus angetriebenen Recherchen, Übersetzungen, Zusammenfassungen und Einschätzungen verschenke ich, die technischen Kosten zum Betreiben einer datensicheren Website werden jedoch nicht weniger. Eine Spende kann zur Deckung dieser unsichtbaren Leistungen beitragen, ich freue mich zudem über eine Wertschätzung meiner Arbeit. Hier geht es zum Spendenformular.
Hinweis zu Dosierungen und unterschiedlichen Rezepturen
Wir werden oft gefragt, warum die Dosierung im Buch eine andere ist, als in unseren Podcasts, oder warum wir nun die eine oder andere Mischung für eine spezielle Anwendung mit unterschiedlichen ätherischen oder fetten Ölen empfehlen. Dies hat unterschiedliche Gründe, z.B. können wir in den Podcasts noch viele Erklärungen und Ergänzungen einfügen, wir können die Dosierungen für einzelne Menschen besser differenzieren als in Büchern. Ausserdem vergleichen wir auch die Inhaltsstoffe einzelner ätherischer Öle, so dass wir viele alternative Mischungen mit ganz unterschiedlichen Ölen empfehlen können, die jedoch allesamt gut funktionieren. Wir möchten damit auch aufmerksam machen, dass die Anwendung ätherischer Öle so vielfältig ist wie kaum eine andere naturheilkundliche Anwendung. Sicher – dazu braucht man das nötige “Know how” und sicherlich auch jahrelange Erfahrung.
13 Gedanken zu „Sittenverfall in der Aromatherapie-Welt? – Die leise Kunst des Duftes im Zeitalter des Geschreis“
Verina Elsner
Liebe Sabrina Herber,
Ich bin sehr froh, vor über einem Jahr auf WhatsApp auf Ihren Kanal gestoßen zu sein.
Ich wurde inspiriert, neugierig gemacht, informiert – immer in guter und richtiger ‚Dosis‘.
Als Lernende der alten Schule habe ich inzwischen diverse Fachliteratur ( ja, auch viele Bücher von Ihren und Eliane Zimmermann) , einige Webseminare und weitere Informationsquellen genutzt, um zu lernen, was Aromatherapie bedeutet.
Und auch selber viel gehört, was ich als erschreckend eingestuft habe.
Um so dankbarer bin ich für Ihrern Einsatz.
Bitte machen Sie so weiter – mit Herz, Liebe zum Detail und fundiertem Fachwissen.
Herzlichst, V. E.
Ein toller Beitrag.
Ich denke in der heutigen Zeit werden die Menschen von angeblichen „Experten“ dermaßen mit „Wissen“ zu geschüttet, das viele einfach vergessen haben, sich wieder selber zu informieren, mehre Seiten zu hören und sich danach eine Meinung zu bilden.
Und wenn wir eins in den letzten Jahren gelernt haben sollten, dann ist leider das was immer wieder laut wiederholt wird, oft nicht richtig oder zumindest nicht alles. Es wird für uns alle Zeit wieder mehr in die Eigenverantwortung zu kommen und da bist du liebe Sabrina und auch die liebe Eliane uns tolle Vorbilder.
Vielen Dank dafür❤️❤️❤️
Liebe Grüße
Jenny
Liebe Sabrina,
immer wieder Danke von Herzen. Ich habe so viel bei euch gelernt. Die Bücher sind immer wieder eine wunderbare Quelle. Die Fachbücher und viele andere von euch sind hier.
Ich werde nicht müde auf eure Seiten zu Verweisen, wenn in den Gruppen Fragen zu den ÄÖ auftauchen oder jemand Blödsinn schreibt. Dieser Tage habe ich noch den Artikel für Gürtelrose geteilt – so wertvoll.
Oft sehe ich, dass gar nicht bewusst ist, welche Pflanzenmengen in einem Tropfen stecken.
Leider wollen so viele Menschen nur noch schnelle Tipps und nicht mehr selbst Denken – Hinterfragen – Recherchieren.
Ich danke für eure leise, unermüdliche und so wertvolle Arbeit❤️
Herzliche Grüße
Susanne
Liebe Frau Herber,
mit Ihren Blog-Beiträgen und Podcasts zeigen Sie wahre Größe… denn die ist nicht laut, sie kommt nicht in schillernden Farben daher und schon gar nicht in 30 Sekunden Videos mit Beats unterlegt. Ihre Größe zeigt sich in Ihrem Wissen um die Kraft der ätherischen Öle, in Ihrem Verantwortungsbewusstsein, in Ihrer Menschlichkeit, Ihrem Vertrauen in sich selbst und wenn sie mit alldem gegen den Marketing-Strom schwimmen. Ich wünsche Ihnen atlaszedrige Standhaftigkeit, vetiverische Verwurzelung, orangige Leichtigkeit und vanillige Umarmungen – wann immer Sie diese brauche, um hoffentlich weiterzumachen.
Liebe Sabrina!
Ich habe schon ein Seminar von dir gebucht und mir auch ein paar Webinars von dir gekauft. Ich bin sehr froh, dass du es so erklärst, dass es ganz leicht verständlich ist. Denn mir würde es nichts nützen wenn deine Vorträge mit Fachwörtern gespickt sind. Das wäre für mich sehr anstrengend und ich würde wahrscheinlich nur ein Bruchteil verstehen. So sind deine Vorträge und auch die Informationen die Du weiter gibst, für die meisten von uns verständlich.
Ich bin auch sehr dankbar, dass du immer weiter machst und aufklärst gegen diesen Ölewahn im Netz. Der Umgang mit den ätherischen Ölen wird immer leichtfertiger. Ich finde es einfach Wahnsinn, wenn man den Kindern die Öle pur aufträgt, z.B. auf dem Scheitel, damit Sie sich besser konzentrieren können oder damit die Kinder nicht zur Logopädie gehen müssen.
Ich finde, wie du es immer sehr gut beschreibst, die ätherischen Öle sind wunderbare Unterstützer, aber man kann einfach nicht jedes Problem mit ihnen behandeln.
Herzliche Grüße Annette
Liebe Sabrina,
ich bin zutiefst beeindruckt und begeistert von diesem Beitrag. Meine Hochachtung!!
Leider kenne auch ich Frauen, die mit diesen überteuerten äth. Ölen der amerikanischen Firmen arbeiten und
beratungsresistenz sind.
Ich muss leider sagen wie „gehirngewaschen“.
Inzwischen habe ich es aufgegeben diese Frauen aufzuklären.
Ich selbst arbeite seit ca. 20 Jahren mit äth. Ölen in meinem Kosmetikstudio – beraten kann ich durch viele Seminare – die ich über die Jahre besucht habe.
Da wir jedoch jetzt in einem neuen Zeitalter endlich angekommen sind, denke ich, dass sich diese Problematik bald von selbst löst.
Die Aufklärung von Eurer Seite finde ich trotzdem sehr angebracht – vor allen Dingen, da Du und Eliane firmenunabhängig seit – was ganz wichtig ist.
Vielen herzlichen Dank für Eure Arbeit
und ganz liebe Grüße
Ursula
habe den Artikel gestern schon gelesen aber bin nicht zum kommentieren gekommen 😀
Was du beschreibst ist wirklich erschreckend und bereitet mir auch starkes Kopfzerbrechen, besonders da ich auch von „einer netten Bekannten“ eingeladen wurde an so einem Abend mal dabei zu sein und vielleicht dazu etwas zu sagen.
Da ein klares Marketing und Verkaufsstrategie hinter diesen Abenden steckt, die in Gesundheitstipps verkleidet sind, hätte ich wohl kaum zu einem reißenden Absatz der „Produkte“ beigetragen. In dem Zuge habe ich mich auch an den Weihrauch-Beitrag von Eliane erinnert, die wunderbar aufgeschlüsselt hat, was der Guardian in der Recherche über die Lieferkette und die damit verbundenen Zustände der Frauen die das Weihrauchharz sammeln müssen. Bei sowas empört sich etwas in mir, und für mich disqualifiziert sich dann eine ganze Firma die zwar greenwashing betreibt, aber mit Nachhaltigkeit nichts zu tun hat, weder im Einkauf noch Lieferkette noch Verkauf.
Wenn ich Reels auf Instagram sehe, wo ein sympathischer Produktentwickler im Nebensatz fallen lässt „da sind ätherische Öle drin, die können Allergien auslösen“ muss ich erstmal tief durchatmen, und differenzieren auf was er sich bezieht – und das das mit Aromapflege, Aromatherapie und Aromakultur nichts zu tun hat, sondern mit Plastikdöschen und Cremes mit zum Beispiel dem Logo mit Niveau das nicht enthalten ist 😀
Unsere Welt mit ihren diversen Einflüssen ist komplexer geworden, und wird immer komplexer, da zusammenhänge geschaffen werden, die vor 50 Jahren weder Thema waren, noch im Bewußtsein angekommen waren. Die Sättigung mit Komplexität steht direkt diametral entgegen unserer Plastizität unseres Hirns.
Sogesehen zeigt uns das, wie wichtig es ist mit Aufklärungsarbeit aka Leuchtturm da zu stehen, und auch immer und immer wieder auch die Basics herauszuholen und als Multiplikator zu verbreiten. (Mich erinnerte das an einen Satz von dir „Ich hab das Gefühl ich hab das alles doch schon erzählt“) Denn wenn du (stellvertretend für alle die verantwortungsvoll mit ätherischen Ölen, Hydrolaten und fetten Ölen umgehen) verstummst, ist niemand mehr da der auch nur ein Gegengewicht anbietet.
Wenn ich auch bei den Buchhändlern so schaue mit was für Werken die Sparte gefühlt geflutet wird, und wie wenig da meist drin steckt, wenn sie nicht grad von YL oder dT sind, dann sind es gerade die Werke von Eliane, Anusati, Katharina, Suasanna, Ruth, Monika und dir die wortwörtlich herausragen.
Zum Abschluß noch was schelmisches:
Lächle, denn du kannst nicht alle töten. Aber zumindest irritieren und vor den Bus locken 😀
U..a. aus „Zen, und die Kunst, … den Leuten nicht auf die Schnauze zu haben.“ ^^
Deine Frustration über solche Bemerkungen ist absolut verständlich, vor allem weil die enthaltenen Vorwürfe total unberechtigt sind.
Durch meine frühere Tätigkeit in einem medizinischen Beruf bin ich zu einem äusserst kritischen Menschen herangewachsen, sowohl was die Schul- als auch die Komplementärmedizin anbelangt.
Trotz (Un)ruhestand ist es mir sehr wichtig, mich kontinuierlich weiterzubilden und mich vor einer Anmeldung ausführlich über Inhalt und Mehrwert einer Aus-/Fortbildung zu informieren. Nicht mit dem Ziel damit meine Rente aufzubessern, sondern um selbstwirksam zu bleiben und die richtigen Entscheidungen in Bezug auf meine Gesundheit und die meiner Lieben zu treffen.
Als ich 2022 nach einer sehr langen Pause begann mich wieder mit dem Bereich der Aromatherapie zu befassen, war ich die erste Zeit im französischsprachigen Raum unterwegs. Bei meinen Recherchen stieß ich irgendwann auf einen Artikel in dem erwähnt wurde, dass sich der deutsche (englische) und französische Aromatherapie Ansatz vor allem durch die Dosierung und die innere Einnahme von ätherischen Ölen unterscheiden. Daraufhin habe ich angefangen parallel auf deutschsprachigen Websites zu recherchieren und bin durch Buchtipps auf deine und Elianes Bücher gestoßen und „du fil en aiguille“ (vom Faden in das Nadelöhr) auf eure tollen Podcasts, die ich mir allesamt angehört habe.
Über die Jahre hat sich eine große Auswahl an französischen und deutschen Fach- und Sachbüchern von anerkannten Aromaspezialist*innen in meinem Bücherregal angesammelt, die ich als Privatperson mehrmals pro Woche konsultiere. In meinem Alltag wende ich täglich ätherische Öle an. Dank der wiederholten, gut fundierten Aufklärung von Sabrina und Eliane zu den möglichen Risiken welche ein unüberlegter, hochdosierter Umgang mit ätherischen Ölen birgt, fühle mich inzwischen sicher dabei die verschiedensten Anwendungsformen zu benutzen. Wenn bei mir auch nur der leiseste Zweifel für die Anwendung eines ätherischen Öls aufkommt z.B. bei empfindlichen Menschen wie Kinder, Senioren oder Menschen mit chronische Vorerkrankungen, dann suche ich nach einer Alternative. Doch dazu braucht es ein breitgefächertes Grundwissen, v.a.
die Kenntnis der enthaltenen Wirkstoffe samt ihren (Neben-)Wirkungen (Aromachemie). Und um ein gutes Basiswissen und damit auch das Wissen um den verantwortungsvollen Umgang mit ätherischen Ölen zu erlangen, korrekt zu integrieren und zu verknüpfen durch Nachbereitung der Kursinhalte, braucht es nicht nur viel Zeit sondern vor allem auch die Fähigkeit die eigene Fachkompetenz sowie die der Wissensvermittler*innen in Frage zu stellen. Und die Bereitschaft im Zweifelsfalle in einem Fachbuch nachzuschlagen bzw., wenn gerade unterwegs, auf seriösen Internetseiten wie denen von Sabrina und Eliane nachzulesen.
Weil mich Aromatherapie/Aromapraxis von Tag zu Tag mehr begeisterte und ich beim Lesen aufkommende Fragen stellen wollte, habe ich zusätzlich zu meinem autodidaktischen Lernen, an zahlreichen kürzeren und längeren Webinaren von verschiedenen Anbietern (fr/d) teilgenommen, davon bereits 9 von Vivere. Das nächste ist gebucht.
Französische Rezepturen bleiben weiterhin interessant, doch ich benutze sie wie Grundmischungen und orientiere mich bei der Verdünnung mit Trägeröl oder Alkohol an den viel niedrigeren deutschen Dosierungsangaben (cf Dosierungskärtchen zum downloaden bei Vivere bzw. bei aromamama).
Was ich jedoch (von einigen wenigen Ausnahmen ausgenommen, die auch in der deutschen Aromatherapie als sicher eingestuft werden) ganz bewusst NICHT von der französischen Aromatherapie übernommen habe, ist die pure äusserliche Anwendung bzw. die innere Einnahme von ätherischen Ölen, denn ich bin weder Arzt/Ärztin noch Apotheker*in oder Naturopath*in, also nicht dafür geschult unerwartete Nebenwirkungen aufzufangen.
Liebe Sabrina, wenn ein Großteil deiner Leser*innen/Zuhörer*innen als Multiplikatoren fungieren indem sie, mit einem „klick“, die Links zu deinen Artikeln bzw den Podcasts an Lieblingsmenschen und Bekannte weiterleiten, dann erreichst du unzählige Menschen mit deinem Anliegen, den sicheren Umgang zu vermitteln und den guten Ruf der Aromatherapie zu schützen.
In diesem Sinne wünsche ich dir, liebe Sabrina weiterhin viel Kraft und Mut, um gehört/gelesen zu werden im Rahmen deines unermüdlichen Einsatzes für die Aufklärung im Bereich des sicheren Umgangs mit den ätherischen Ölen.
Danke für euren unermüdlichen Einsatz. Vor allem das Beleuchten der Inhalte von mehreren Perspektiven auch im entsprechenden Fachjargon, wenn notwendig. 😊
Und genau da liegt auch die Herausforderung – man fungiert als Dolmetscher und ihr versucht hoch komplexe Inhalte einfach dar zustellen, sodass jede/r etwas damit anfangen kann. Und wer euch kennt, weiß, dass ihr in der Biochemie auch unglaublich sattelfest seid… 💪
Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit der Aromatherapie und unterrichte selbst an der Uni, daher kenne ich auch die andere Seite und bin tagtäglich entsetzt, welches „Wissen“ sich in den sozialen Medien verbreitet…
Daher sehe ich es umso wichtiger, so viele wie möglich auf sämtlichen Ebenen zu erreichen, um Aufzuklären, zu Informieren und nicht zu Missionieren. Und vor allem, dran zu bleiben. 😊
Ich liebe auch eure Hinweise und Zusammenfassungen / Diskussionen aktueller Studien. 😊
Danke 😍
lg + alles gute
katrin
p.s.: ich würde auch gern wegen der Fotos für meinen Unterricht anfragen – gäbe es evt. eine Kontaktmöglichkeit mit der Pflegerin? 🙏
Ein ganz lieber Dank geht an die Menschen, die mich erwähnten und sich bei mir bedanken. Und an Menschen wie Sabrina, die den momentanen UNsinn, diese gefährlichen Behauptungen rund um ätherische Öle aufzeigen. Damit weniger langfristige Gesundheitsschäden durch falsche Anwendungen dieser maximalen Pflanzenkonzentrate bei möglichst vielen Menschen, vor allem bei Kindern, vermieden werden.
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Liebe Sabrina Herber,
Ich bin sehr froh, vor über einem Jahr auf WhatsApp auf Ihren Kanal gestoßen zu sein.
Ich wurde inspiriert, neugierig gemacht, informiert – immer in guter und richtiger ‚Dosis‘.
Als Lernende der alten Schule habe ich inzwischen diverse Fachliteratur ( ja, auch viele Bücher von Ihren und Eliane Zimmermann) , einige Webseminare und weitere Informationsquellen genutzt, um zu lernen, was Aromatherapie bedeutet.
Und auch selber viel gehört, was ich als erschreckend eingestuft habe.
Um so dankbarer bin ich für Ihrern Einsatz.
Bitte machen Sie so weiter – mit Herz, Liebe zum Detail und fundiertem Fachwissen.
Herzlichst, V. E.
Ein toller Beitrag.
Ich denke in der heutigen Zeit werden die Menschen von angeblichen „Experten“ dermaßen mit „Wissen“ zu geschüttet, das viele einfach vergessen haben, sich wieder selber zu informieren, mehre Seiten zu hören und sich danach eine Meinung zu bilden.
Und wenn wir eins in den letzten Jahren gelernt haben sollten, dann ist leider das was immer wieder laut wiederholt wird, oft nicht richtig oder zumindest nicht alles. Es wird für uns alle Zeit wieder mehr in die Eigenverantwortung zu kommen und da bist du liebe Sabrina und auch die liebe Eliane uns tolle Vorbilder.
Vielen Dank dafür❤️❤️❤️
Liebe Grüße
Jenny
Liebe Sabrina,
immer wieder Danke von Herzen. Ich habe so viel bei euch gelernt. Die Bücher sind immer wieder eine wunderbare Quelle. Die Fachbücher und viele andere von euch sind hier.
Ich werde nicht müde auf eure Seiten zu Verweisen, wenn in den Gruppen Fragen zu den ÄÖ auftauchen oder jemand Blödsinn schreibt. Dieser Tage habe ich noch den Artikel für Gürtelrose geteilt – so wertvoll.
Oft sehe ich, dass gar nicht bewusst ist, welche Pflanzenmengen in einem Tropfen stecken.
Leider wollen so viele Menschen nur noch schnelle Tipps und nicht mehr selbst Denken – Hinterfragen – Recherchieren.
Ich danke für eure leise, unermüdliche und so wertvolle Arbeit❤️
Herzliche Grüße
Susanne
Liebe Frau Herber,
mit Ihren Blog-Beiträgen und Podcasts zeigen Sie wahre Größe… denn die ist nicht laut, sie kommt nicht in schillernden Farben daher und schon gar nicht in 30 Sekunden Videos mit Beats unterlegt. Ihre Größe zeigt sich in Ihrem Wissen um die Kraft der ätherischen Öle, in Ihrem Verantwortungsbewusstsein, in Ihrer Menschlichkeit, Ihrem Vertrauen in sich selbst und wenn sie mit alldem gegen den Marketing-Strom schwimmen. Ich wünsche Ihnen atlaszedrige Standhaftigkeit, vetiverische Verwurzelung, orangige Leichtigkeit und vanillige Umarmungen – wann immer Sie diese brauche, um hoffentlich weiterzumachen.
Liebe Katharina, diese Wünsche sind einfach wundervoll – herzlichen Dank dafür <3
Liebe Sabrina!
Ich habe schon ein Seminar von dir gebucht und mir auch ein paar Webinars von dir gekauft. Ich bin sehr froh, dass du es so erklärst, dass es ganz leicht verständlich ist. Denn mir würde es nichts nützen wenn deine Vorträge mit Fachwörtern gespickt sind. Das wäre für mich sehr anstrengend und ich würde wahrscheinlich nur ein Bruchteil verstehen. So sind deine Vorträge und auch die Informationen die Du weiter gibst, für die meisten von uns verständlich.
Ich bin auch sehr dankbar, dass du immer weiter machst und aufklärst gegen diesen Ölewahn im Netz. Der Umgang mit den ätherischen Ölen wird immer leichtfertiger. Ich finde es einfach Wahnsinn, wenn man den Kindern die Öle pur aufträgt, z.B. auf dem Scheitel, damit Sie sich besser konzentrieren können oder damit die Kinder nicht zur Logopädie gehen müssen.
Ich finde, wie du es immer sehr gut beschreibst, die ätherischen Öle sind wunderbare Unterstützer, aber man kann einfach nicht jedes Problem mit ihnen behandeln.
Herzliche Grüße Annette
Liebe Sabrina,
ich bin zutiefst beeindruckt und begeistert von diesem Beitrag. Meine Hochachtung!!
Leider kenne auch ich Frauen, die mit diesen überteuerten äth. Ölen der amerikanischen Firmen arbeiten und
beratungsresistenz sind.
Ich muss leider sagen wie „gehirngewaschen“.
Inzwischen habe ich es aufgegeben diese Frauen aufzuklären.
Ich selbst arbeite seit ca. 20 Jahren mit äth. Ölen in meinem Kosmetikstudio – beraten kann ich durch viele Seminare – die ich über die Jahre besucht habe.
Da wir jedoch jetzt in einem neuen Zeitalter endlich angekommen sind, denke ich, dass sich diese Problematik bald von selbst löst.
Die Aufklärung von Eurer Seite finde ich trotzdem sehr angebracht – vor allen Dingen, da Du und Eliane firmenunabhängig seit – was ganz wichtig ist.
Vielen herzlichen Dank für Eure Arbeit
und ganz liebe Grüße
Ursula
Hallöchen liebe Sabrina,
habe den Artikel gestern schon gelesen aber bin nicht zum kommentieren gekommen 😀
Was du beschreibst ist wirklich erschreckend und bereitet mir auch starkes Kopfzerbrechen, besonders da ich auch von „einer netten Bekannten“ eingeladen wurde an so einem Abend mal dabei zu sein und vielleicht dazu etwas zu sagen.
Da ein klares Marketing und Verkaufsstrategie hinter diesen Abenden steckt, die in Gesundheitstipps verkleidet sind, hätte ich wohl kaum zu einem reißenden Absatz der „Produkte“ beigetragen. In dem Zuge habe ich mich auch an den Weihrauch-Beitrag von Eliane erinnert, die wunderbar aufgeschlüsselt hat, was der Guardian in der Recherche über die Lieferkette und die damit verbundenen Zustände der Frauen die das Weihrauchharz sammeln müssen. Bei sowas empört sich etwas in mir, und für mich disqualifiziert sich dann eine ganze Firma die zwar greenwashing betreibt, aber mit Nachhaltigkeit nichts zu tun hat, weder im Einkauf noch Lieferkette noch Verkauf.
Wenn ich Reels auf Instagram sehe, wo ein sympathischer Produktentwickler im Nebensatz fallen lässt „da sind ätherische Öle drin, die können Allergien auslösen“ muss ich erstmal tief durchatmen, und differenzieren auf was er sich bezieht – und das das mit Aromapflege, Aromatherapie und Aromakultur nichts zu tun hat, sondern mit Plastikdöschen und Cremes mit zum Beispiel dem Logo mit Niveau das nicht enthalten ist 😀
Unsere Welt mit ihren diversen Einflüssen ist komplexer geworden, und wird immer komplexer, da zusammenhänge geschaffen werden, die vor 50 Jahren weder Thema waren, noch im Bewußtsein angekommen waren. Die Sättigung mit Komplexität steht direkt diametral entgegen unserer Plastizität unseres Hirns.
Sogesehen zeigt uns das, wie wichtig es ist mit Aufklärungsarbeit aka Leuchtturm da zu stehen, und auch immer und immer wieder auch die Basics herauszuholen und als Multiplikator zu verbreiten. (Mich erinnerte das an einen Satz von dir „Ich hab das Gefühl ich hab das alles doch schon erzählt“) Denn wenn du (stellvertretend für alle die verantwortungsvoll mit ätherischen Ölen, Hydrolaten und fetten Ölen umgehen) verstummst, ist niemand mehr da der auch nur ein Gegengewicht anbietet.
Wenn ich auch bei den Buchhändlern so schaue mit was für Werken die Sparte gefühlt geflutet wird, und wie wenig da meist drin steckt, wenn sie nicht grad von YL oder dT sind, dann sind es gerade die Werke von Eliane, Anusati, Katharina, Suasanna, Ruth, Monika und dir die wortwörtlich herausragen.
Zum Abschluß noch was schelmisches:
Lächle, denn du kannst nicht alle töten. Aber zumindest irritieren und vor den Bus locken 😀
U..a. aus „Zen, und die Kunst, … den Leuten nicht auf die Schnauze zu haben.“ ^^
Ganz liebe Grüße,
Marc
Liebe Sabrina,
vielen Dank, dass Du nicht aufgibst!!!!
Liebe Grüße von Anne-Katrin Schmiedehaus-Engel
Liebe Sabrina,
Deine Frustration über solche Bemerkungen ist absolut verständlich, vor allem weil die enthaltenen Vorwürfe total unberechtigt sind.
Durch meine frühere Tätigkeit in einem medizinischen Beruf bin ich zu einem äusserst kritischen Menschen herangewachsen, sowohl was die Schul- als auch die Komplementärmedizin anbelangt.
Trotz (Un)ruhestand ist es mir sehr wichtig, mich kontinuierlich weiterzubilden und mich vor einer Anmeldung ausführlich über Inhalt und Mehrwert einer Aus-/Fortbildung zu informieren. Nicht mit dem Ziel damit meine Rente aufzubessern, sondern um selbstwirksam zu bleiben und die richtigen Entscheidungen in Bezug auf meine Gesundheit und die meiner Lieben zu treffen.
Als ich 2022 nach einer sehr langen Pause begann mich wieder mit dem Bereich der Aromatherapie zu befassen, war ich die erste Zeit im französischsprachigen Raum unterwegs. Bei meinen Recherchen stieß ich irgendwann auf einen Artikel in dem erwähnt wurde, dass sich der deutsche (englische) und französische Aromatherapie Ansatz vor allem durch die Dosierung und die innere Einnahme von ätherischen Ölen unterscheiden. Daraufhin habe ich angefangen parallel auf deutschsprachigen Websites zu recherchieren und bin durch Buchtipps auf deine und Elianes Bücher gestoßen und „du fil en aiguille“ (vom Faden in das Nadelöhr) auf eure tollen Podcasts, die ich mir allesamt angehört habe.
Über die Jahre hat sich eine große Auswahl an französischen und deutschen Fach- und Sachbüchern von anerkannten Aromaspezialist*innen in meinem Bücherregal angesammelt, die ich als Privatperson mehrmals pro Woche konsultiere. In meinem Alltag wende ich täglich ätherische Öle an. Dank der wiederholten, gut fundierten Aufklärung von Sabrina und Eliane zu den möglichen Risiken welche ein unüberlegter, hochdosierter Umgang mit ätherischen Ölen birgt, fühle mich inzwischen sicher dabei die verschiedensten Anwendungsformen zu benutzen. Wenn bei mir auch nur der leiseste Zweifel für die Anwendung eines ätherischen Öls aufkommt z.B. bei empfindlichen Menschen wie Kinder, Senioren oder Menschen mit chronische Vorerkrankungen, dann suche ich nach einer Alternative. Doch dazu braucht es ein breitgefächertes Grundwissen, v.a.
die Kenntnis der enthaltenen Wirkstoffe samt ihren (Neben-)Wirkungen (Aromachemie). Und um ein gutes Basiswissen und damit auch das Wissen um den verantwortungsvollen Umgang mit ätherischen Ölen zu erlangen, korrekt zu integrieren und zu verknüpfen durch Nachbereitung der Kursinhalte, braucht es nicht nur viel Zeit sondern vor allem auch die Fähigkeit die eigene Fachkompetenz sowie die der Wissensvermittler*innen in Frage zu stellen. Und die Bereitschaft im Zweifelsfalle in einem Fachbuch nachzuschlagen bzw., wenn gerade unterwegs, auf seriösen Internetseiten wie denen von Sabrina und Eliane nachzulesen.
Weil mich Aromatherapie/Aromapraxis von Tag zu Tag mehr begeisterte und ich beim Lesen aufkommende Fragen stellen wollte, habe ich zusätzlich zu meinem autodidaktischen Lernen, an zahlreichen kürzeren und längeren Webinaren von verschiedenen Anbietern (fr/d) teilgenommen, davon bereits 9 von Vivere. Das nächste ist gebucht.
Französische Rezepturen bleiben weiterhin interessant, doch ich benutze sie wie Grundmischungen und orientiere mich bei der Verdünnung mit Trägeröl oder Alkohol an den viel niedrigeren deutschen Dosierungsangaben (cf Dosierungskärtchen zum downloaden bei Vivere bzw. bei aromamama).
Was ich jedoch (von einigen wenigen Ausnahmen ausgenommen, die auch in der deutschen Aromatherapie als sicher eingestuft werden) ganz bewusst NICHT von der französischen Aromatherapie übernommen habe, ist die pure äusserliche Anwendung bzw. die innere Einnahme von ätherischen Ölen, denn ich bin weder Arzt/Ärztin noch Apotheker*in oder Naturopath*in, also nicht dafür geschult unerwartete Nebenwirkungen aufzufangen.
Liebe Sabrina, wenn ein Großteil deiner Leser*innen/Zuhörer*innen als Multiplikatoren fungieren indem sie, mit einem „klick“, die Links zu deinen Artikeln bzw den Podcasts an Lieblingsmenschen und Bekannte weiterleiten, dann erreichst du unzählige Menschen mit deinem Anliegen, den sicheren Umgang zu vermitteln und den guten Ruf der Aromatherapie zu schützen.
In diesem Sinne wünsche ich dir, liebe Sabrina weiterhin viel Kraft und Mut, um gehört/gelesen zu werden im Rahmen deines unermüdlichen Einsatzes für die Aufklärung im Bereich des sicheren Umgangs mit den ätherischen Ölen.
Ganz liebe Grüße
Danke für deinen Einsatz und das du weiter machst
Lg Karin
Danke für euren unermüdlichen Einsatz. Vor allem das Beleuchten der Inhalte von mehreren Perspektiven auch im entsprechenden Fachjargon, wenn notwendig. 😊
Und genau da liegt auch die Herausforderung – man fungiert als Dolmetscher und ihr versucht hoch komplexe Inhalte einfach dar zustellen, sodass jede/r etwas damit anfangen kann. Und wer euch kennt, weiß, dass ihr in der Biochemie auch unglaublich sattelfest seid… 💪
Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit der Aromatherapie und unterrichte selbst an der Uni, daher kenne ich auch die andere Seite und bin tagtäglich entsetzt, welches „Wissen“ sich in den sozialen Medien verbreitet…
Daher sehe ich es umso wichtiger, so viele wie möglich auf sämtlichen Ebenen zu erreichen, um Aufzuklären, zu Informieren und nicht zu Missionieren. Und vor allem, dran zu bleiben. 😊
Ich liebe auch eure Hinweise und Zusammenfassungen / Diskussionen aktueller Studien. 😊
Danke 😍
lg + alles gute
katrin
p.s.: ich würde auch gern wegen der Fotos für meinen Unterricht anfragen – gäbe es evt. eine Kontaktmöglichkeit mit der Pflegerin? 🙏
Ein ganz lieber Dank geht an die Menschen, die mich erwähnten und sich bei mir bedanken. Und an Menschen wie Sabrina, die den momentanen UNsinn, diese gefährlichen Behauptungen rund um ätherische Öle aufzeigen. Damit weniger langfristige Gesundheitsschäden durch falsche Anwendungen dieser maximalen Pflanzenkonzentrate bei möglichst vielen Menschen, vor allem bei Kindern, vermieden werden.