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Über die Anwendung und den sicheren Umgang mit ätherischen Ölen

Basics Ätherische Öle Teil 2

Was muss aufs Etikett?

Leider ist diese Frage nicht mehr ganz so unkompliziert zu beantworten wie noch vor ein paar Jahren, denn es kommt auf die vom Hersteller gewählte Deklaration an. 

Dieser hat die Möglichkeit aus folgende Optionen zu wählen:

  • Bedarfsmittel
  • Kosmetikum
  • Lebensmittel

Ist das ätherische Öl als Bedarfsmittel deklariert müssen folgende Hinweise auf dem Etikett zu finden sein:

  • Sicherheitshinweis
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen
  • Botanischer Name
  • Gewinnungsmethode
  • Pflanzenteil aus dem das ätherische Öl gewonnen wurde
  • Qualität z.B. kbA, konventionell, Wildsammlung
  • Herkunftsland
  • Zertifizierung/Kontrollstelle
  • Chargennummer
  • Beschreibung z.B. 100% naturreines ätherisches Öl
  • Füllmenge
  • Anwendungsempfehlung: Zur Raumbeduftung
  • Gefahrensymbole und Warnhinweise, je nach Öl individuell

PV Bedarfsgegenstand

Wenn das ätherische Öl als Kosmetikum zugelassen ist:

  • Sicherheitshinweise
  • Chargennummer
  • INCI = Ingredients
  • Zertifizierung/Kontrollstelle
  • Botanischer Name
  • Gewinnungsmethode z.B. Wasserdampfdestillation
  • Qualität
  • Herkunftsland
  • Beschreibung z.B. 100% naturreines ätherisches Öl
  • Dosierungsempfehlung für kosmetische Anwendunge nach Sicherheitsbewertung: 
    X Tropfen in 50 ml Mandelöl
  • Naturkosmetik Logo z.B. Natrue, BDIH, Demeter usw.
  • Herstellungsland
  • Füllmenge
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen (Dose mit geöffnetem Deckel)

PV Kosmetikum

Zu der INCI Liste eines ätherischen Öls ist folgendes zu erklären:

Deklarationspflichtig sind 26 natürliche Duftmoleküle, 18 davon stammen von natürlichen ätherischen Ölen. Diese Stoffe müssen seit 2005 auf der Verpackung gesondert aufgelistet werden, wenn bestimmte Konzentrationen überschritten werden.

Dies sind z.B. Inhaltsstoffe wie Linalool, Geraniol, Limonen

Dies ist der Grund warum auf der Flasche des Lavendelöls (Lavandula angustifolia) zusätzlich in der Inhaltsstoffliste auch Linalool und Geraniol aufgelistet werden muss, obwohl es sich dabei um einen natürlichen Bestandteil des ätherischen Öls handelt!

Genauso ergeht es auch dem Rosenhydrolat, immer wieder werde ich gefragt, warum denn in dem Hydrolat, obwohl man doch extra eins ohne Alkohol besorgt hat, nun Benzyl alcohol enthalten ist. Auch hierbei handelt es sich um einen natürlichen Bestandteil des Hydrolates und wird nicht zugeführt. Das Hydrolat ist frei von Alkohol! Bei Hydrolaten denen Alkohol beigemischt wird, steht dies deutlich auf dem Etikett.

Bei den Lebensmittelölen sind folgende Angaben auf dem Etikett nötig:

  • Sicherheitshinweis
  • Chargennummer
  • Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Liste der Bestandteile
  • Kontrollstellennummer
  • Verwendungszweg z.B. Würzessenz
  • Füllmenge

Die Vorschriften für eine bestimmte Etikettierung ist also von der Zulassung des Produktes abhängig! Dies wird wiederum vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Es kann aber durchaus vorkommen, dass ein und dasselbe ätherische Öl, also aus ein und dem selben „Faß“, als Lebensmittel, Kosmetikum oder Bedarfsgegenstand zugelassen wird. Am Ende haben dann aber alle ein anderes Etikett...

Wichtig:

Die Aussage, dass eine Firma bessere Öle hat, weil auf deren Etiketten keine Gefahrenstoffzeichen sind und ihre Öle sogar essbar sind, ist nicht unbedingt richtig!

 

Warum reicht der deutsche Name auf dem Etikett nicht aus?

Wie oben schon erwähnt sollte der botansche Name zusätzlich zum deutschen Pflanzenname auf dem Etikett stehen. Nur mit dieser genaueren Bezeichnung weiß man letztendlich genau welches ätherische Öl in der Flasche ist. 

Der botanische Pflanzenname ist immer lateinisch. Latein ist sozusagen in der Botanik die "Weltsprache". Dies ist so ähnlich wie, wenn Du auf Reisen gehst und fast überall auf der Welt mit Englisch verstanden wirst. Würde es diese einheitliche Namensgebung nicht geben, könnte es leicht zu Verwechslungen kommen wie z.B. bei der Virginia Zeder oder der Texas Zeder. Diese stammen von Juniperus-Arten und gehören nicht zu den Kieferngewächsen. Zudem ist ihre Zusammensetzung und Wirkung eine andere!

Ein weiteres Beispiel:

Kopie von Wusstest Du dass Melisse

 

 

Ätherische Öle sicher anwenden, aber wie?

Ätherische Öle sind Vielstoffgemische, sie bestehen oft aus weit über 100 einzelnen Inhaltsstoffen und sind in Ihrer Wirkung sehr komplex. Die Pflanze bildet sie als sekundäre Pflanzenstoffe z.B. um:

  • Fraßfeinde abzuwehren
  • Insekten zur Bestäubung anzulocken
  • sich vor Krankheiten zu schützen
  • Umwelteinflüsse wie Trockenheit, Hitze und Kälte zu kompensieren
  • in der Pflanzenwelt zu kommunizieren

Einige dieser Dinge machen wir Menschen uns zu nutze und wenden die ätherischen Öle z.B. als Parfum, zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten an.

Atherische Ole

Da in einem einzigen Tropfen die Pflanzenkraft von mehreren Körben voller Pflanzen steckt, werden ätherische Öle dementsprechend gering dosiert und in den allermeisten Fällen hoch verdünnt angewendet.

Für die Gewinnung von einem Liter Rosenöl werden ca. 3500 kg Rosenblüten benötigt, dies entspricht pro Tropfen ca 50 Rosenblüten. Stell Dir vor du gibst einen Tropfen Rosenöl in Deine Duftlampe, dann ist es, als ob du 50 duftende Rosen im Zimmer stehen hast. Bei zwei Tropfen wären es dann schon 100 Rosen, bei drei 150.....

Daher ist es für Anfänger auch so wichtig, sich an Rezepturen aus guter Fachliteratur zu halten und die Tropfen genau zu zählen!

Fachliteratur

Verantwortungsvoll dosieren

Dosiertabelle

 

Merke: "ein paar Tropfen" ist keine Mengenangabe!!!

 

Die ätherischen Öle werden in kaltgepresste Pflanzenöle (z.B. Mandel-, Oliven-, Johanniskrautöl) oder in Sheabutter, Kokosfett usw. verdünnt.

Je jünger und empfindlicher der Mensch, desto höher die Verdünnung!

 

Bei Säuglingen, Kindern, Schwangeren, schwerkranken und alten, gebrechlichen Menschen werden ätherische Öle nur in sehr geringer Dosierung verwendet.

Dosierkartchen Kinder

 

lies mehr im nächsten Teil...

TIPP
Unser Basisseminar (klick hier) ist so konzipiert, dass es auch für Anfänger der Aromatherapie einen guter Einstieg in die Welt der ätherischen Öle bietet.

 

 

 

 

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Basics Ätherische Öle Teil 1

Für mich und viele alte Hasen und Häsinnen ist der tägliche Umgang mit ätherischen Ölen und ihre Anwendung so selbstverständlich wie das Zähneputzen. Durch meine administrative Tätigkeit in verschiedenen Facebook Gruppen und Gesprächen mit Menschen in meinem Umfeld, erlebe ich es immer wieder, dass so viele überhaupt nicht wissen, wie sie ätherische Öle richtig einsetzen können.

Dies hat mich dazu veranlasst eine kleine Serie über die wichtigsten Basics zu starten und ist für Einsteiger bestens geeignet um sich schnell mit dem Thema vertraut zu machen.

Geschichtliches

Die Verwendung ätherischer Öle geht vermutlich bis in die Zeit um 3000 v. Chr. zurück. In dieser Zeit wurden schon Blüten und Kräuter destilliert um Hydrolate zu gewinnen. Diese Destillate sind nicht mit den ätherischen Ölen der heutigen Zeit zu vergleichen. Auch die Erwähnung verschiedener "Essenzen" in der Bibel beweist nicht, dass es sich um die Verwendung ätherischer Öle oder der erwähnten Pflanze handelt. 

Später haben die Araber dann die Destillation neu entdeckt und im Mittelalter weiterentwickelt. Die Franzsosen nutzten allerdings die teueren Düfte (im Mittelalter) nicht nur als Parfum, sondern vor allem um unangenehme Körperausdünstungen zu übertünchen, denn waschen war sozusagen "out".

Im zwanzigsten Jahrhundert prägte dann vor allem der franzsösische Chemiker René-Maurice Gattefossé (* 1881 bei Lyon; † 1950 in Casablanca) die heutige Aromatherapie maßgeblich mit. Bei einem Laborunfall erlitt er schwerste Verbrennungen mit einer schweren Wundbrandinfektion. Diese damals noch tödlich verlaufende Infektion behandelte er mit Lavendelöl. Der Erfolg der Behandlung veranlasste ihn sich der Aromatherapie voll und ganz zu widmen.

Heute werden ätherische Öle nicht mehr nur für die Raumbeduftung verwendet, sondern finden Einsatz in der Schulmedizin und der Pflege. Mittlerweile gibt es hunderte Studien über die Wirksamkeit z.B. bei Tumorerkrankungen, bei multiresistenten Keimen, zur Schmerzreduktion und vielem mehr.

Was sind eigentlich ätherische Öle?

Das Wort "ätherisch" bedeutet soviel wie "himmlisch". Ätherische Öle werden aus vielen Pflanzen und unterschiedlichen Pflanzenteilen gewonnen. Es handelt sich um hochkonzentrierte pflanzliche Stoffe. Ein ätherisches Öl ist ein sogenanntes Vielstoffgemisch und enthält nicht selten mehrere hundert unterschiedliche Inhaltsstoffe. Diese entstehen durch verschieden Stoffwechselprozesse in der Pflanze.

Ätherische Öle sind nicht wasserlöslich! Dies bedeutet, wenn sie als Bade- oder Waschzusatz verwendet werden, müssen sie zuerst emulgiert werden.

Mögliche Emulagoren für Badezusätze sind:

  • Salz
  • Sahne oder Kaffeesahne
  • Honig
  • Pflanzenöl wie z.B. Mandel- oder Olivenöl

Wichtig: Vermische erst das ätherische Öl mit dem Emulgator und gib dann diesen Mix dem Bade- bzw. Waschzusatz zu.

Dosierung:

Vollbad: max. 5-10 Tropfen ätherische Öle

Fuß- oder Handbad: 2-4 Tropfen ätherische Öle

Beachte: Zitrusöle können gerade in Verbindung mit warmem Wasser die Haut empfindlicher Menschen reizen.

 

Zurück zur Frage was ätherische Öle eigentlich sind....

Ätherische Öle sind das essentielle einer Pflanze, sie schützen diese und liefern ihr Energie!

 

Wie werden ätherische Öle gewonnen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ätherische Öle aus den Pflanzen herauszulösen:

  • Wasserdampfdestillation
  • Kaltpressung
  • Alkoholextraktion
  • Absolues
  • Co-Destillation
  • Enfleurage

Die häufigste Gewinnungsmethode ist die Wasserdampfdestillation. Die meisten therapeutisch verwendeten ätherischen Öle werden so gewonnen.

Hierbei wird Wasser erhitzt bis es verdampft, der Wasserdampf steigt durch das Pflanzenmaterial hindurch und nimmt die wasserlöslichen und die wasserunlöslichen (ätherischen Öle) Bestandteile "huckepack" und entreist diese der Pflanze. Nun muss der Wasserdampf abgekühlt werden. Daraus entsteht nun das ätherische Öl, welches sich wieder vom Wasserdampf abscheidet, da es ja wasserunlöslich ist und das  sogenannte Hydrolat.

Im Hydrolat befinden sich nun die wasserlöslichen Bestandteile der Pflanze wie z.B. Phenylethanol im Rosenhydrolat oder die Rosmarinsäure uvm.

Merke: Das Hydrolat ist ein Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation und kann auch nur hierbei gewonnen werden!

 

Soviele Pflanzen - so wenig ätherisches Öl:

Wusstest Du dass

 

Buchempfehlung: 

Hydrolate von Eliane Zimmermann, ISBN: 978-3-200-03370-2

 

Wie erkenne ich

 

Einkaufsmöglichkeiten

Einkaufsempfehlungen 1

 

Dosierungsempfehlungen im Überblick

Expose Buchprojekt 1

Weitere Informationen, Tipps und Anregungen demnächst im Teil 2!

 

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Herbst - Abschied

Unverkennbar sind die ersten Zeichen des Herbstes draußen in der Natur sichtbar - die Blätter verfärben sich, meine Wildblumenwiese ist verblüht und ich werde das Gefühl nicht los, dass ein Abschied naht.....Der Sommer hat sich schon tagelang nicht mehr blicken lassen! Heute ist zudem die Tag-Nacht-Gleiche.

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In meinem Umfeld wütet ein heftiger krippaler Infekt und die ersten "Erkältungsöle" müssen ausgepackt werden - wie gut, dass wir beim Wickelseminar vorgestern viel geübt haben. Eine große Auswahl an antiviralen und antibakteriellen, sowie immunmodulierenden ätherischen Ölen stehen zur Auswahl klick hier

Raum- und Handspray "Keimschreck"

50 ml Wodka

bei der Handspray Variante 5 ml Jojobaöl gegen 5 ml Wodka austauschen

5 Tropfen Thymian linalool
3 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Angelikawurzel
5 Tropfen Zitrone
5 Tropfen Manuka

Ich persönlich nehme bei Halsschmerzen 2 - 3 tägl. einen Teeflöffel Sanddornfruchtfleischöl pur ein, es wirkt entzündungshemmend, schleimhautregenerierend und leicht schmerzlindernd.

Schüttelemulsion mit Sanddornfruchtfleischöl in eine Sprühflasche füllen

25 ml Rosenhydrolat
5 ml Sanddornfruchtfleischöl
1 Tropfen Neroli
zum besprühen der Mundschleimhaut und des Rachens.

 

Ich mag den Herbst mit seiner wunderbar warmen Farbenpracht und dem Duft von reifem Obst und die frische Luft am Morgen.

Jetzt werden die Tage schnell kürzer, und ich habe mit Entsetzen festgestellt, dass es schon gegen 20 Uhr dunkel wird. Für viele Menschen beginnt nun die dunkle Jahreszeit und eine Melancholie bis hin zu depressiven Verstimmungen macht sich breit.
Oft spricht man von Winterdepression. Die Ursachen hierfür sind Mangel an natürlichem Tageslicht in Kombination mit sinkenden Temperaturen.

Es ist anzunehmen, dass der Neurotransmitter Seretonin am Mechanismus der zur Winterdepression führt, beteiligt ist. Fehlt dem Gehirn Serotonin, versucht es den Mangel auszugleichen, in dem wir große Lust auf Süßes bekommen.

Der Zusammenhang zwischen Tageslicht und Stimmungslage lässt sich folgendermaßen erklären: An kurzen Lichtarmen Tagen trifft zu wenig Tageslicht auf die Netzhaut des Auges. Aufgrund einer Nervenverbindung der Netzhaut mit der Epiphyse (Zirbeldrüse) kommt es dann zu einer vermehrten Ausschüttung von Melatonin. Die Melatonin-Produktion erfolgt in der Zirbeldrüse im Stammhirn aus der Aminosäure Tryptophan über die Zwischenstufe Serotonin.
Die Folge der übermäßigen Melantonin-Ausschüttung: Unsere innere Uhr gerät außer Takt. Man wird müde, schlapp und die Laune lässt zu wünschen übrig.

Viele weitere Anregungen und praktische Tipps gibt es dazu auch im Seminar "Mit Aromatherapie durchs ganze Jahr" klick hier


Ein wichtiges ätherisches Öl und ein guter Helfer ist hierbei immer die Bergamotte (Citrus aurantium var. bergamia). Vor ca. 2 Jahren habe ich ein besonders tolles Bergamotteöl in die Hände bekommen:
Citrus bergamia Risso et Poiteau.

Sogar eine Analyse konnte ich dazu bekommen:

ca. 22 % Linalylacetat
ca. 6 % Linalool
ca. 53 % Limonen

Der Duft ist wunderbar herb, dennoch sehr fruchtig und warm. Meiner Meinung nach das beste Bergamotteöl was ich je gerochen habe!!!

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In der Umgebung von Reggio di Calabria wächst die Bergamotte. Erntezeit ist von November bis Februar. Was die Bergamotte eigentlich ist und warum sie gerade hier fußgefasst hat, darüber gibt es viele Geschichten, aber am nahe liegensten ist wohl dies: Irgendwann gelang die Bergamotte auf die Kanarischen Inseln, dort entdeckte sie Kolumbus und nahm sie mit nach Reggio di Calabria.

Die Bergamotte ist ein Baum aus der Zitrusfruchtfamilie und gehört zu den Rautengewächsen wie die Zitrone und Orange. Entstanden ist sie durch eine Züchtung, nämlich die Kreuzung von Bitterorange und Zitrone.

Da man die Früchte wegen ihres bitteren Geschmackes eher weniger genießt, wird aus den Schalen meistens nur die Bergamotte-Essenz, mittels Kaltpressung gewonnen.

In der Aromatherapie wird das Öl wegen seiner stimmungsaufhellenden, antidepressiven und hormonregulierenden Wirkung sehr geschätzt. Der angenehme, frische und warme Duft der Essenz ist ein echter Stimmungsaufheller. Die angstlösende und nervenentspannende Wirkung wurde sogar von dem Mailänder Osmotherapeut Prof. Rovesti wissenschaftlich belegt. Die Bergamotte wirkt doppelt, sie kann anregen, aufmuntern und Licht in den Alltag bringen, aber auch entspannen und beruhigen, je nachdem mit welchen Ölen man sie mischt. Sie ist eine der flexibelsten Essenzen, da sie sich den beigemischten Ölen anpasst.

Sie ist die einzige Zitrusfrucht mit einem bedeutend hohen Ester-Anteil (z.T. über 60 %), die Zitrone hat im Vergleich dazu nur ca. 1 % Ester. Durch den hohen Esteranteil kann die Essenz der Bergamotte die Seretonin- und Encephalinproduktion anregen. Sie wirkt entspannend, harmonisierend und stimmungsaufhellend. Encephaline stimmen heiter und können das Schmerzempfinden reduzieren.


Wirkung:

Stark stimmungsaufhellend, erfrischend, antiseptisch, antiviral, desodorierend, psychisch ausgleichend, verdauungsanregend, gegen Winterdepression


Haupt-Indikation:

Depressionen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Unruhe, Distress, Appetitlosigkeit


Nebenwirkungen:

Stark photosensibilisierend durch das Furanocumarin Bergapten. Nach Massagen oder Bädern sollte man nicht in die Sonne oder auf die Sonnenbank gehen.


Die Bergamotte nennt man auch den “Lavendel unter den Zitrusölen” und tatsächlich erlebe ich es in meinen Seminaren immer wieder, dass die Teilnehmer bei den Riechübungen, die Bergamotte oft mit dem Lavendel verwechseln.

Aus der Duftkommunikativen Sicht ist die Bergamotte ein Lichtbringer - wir nennen Sie auch gerne mal die Taschenlampe. Die bedeutet zum einen, dass sie das Licht am Ende des Tunnels sein kann (in der Dunkelheit der depressiven Verstimmung), aber sie kann auch Probleme zu direkt und grell beleuchten, was zu einer starken Ablehnung führt (hier ist derjenige einfach noch nicht bereit, sich seinem Problem anzunehmen), in diesem Fall greife ich dann eher zur Blut-Orange (ein guter Stresslöser) oder zur Grapefruit (fördert die Kommunikation).

Es ist immer wieder spannend Menschen mit den Duftkommunikationen Gesprächen und begleiten und ihnen die ätherischen Öle an die Hand zu geben, welche sie gerade gut gebrauchen können!

Wer diese Art der Aromatherapie zusätzlich lernen möchte, kann dies in unseren Dufkommunikationsseminaren mit Christine Lamontain hervorragend tun. klick hier

 

Mischung im Roll on bei nervösem Herzrasen

10 ml Jojobawachs
5 Tropfen Bergamotte
4 Tropfen Melisse 10 % (von Farfalla)
1 Tropfen Kamille römisch
1 Tropfen Zeder
2 Tropfen Rose türkisch 10 %

Duftlampe "Herbstlicht"

4 Tropfen Bergamotte
2 Tropfen Kamille römisch
1 Tropfen Sandelholz oder Ho-Blätter


Massageöl "Lichtblick"

50 ml Johanniskrautöl
4 Tropfen Bergamotte
3 Tropfen Neroli
2 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Petit Grain bigarade

Bergamotte-Rosen-Zucker

250g Rohrohrzucker
6 Tropfen Bergamotte
4 Tropfen Vanilleextrakt
2 Tropfen Rosenöl 10%

Außerdem genieße ich einen Tropfen Bergamotte-Öl in einem Liter Mineralwasser, denn beim Aufdrehen der Flasche kommt mir die Sonne entgegen. 

Zu der Bergamotte gesellen sich im Herbst noch andere Zitrusöle, die unsere Stimmung heben.

Erstaunlich finde ich immer den Gesichtsausdruck der Seminarteilnehmer, wenn ich den sogenannten "Kitteltaschenduft" herumreiche - augenblicklich sehe ich in grinsende Gesichter! Kaum jemand findet das ätherische Öl der Grapefruit nicht gut und möchte den Duftstreifen überhaupt nicht mehr weiterreichen.

Die Grapefruit fördert aus Duftkommunikativer Sicht die Kommunikation und kann auch in schwierigen Momenten die Situation "entschärfen".

zitrusposterViele Informationen rund um die Zitrusöle und ihre Wirkung findest Du auf unserem Poster klick hier

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Kann Aromatherapie bei Neugeborenen mit Opioid-Entzug helfen?

Diese Frage stellten sich Dr. Shook und Dr. Daniel. Beide arbeiten als Ärzte in der neanatologischen Abteilung des Klinikums in Kentucky.

Als Neonatales Abstinenzsyndrom bezeichnte man man in der Medizin eine Entzugssymptomatik bei Neugeborenen drogenabhängiger Mütter. Dabei kommt es zu Tremor, Zittrigkeit, Muskelhypertonus, kurze Schlafphasen, schrillem Schreien und Symptomen des Magen-Darm-Traktes. Es ist insbesondere bei Konsum von Hartdrogen mit Atemstörungen zu rechnen. Das Auftreten von akuten Atemnotsyndromen bei diesen Säuglingen ist erhöht. (Quelle Wikipedia) Die Behandlung kann eine Opiatersatztherapie erfordern und zu langen Krankenhausaufenthalten führen.

Dr. Lori Shook und Dr. John Daniel von der Neonatologie-Abteilung des Kentucky Kinderkrankenhauses in Lexington, Kentucky erforschen die Auswirkungen der Aromatherapie bei der Behandlung des neonatalen Abstinenzsyndroms (NAS). Bestehende kleine Studien über die Verwendung von ätherischem Lavendelöl versprechen eine Verringerung einiger o.g. Symptome.

Dieses Team von Ärzten im Kentucky Kinderkrankenhaus untersucht die Wirksamkeit eines Lavendel- und Kamille-Inhalations-Patches von BioEsse zur Verbesserung von Stress und Schlaf bei Säuglingen, die sich einer Behandlung für NAS unterziehen müssen. In erster Linie sollten Ängste, Unruhe und Stress gemindert werden.

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Dr. Shook und Dr. Daniel haben 2015 eine Pilotstudie mit positiven Ergebnissen bei der Verwendung der o.g. Aromatherapie, als eine adjunktive Behandlung für Babys gestartet. Seitdem nahmen 40 Säuglinge mit dem Neonatalen Abstinensyndromdie an der Studie teil. Die Aromatherapie wurde als komplementäre Maßnahme zu den notwendigen medizinischen Maßnahmen angewendet. 

Diese Säuglinge erhalten eine Aromatherapie, bestehend aus den ätherischen Ölen von Lavendel und Kamille, zusätzlich zur Standardpflege, die Morphin-Ersatz-Therapie, Säuglingsmassage und Musiktherapie. Die Patches der Firma BioEsse TM enthalten 50% Lavendel und 50% Kamille und geben ihren Duft über einen Zeitraum von 2-8 Stunden ab.

Die Vergleichsgruppe erhielt die gleiche Behandlung jedoch ohne die Aromatherapie Patches.

Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass Babys, die Aromatherapie erhielten,  durchschnittlich 6,4 weniger in der Klinik verbleiben mussten, als Kinder die ohne ätherische Öle behandelt wurden. Zudem berichten die Forscher von geringeren Dosierungen der erforderlichen entzugsfördernden Medikamente.

Die Wirkung der ätherischen Ölen hat auch einen wirtschaftlichen Vorteil:

Die Verkürzung der Aufenthaltsdauer eines NAS-Kindes in der Klinik reduziert aber auch ´ medizinischen Kosten. Ein Tag  Behandlung  kostet etwa
$ 5.000 für ein Baby.
Die Studie deutet darauf hin, dass Aromatherapie-Patches, bei etwa zwei Dollar pro Stück die Kosten erheblich reduzieren kann.

Die patentierten Inhalationsflecken werden in Minnesota von Bioesse Technologies hergestellt.

Ein umfangreicher Artikel zu der Studie kann hier nach gelesen werden: http://tisserandinstitute.org/addicted-from-birth/?utm_source=Tisserand+Institute&utm_campaign=18dd4051fa-EMAIL_CAMPAIGN_2017_07_26&utm_medium=email&utm_term=0_3ee447cf2f-18dd4051fa-424733649

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Lavendel - immer und immer wieder einen Beitrag wert!

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Ich bin ja bekennender Lavendel Fan und daher bekommt er auch jedes Jahr auf´s Neue einen Artikel gewidmet. Es ist mir unmöglich an meinem Lavendel, der in meinem Garten an jeder Ecke zu finden ist, vorbei zu gehen ohne ihn mit den Händen zu streifen und den wundervollen Duft tief einzuatmen!

Vor vielen Jahren, als Teebaumöl seinen Siegeszug in deutschen Haushalten einhielt, wurde er als "Tausendsassa" bezeichnet - dies möchte ich ihm nun höchst offiziell absprechen - bestenfalls ist er ein "Hundertsassa". Wenn ein ätherisches Öl überhaupt diesen Namen "Tausendsassa" verdient hat, dann der LAVENDEL!!!

Wie bei vielen anderen Ölen gibt es auch den Lavendel in unterschiedlichen Varianten, welche man auch deutlich in ihrem Geruch, Aussehen und ihrer Wirkung unterscheiden muss.

Der Lavendel, den ich als "Tausendsassa" und Allrounder bezeichnen würde ist der Lavandula angustifolia/vera und wird unter dem deutschen Namen Lavendel fein, Lavendel extra, Wilder Berglavendel oder Berglavendel angeboten.

In der Aromatherapie/Aromapflege verwenden wir vor allem Lavendel fein und extra (Lavandula angustifolia), Speiklavendel (Lavandula latifolia), Schopflavendel (Lavandula stoechas) und Lavandin (Lavandula hybrida).

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Auf dem mit Eliane Zimmermann gemeinsam gestalteten Lavendelposter findest Du viele wertvolle Informationen über den Lavendel. Dieses und zwei weitere Poster können hier (klick) bestellt werden.

Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
Der offizielle oder „echte“ Lavendel führt uns in die höheren Lagen der Haute Provence. Dort wächst er ab 500 m. Auf diesen Feldern wachsen viele unterschiedliche Lavendelpflanzen. Lavendel fein enthält mehr als 100 Inhaltsstoffe. Dies ist einer der Gründe für die vielseitige Anwendung dieses Klassikers der Aromatherapie.

Lavendel extra (Berglavendel usw.)
Hierbei handelt es sich um den wilden Berglavendel aus der Haute Provence.
In den Bergen der Haute Provence, auf über 800 bis 1200 m Meereshöhe, wächst der wilde Berglavendel, ein feiner Lavendel von höchster Qualität mit wertvollen Inhaltsstoffen.  Er riecht kräftiger und schärfer als der Lavendel fein. Sammlergruppen ernten dort in mühevoller und harter Arbeit diese Wildsammlung, denn dort kann nicht maschinell gearbeitet werden wie unten in der Ebene.  Ihn nennt man auch „Heillavendel“.

Den Lavendel fein verwendet man in der Aromapflege für Einreibungen, Massagen, Bäder und in der Duftlampe.

Lavendelöl wird außerdem in der Pflege eingesetzt zur Dekubitusprophylaxe, für beruhigende Waschungen, Einreibungen, Fußbäder usw. 

Auch bei der Arbeit mit demenziell Erkrankten ist Lavendelöl eines der wichtigsten ätherischen Öle, wenn es z.B. in der Biographiearbeit, Unruhe, herausvorderndes Verhalten, Schlafstörungen uvm. 


Lavendel extra kann als wertvolleres, inhaltsstoffreicheres der Lavendelöle seinen Einsatz z.B. bei Verbrennungen, Hautwunden, Pilzerkrankungen, Verletzungen, Insektenstichen usw.  finden.

Diese beiden Lavendelarten sind zwei von wenigen ätherischen Ölen, welche man unter bestimmten Vorraussetzungen, auch mal pur auf der Haut verwenden darf.

Weitere Lavendelarten:

Lavandin (Lavandula hybrida)

auch als "Putzlavendel" bekannt, ziert die Bilder und Postkarten tiefblauer Lavendelfelder aus der Provence.

Der Lavandin hat im Gegensatz zum Lavendel fein einen relativ hohen Anteil an Kampfer und wirkt dadurch eher anregend und wenn sich so mancher unwissende Lavendelöl Käufer wundert, dass er nicht einschlafen kann, sondern eher angeregt sich die Nacht um die Ohren schlägt, dann hat er unwissentlich Lavandin eingekauft. Lavandin wird häufig auf den Ölfläschchen auch als Lavendel deklariert und wenn die botanische Bezeichnung auf dem Etikett fehlt, weiss man eben nicht genau um welchen Lavendel es sich handelt! Er ist kontraindiziert bei Säuglingen und Menschen mit hohem Blutdruck.

Lavandin ist eine Kreuzung aus Lavandula angustifolia und Lavandula latifolia.

 Ausschnitt lavendel poster

Speiklavendel (Lavandula spica)

ein breitblättriger (latifolia) Lavendel, der ca. 28 % 1,8-Cineol enthält, weshalb man ihn z.B. auch bei Bronchitis und Schnupfen, sowie rheumatischen und athritischen Schmerzen einsetzt. Sein Kampfergehalt liegt bei ca. 16 %, daher durchblutungs- und auswurffördernd.

Speiklavendel ist anregend und belebend, fördert die Gehirntätigkeit und könnte daher in Mischungen zur Aktivierung demenziell Erkrankter eingesetzt werden. Da der Borneongehalt (Kampfergehalt) stark schwanken kann, sollte man als Laie bei der Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern eher vorsichtig sein.

Schopflavendel (Lavandula stocheas)

auch Schmetterlingslavendel genannt. Dieser Lavendel hat einen sehr hohen Monoterpen-Ketongehalt von bis zu 70 % (zusammengesetzt aus ca. 25% Borneon und ca. 45% Fenchon). Neben seinen ausgezeichneten auswurffördernden, antibakteriellen, zellregenierenden und entzündungshemmenden Wirkung, besitzt er nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Er kann neurotoxisch und Abortiv wirken und sollte deshalb nur von erfahrenen Aromafachleuten verwendet werden!

Lavendel

 

Der Lavendel fein oder der Lavendel extra ist als ätherisches Öl schon eine Hausapotheke für sich, ob als erste Hilfemittel bei Verbrennungen, Insektenstichen oder Kopfschmerzen, bei Verletzungen, Hautpilz, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Bronchitis, Ohrenschmerzen, Juckreiz, Krämpfen und vielem mehr.....

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Aber nicht immer ist der Lavendel die richtige Wahl wenn es um Unruhe und Ein-und Durchschlafstörungen geht: So kann es sein, dass ein unruhiger, schlafloser Patient wunderbar einschlafen kann, wenn man ihm den Duft des Lavendels auf einer Kompresse ans Bett legt - aber genauso habe ich es erlebt, dass Patienten mit dem Duft des Lavendels eher noch wacher und unruhiger werden. Dies kann auf persönliche Erfahrungen, Erinnerungen und Abneigung zurückzuführen sein oder aber wenn man den Lavendel einmal aus der duftkommunikativen Sicht betrachtet - kann es sein, dass der Patient nicht einschläft, weil er noch "unerledigte" Dinge mit sich herumschleppt.
Egal warum, dieser Patient benötigt einen anderen  Duft!

In meinen Seminaren gebe ich viele Rezepturen weiter, meist diktiere ich diese meinen Kursteilnehmerinnen und oft bekomme ich zu hören: "Lavendel ist ja in fast jeder Rezepurt mit dabei."

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Auch das Buchcover meines im Oktober erscheinenden Buches wird vom Lavendel geziert - wie sollte es anders sein (klick hier)

 

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Hier ist dier Schmetterling ganz angetan vom Duft des Lavendel. Das ätherische Öl wird häufig aber auch zur Abwehr von Insekten verwendet, so z.B. auch im Kleiderschrank zur Abwehr von Motten. Ausserdem soll der Lavendel einen großen Beitrag zur Eindämmung der Pest gehabt haben. Die Menschen "parfumierten" sich mit Lavendelessenz, dieser Duft hielt die für die Übertragung von der Ratte auf den Menschen, verantwortlichen Flöhe fern!

 

Wusstest Du, dass man das ätherische Öl der Bergamotte als den Lavendel unter den Zitrusölen bezeichnet und die Bergamotteminze den Lavendel unter den Minzen nennt?

 

Die Kinderminze

Dies hängt mit dem gemeinsamen Inhaltsstoff Linalylacetat (Ester), der in allen drei Ölen in erheblicher Menge vorkommt und besonders entspannend auf Körper und Seele wirkt, zusammen.

Lavendel gehört zu den am besten erforschten Heilpflanzen – mittlerweile gibt es ziemlich viele Studien über die Wirksamkeit des ätherischen Lavendelöls.

Studie Zahnarztangst

 

Insta Forschung

 

Eine  Studien die große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat ist die Studie das Lavendelöl innerlich eingenommen gegen Angst wirkt.

Laut dieser Studie von Prof. Siegfried Kasper (Medizinische Universität Wien), die im  September 2009 auf einem Phytotherapie-Kongress veröffentlicht wurde, kann sich das Mittel Lasea mit Lorazepam, das normalerweise als Anxiolytikum (gegen Ängste) verschrieben wird, ohne Probleme messen, nur dass es kaum Nebenwirkungen hat (außer das man evtl. aufstoßen muss und dadurch den Geschmack von Lavendel im Mund hat). Eliane hat seinerzeit in Ihrem Blog darüber ausführlich berichtet (klick hier).

Der Arzt und Psychologe Dr. Helmut Niederhofer verabreichte einem 13-jährigen Jungen, der seit sieben Jahren an ADHS leidet Lavendelöl. Dreimal täglich schluckte der Teenager eine Lasea-Kapseln. Der behandelnde Arzt sagt abschließend, dass es sich vermutlich um die erste placebokontrollierte Einzelfallbeobachtung von Lavendelöl bei ADHS handelt. Die deutlich geringere Reduktion der Symptome als bei der Gabe von Psychostimulanzien spreche für weitere systematischen Studien in diesem Bereich, auch wenn bei Nicht-Psychostimulanzien wie Desipramin (trizyklisches Antidepressivum) die Erfolge ähnlich gut aussehen. Quelle: blog.aromapraxis.de (klick hier)

Lavendelhydrolat

Das Lavendelhydrolat ist für mich unverzichtbar geworden – es lindert Juckreiz jeglicher Art, hat eine sanfte beruhigende Wirkung und wirkt schmerzlindernd und kühlend bei Sonnenbrand.

Ein Sprühstoß des blumigen Pflanzenwasser unter die Zunge kann Nervosität und Unruhe lindern.

Summersplash

25 ml Lavendelhydrolat
25 ml Rosenhydrolat
1 Tropfen Palmarosa
1 Tropfen Ho-Blätter

Das Lavendelhydrolat ist anders zusammengesetzt als das ätherische Öl, so fehlen ihm die beruhigenden Ester. Der Geruch ist daher weniger blumig sondern eher krautig/frisch, bei manchen Hydrolaten aber auch ein wenig cumarinartig, also mit einer leichten Note nach angetrocknetem frisch gemähten Gras.

Bewährte Rezepturen mit Lavendel:

After Sun Öl

100 ml Aloe Vera Mazerat oder Kokosöl

15 Tropfen Lavendel fein

3 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota)

2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)


Antimykotische Mischung (Vaginalmykose)

100 ml Jojobaöl

6 Tropfen Lavendel extra

4 Tropfen Palmarosa (Cympobogon martinii)

4 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)

4 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)

2 Tropfen Teebaum, ganz frisch (Melaleuca leucadendra)

5 Tropfen Rose türkisch 10%ig (Rosa damascena)

die Mischung in eine Weithalsflasche füllen, dreimal tägl. einen Tampon eintauchen und einführen. Das ganze mindestens eine Woche lang durchführen, danach die Dosierung für eine Woche auf 2 x tägl. reduzieren. 

Anwenderinngen berichten immer wieder von einer Besserung innerhalb von Stunden, sowie einem sehr gepflegten und duftenden Hautgefühl!

Roll on- "konzentriert geht´s wie geschmiert"

10 ml Jojobaöl oder Weizenkorn

3 Tropfen Lavandin

3 Tropfen Rosmarin cineol

3 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)

 

Dekolte Spray - Lavendelfeld

30 ml Wodka

20 ml Lavendelhydrolat

3 Tropfen Lavendel fein

7 Tropfen Lavendel Kashmir (ein Lavendel fein aus Indien, wundervoll blumiger Duft (->klick hier)

5 Tropfen Ho-Blätter (Cinnamomum camphora)

5 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)

3 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)

3 Tropfen Benzoe siam (Styrax benzoe)

4 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)

Durch die Bergamotte kann die lichtempfindlichkeit der Haut erhöht werden!

Eins der beliebtesten Pflegemischungen in Altenheimen und Krankenhäuser ist die Mischung

 

Haut-Im-Takt

50 ml Olivenöl

15 Tropfen Lavendel fein

wirkt hautpflegend, beruhigend, juckreizstillend und kann als komplementäres Pflegeöl zur Unterstützung bei der Dekubitusprophylaxe eingesetzt werden.

Notfall-Mischung z.B. für die Reiseapothke (ähnliche Mischung wie bei Ruth v. Braunschweig)

1 Teil Lavendel extra

1 Teil Cistrose

1 Teil Manuka

1 Teil Immortelle

Zusammenfassend kann man sagen, der Lavendel ist schon eine kleine Hausapotheke und sollte daher dort auch nie fehlen!

Anwendungsbereiche:

  • Erkältungskrankheiten
  • Ohrenschmerzen (gut kombinierbar mit Cajeput und Zwiebelwickel)
  • Fieber (als Kompresse, auch mit Lavendelhydrolat)
  • Kopfschmerzen (z.b. mit Majoran oder Pfefferminze)
  • hohem Blutdruck (hier mit Ylang-Ylang und Narde)
  • Krampfadern oder Venenentzündung (als Quarkwickel z.b. mit Cajeput, Zypresse und Rosengeranie)
  • Bauchschmerzen (auch seelisch bedingt, dann z.B. mit Kamille römisch)
  • Akne (auch als Kompressen oder punktuell auch pur)
  • Verbrennungen oder Sonnenbrand
  • Narbenpflege (z.B. mit Weihrauch, Muskatellersalbei, Rosengeranie)
  • Stomapflege (siehe klick hier)
  • Gürtelrose (z.B. mit Melissenhydrolat, Rosengeranie u. Eukalyptus citriodora)
  • uvm.

Bei Insektenstichen, kleinen Verbrennungen und Sonnenbrand darf der Lavendel  als eines der wenigen ätherischen Öle auch mal pur aufgetragen werden, aber achte immer darauf, dass der Lavendel möglichst „frisch“ ist, denn auch die Monoterpenalkohole reagieren empfindlich auf Sauerstoff und das ätherische Öle brennt dann auf der Haut.

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