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Über die Anwendung und den sicheren Umgang mit ätherischen Ölen

Vom Selbstpflegedefizit zur Selbstpflegekompetenz

..... so lautet das Thema unseres 2-tägigen Praxisworkshop (klick hier) der erstmalig am 18./19. Februar stattfindet.

PicMonkey Collage

Die Selbstpflege kommt in der heutigen schnelllebigen Zeit oftmals zu kurz, gerade bei Pflegenden ist die Zahl der Burnouts unvergleichbar hoch zu anderen Berufsgruppen (ausgenommen Lehrer). Leider bemerken Betroffene oft viel zu spät, dass sie ein Defizit haben, dass sie ausgebrannt sind. Dabei ist Selbstpflege gar nicht schwer und meist leichter als gedacht in den Alltag zu integrieren. Viel Zeit ist dafür gar nicht nötig! Viel wichtiger ist es auf Anzeichen von zu viel Belastung zu achten, diese wahr und auch ernst zunehmen.

Viele dieser Anzeichen sind auch diffus und lassen sich nicht direkt in Zusammenhang mit Stress und Überlastung bringen wie z.B. Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Rückenprobleme. Stellt man solche Anzeichen häufiger fest, sollte man über eine Stress- oder Überlastungsproblematik nachdenken oder diese ins Auge fassen.

 

In unserem 2tägigen Workshop möchten wir den TeilnehmerInnen eine umfangreiche Auswahl an Möglichkeiten zur Selbstpflege vermitteln und diese auch in praktischen Übungen umsetzen.

Wir werden das Thema Stress genauer beleuchten und schauen, wie man für sich oder auch in der präventiven Beratung von Mitarbeitern oder interessierten Klienten die z.B. die passenden ätherischen Öle aussuchen kann. Dazu beziehen wir die duftkommunikative Arbeit (klick hier) von Christine Lamontain mit ein.

Hier ein Beispiel:

Ätherische Öle sind in erster Linie einmal sogenannte Riechstoffe. Sie als Duftstoffe zu bezeichnen wäre schon vermessen, da auch ihr Duft eine individuelle Wahrnehmung ist. So riecht zum Beispiel Frau Müller Rosengeranie gerne und Frau Meier rümpft angewiedert die Nase! Würde man beide nun Fragen wie ihnen der Geruch der Rosengeranie gefällt, würde Frau Müller vermutlich antworten: "Oh schön, den mag ich!", jedoch Frau Meier würde sich eher so äußern: "Igitt, das riecht ja wie vermodertes Rosenöl!" So oder so ähnlich erlebe ich es tagtäglich in meiner Arbeit mit meinen Aromapflege-Schülern. Jeder hat seine ganz eigene Wahrnehmung, sein eigenes Sinnes- und Geruchserlebnis und oft seine ganz eigenen Erinnerungen zu dem Duft.

Immer wieder stelle ich in den duftkommunikativen Gesprächen fest, dass Rosengeranie aber gerade von den Pflegenden mehr als abgelehnt wird. Wenn wir das ganze nun wieder aus dieser Sicht betrachten, wissen wir, dass die Rosengeranie auch für das "KÜMMERN und SORGEN" um Andere steht! Viele dieser Pflegenden stehen so unter diesem "PFLEGEDRUCK", so dass sich ihre Nase regelrecht mit der Abneigung zur Geranie wehrt! (siehe auch hier)

Dies sind alles Dinge die bei der Auswahl ätherischer Öle eine große und wichtige Rolle spielen.

Ein sehr wichtiges Öl für die stimmungsaufhellende Wirkung ist die Bergamotte.
In der Aromatherapie wird das Öl wegen seiner stimmungsaufhellenden, antidepressiven und hormonregulierenden Wirkung sehr geschätzt. Der angenehme, frische und warme Duft der Essenz ist ein echter Stimmungsaufheller. Die angstlösende und nervenentspannende Wirkung wurde sogar von dem Mailänder Osmotherapeut Prof. Rovesti wissenschaftlich belegt. Die Bergamotte wirkt doppelt, sie kann anregen, aufmuntern und Licht in den Alltag bringen, aber auch entspannen und beruhigen, je nachdem mit welchen Ölen man sie mischt. Sie ist eine der flexibelsten Essenzen, da sie sich den beigemischten Ölen anpasst.

Sie ist die einzige Zitrusfrucht mit einem bedeutend hohen Ester-Anteil (z.T. über 60 %), die Zitrone hat im Vergleich dazu nur ca. 1 % Ester. Durch den hohen Esteranteil kann die Essenz der Bergamotte die Seretonin- und Encephalinproduktion anregen. Sie wirkt entspannend, harmonisierend und stimmungsaufhellend. Encephaline stimmen heiter und können das Schmerzempfinden reduzieren.

 

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Weitere Themen unseres Seminars sind Achtsamkeitsübungen, Genusstraining, Selbstwahrnehmung und –einschätzung. Auch die Salutogenese mit ihren Fragen:

  • Wie entsteht Gesundheit
  • Wie wird sie bewahrt
  • Welche Faktoren ermutigen die Gesundheit
  • Wie wird ein Mensch mehr gesund und weniger krank

und die Kombination mit der Aromatherapie werden besprochen.

Beim Genusstraining wird es spannendes für die Nase und kulinarisches für den Geschmack zu entdecken geben, aber auch die Augen, die Ohren und unser Fühlen werden geschult. Kennt ihr die 8 Regeln des Genießens?

1.Gönne Dir Genuss

2.Nimm Dir Zeit zum Genießen

3.Genieße bewusst

4.Schule Deine Sinne für Genuss

5.Genieße auf Deine eigene Art

6.Genieße lieber weniger, aber richtig

7.Überlasse Deinen Genuss nicht dem Zufall

8.Genieße die kleinen Dinge des Alltag

Wie wichtig ist Lachen für unsere Glücksgefühle und wie entsteht eigentlich Glück? Auch mit diesen Fragen werden wir uns beschäftigen und wir sind uns sicher, dass am Ende die TeilnehmerInnen einiges für sich und auch für andere mit nach Hause nehmen werden.

Und nach etwa vier Wochen erwarten alle TeilnehmerInnen Post von sich selbt!

 

Aromatherapie Lavendel Kopie

 

“Geh du vor,”

sagte die Seele zum Körper,

“auf mich hört er nicht,

vielleicht hört er auf Dich.”

“Ich werde krank werden,

dann wird er Zeit

für Dich haben”,

sagte der Körper zur Seele.

(Verfasser unbekannt)

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Fußbad „Fußliebe“

½ Tasse Meersalz
2 Tropfen Rosengeranie (alternativ Palmarosa)
2 Tropfen Blutorange
2 Tropfen Vanilleextrakt

Duftlampenmischung „Schöner Abend“

1 Tropfen Benzoe siam
2 Tropfen Blutorange
2 Tropfen Linaloeholz

 

Körperöl "Kraft und Zuversicht"


50 ml Johanniskrautöl
3 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
4 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
1 Tropfen Rosen absolue (Rosa damascena)
2 Tropfen Vanille (Vanilla plantifolia)
2 Tropfen Blutorange (Citrus sinensis)

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Aromapflege von Frau zu Frau

Am 21. Januar 2016 ist Premiere des Seminars „Aromapflege von Frau zu Frau“. Selten habe ich ein Skript mit soviel Freude, Neugier und Erstaunen geschrieben.
Wie vielfältig und umfangreich dieses Thema ist wurde mir dann auch bei meiner Facebook Umfrage „Was würdet ihr Euch in diesem Seminar wünschen?“ deutlich.
Es gibt soviel Themen die „von Frau zu Frau“ zu besprechen sind - auch im Gespräch mit meiner Freundin und Kollegin Gertrud Schneider habe ich gemerkt, wie wichtig es ist sich auszutauschen!
Erscheint einem oft einiges ungewöhnlich, einzigartig oder sogar beängstigend, stellt man im Gespräch mit anderen Frauen fest: „Ich bin nicht alleine!“ , „Das scheint normal zu sein.“ , „Alles ok, ich bin nicht anders.“
Diese Erkenntnis ist beruhigend und ermutigend zu gleich.

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Nun möchte ich ein paar Einblicke in dieses spannende Seminar geben:

    ▪    Die Weiblichkeit der Düfte - eine kleine Reise in die Duftkommunikation
    ▪    Die Geschichte der Frauenheilkunde
    ▪    Frauen werden anders krank - Sender Medicine
    ▪    Wenn der Faden einmal reist - Psyche und Nerven
    ▪    Harnwegsinfekte
    ▪    Aromatische Intimpflege
    ▪    Ätherische Öle für „den kleinen Hunger zwischendurch“
    ▪    Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt
    ▪    Indian Summer - das Leben tanzen, statt Trübsal blasen
    ▪    Dufte Erotik - Partnerschaft und Sexualität
    ▪    uvm.

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Früher wurde das Wissen um die Frauengesundheit von Generation zu Generation weitergegeben, von Mutter zu Tochter. Heute jedoch fühlen sich viele junge und auch ältere Frauen mit sich und ihren kleinen und großen Problemen oft alleine gelassen.  Es ist jedoch oft möglich mit einfachen Anwendungsmöglichkeiten nicht nur bei Beschwerden sich selbst zu helfen, sondern wie Sie aktiv im Alltag präventiv sich und Ihrem Körper „Gutes“ tun können.
Frauen vertrauen seit jeher den Heilkräften der Natur. Ihre Anwendung ist seit menschengedenken bekannt und wurde schon in der Antike genutzt. Schon damals wussten die Menschen, dass er nur gesund sein kann, wenn sich Körper und Seele in ganzheitlicher Sichtweise im Einklang befinden.

Heute spricht man in der Medizin auch von der Psychoneuroimmunologie - was soviel bedeutet wie:
Körper - Seele - Geist sollten im Einklang sein, denn nur dann "laufen wir rund".

Frauen sind anders - in vielerlei Hinsicht - nicht nur äußerlich - nein auch aus medizinischer Sicht.
 
Der wohl größte Unterschied zwischen Mann und Frau wird durch die Hormone bestimmt, z.B. sind beide Gehirne unterschiedlich strukturiert. 
Geht es um psychosoziale Belastungen wie Beruf, Familie, Stress am Arbeitsplatz uvm. reagieren Frauen oft viel sensibler als Männer. Frauen achten mehr auf eine gesunde Lebensweise und suchen früher einen Arzt auf als Männer. Dies führt auch oft dazu, dass körperliche Beschwerden häufiger von Ärzten als "psychosomatisch" diagnostiziert und eingeordnet werden.

 

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In einer Studie des Allensbacher Institutes  zeigte sich, dass eines der beliebtesten Gesprächsthemen bei Frauen die  Gesundheit ist.

Stress spielt eine sehr wichtige Rolle in Bezug auf Schmerzsymptome. Dieser wird durch die Doppelbelastung der Frau (Familie, Beruf, Haushalt, Angehörigenpflege usw.) ausgelöst. Bekannt ist seit langem, dass Stress den Schmerz verstärkt, seelisch wie körperlich.
Dies gilt auch für Schmerzen während der Menstruation und Hitzewallungen. Doch jede Frau hat die Möglichkeit durch Bewegung wie z.B. Joggen, Walken, Schwimmen usw. etwas dagegen zu tun, dies ist sogar wissenschaftlich belegt.
Chronischer Stress führt zu erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Kortisol, dies kann durch verschiedene „Kettenreaktionen“ bei Dauerstress schließlich zu einem Abfall des „Glückshormons“ Dopamin führen. Auf lange Sicht hemmt ein erhöhter Kortisolspiegel im Blut auch das Immunsystem.
Durch regelmäßige Entspannung dämpft die nervliche Überreizung („relaxation response“ = Entspannungsantwort).


 Wichtig aus der phytotherapeutischen Sicht ist die Stärkung der Leber als wichtigstes Stoffwechselorgan.

Warme Leberkompresse
2 Eßl. Johanniskrautöl
2 Tropfen Rosmarin verbenon
1 Tropfen Limette


Schlafstörungen (nervös bedingt)
Sind die Schlafstörungen nervös bedingt, also liegt keine körperliche Erkrankung zu Grunde, wird diese durch Stress oder auch hormonelle Störungen verursacht, dann können naturheilkundliche Therapien hilfreich angewendet werden.
Gerade die Anwendung von Heilpflanzen bei Schlafstörungen besitzt eine lange Tradition, zudem werden sie viel besser vertragen und machen nicht abhängig wie manche synthetischen Schlafmittel.


    •    Lavendel fein (nicht bei ungeklärten Situationen, die uns am Schlafen hindern)
    •    Melisse (geringe Dosierung, max. 1 %ig)
    •    Rose (Unruhe begleitet mit nervösem Herzklopfen)
    •    Narde (kombiniert mit Lavendel und Ylang-Ylang)
    •    Sandelholz (auch bei psychischer Anspannung und daraus folgender Schlaflosigkeit)

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Warzen im Intimbereich
Warzen im Intimbereich werden durch Viren verursacht, in diesem Fall erfolgte die Ansteckung womöglich in der Sauna und im Thermalbad. Der Arzt schlug eine Abtragung der betroffenen Stellen vor, dies war jedoch nicht erwünscht. Bei dieser Art von Viren empfiehlt es sich mit aldehydhaltigen ätherischen Ölen zu arbeiten wie z.B. Lemongrass, Zitronenmyrte, Melisse, Eukalyptus citriodora oder Litsea.

Aldehyde:
    •    antiviral
    •    antibakteriell
    •    entzündungshemmend
    •    beruhigend auf das Nervensystem (bei entsprechender Dosierung)
    •    gefäßerweiternd
    •    evtl. haut- und schleimhautreizend


Folgende Mischung wurde erfolgreich angewendet:

50 g Kokosfett
3 Tr. Eukalyptus citriodora
2 Tr. Lemongrass
3 Tr. Melisse
2 Tr. Lavendel fein
2 Tr. Teebaum
3 Tr. Manuka

2 x tägl. betroffene Stellen einreiben

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Eines der wichtigsten ätherischen Öle bei hormoneller Dysbalance ist das Muskatellersalbei-Öl.

Hierzu gibt es folgende Studie:


Studie
24 Frauen mit sorgfältig überprüften Menstruationskrämpfen/Schmerzen erhielten 3% ätherische Öle in einer duftneutralen Cremegrundlage (2:1:1): Lavendelöl (Lavandula angustifolia), Muskatellersalbeiöl (Salvia sclarea) und Majoranöl (Origanum majorana). 24 Frauen mit der gleichen Art Schmerz erhielten eine synthetisch beduftete Rezeptur. Die Teilnehmerinnen beider Gruppen mussten sich täglich den Unterbauch einreiben: vom Ende der vorherigen Menstruationsblutung bis zum Beginn der neuen Blutung, also einen ganzen Zyklus lang.
In der Ätherisch-Öl-Gruppe war die Schmerzdauer von 2,4 Tagen auf 1,8 Tage statistisch signifikant reduziert. Ob die Schmerzintensität auch nachließ, wurde leider in der mir vorliegenden Zusammenfassung (Abstract) nicht notiert. Der positive Effekt wird auf die vier Inhaltsstoffe Linalylacetat, Linalool, Eucalyptol und β-Caryophyllen zurück geführt. [Ou MC, Hsu TF, Lai AC, Lin YT, Lin CC. Pain relief assessment by aromatic essential oil massage on outpatients with primary dysmenorrhea: a randomized, double-blind clinical trial. J Obstet Gynaecol Res. 2012 May;38(5):817-22]
(Quelle: Eliane Zimmermann)


Auch bei typischen Stimmungsschwankungen wärend des Zykluses kann Muskatellersalbei in verschiedensten Mischungen und Anwendungen eingesetzt werden.


PMS-Roll-on

10 ml Jojobaöl
4 Tropfen Muskatellersalbei Salvia sclarea, östrogenartige Wirkung durch den Inhaltsstoff Diterpenol
4 Tropfen Bergamotte
2 Tropfen Petit Grain Mandarinier

auf Puls oder Solarplexus aufgetragen, hebt die Stimmung, auch bei jugendlichen Mädchen geeigne
 

Roll on „Nicht zickig sondern zackig“


10 ml Jojobawachs
4 Tropfen Bergamotte
3 Tropfen Muskatellersalbei
3 Tropfen Grapefruit

Bei Menstruationkrämpfen können warme Ölkompressen mit einer Mischung von Muskatellersalbei, Lavendel fein und Majoran ihre entkrampfende Wirkung entfalten.


Buchempfehlung
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Dieses Seminar wird eine gemeinsame Reise durch „unsere“ Welt, es wird Gespräche und Anregungen „von Frau zu Frau“ geben, wir werden viele praktische Anwendungen ausprobieren und garantiert viel Lachen
aber auch nachdenklich sein.

Derzeit sind noch zwei Plätze frei, Anmeldung unter folgendem Link: http://www.vivere-aromapflege.de/aromapflege-von-frau-zu-frau-hier-bin-ich-hier-darf-ich-sein

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Duftende Weihnachtsgrüße....

Für mich ist heute der Höhepunkt der schönsten Zeit im Jahr - der heilige Abend. Ich merke jedes Jahr ein Stückchen mehr, wie wichtig mir diese besinnliche Zeit ist. In dieser Zeit kommen viele Kindheitserinnerungen zurück - sehr schöne!!! Wie behütet und geliebt durften meine Geschwister und ich aufwachsen!!! Danke Mama, danke Papa, ihr habt uns eine wundervolle Lebenszeit geschenkt!

Das letzte Jahr war für meine Familie und mich ein schweres Jahr - wie mussten erleben wie von heute auf morgen nichts mehr so ist, wie es war.........aber wir haben es zusammen geschafft, wir waren eine Familie, haben uns gegenseitig Mut und Kraft zugesprochen, waren für einander da und haben uns auch ein Stück neu kennenlernen dürfen. Ich freue mich sehr, dass es meinem Bruder Manuel wieder gut geht!!! Und ich freue mich sehr, dass wir dieses Jahr wieder alles zusammen Weihnachten feiern dürfen!

 

Liebe Blogleserinnen und -leser auch Euch wünsche ich den "Geist der Weihnacht", besinnliche und ruhige Stunden im Kreise Eurer Familie und viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr!

Ich möchte auch noch die Gelegenheit nutzen all meinen Seminarteilnehmerinnen, meinen Kolleginnen, Gertrud und Eliane und meinem Mann Niki zu danken. Ich durfte erleben, dass ich nicht immer nur fröhlich sein muss, auch im Seminar durfte ich meine Gefühle zeigen - danke für Euer Verständnis und Eure lieben Worte, aber auch für viele tolle Seminarstunden, fürs Lachen und Lernen.

 

ViVere xmas

 

Mein Weihnachtsduft 2015

3 Tropfen Douglasie

2 Tropfen Vanille

4 Tropfen Blutorange

 

Tonka-Gewürzkuchen

250g Butter

220g Zucker

6 Eier

10 Tropfen Tonkaextrakt

5 Tropfen Blutorange

200g grob gehackte Haselnüsse

150g grob gehackte Schokolade

250g Mehl 1050

1 Pck. Backpulver

2 Eßl. Lebkuchengewürz

bei 180°C - 1 Std. backen

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Was wäre Weihnachten ohne Tonka und Vanille?

Was wäre Weihnachten ohne Tonka und Vanille?

Tonkabohne (Dipteryx odorata)

Sie gehört zu der Familie der Schmetterlingsgewächse (Fabaceae ), die Tonkabohne ist der Samen des Tonkabaumes. Er wächst in der südlichen Karibik, sowie in Südamerika. Die Tonkabohnen haben einen süßlichen, etwas vanilligem, fast aber auch marzipanähnlichen Geruch und Geschmack. Früher hat man sie als Gewürz z.B. in den Christstollenteig gerieben, was diesen wundervollen Persipan Geschmack gab. Man sagt der Tonkabohne eine erotisierende Wirkung nach. Vielen Parfums gibt sie eine warme, einhüllende Note. Auch wurde sie zur Aromatisierung von Pfeiffentabak oder auch als Räuchermittel verwendet.

Das ätherische Öl ist eine Extraktion mit Alkohol aus den gemahlenen Bohnen, das ätherische Öl ist in 80 % Weingeist gelöst. Übrigens mache ich mit gehackten Tonkabohnen und einem 95 % Alkohol hin und wieder mein  Tonkaextrakt selbst.

Der Hauptinhaltsstoff der Tonka sind die Cumarine. Es ist das einzige ätherische Öl, das Cumarin in solch einer großen Menge enthält. Dadurch ist Tonkaextrakt sehr hautfreundlich, wirkt seelisch und auch körperlich entspannend. Das ätherische Tonkaextrakt lädt zum Träumen und entspannen ein. Ich mag das Tonkaextrakt auch in Mischungen, die Verspannungen (muskulär wie auch seelisch) lösen.
Tonkaextrakt ist eine wunderbare Zutat in Mischungen die Wärme, Zuversicht, Mut und Trost spenden sollen. Deshalb setze ich sie sowohl bei Kindern als auch bei Schwerkranken und Sterbenden in Körper- und Massageölen gerne ein. Sie vermittelt Geborgenheit, hüllt ein, hilft Sorgen und Ängste loszulassen, um sich einfach "wohlzufühlen".

Körperöl "Seelchen"

50 ml Mandelöl
3 Tropfen Tonkaextrakt
2 Tropfen Vanilleextrakt
4 Tropfen Blutorange oder Mandarine rot
1 Tropfen Zeder


Vor zwei Jahren besuchte ich in Hamburg den Kaufmannsladen, in dem ich wundervolle Schätze erstanden habe:

kandierten Ingwer
getrocknete Mangos
geröstete Kerne

und das beste kommt nun:

Tonkabohnen
Vanilleschoten
Kakaobohnen

 

Rosenblüten
Myrrhe
und Weihrauch


ein Fest für meine Sinne!!!! Am liebsten hätte ich noch stundenlang dort gestöbert!!!

Beim Bezahlen überreichte mir die nette Verkäuferin ein Kärtchen und zu meiner Freude, sah ich: es gibt einen Online Shop!

Eine etwas andere weihnachtliche Duftmischung mag ich besonders gerne:

1 Tropfen Weihrauch
1 Tropfen Myrrhe
1 Tropfen Honigextrakt
1 Tropfen Tonkaextrakt
4 Tropfen Blutorange

die Tropfenzahl kann auch in 20 ml Mandelöl als Körper- und Massageöl benutzt werden

Ich habe gleich eine neue Variante meines Tonka-Kuschelzuckers getestet und bin begeistert, wie lecker er auf meinem Milschschaum schmeckt.

5 Tropfen Tonkaextrakt
5 Tropfen Vanilleextrakt
5 Tropfen Kakaoextrakt
2 Tonkabohnen etwas zerdrücken
1 Vanilleschote aufschneiden und halbieren
1/2 Dose Blütenhäubchen Gewürzblütenzucker von Sonnentor
mit 200 g Rohrohrzucker mischen

Zur Weihnachtsbäckerei gehören unbedingt auch die Tonkakipferl dazu:

 

 

 
Ich habe die Plätzchen statt mit Vanillezucker und Puderzucker, mit dem Tonka-Kuschelzucker bestreut.


Tonka-Kuschelzucker

150 gr Rohrohrzucker
10 Tropfen Tonkaextrakt
8 Tropfen Kakaoextrakt
5 Tropfen Vanilleextrakt

 

 

 

Vanillekipferl
 
100 g gemahlene Haselnüsse
210 g kalte Butter
70 g Zucker
280 g Mehl
 
alles zusammen gut durchkneten, eine Stunde kalt stellen, dann aus dem Teig etwa 2 cm dicke Rollen formen. Teigrollen in ca. 1 cm dicke Scheiben aufschneiden und daraus die Kipferl zwischen den Händen rollen. Bei 180 ° C im Backofen ca. 10 Minuten goldgelb backen.
Tonka-Kuschelzucker mit Puderzucker mischen und über die heißen Kipferl mit einem Sieb dick streuen.
 
Diese Mischung schmeckt auch wunderbar auf 
Russischen Apfelkuchen
250 g Magarine
200 g Zucker
4 Eier
125 g gemahlene Nüsse
1 Tl Zimt oder 2 Tropfen Zimtrindenöl
50 g Kakao
250 g Mehl
1 Pck. Backpulver
3 - 4 grob geraspelte Äpfel
 
bei 180 ° C ca. 60 Minuten backen
vor dem Servieren mit dem Tonka-Puderzuckergemisch bestreuen.
 

Auch auf heißen Waffeln ist diese Zuckermischung ein Genuss......hhhhhhmmmmmmmmm 

Weihnachtspunsch
1 l Bio-Orangensaft
1 l Bio-Apfelsaft
1 Bio-Orange (in Scheiben geschnitten)
1 Zimtstange
1/2 Vanilleschote (ausgekratzt)
1 Tr. Zimtrindenöl, 3 Tropfen Vanilleextrakt, 3 Tropfen Mandarine rot, 2 Tropfen Blutorange in 4 Eßl. Honig emulgieren und nach dem erhitzen zufügen
oder 4 Eßl. Aroma Honig dazugeben.

AromaHonig

1 Tropfen Zimtrindenöl
4 Tropfen Blutorange
3 Tropfen Mandarine rot
5 Tropfen Vanilleextrakt
2 Tropfen Ingwer
1 Tropfen Cardamon
2 Tropfen Kakaoextrakt
in 100 g Honig nach Wahl geben

 

Bratapfel
pro Person 1 großen säuerlichen Bio-Apfel
125 g gemahlene Nüsse oder Mandeln
evtl. Rosinen 
Marzipan
Sahne
 
Das Gehäuse des Apfels ausstechen. Nüsse, Marmelade, Rosinen und Marzipan mischen und die Sahne mit 
1 Tropfen Vanilleextrakt, 1 Tropfen Tonka, 2 Tr. Mandarine rot mischen  und dazugeben. Den Apfel mit der Masse füllen und bei 175 ° C im Backofen braten.
 
Für die Vanillesoße wird ein Päckchen Bio-Vanillepuddingpulver mit der Hälfte der angegebenen Milch und wenig Zucker zubereitet. Dazu wird zum Schluß 4 Eßl. Honig mit einem Tropfen Zimtrindenöl, 2 Tropfen Zedratöl, 2 Tropfen Vanille untergezogen.

Jedes Jahr nimmt man sich vor, sich von dem vorweihnatlichen Stress nicht anstecken zu lassen, doch irgendwann erwischt es dann doch die meisten.

Ätherische Öle zum Ausgleichen und Entspannen im Weihnachts-Stress

Mandarine rot (Citrus reticulata) = > enthält Methylanthranilat (aromatischer Ester) und wirkt daher stark entkrampfend und entspannend, ein absolutes LOSLASS-Öl, dazu auch noch ein recht günstiges ätherisches Öl

Basilikum (Ocimum basilicum) = > Basileus ist griechisch und bedeutet "König". Ein tolles entspannendes "königlisches" Kraut, welches stark entspannend bei Stress und Kopfschmerzen wirkt.


Benzoe Siam (Styrax tonkinensis) = > hierbei handelt sich um das Harz des Benzoebaumes, sein vanilliger, süßlich weicher Geruch vermittelt Geborgenheit und legt sich wie ein schützender Mantel um uns. Der hohe Anteil (ca. 60 %) Benzylbenzoat (aromatischer Ester) fördert die Ausschüttung von Serotonin und Endorphinen.

Bergamotte (Citrus bergamia) = > auch Lavendel unter den Zitrusölen genannt; sie enthält für ein Zitrusschalenöl ungewöhnlich viele Ester (bis zu 60 %) und zählt daher zu den ausgleichenden, entspannenden und stimmungsaufhellenden ätherischen Ölen. Gerade in der dunklen Jahreszeit für mich eines der wichtigsten Aromen.

Orange/Blutorange (Citrus sinensis) = > ausgleichend, sanft belebend ohne Wach zu machen

Petit Grain (Citrus aurantium) = > mein Lieblings-Petit Grain ist das von der Mandarine, auch hier haben wir wieder den schwer auszusprechenden aromatischen Ester Methylanthranilat. Kleinste Spuren davon reichen aus um unsere Seele baumeln zu lassen.

Vanilleextrakt (Vanilla plantifolia) = > der Duft der an Kindheit, Wohlfühlen und Geborgenheit erinnert. Baby´s riechen nach Vanille, sogar Baby-Puppen werden mit vanilleartigen Duftstoffen beduftet. Den Inhaltsstoff Vanillin kann die menschliche Nase selbst noch in einer Verdünnung von 0,0000000002 mg pro Liter Luft wahrnehmen.

Kamille römisch (Anthemis nobilis) = > die Kamille für die wunde Seele; ausgleichend, entspannend, Aggressionspotenzial senkend (in der vorweihnachtlichen Hektik oder beim Getümmel in den Geschäften vielleicht ganz hilfreich ;-)

Lorbeer (Laurus nobilis) = > der Duft schafft selbst in Momenten größter Belastung Klarheit. Er verhilft uns einen Blick auf das Wesentliche zu werfen und zielgerichtet und mit neuer Kraft zu handeln.

Weihrauch (Boswellia sacra) = > beruhigt die Nerven, entspannt und begleitet innere Sammlung; es holt uns aus dem hektischen Alltag und öffnet unsere Seele fürs Wesentliche.

Verschiedene Möglichkeiten zum Entspannen:

  • Aromabad

z.B. 3 Tropfen Benzoe Siam, 3 Tropfen Mandarine rot, 3 Tropfen Petit Grain in einem halben Becher Sahne ins Badewasser emulgieren

  • Fußbad

z.B. 2 Tropfen Ingwer, 2 Tropfen Honigextrakt, 3 Tropfen Blutorange mit 2 Esslöffeln groben Meersalz mischen und dem Fußbad zugeben

  • Körperöl

z.B. 50 ml Johanniskrautöl
3 Tropfen Bergamotte
3 Tropfen Petit Grain Mandarinier
4 Tropfen Tonka
2 Tropfen Weihrauch

  • Fußmassage

30 ml Johanniskrauöl
1 Tropfen Zimtrinde
3 Tropfen Blutorange
3 Tropfen Vanilleextrakt

  • Naturparfum gegen Stress

10 ml Jojobawachs (in einen Roll-on, gibst bei Rosa Heinz GmbH)
3 Tropfen Kamille römisch
5 Tropfen Mandarine rot
4 Tropfen Petit Grain Mandarinier
2 Tropfen Neroli
1 Tropfen Benzoe siam
1 Tropfen Tonka
2 Tropfen Vanilleextrakt

  • Bauchöl (bei nervösen Beschwerden oder wenn es mal zu viele Kekse waren)

10 ml Johanniskrautöl
1 Tropfen Basilikum
1 Tropfen Anis
1 Tropfen Fenchel
das ganze am besten als Feucht-Warme Kompresse auflegen

  • Dufmeditation
hier empfehle ich zwei wunderschöne Bücher:
Duftmeditation von Barbara Bernath-Frei und Brigitte Smith
Duftreisen von Nicole Dorner
  • Handbad

Entspannendes und pflegendes Handbad
10 ml Nachtkerzenöl
2 Tropfen Lavendel fein
1 Tropfen Rosengeranie
2 Tropfen Linaloeholz
ins Handbad emulgieren

Balsam für "frostige Füße"

30 g Kokosfett
20 g Sheabutter
bei max. 35°C schmelzen
5 Tropfen Vanille
3 Tropfen Tonka
2 Tropfen Ingwer
4 Tropfen Orangenöl

Ich wünsche Euch allen eine wundervolle, besinnliche und stressfreie Vorweihnachtszeit und bedanke mich für Eure Treue hier auf meinem Blog!

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Zwei außergewöhnliche Aromapflege-Facharbeiten

Zwei außergewöhnliche Aromapflege-Facharbeiten

Heute hatte ich die Ehre, zwei besondere Frauen zu prüfen. 

Antje Zimmermann und Yvonne Bonertz haben zwei außergewöhnliche Facharbeiten zur Prüfung eingereicht und ich bin so stolz, dass ich diese beiden kennenlernen durfte und das diese tollen Projekte aus unseren gemeinsamen Ideen und dem erlernten in meiner kleinen, aber feinen Aromatherapie Schule entstanden sind!!!

 

 

Die Freude war groß!

 

Ich darf nun diese Facharbeiten hier vorstellen und wünsche mir sehr, dass viele Leser interesse daran und dem daraus entstanden bekommen.

Beginnen möchte ich mit der Facharbeit von Yvonne:

Yvonne arbeitet seit 2013 im Fachbereich Onkologie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Trier. 

Sie hat einen Patientenratgeber geschrieben (und auch drucken lassen) mit dem Titel:
"Der begleitende Einsatz ätherischer Öle bei onkologischen Patienten"
Dieser Ratgeber soll zukünftig die Patienten mit nach Hause begleiten, damit diese die Aromapflege auch im häuslichen Umfeld einfach, sicher und kontinuierlich weiterführen können.

 

Der "dufte" Ratgeber für onkologische Patienten

 

Hier ein paar kleine Auszüge aus dem Patientenratgeber:

1.2 Hand-Fuß Syndrom
Unter dem Hand-Fuß Syndrom versteht man eine oft sehr schmerzhafte Hautveränderung die nach der Gabe von zytostatischen Arzneistoffen entsteht. Meistens sind die Handinnenflächen zuerst betroffen, anschließend die Fußsohlen. Erste Symptome sind Kribbeln und gerötete Handkanten.
Hinzu können Schwellungen, schmerzhafte Rötungen, Taubheitsgefühl, Hautschuppung bis hin zu offenen Hautstellen kommen.
Es gibt Hautpflegefirmen die behaupten, dass der Einsatz von ätherischen Ölen gefährlich sei, was aber nach meinen Erkenntnissen absoluter Unsinn ist. Leider ist es in vielen Infobroschüren so beschrieben, was die Patienten zusätzlich verunsichert.

Erste Hilfe verschafft oft ein Hand-oder Fußbad mit kühlem Wasser. Dazu 1 Tropfen Lavendel fein ( Lavandula angustifolia) und 1 Tropfen Kamille blau ( Chamomilla recutita). Beides in 1 Eßl. Kaffeesahne emulgieren und ins Wasser gießen.

Als anschließende Hautpflege:
50 ml Mandelöl (Prunus dulcis)
10 Tropfen Lavendel fein( Lavandula angustifolia)
6 Tropfen Niaouli ( Melaleuca viridiflora)
Es empfiehlt sich auch eher weiche Socken und Kleidung anzuziehen, keine Gummihandschuhe oder Material, in dem man leicht schwitzt. 

2. Mund und Schleimhäute

 


2.1 Mund-und Schleimhautveränderungen
Die Zellen der Schleimhäute sind sehr wachstumsaktiv, das Schleimhautgewebe erneuert sich ständig. Die oberen Zellschichten werden abgetragen und neue Zellen wachsen nach. Die Geschwindigkeit dieses andauernden Regenerationsprozesses ist hier am größten.
Wird im Falle einer Bestrahlung oder Chemotherapie die Regeneration der Schleimhäute gestört kommt es  vor allem im Mund zu Schädigungen. Neben der fehlenden Regeneration kommt hinzu, dass der  angegriffenen Mundschleimhaut die natürliche Schutzbarriere fehlt. Bakterien und Mikroorganismen haben es hier ganz leicht, in das Gewebe einzudringen und sich zu vermehren. Es können Entzündungen entstehen, die sehr schmerzhaft und belastend sind.

Neben der sorgfältig durchgeführten Mundpflege hat uns die Natur hier ein ganz besonderes, fettes Öl zur Verfügung gestellt: Das Sanddornfruchtfleischöl (Hippophae rhamnoides)

Auf unserer Station war Sanddornfruchtfleischöl das fette Öl, welches für mich den Einstieg in der Einführung der Aromapflege erleichtert hat. Wir hatten eine Patientin, die einen langen Leidensweg mit einer schwerwiegenden Mukositis hinter sich hatte. Es kam sogar so weit, dass sie über einen langen Zeitraum Morphium bekommen musste und parenteral ernährt wurde, weil sie so starke Schmerzen hatte. Die Ratlosigkeit war sehr groß weil kein Medikament dagegen geholfen hatte. 
Ich habe dann die Wirkung von Sanddornfruchtfleischöl rausgeschrieben, Quellenverweise daran gemacht und es unseren Stationsärzten vorgelegt. Ich durfte es daraufhin in der Apotheke bestellen und am nächsten Tag bekam die Patientin es dann schon. Was dann geschah verblüffte selbst mich. Die Patientin war so begeistert das sie sofort mehrmals täglich 3-4 Tropfen von dem Öl einnahm. Sie berichtet, dass ihr dies sehr den Schmerz nehme und sie das Gefühl habe, endlich wieder etwas essen zu können. Innerhalb von 10 Tagen war der Mund fast vollständig abgeheilt. Unser leitender Oberarzt wollte damals mit aller Gewalt das Sanddornfruchtfleischöl absetzen aber die Patientin hat sich sehr gewehrt und mit allem gedroht was ihr eingefallen ist, wenn er es wagen würde. Sie war so offen gegenüber den Ölen und hat sich auch wirklich mit vielen verschiedenen Maßnahmen begleiten lassen. Kurz darauf  forderte der Oberarzt eine ausführliche Studie, die ich mit Sabrinas Hilfe auch vorlegen konnte.
Danach folgte ein Sanddornprojekt worin alle Patienten auf die Wirkung von Sanddornfruchtfeischöl aufmerksam gemacht wurden und es auch prophylaktisch eingenommen haben. Die Mukositis ist seitdem deutlich auf dem Rückmarsch.  

Anwendung:
2-3 mal täglich 5-10 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl in den Mund träufeln und mit der Zunge verteilen. Das Sanddornfruchtfleischöl ist erhältlich in Reformhäusern oder bei der Firma Primavera.
Einen guten Zusatz bildet noch Birkenzucker (Xylit), zu beziehen bei www.feeling.de
1 Teelöffel in Wasser auflösen und anfangs bei laufender Therapie 1/2 stündlich, später 1-2 stündlich den Mund damit ausspülen

3. Magen-Darm Trakt

3.1 Übelkeit und/oder Erbrechen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen bei Chemotherapie gehören Übelkeit und Erbrechen.
Eine entscheidende Rolle spielt dabei der körpereigene Botenstoff Serotonin. Dieser aktiviert unter anderem das Brechzentrum im Gehirn und löst Übelkeit und Erbrechen aus. In manchen Fällen ist dieser Mechanismus sehr wichtig, beispielsweise bei einer Magen-Darm Infektion. Dort werden dann gefährliche Erreger ausgeschieden.
Die Therapie greift hauptsächlich die Zellen an, die sich häufig teilen - also Krebszellen, aber auch die Darmzellen erneuern sich ständig und sind deshalb besonders anfällig für die Therapie. Die geschädigten Darmzellen setzen Serotonin frei, welches an einem Rezeptor auf der Oberfläche von Nervenzellen andockt und somit das Brechzentrum im Kopf aktiviert.
Neben der Übelkeit bei der Chemotherapie kann es auch nach der Bestrahlung zu Übelkeit kommen. Bei dem sogenannten „Strahlenkater“ oder in der Fachsprache genannten Strahlensyndrom kommt es ebenfalls oft zu einer erhöhten Neigung zu Übelkeit und/oder Erbrechen. Auch für diese Form gelten die unten genannten ätherischen Öle. Bei der Auswahl ist es unbedingt sehr wichtig den Patienten miteinzubeziehen. Ekelt er sich davor, nützt auch das beste ätherische Öl nichts.

Sehr wohltuend ist auch eine sanfte Bauchmassage mit einer anschliessenden warmen Auflage. 

Bauchwohl-Mischung
10 ml Johanniskrautöl
2 gtt Lavendel fein (Lavandula angustifolia) 
1 gtt Pfefferminze (Mentha piperita)

Die Mischung sanft im Uhrzeigersinn einmassieren. Anschließend ein Handtuch mit warmem Wasser befeuchten und auf den Bauch legen. Mit einem trockenen Handtuch abdecken. Auf Wunsch noch eine Wärmflasche obendrauf oder schön warm zudecken.
Auch die Anwendung von Pfefferminzhydrolat hat sich sehr gut bewährt.

Die Mischung in Form eines Raumsprays ist eine beliebte  Methode um Übelkeit zu bekämpfen. Es kann bei Belieben auch auf das Kopfkissen aufgesprüht oder auf einer Kompresse in die Nähe des Gesicht gelegt werden.

Mischung
50ml Pfefferminzhydrolat (alternativ auch Wodka)
15 gtt Pfefferminzöl (Mentha piperita)
15 gtt Ingweröl (Zingiber officinale)
In eine Braunglasflasche mit Sprühaufsatz füllen, gut schütteln und in Nasennähe zum Einatmen versprühen. (Vorsicht, nicht in die Augen!)

ODER in Form eines Riechsalzes
Ein kleines Schraubglas oder einen Tropfenbecher mit
1 gtt Zitrone und
2 gtt Pfefferminze befüllen, anschliessend 
50g normales Haushaltssalz darauf 
und mit geschlossenen Deckel schütteln.

Alle Mischungen können mehrmals täglich angewendet werden.
Die Einnahme von Ingwerkapseln wirkt ebenfalls gut gegen Übelkeit. Man kann auch die Knolle mit heißem Wasser übergiessen, abkühlen lassen und schluckweise langsam trinken.

 

 

Rund um den Bauch

 

Die Inhalte des Patientenratgebers

 

 

Der Patientenratgeber kann absofort vorbestellt werden unter www.vivere-aromapflege.de


Nun die Vorstellung der Projektarbeit von Antje Zimmermann:

Als Antje vor über einem Jahr im Aromachemie Seminar saß, viel mir auf, dass sie plötzlich anfing Komikfiguren zu zeichnen. Bei genauerem hinschauen, stellte ich jedoch fest, dass sie nicht aus Langeweile oder mangelndem Interess zu malen anfing, nein ich erkannte plötzlich Monoterpene und Aldehyde als lustige Zeichnungen.

In der Pause habe ich sie dazu ermuntert doch daraus ein Plakat und ein Spiel für Aromapflege-Schüler zu entwickeln - erst schaute sie mich völlig irritiert an, dann aber sah ich ihr das Gedankenkarusell in ihrem Kopf an und sie meinte, sie denkt darüber nach.
In einem ihrer nächsten Seminare überraschte sie mich dann mit einem selbstgemalten Plakat und gestalteten Molekülkarten, nun war das "Molekül-Spiel" geboren.

Heute nun durfte ich es bei der Vorstellung ihres Projektes in den Händen halten - sie hat ein tolles Lernspiel entwickelt und gestaltet. Dieses Spiel kann alleine oder aber auch mit mehreren Spielern gespielt werden.

 

Dieses Set mit Spieleanleitung im tollen Umkarton kann man nun vorbestellen

 

 

 

Hier ein paar Auszüge aus Antje´s Facharbeit:

Mein persönlicher Weg zu den ätherischen Ölen
Es hat sehr früh angefangen. Mein Vater war zu Gast in Vietnam  und bekam als Gastgeschenk unter anderem Essstäbchen.
Als ca 10-Jährige war ich fasziniert von dem Duft und der Struktur des Holzes, aus denen sie gefertigt waren. Meine Eltern erklärten mir, sie wären aus Sandelholz geschnitzt.
Sandelholz, so etwas exotisches hatte ich zu diesem Zeitpunkt  noch nie gehört und was mich aber auch nicht daran hinderte, immer wieder diesem betörenden Duft zu schnuppern.
Den Sommer verbrachte ich oft im Garten der Großeltern. Ich erinnere mich an so viele schöne Gerüche. Der Anbau von Gemüse und Obst, Blumen. Der Duft vom warmen, von der Sonne aufgeheiztes Holz und Dachpappe. Wir Enkel schliefen im Spitzboden der Laube. Es war ein Fest für meine Nase. 
Beschreibung meiner Tätigkeit
Ich arbeite am Klinikum Chemnitz – ein Haus der Maximalversorgung,
in der Mund-, Kiefer-, Gesicht-, plastischen und wiederherstellenden Chirurgie. 

Es ist ein weitgefächertes Fachgebiet und umfasst z.B.
•     traumatische, wiederherstellende und / oder tumorbedingte Frakturen sowie tumorbedingte Weichteildefekte im Gesicht- und Mundbereich, 
•     Zahnextraktionen bei pflegeintensiven multimorbiden Patienten
•     operative Versorgung vor / oder nach Bestrahlung / Chemotherapie
•     Transplantationstherapie bei Wundheilungsstörungen und Hautdefekten im Gesicht oder am Körper 

Die Pflege dieser Patienten gestaltet sich im Allgemeinen als sehr anspruchsvoll.
Ein Grund dafür ist unter anderem auch, unser Gesicht ist die Visitenkarte eines Menschen. Jeder kennt die Unannehmlichkeiten, wenn ein “Pickel” auf der Nase sitzt und glänzt.
Ebenso ist die Aufnahme von Speisen zu sehen. Nichts ist unangenehmer, unbefriedigender für den Patienten nicht richtig essen und schlucken zu können.

Wenn Nahrungsmittel vielleicht auf Grund einer Tumorerkrankung, bei Schmerzen, wegen diversen Operationswunden, Missempfindungen nach der Chemotherapie oder/ und der Verordnung des Arztes. nicht gegessen werden können.   
Die Lebenslust, die Lebensqualität, ja die Selbstbestimmung hängen sehr eng mit der Qualität einer Nahrungsaufnahme zusammen.
Im Jahr 2011 ist die AG Aromapflege am Klinikum gegründet worden, seit der Zeit bin ich aktives Mitglied.

Wir entwickelten im Laufe der Jahre Standards für die Aromapflegeanwendung für  den Stationsalltag am Klinikum Chemnitz. Es gibt unterschiedliche Resonanzen.                                   
Das Ärzteteam der MKG steht der Aromapflege offen gegenüber. 
Zu den vier vorhandenen Standardmischungen und acht Einzelölen, können wir Sanddornfruchtfleischöl für den Bereich im Mund nutzen, wenn der Patient es toleriert.                                                          
Die herkömmliche und komplementäre Pflege stellen für mich eine schöne Kombination der ganzheitlichen Pflege dar. Leider ist diese aus Kapazitätsgründen nicht immer durchführbar. 

Vorstellung der Projektarbeit


Entwicklung eines Lernplakates und eines Kartenspieles, mit dessen Hilfe die Chemie der ätherischen Öle spielerisch erfassbar wird. 
Im Rahmen meiner zur Aromapflegerin bei Sabrina Herber, ViVere - Ausbildungszentrum für Aromapflege (www.vivere-aromapflege.de), wird jeder mit der Chemie bekannt gemacht und es kann mehr oder weniger Freude bereiten sich damit zu beschäftigen.
Das „Land der Moleküle“, wie Sabrina die Chemie liebevoll nennt, ist schwer verdauliche Kost. 
In diesem Zusammenhang entschloss ich mich, mehr Freude zu haben zu wollen und zeichnete für jede einzelne Stoffklasse ein Comic-Symbol. Sie verkörpern für mich die Eigenschaften der einzelnen Stoffklassen, Bsp. zwei unterschiedliche dicke Wolken, einmal viel Luft zubekommen, das Symbol für Monoterpenoxid. Die andere Wolke „leert“ sich aus, ein Zeichen für expektorativ -> auswurffördernd, was die Diterpene kennzeichnet.

 

 

120 tolle Karten hat Antje entworfen

 

 

Sie ermöglichen mir auf eine visuelle Art, die Chemie der ätherischen Öle plastisch für mich erfassbar und lernbar zu machen. 
Die Comic-Symbole waren auch die „Hebammen” zur Idee, ein Spiel zu entwickeln, was einerseits Spaß machen soll und andererseits ein Anreiz zum Lernen schafft.
Sabrina Herber ermutigte und bestärkte mich bei dieser fixen Idee und somit war das Projekt startklar
Die ersten Schritte bestanden aus vielen Stunden am PC mit Recherche.
Es wurden Modelle gebastelt, Unmengen an Papier, Kleber und Nerven verbraucht.                                                                                                                   
Das Resultat war ein Plakat, das den Ursprung, den Zusammenhang und die Komplexität der Chemie ätherische Öle /Pflanzenöle verdeutlichen soll.

 

Das Plakat zum Moleküle-Spiel

 


Die Karten können ab sofort auch vorbestellt werden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vielen Dank an Antje und Yvonne, dass ich Eure Projekte vorstellen darf.
Ich würde mich riesig freuen, wenn die beiden Projekt großen Anklang finden würden, denn beides ist eine riesige Bereicherung für die Aromapflege und die Aromatherapie! 

Alle Anfragen werden von mir an die beiden weitergeleitet und von beiden bearbeitet und beantwortet.

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