Warum nennt man das ätherische Öl der Iriswurzel „Irisbutter“?

Warum nennt man das ätherische Öl der Iriswurzel „Irisbutter“?

Warum nennt man das ätherische Öl der Iriswurzel „Irisbutter“?

Ganz einfach:
👉 Weil es bei Raumtemperatur keine flüssige Form wie die meisten ätherischen Öle hat – sondern fest bzw. butterartig ist.

Was steckt dahinter?

Die sogenannte Irisbutter wird aus den Rhizomen (Wurzelstöcken) der Schwertlilie (meist Iris pallida) gewonnen. Der Herstellungsprozess ist besonders aufwendig:
1. Die Wurzeln werden geerntet
2. Dann 2–3 Jahre getrocknet und gelagert (!)
3. Erst danach werden sie destilliert

Während dieser langen Reifezeit entstehen die berühmten Ironen – das sind Duftstoffe, die dem Irisöl seinen pudrig-weichen, eleganten Duft verleihen.

Warum „Butter“?

Nach der Destillation enthält das Produkt viele Myristinsäure-Kristalle.
Diese sorgen dafür, dass das Öl bei Raumtemperatur:
• fest
• wachsartig
• butterähnlich

wird.

Erst wenn man es vorsichtig erwärmt (z. B. im Wasserbad), wird es flüssiger.

Also:
💡 Es ist technisch gesehen ein ätherisches Öl – aber physikalisch fühlt es sich eher wie eine Duftbutter an. Daher der Name „Irisbutter“.

Extra-Wissensbonus
• Irisbutter ist eines der teuersten ätherischen Öle der Welt
• Der Duft wirkt sehr edel, pudrig, leicht erdig und fixierend
• In der Parfümerie wird sie oft als Herznote und Fixateur eingesetzt

Warum nennt man das ätherische Öl der Iriswurzel „Irisbutter“?
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