Multiresistente Keime – Störsender ätherische Öle

Multiresistente Keime - Störsender ätherische Öle

Die moderne Plage, dass Krankheitskeime (u.a. Multiresistente Keime) uns auf den Leib rücken, bekommen wir alle derzeit genügend zu spüren. Wenn unser Körper nicht gut “dicht machen” kann, wenn unsere “Abwehrtruppen” zu gemütlich geworden sind, werden wir krank. Ansonsten können wir in Frieden mit den winzigen Wesen leben.

Zu allen Zeiten bekamen die Menschen die Überlegenheit von Krankheitskeimen zu spüren. Epidemien und Pandemien sind nichts Neues. Eine großartige Errungenschaft war darum die Erfindung von Antibiotika vor noch nicht einmal 100 Jahren. Nicht nur konnten diese viele einst tödlichen Infekte verhindern. Unter ihrem Schutz waren auch immer mehr sensationelle medizinische Leistungen möglich, beispielsweise Herzreparaturen und Organtransplantationen.

Doch seit Beginn des neuen Jahrtausends verschärft sich die Situation, weil viele Bakterien gelernt haben, sich gegen diese Medikamente zu schützen, ja, regelrecht unsichtbar für von Menschen gemachte “Waffen” zu werden.

Was den Bösewichtern allerdings immer noch stinkt, sind bestimmte sehr leichte und lipophile Moleküle, die sowohl duften als auch deren Zellwand mürbe machen. Auf zweifache Weise können bestimmte ätherische Öle sowohl präventiv als auch kurativ eingesetzt werden. Vor Operationen können sie vorbeugend vor den gefürchteten “Krankenhauskeimen” angewendet werden. Bei bereits erfolgten Infektionen, können sie die Wirkung von (zu schwach wirksamen) Antibiotika unterstützen und verstärken.

Multiresistente Keime - Störsender ätherische Öle

Inzwischen gibt es erste Erkenntnisse, dass natürliche Riechstoffe Bakterien derart in ihrer Kommunikation (Quorum sensing genannt) stören können, sodass mithilfe von ätherischen Ölen ihre Angriffsfähigkeiten deutlich reduziert werden können.

Quorum sensing ist sozusagen….

eine einzigartige Sprache für Bakterien

die “Vollversammlung” von Bakterien, um ein in gemeinschaftlicher „Arbeit“ bspw. einen Biofilm zu bilden.

An sich stammt der Begriff „Quorum“ aus der Zeit des römischen Reiches und bezeichnete im Senat die für eine Abstimmung benötigte geringste Zahl an Mitgliedern.

Quorum sensing wird von Bakterien benutzt, um Prozesse zu koordinieren, die ineffizient wären, wenn sie nur von einzelnen Zellen durchgeführt würden, z.B. die Bildung von Biofilmen.

 

webSEMINAR “Duft-Talk” Teil 3

Multiresistente Keime - Störsender ätherische Öle

 

Im Duft-Talk 3 begrüßen wir die Pionierin der Aromatogramme in Deutschland. Dorothea Hamm ist erfahrene Apothekerin, sie ist mit tausenden von Aromatogrammen vertraut, sie kennt die relevanten ätherischen Öle bei vielen alltäglichen Infektionen, sei es immer wieder kehrende Blasenentzündungen, Candida im Genitalbereich von Groß und Klein oder MRSA bei Pflegeheim-Bewohnern. Sie wird von vielen ihrer wertvollen Erkenntnisse berichten und erfolgreiche Rezepturen mit uns teilen. (klick hier)

Blockiert oder stört man die Kommunikation unter den Bakterien, z.B. durch die vielfältige Anwendungsmöglichkeiten mit ätherischen Ölen wird es schwieriger Biofilme zu bilden und zu überleben.

Herkömmliche Antibiotika sind häufig nicht mehr in der Lage die Quorum sensing Aspekte von chronischen Infektionen wirksam zu bekämpfen.

Viele ätherische Öle wirken sehr stark antibakteriell und sind in der Lage den gefürchteten multiresistenten Krankenhauskeimen (MRSA) auf den Laib zu rücken. In den letzten Jahren konnte in vielen Studien gezeigt werden, dass sie die Wirkung von z.T. nicht mehr wirksamen Antibiotika wieder herstellen bzw. verstärken können.

Mit Hilfe von sogenannten Aromatogrammen können die Keime im Labor nachgewiesen und die entsprechend wirksamen ätherischen Öle ermittelt werden.

Was ist ein Aromatogramm?

Ein Aromatogramm ist vergleichbar einem Antibiogramm. Hierbei werden antibakterielle oder antimykotische Wirkungen eines ätherischen Öls gegen Krankheitskeime nachgewiesen. Mit Hilfe des Aromatogramms lassen sich die wirksamen ätherischen Öle ermitteln, welche dann in einer Apotheke als “aromatherapeutisches” Arzneimittel hergestellt werden. Auf diese Art und Weise wird für jeden Patient eine spezifische Mischung erstellt.

Bei jedem Aromatogramm werden eine Vielzahl ätherischer Öle z.B. Lavendel, Eukalyptus, Thymian, Lemongrass, Neroli, Manuka, Teebaum, Rosengeranie usw. ausgetestet.

Das Aromatogramm - effektiv und immer noch wenig beachtetDu willst mehr über Gynäkologische Infektionen erfahren, dann ist unser webSEMINAR genau das Richtige für dich (klick hier)

 

Fast alle getesteten ätherischen Öle zeigen eine gute bis sehr gute Wirkung gegen die geprüften Erreger. Dies wird durch den sogenannten Hemmhof, der sich in der Petrischale zeigt, bewiesen! Der Hemmhof wird gemessen und mit 0 bis +++ gekennzeichnet. Je größer der Hemmhof, desto besser wirksam ist das ätherische Öl.

In mehreren hunderten Studien weltweit konnte die antibakterielle Wirkung ätherischer Öle geprüft werden (1). Sie wirken deutlich antibakterizid und antimykotisch gegen klinisch relevante Keime und stärken/stimulieren das Immunsystem.

Auch eine Kombination aus Aromatherapie und Antibiotikagabe ist möglich – es hat sich gezeigt, dass in diesem Fall Infektionen schneller abklingen als bei alleiniger Gabe des Antibiotikums.

Aber nicht nur bei multiresistenten Keimen ist es sinnvoll mit ätherischen Ölen begleitend zu behandeln – auch bei anderen Erkrankungen können Aromatogramme erstellt und ätherische Öle in der Behandlung verwendet werden:

  • Vaginalinfektionen
  • Harnwegsinfektionen
  • Sinusitis, Pharyngitis usw.
  • Bronchialerkrankungen
  • Hauterkrankungen, z.B. Akne
  • Parodontitis

Sogar in der Tierheilkunde werden Aromatogramme und die Behandlung mit der Aromatherapie erfolgreich eingesetzt.

Unser Online Seminarangebot wächst – ein weiteres Modul kann ab sofort gebucht werden. (klick hier)

Multiresistente Keime - Störsender ätherische ÖleEinen sehr eindrucksvollen Bericht einer Lehrerin für Pflegeberufe und deren Erfolg bei der Sanierung des gefährlichen Krankenhauskeimes MRSA, hat Eliane im Herbst 2016 auf Ihrem Blog veröffentlicht (klick hier).

Eine Schülerin in meiner Schule arbeitet mit körperlich und geistig Behinderten Kindern und jungen Erwachsenen. Einige dieser Kinder schleppen seit Jahren diesen Keim mit sich herum – nach meiner Erzählung von Elianes Bericht durfte sie bei zwei dieser betroffenen Kindern eine tägliche Waschung mit Thymiantee durchführen. Nach wenigen Wochen war bei einem dieser Kinder der Keim nicht mehr nachweisbar – bei dem anderen Kind war eine deutlich geringere Besiedlung ersichtlich. Welch ein Erfolg für die Kinder, die Eltern und auch die Pflegenden. Die Lebensqualität dieser Kinder wird dadurch erheblich gesteigert.

Multiresistente Keime - Störsender ätherische Öle

Aber auch Betroffene für die es keine Möglichkeit gibt ein Aromatogramm erstellen zu lassen, lohnt sich die “dufte” komplementäre Pflege in jedem Fall.

Johanniskrautöl ist ein wichtiges Basisöl bei der Behandlung von MRSA. Dabei spielt der Inhaltsstoff Hyperforin eine wesentliche Rolle, dieser wirkt antibakteriell und wundheilend.

 

Vor geplanten Eingriffen können die zu behandelten Hautflächen mit entsprechenden Körperölen ca. 1 Woche vorher täglich einreiben.

„Hautstark“

50 ml Johanniskrautöl

5 Tropfen Lavendel fein

5 Tropfen Manuka

5 Tropfen Melisse 10%

5 Tropfen Teebaum

 

Bei Patienten mit einer bestehenden MRSA Infektion stärken tägliche Waschungen und Einreibungen das Immunssystem und wirken „gegen“ die resistenten Keime.

„Waschung“

1 Tropfen Teebaum

2 Tropfen Manuka

1 Tropfen Lavendel fein

optional 1 Tropfen Thymian thymol

in einen Esslöffel Sahne emulgieren und dem Wasser zugeben

Multiresistente Keime - Störsender ätherische Öle

50 ml Do it yourself Raumspray

5 Tropfen Thymian Ct. Linalool

5 Tropfen Angelikawurzel

5 Tropfen sibirische Fichte

5 Tropfen Zitrone

5 Tropfen Manuka

 

„Körperöl stärkend“

50 ml Johanniskrautöl

3 Tropfen Teebaum

3 Tropfen Ravintsara

2 Tropfen Thymian CT linalool

4 Tropfen Manuka

3 Tropfen Lavendel fein

 

Bei Keimbesiedelung in der Nase kann die Nasenschleimhaut mit einer entsprechenden Mischung versorgt werden.

„Nasenöl“

20 ml Johanniskrautöl

1 Tropfen Lavendel fein

1 Tropfen Manuka

1 Tropfen Melisse 10%

1 Tropfen Teebaum

mit einem Wattestäbchen die Nasenschleimhaut 1-2 mal täglich vorsichtig betupfen

 

Frischer Wind für die Nase – ob unter der Maske oder bei Erkältungserscheinungen. Der aspUraclip® kann im mitgelieferten Etui  überall dabei sein, so lässt er sich leicht nach dem Abnehmen hygienisch bis zur nächsten Anwendung verstauen. (klick hier)

Multiresistente Keime - Störsender ätherische Öle

5 Kommentare zu „Multiresistente Keime – Störsender ätherische Öle“

  1. Toll, danke dass du diese wertvollen Tipps mit der interessierten Allgemeinheit teilst. Du bist quasi meine Aroma- Missionarin! Wir danken es dir sehr und möchten auch diese ” frohe Botschaft” weiter tragen.

    1. Oh jetzt machst du mich ehrlich verlegen – ich tue nur das was mir wirklich viel Freude bereitet und von dem ich seit über zwei Jahrzehnten absolut überzeugt bin.
      Liebe Grüße
      Sabrina

      1. Danke so viel mal! Ja genau, heute in einer Woche muss ich unters Messer…. und fragte mich, wie ich wohl präventiv etwas machen kann. Nur fehlt mir Johanniskraut Öl…
        Danke für die perfekten Rezepte.

        Andrea

  2. Ich liebe euer Engagement für eine sichere Aromapflege. Vielen lieben Dank! Ihr seid eine meiner ersten Quellen, wenn ich eine Frage nachschlagen will. Dankedankedanke ❤️

    1. Vielen Dank für Dein Lob! Wir wissen das sehr zu schätzen und freuen uns, dass wir viele Menschen mit unserer Arbeit begeistern können.
      Liebe Grüße
      Sabrina

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