Menthol – ein cooles Molekül

Menthol – ein cooles Molekü(h)l
Menthol - ein cooles Molekül

„Chemisch betrachtet ein Molekü(h)l, gefühlt eine frische Brise: Menthol!“

Was ist Menthol?

Menthol ist ein Monoterpenalkohol – ein Naturstoff aus der Gruppe der Terpene.

Menthol gehört zur großen Monoterpenalkohol-Familie – also Verbindungen, die aus 10 Kohlenstoffatomen bestehen. Menthol als Mitglied dieser Inhaltsstoffgruppe hat ein paar einzigartige Eigenschaften:

✔ Es kühlt, ohne wirklich kalt zu sein!
✔ Es betäubt leicht – super für Schmerzen & Juckreiz
✔ Es riecht frisch & minzig – perfekt für Atem & Hautpflege
✔ Ideal bei Spannungskopfschmerz, Übelkeit und Gelenkschmerzenn die nach Kühlung verlangen

Es kommt in Pflanzen wie Pfefferminze (Mentha piperita) und Ackerminze (Mentha arvensis) vor.

Menthol ist Bestandteil der ätherischen Öle dieser Pflanzen – wird aber nicht selbst als ätherisches Öl bezeichnet.

Wichtig:
Die ätherischen Öle von Pfefferminz und Ackerminze sind nicht für Babys und Kleinkinder geeignet, da sie Atemprobleme auslösen können!

Wie wirkt Menthol?

Menthol aktiviert Kälterezeptoren (TRPM8) in Haut und Schleimhaut.
Diese melden dem Gehirn: „Es ist kalt!“, auch wenn es gar nicht kälter wird.

Das sorgt für ein erfrischendes Kältegefühl – ohne Temperaturveränderung!

Denn es trickst unsere Kälterezeptoren in der Haut & im Mund aus, sodass wir denken, dass es kälter ist als es wirklich ist!

Merkhilfe:

> „Menthol macht munter – weil’s kalt macht, ohne kalt zu sein!“

Denk an ein Pfefferminzbonbon: Frisch im Mund – aber die Temperatur bleibt gleich.

Du suchst eine Alternativer für Kinder???

Bergamottminze – Die “Kinderminze”

Auch eine tolle Alternative zu Lavendel! Die Bergamottminze enthält KEIN MENTHOL und ist daher perfekt geeignet für die Anwendung bei Kindern ab 6 Monaten.

Du kannst sie überall dort einsetzen, wo du Lavendel verwenden würdest – zur Beruhigung, Entspannung, Hautpflege, bei kleinen Wehwehchen und für ein wohltuendes Umfeld.
Natürlich auch für alle Erwachsenen

Gerade für die Kleinen ist diese milde Minze eine ideale Wahl für die sanfte Aromapflege.

Menthol - ein cooles Molekül

Wer hätte gedacht, dass im Süden Deutschlands bereits vor 100 Jahren eine der hochwertigsten Pfefferminzen großflächig angebaut wurde! Wesentlich länger setzt die Menschheit dieses wertvolle Heilkraut an, kommerzielle Zubereitungen mit ätherischem Pfefferminzöl waren vielen unserer Großeltern bekannt. Diese wurden und werden quasi für und gegen alles eingesetzt, doch sollte behutsam damit umgegangen werden.

Denn ein relevanter Inhaltsstoff, der Monoterpenalkohol Menthol, wirkt durchaus sehr widersprüchlich. Je nach Menge und Zeit, kann er Hitze oder Kälte auslösen bzw simulieren. Denn er spricht unsere Temperaturrezeptoren an (TRPM8), auch ist er ein Kalziumantagonist vom Dihydropyridin-Typ! Damit wird der schmerzlösende Effekt erklärt, der in einer alten klinischen Studie an der Schmerzklinik Kiel, die später aktualisiert durchgeführt wurde, gezeigt werden konnte. Ein Roll-on mit bis zu 10 % Mentha piperita in Ethanol konnte bei Spannungskopfschmerzen genau so überzeugen wie jeweils 1 g Paracetamol oder ASS.

Wir gehen viele weitere Studien und Einsatzgebiete durch, vom Reizdarm, über Post Zoster-Schmerzen, von Hilfe bei Schluckstörungen und Juckreiz bis zu starker Übelkeit. Auch sprechen wir über die Besonderheiten von Spearmint, Bergamottminze und Poleiminze/Flohminze. (hier hören)

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